Freitagsbrief - Professor Buchholz - Faktum Magazin

Professor Dr. Günter Buchholz:
Der Freitagsbrief
Ausgewählte Links der Woche
Gesammelte, kommentierte, wöchentliche Verweise der Frankfurter Erklärung auf aktuelle Nachrichten.

Bei meinem Freitagsbrief handelt es sich um eine Auswahl aus dem Medienspiegel der Frankfurter Erklärung zur Gleichstellungspolitik, aber jene Erklärung steht mit ihrem besonderen Zweck ganz für sich. Es gibt eine Liste von Unterzeichnern, aber diese steht in keinerlei Zusammenhang mit dem Medienspiegel.

Im Medienspiegel werden täglich Nachrichten aufgegriffen, und manche werden kommentiert.

Der Freitagsbrief stellt eine Auswahl aus dem Medienspiegel der jeweils vergangenen Woche dar, wobei der mündige Leser vorausgesetzt wird.
Daher identifiziere ich mich nicht mit allem, was hier als wöchentliche Auswahl gebracht wird.

Zwar bilde ich mir eine möglichst gut begründete Meinung, weiß aber um meine Fähigkeit zum Irrtum, so wie sie für alle Menschen gegeben ist. Deshalb ist mir begründete Kritik immer willkommen, denn sie ist das Mittel, um Denk- oder Sachfehler zu erkennen und zu beseitigen.Eine Erläuterung

Kalenderwoche 19 Anno 2018: Trump trifft Putin in Helsinki. Es gab einiges an Widerhall, was sich auch im Freitagsbrief niederschlägt.

Treffen Putin/Trump

Weißes Haus: Möglicher Besuch Putins in Washington bereits im Gespräch

US-Präsident Donald Trump hat seinen Sicherheitsberater John Bolton gebeten, den russischen Staatschef Wladimir Putin im Herbst nach Washington einzuladen. Dies teilte die Sprecherin des Weißen Hauses Sarah Sanders am Donnerstag mit. Der mögliche Besuch sei bereits im Gespräch.

Kommentar GB:

Eine Verständigung der USA mit Rußland, wenn sie sich denn realisieren ließe, wäre ein weitreichender Richtungswechsel der US-Außenpolitik. (…)

Nach Treffen in Helsinki

Russlands Präsident findet, dass er und Donald Trump auf einem guten Weg seien. Er hat aber auch eine warnende Botschaft an andere „Kräfte“ in Amerika. Trump freut sich derweil auf ein zweites Treffen mit Putin.

Kommentar GB:

Die Ukraine-Politik der global governance hat in Verbindung mit der verabredungswidrigen Osterweiterung der NATO zu den bekannten russischen Reaktionen geführt. Die Krim wurde mit Legitimation einer Volksabstimmung russisch, der Donbass bleibt umkämpft, wenngleich keine offiziellen staatlichen Kombattanten aktiv sind. Nun weiß Putin sicherlich genau, wer die Ukraine wie destabilisiert hat, ebenso, (…)

Siegt der „tiefe Staat“ über Trump?

Bizarre Reaktionen nach dem Treffen mit Putin: Der Machtkampf in den USA und in Deutschland über die Verschwörungstheorie zur „russischen Einmischung“.

Kommentar GB:

Die teils ziemlich irrationalen US-Reaktionen auf Trump beim Treffen mit Putin in Helsinki offenbaren den offenen Haß auf ihn, und sie zeigen ebenso die Verstörung, die für die global governance durch den Verlust des Weißen Hauses eingetreten ist.

Der deep state der global governance – mit ihrem derzeitigen politischen Aktionszentrum im Kongreß – versucht auf dem Gebiet der Sabotage der Politik des Weißen Hauses alles nur erdenkliche zu tun; ebenso auf dem Gebiet der medialen Propaganda, national und international. (…)

„Make Russia Great Again“

Reaktionen auf das Helsinki-Treffen von Putin und Trump

Kommentar GB:

Der Bundeskanzler, so scheint mir, ist ein kluger und vernünftiger Mann.

In einer Zeit, in der Klugheit und Vernunft rar geworden sind, ist das eine wichtige Feststellung.

Willy Wimmer kommentiert: (…)

Präsidententreff in Helsinki

Präsident Putin, Russische Föderation, und Präsident Trump, Geteilte Staaten von Nordamerika
Wenn sich beide Präsidenten am 16. Juli 2018 in der finnischen Hauptstadt Helsinki treffen, schießen jedem aufmerksamen Betrachter zahlreiche Gedanken durch den Kopf. Das betrifft zunächst die beiden Präsidenten, die sich da zum ersten Mal zusammensetzen können bei einem Treffen, das ausschließlich ihnen beiden gilt. Man muß sich dabei als Betrachter wundern, welche Symbolik damit verbunden ist?

Kommentar GB:

Ein m. E. wichtiger und sehr empfehlenswerter Artikel!

Zentral ist m. E. die folgende Passage: (…)


Politik

Effiziente und nachhaltige Bekämpfung von Fluchtursachen

Die 2014 geschaffene Sonderinitiative „Fluchtursachen bekämpfen – Flüchtlinge reintegrieren“ ist von der Bundesregierung mit viel Geld ausgestattet worden. Im Jahr 2014 betrugen die Mittel für die Sonderinitiative 70 Millionen Euro. Im Haushaltsjahr 2018 sollen diese Mittel auf fast 400 Millionen Euro ansteigen. Werden die Fluchtursachen richtig bekämpft, fragt Lindner und die FDP-Fraktion.

Kommentar GB:

Die von der FDP hier lobenswerterweise gestellten Fragen sind ebenso angemessen wie notwendig differenziert. Diese Initiative kann nur begrüßt werden; jeglicher Zuwachs an Klarheit ist ein Gewinn für die Öffentlichkeit. Die Ergebnisse verdienen es, medial erläutert zu werden.

Afrikapolitik ist und bleibt für ganz Europa ein sehr wichtiges Thema, und zwar gerade dann, wenn man sich dabei der Grenzen des Machbaren bewußt ist und bleibt. –

Geld mit der Gießkanne zu verteilen hat jedenfalls nur einen Effekt: das Geld ist jetzt woanders. (…)

Das israelische „Grundgesetz“

[in deutscher Übersetzung]

dazu: Israel verabschiedet Gesetz zu „jüdischem Nationalstaat“

Die EU spricht von Diskriminierung, arabische Abgeordnete vom „Tod unserer Demokratie“:

Ein neues Gesetz sieht vor, dass Israel der Staat „für jüdische Menschen“ ist.

[Links]

Kommentar GB:

Die EU ist m. E. fundamental proarabisch und proislamisch positioniert, nicht zuletzt wegen ihrer Verabredungen mit der OIC; also kann diese ihre Stellungnahme nicht überraschen.

Das Neue Sultanat – Türkei beendet nach zwei Jahren Ausnahmezustand

Insgesamt wurden 130.000 Menschen aus dem Staatsdienst entfernt, 77.000 sind in Haft – darunter Journalisten und Oppositionspolitiker.

Der vor zwei Jahren in der Türkei verhängte Ausnahmezustand ist beendet. Er wurde nicht verlängert und lief deshalb in der Nacht auf Donnerstag aus. Staatspräsident Recep Tayyip Erdogan hatte den Notstand nach dem Putschversuch im Juli 2016 ausgerufen und danach sieben Mal um jeweils drei Monate verlängern lassen. (…)

Kommentar GB:

Der Neue Sultan hat jetzt auch ohne formellen Auasnhmezustand die Macht, die er gewollt hat.

Für die EU folgt daraus, (…)

Berlin: Immobilien eines arabischen Clans im Millionenwert beschlagnahmt

Mitglieder einer libanesischen Großfamilie in Berlin sind in schwerwiegende Straftaten verwickelt.

Jetzt beschlagnahmten die Behörden 77 Immobilien des Clans.

[Links]

Kommentar GB:

Die „Goldstücke“ und das Goldstück:

(…) „Insgesamt wurden 77 Immobilien im Wert von zehn Millionen Euro beschlagnahmt.“ (…) „Drei Mitglieder der Familie sind etwa die Hauptverdächtigen für den Überfall auf das Berliner Bode-Museum im vergangenen Jahr: Damals wurde eine 100 Kilogramm schwere Goldmünze im Wert von 3,7 Millionen Euro gestohlen, die weiter verschwunden bleibt.“ (…)

Afrika vor einer neuen Schuldenkrise

Christine Lagarde , Direktorin des IWF, warnte afrikanische Staaten noch 2014, nicht „zu viele Schulden“ aufzunehmen. Ende letzten Jahres konstatierte sie schon, einige Staaten Afrikas hätten ernsthafte Schuldenrisiken angehäuft (hier). Die IWF-Chefin ist nicht die einzige Warnerin.

Probleme in einigen Staaten

Einige afrikanische Staaten weisen deutliche Anzeichen einer Schuldenkrise auf. Besonders die Verschuldung in fremder Währung stimmt äußerst kritisch. Der Tschad, die Republik Kongo, Südsudan, Eritrea und Mozambik gerieten laut IWF 2017 in finanzielle Notlage („debt distress“), d.h. sie konnten ihre Zinsen oder Schulden nicht mehr bedienen. Schon 2016 konnte Simbabwe seine Schulden nicht bedienen (hier). Sambia ersucht schon seit Ende 2016 wiederholt ein IWF-Rettungspaket (hier und hier). Ghana hingegen hat ein solches IWF-Restrukturierungspaket erhalten. (…)

Zahlungssystem Target: Fast 1000 Milliarden Euro

Der Target-Saldo der Bundesbank ist so gewaltig, dass er große Aufmerksamkeit verlangt.

Wie ist diese Zahl zu bewerten? Geht es um echte Risiken für Deutschland?

[Links]

dazu: Ein Wahnsinn namens Target 2

Über das Zahlungssystem „Target 2“ werden der Bundesbank enorme Risiken aufgebürdet. Hier kommt eine Idee, wie sich das ändern ließe.


Islam/Migration

Frankreich gewinnt die WM – Und auf den Straßen des Landes bricht erneut die Randale aus

Italien will keine Migranten der EU-Mission „Sophia“

Italien will einem Zeitungsbericht zufolge künftig auch keine Flüchtlinge der EU-Marinemission „Sophia“ mehr aufnehmen.

Das habe Italiens Außenminister der EU-Außenbeauftragen Mogherini mitgeteilt.

[diverse Links]

Kommentar GB:

Der Druck auf Brüssel wächst, aber Brüssel dürfte weiterhin an seiner Migrationspolitik festhalten, in Übereinstimmung mit entsprechenden Absichten und Planungen der UN.

Islamkonferenz – Krawall oder Sachlichkeit?

Wer soll am Tisch der Deutschen Islamkonferenz sitzen? Nur Verbände oder auch muslimische Einzelvertreter? Ein Blick in die Historie könnte die Antwort liefern. (…)

Die Gesellschaft für wissenschaftliche Aufklärung und Menschenrechte (GAM e. V.) schreibt hierzu:

9. Für die Ersetzung der Deutschen Islamkonferenz durch eine regelmäßig tagende Integrationskonferenz mit allen Zuwanderergruppen unter Einschluss von einheimischen zivilgesellschaftlichen Organisationen

Entgegen der offiziellen Begründung,

(a) die Radikalisierung der Muslime in Deutschland vermittels Aufwertung durch einen institutionalisierten Dialog zu verhindern1,

(b) die Muslime in Deutschland auf die freiheitlich-demokratische Grundordnung zu verpflichten und (…)

ZEIT-Debatte: Der schleichende Tod der Meinungsfreiheit

Kommentar GB:

Ein erfreuliches, aufklärerisches Video, danke!

Angesichts des ausgeprägt schwachsinnigen Niveaus dieser sogenannten ZEIT-Debatte bezüglich des Artikels von M. Lau verweise ich, was die relevanten Inhalte und Zusammenhänge angeht, der Kürze halber auf drei Videos zur Migrationspolitik und ihrem geopolitischen Zusammenhang: [weitere Videos]

Nachfrage beim Familiennachzug stark gestiegen

Ab August dürfen Flüchtlinge mit eingeschränktem Schutzstatus wieder Angehörige nachholen – den deutschen Botschaften rund um Syrien liegen schon Tausende Terminwünsche vor. Bei einem anderen Aspekt der Asylpolitik will Seehofer einen neuen Anlauf wagen. (…)

[Links und Videos]

Maghreb-Staaten und Georgien sollen „sichere Herkunftsstaaten“ werden

Das Kabinett hat am Mittwoch einen entsprechenden Entwurf verabschiedet, der bei Grünen und Linken bereits auf Widerstand gestoßen war.

Globaler Pakt: UNO will weltweite Massenmigration rechtlich beschließen

Besonderer Schwerpunkt ist Afrika
Die große Mehrheit Staaten der UNO haben die neue Vereinbarung abgesegnet, die die Massenmigration in der Welt erleichtern und regeln soll. Nur die USA haben sich dagegen entschieden. Tschechien und Ungarn haben Skepsis angemeldet. Von Deutschland kommt dagegen keine Kritik.

[diverse Links]

dazu: 192 UN-Mitgliedstaaten einigen sich auf Migrationspakt

[viele Links und Dokumente]

Syrien – Bevölkerung angewidert von Milizen

Eine aktuelle Untersuchung ernüchtert und widerlegt den Mythos des Volkes, das sich gegen Baschar al-Assad auflehnt. Stattdessen wird die Unzufriedenheit mit der Willkürherrschaft der Milizen und den lokalen Oppositionsregierungen deutlich

Israel – GEGENschläge gegen die Hamas

[Diverse Links]

Kommentar GB:

Ist es wenigstens halbwegs realistisch vorstellbar, Gaza von Ägypten übernehmen zu lassen?

Die südliche Grenze von Gaza wäre dann nicht länger geschlossen, sondern offen, und Kairo würde im Gaza-Streifen die Kontrolle übernehmen. Die Hamas würde von Ägypten entmachtet, und der Friedenszustand zwischen Ägypten und Israel würde ebenso an der Gaza-Grenze gelten. Ohne die terroristische Hamas könnte auch Israel die Gaza-Grenzen kontrolliert öffnen und geöffnet halten. Den Menschen im Gaza-Streifen böte sich eine Entwicklungsperspektive als Teil Ägyptens und in Koexistenz mit Israel.

Aktive Rückholung von Gefährdern auf Kosten des deutschen Steuerzahlers

Es ist doch alles nicht mehr zu fassen: Endlich, endlich hat man nun (auch auf massiven Druck unserer Bürgerpartei hin!) Sami A., den ehemaligen Leibwächter von Osama bin Laden, aus Deutschland nach Tunesien abgeschoben – doch nun wird er durch die deutschen Behörden wieder zurückgeholt.


Feminismus/Genderismus

Moderner Feminismus: Angriff auf die Schönheit

Moderne Feministinnen wollen alle Bereiche, in denen sie nicht mithalten können, abschaffen.
Haben sie keinen Spass, sollen ihn auch die anderen nicht haben.
Den Kampf gegen ihre eigenen Geschlechtsgenossinnen führen sie nach Diktatorinnen-Art.
Und kaum einer merkts.

Grope-Gate‘ und #MeToos Krise der Legitimität

(maschinelle Übersetzung)

„Sowohl in Kanada als auch in den Vereinigten Staaten haben Anfageskandale ein Fenster zu den Heucheleien geöffnet, die die nationale Politik anstecken. Amerikanische christliche Wähler können behaupten, Politiker zu unterstützen, die Familienwerte verkörpern. Aber 2016 stimmten mehr als 80 Prozent der weißen Evangelikalen für einen Mann, der beschuldigt wurde, Frauen “ wie ein Oktopus “ angefasst zu haben , und der dabei ertappt wurde, dass er damit prahlte . In Kanada dagegen hat der eher feministisch orientierte Premierminister Justin Trudeau die ersten Sommertage damit verbracht, widersprüchliche Erklärungen zu einer kürzlich veröffentlichten Begegnung mit einer Journalistin bei einem Musikfestival im August 2000 in London zu geben Britisch-Kolumbien.“ (…)

Vom Opferdiskurs der Frau – Der antifeministische Feminismus

Ursprünglich sollte PC und Gender-Unsinn supportiv für Frauen wirken. Mittlerweile haben wir allerdings einen Punkt erreicht, an welchem genau das Gegenteil der Fall ist und Genderisierung Frauen deutlich schadet. Ich gehe so weit zu sagen, dass der moderne Genderismus extrem frauenverachtend ist und begründe das folgendermaßen: (…)


Verschiedenes

Totale Mondfinsternis am 27. Juli 2018

Am 27. Juli stehen Sonne, Erde und Mond in einer Reihe – das Ergebnis: eine totale Mondfinsternis. Wie man die Mondfinsternis am besten beobachtet und warum sie rekordverdächtig ist – die FR beantwortet die wichtigsten Fragen.

Alkohol wirbelt das Gehirn des Menschen durcheinander

Alkohol ist Helfer und Gegner jedes Politikers, der im Bierzelt auftritt.
Dass das Publikum den Alkohol überhaupt geniessen kann, hat es einer vor rund zehn Millionen Jahren aufgetretenen Mutation zu verdanken.

Höhlengleichnis für Fortgeschrittene

Warum bekommen die geretteten Jungs in Thailand mehr Mitgefühl als Migranten auf dem Mittelmeer? Weil Empathie eine Ressource ist, die nicht voraussetzungslos zur Verfügung steht

Die Große Französische Revolution

Albert Soboul:

Die Große Französische Revolution – Ein Abriß ihrer Geschichte (1789 – 1799)

[Buch, Video, Link]

The Extraordinary Genius of Albert Einstein



Beiträge des Freitagsbriefes in 2018

Die Freitagsbriefe von 2017.

Alle Freitagsbriefe aus dem Jahr 2016.

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