Politik

#AfD Demo: Zukunft für Deutschland – Ein Augenzeugenbericht

AfD-Demo Berlin II - Faktum Magazin

AfD Demo: Zukunft für Deutschland –
Ein Augenzeugenbericht

Das war meine erste Demo-Teilnahme nach 40 Jahren! 1978 nahm ich an Anti-Schah-Demos in Hamburg teil. Dort studierte ich Erziehungswissenschaften und Neuere Geschichte.

Gerade zurück von der Demo „Zukunft für Deutschland – für Freiheit und Demokratie“ kann ich das Wort „friedlich“ nur bedingt bestätigen. Am Anfang am Washington-Platz: Glockengeläut, Zitate aus Bibel und dem Grundgesetz. Am Ende der Reden am Hauptbahnhof wurde „Die Gedanken sind frei“ gesungen. Dann setzte sich der Demonstrationszug in Bewegung.

Keine direkte Gewalt dank Polizeischutz und instrumentalisierte Kinder

Gut, es gab keine Schlägereien, aber dient es wirklich dem inneren Frieden, wenn eine Demo (ich schätze zwischen 6.000 – 9.000 Teilnehmer) von so vielen Gegendemos „lautstark“ begleitet wird? Da ist der Konflikt eigentlich vorprogrammiert. Warum ist es nicht möglich, die einen in Ruhe demonstrieren zu lassen und die anderen auch – aber an unterschiedlichen Orten in der Stadt Berlin?

Wir spazierten vom Hauptbahnhof zum Brandenburger Tor. Die meisten Teilnehmer wie auch ich winkten den Gegendemonstranten freundlich zurück, was manche von ihnen irritierte. Wir ließen uns kaum provozieren. Ich fand es bei meinen Beobachtungen aber erschreckend, wie viele Eltern mit ihren kleinen Kindern bei den Antifa-Schreihälsen dabei waren. Die instrumentalisieren ihre Kinder im Alter von geschätzt 5-10 Jahren. Unfassbar!

Die wahren Nazis: Der Antifant und Linksfaschist

Die ANTIFA-Anhänger wurden witziger Weise von Demo-Teilnehmern ANTIFANTEN genannt. Und es wurde das „Nazi-Argument“ schlicht auf die Antifa umgedeutet, indem die Demoteilnehmer skandierten: „Linksfaschisten“ oder auch „Nazis raus“ oder „Ganz Berlin hasst die Antifa“; denn wer sich wie die SA seinerzeit hasserfüllt Andersdenkenden gegenüberstellt, der muss mit dieser Bezeichnung leben.

Nicht nur AfD-Mitglieder auf der Demo

Die Demoteilnehmer waren bunt gemischt: Frauen, Männer, alt und (erstaunlich viel) jung, eher ein Querschnitt der bundesdeutschen Bevölkerung, also anders als beim Einheitsbrei der Antifa. Ich habe auch CDU-Leute entdeckt, und bin ja selbst seit 1989 Mitglied, war mit einem FDP-Mann dort, auch mit einem AfD-Mitglied, und habe mal herumgefragt: Viele Teilnehmer waren gar keine AfD-Mitglieder, die überwiegende Anzahl allerdings schon.

Bei den Gegendemos fiel auf, dass sich daran nur Linke (Nähe Reichstag: SPD, GRÜNE, DIE LINKE) beteiligten. CDU und FDP nicht!

Es tat richtig gut, nach der Wiedervereinigung 1990 derart viel schwarz-rot-goldenen Fahnen zu sehen.

(Das gab’s zuletzt bei der Fußball-WM 2006 in Berlin). Alle Reden hätten auch von FDP-, CDU- oder CSU-Abgeordneten kommen können, wenn man 15 Jahre zurückdenkt.

Die Polizei hat ihren Job gut gemacht. Auf dem Heimweg begegnete meinem Freund und mir ein Teil der vielen Gegendemos mit dem Titel „Stoppt den Hass“. Plötzlich stürzte ein selbsternannter „Antifaschist“ aus dieser Demo auf uns zu und schrie „Ihr wart doch eben auch dabei, ihr Nazis“. Wir ließen ihn stehen. Dieser Typ erinnerte mich zum wiederholten Mal an SA-Horden der Nationalsozialisten. Der Hass sprühte aus seinen Augen, von Menschenliebe keine Spur. Aber vielleicht hatte er morgens etwas zu sich genommen?

Egal, es gab weder Tote noch Verletzte, aber Hass auf der anderen Seite gab es jede Menge. Die Reden kann ja jeder im Netz googeln bzw. bei Youtube finden.

Einige Twitterbeiträge gibt es hier.

Einige Videos

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