Genderwahnzwischendurch

Enough is Enough – Eine Homogruppe nennt Homos homophob

LGBTQ - Buchstabenmenschen - Faktum Magazin

Enough is Enough –

Eine Homogruppe nennt Homos homophob

 

[Die Entscheidung ist gefallen]

Die „Homo-Aktivistengruppe“ Enough is Enough macht mal wieder von sich reden. Bekannt ist die Gruppe durch ihre Aktion durch Facebook & Co. zu ziehen, um „homobphobe Meinungäußerungen“ anschließend öffentlich zu diskreditieren. In mindestens einem Fall wurde der Arbeitgeber eines der Homophobie-Beschuldigten verständigt.

Der Begriff der Homophobie ist dem Strafgesetzbuch nicht bekannt. Beleidigungen sind strafbar, die Homophobiekeule hat allerdings zum Glück noch keine rechtliche Grundlage. Jede Kritik an Queermenschen wird als homophob gebrandmarkt. Gruppen wie Enough… arbeiten an der gesellschaftlichen Ächtung von jeder Person, die in ihren Augen als homophob erscheint. Man schreckt auch nicht vor der Zerstörung der Existenz über den Arbeitgeber des Betroffenen zurück.

David Berger hat bei Heise den Artikel

Hass mit Hass bekämpfen?

veröffentlicht.

Eine Berliner Homo-Aktivistengruppe durchsucht soziale Netzwerke nach homophoben Kommentaren. Die häufig sehr jungen Poster werden dann im Netz als „Vollpfosten des Tages“ präsentiert, dem Arbeitgeber gemeldet und angezeigt (…)

Diese Veröffentlichung wird durch EiE honoriert werden. Die Organisation hat eine Umfrage gestartet, wer den „Titel der Schande“ für das Jahr 2017 bekommen soll. Besonders einfallsreich waren sie bei der Auswahl der Kandidaten nicht.

Zur Auswahl stehen:

  • Alice Weidel
  • David Berger
  • Hedwig von Beverfoerde
  • Angela Merkel
  • Alexander Gauland und
  • Beatrix von Storch

enough is enough - Titel der Schande

Die „Begründungen“ für diese Auswahl sind eher dünn. Interessant und langweilig zugleich ist allerdings, dass bis auf Angela Merkel alle aus dem konservativen Spektrum kommen. David Berger und Alice Weidel sind homosexuell. Die Homoaktivisten feuern also auch in die „eigenen Reihen„, wenn die Ansichten des Betroffenen nicht in das politisch korrekte Homoweltbild passen.

Alice Weidel und David Berger mögen es entschuldigen, wenn ich sie kurz in die Reihe der Aktivisten einsortiert habe. Die humanistischen Perspektiven sind zu unterschiedlich. Wohingegen EiE recht konsequent auf diese Perspektive verzichtet.

Es finden sich insgesamt 3 Personen aus der AfD, ein Theologe und Publizist  und mit Hedwig von Beverfoerde eine Menschenrechtlerin in der Liste wieder. Wenn man keine andere Sorgen in Deutschland hat als diese Personen, kann es um die Stellung der Homosexuellen im Land nicht schlimm bestellt sein. Man kann es sich sogar erlauben, promonente Homosexuelle zu diskreditieren.

Man bemüht sich allerdings einen angemessenen Eindruck zu hinterlassen.

Auf der Seite der Nominierungen heißt es über die einzelnen Kandidaten u. a.

Alice Weidel

Die Spitzenkandidatin der AfD lebt im schweizerischen Biel mit einer aus Sri Lanka stammenden Schweizer Film- und Fernsehproduzentin in einer eingetragenen Partnerschaft. Und ist Co-Vorsitzende einer Partei, die von Mitgliedern mit eindeutig homophoben Ansichten durchsetzt ist. Das ist merkwürdig. Und irgendwie traurig.

Es wird zwecklos sein, nach den homophoben Ansichten zu fragen. Es ist traurig, dass man andere Ansichten von Anfang an argumentfrei als homophob bezeichnen muss. Neben der Nazikeule steht die Homophobiekeule. Bei Alice Weidel darf der politisch korrekt Mensch direkt beide ungestraft und beklatscht einsetzen. Das ist irgendwie traurig.

David Berger:

Der schwule Internetprovokateur und katholische Publizist betreibt ein Blog, in dem er Dinge veröffentlicht, die bei vielen Menschen vielleicht dazu führen, dass sie sich fragen, warum er sich vor einigen Jahren so für die Abschaffung von kreuz.net eingesetzt hat, statt es einfach zu übernehmen.

Man versucht es noch nichtmals mit einem Argument.

Hedwig von Beverfoerde:

Die zweimalige Gewinnerin und amtierende Miss Homophobia, Hedwig Freifrau von Beverfoerde, hat auch dieses Jahr wieder versucht, bei der „Demo für alle“ (außer LGBTI, und Migranten und Abtreibungsbefürwortern) ein Familienbild zu verbreiten, das so rückwärtsgewandt ist, dass die 50er Jahren dagegen wie eine wilde Nacht im Berghain aussehen. Und ihr „Bus der Meinungsfreiheit“ war so meinungsarm, dass wir mit „Kein Hass-Bus in meiner Stadt“ dagegen angegangen sind. Armes Hascherl.

Darf man die Homos darauf aufmerksam machen, dass eigene Familien nur aufgrund klassischer Familien und Forpflanzung für sie möglich sind? Wenn Kinder in Regenbogenfamilien sind, kommen sie aus heterosexueller Fortpfanzung. Das mag für so manchen Queeraktivisten als rückwärtsgewandt erscheinen, der Natur ist die Ansicht von Queermenschen aber egal.

Angela Merkel:

Ist die CDU-Vorsitzende und Bundeskanzlerin eine gute Mutti für ganz Deutschland? Für seine LGBTI-MitbürgerInnen* jedenfalls nicht. Ihr NEIN zur Gleichstellung im Eherecht hätte nicht lauter sein können. Und was hat es ihr am Ende bei der Bundestagswahl genützt? Nichts! Das ist eine gute Nachricht.

Alexander Gauland:

Das ehemalige CDU-Mitglied war AfD-Spitzenkandidat für die Bundestagswahl und kennt sich mit Schwachsinn offenbar aus.

Beatrix von Storch:

Sie hat in der Berliner Szene jetzt schon den schönen Spitznamen „Trixi von Klapper“. Mehr muss man eigentlich nicht wissen.

Realitätsentrückt gibt man sich auf der Webseite

(…) Mit ihren kreativen Ideen und einer frischen Herangehensweise an politische Themen und Veranstaltungen, erobern sie schnell die Herzen der Berliner und noch schneller die der queeren Community. Besonders der konsequente und professionelle Einsatz sozialer Medien wie Facebook, Twitter und Instagram, sowie einer aussagekräftigen Bildsprache zeichnen die Initiative aus. Unterstützer*innen und Aktivist*innen aus Uganda, Russland, Dänemark und Kanada gratulierten im August 2014 mit Videobotschaften zum 1. Geburtstag der Initiative. (…)

Anstatt kreativ, frisch und einer „Herzenseroberung“ kommen denunzierend, diskreditierend, queerfaschistisch und beschränkt in den Sinn.

Eine Homogruppe nennt Homos homophob – solche Luxusprobleme und die Ehe für alle: Deutschland ist tolerant.

 

 

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