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Clip: Die evangelische Kirche und die Anti-Gender-Bewegung

Feminismus akut - Hexe - Feministin - Faktum Magazin

Die evangelische Kirche und die Anti-Gender-Bewegung
Ein Radiobeitrag kommentiert

Ein Beitrag der NDR Radiosendung Blickpunkt:Diesseits vom 18.12.2016 mit erläuternden Kommentaren. Die Radiosendung des NDR zeigt die Unfähigkeit der EKD (Evangelische Kirche Deutschlands) einen Diskurs bezüglich ihrer Genderpolitik zu führen. Die Ansichten sind starr und wollen durchgeboxt werden.

Anderslautende Meinungen werden als anti-feministisch und rechtspopulistisch entwertet. Wer gegen den Feminismus ist, ist raus aus dem Spiel. Mit diesen Zuweisungen erspart man sich Diskussionen – ganz im feministischen Stil.

Das Versinken der EKD im  Gendersumpf hat begonnen

Die evangelische Kirche versinkt im Gendersumpf. Genderkritik ist für die evangelische Kirche gleichzusetzen mit Rechtspopulismus. Zur Diskreditierung von Kritik bedient sich die EKD an Personal, das aus feministischen, linksextremen Antifa-Kreisen bekannt ist: Andreas Kemper.

Andreas Kemper bei der Antifa

Der Andi und die Antifa am Abend

(…) Der Antifamensch stellte auch Andreas Kemper vor, der zunächst den Eindruck erweckte, ein paar Tage zu viel gefeiert zu haben. Diesen Eindruck machte er später allerdings wieder wett. Sprachlich war er recht auf der Höhe. Um das Inhaltliche geht es später. Er wurde als federführender Kritiker beschrieben, der diverse Aufsätze zu Maskulisten (oder Maskulinisten, wie der Antifamensch sagte) geschrieben hat. (…)

Dann war Andreas Kemper an der Reihe. Er benutzte wieder den Ausdruck Maskulismus. Immerhin erkannte er die Motivation des „gemeinen Maskulisten“: Es ist die Gleichberechtigung. Das allerdings ließ er aber nicht gelten: Für Gleichberechtigung sind seiner Meinung nach ausschließlich der Feminismus und die Antifa zuständig. (…)

Sowohl der Feminismus als auch die Antifa stehen allerdings für das Gegenteil der Gleichberechtigung: Sie stehen für die Gleichstellung.

 

Andreas Kemper spricht auf Veranstaltungen der linksextremen Antifa und ist auf vielen feministischen Veranstaltungen anzutreffen.

Feminismus akut: „Gegner*innenaufklärung“: Das Fazit

(…) In der Nachbereitung der Veranstaltung ist aufgefallen, dass Andreas Kemper ebenfalls einen Workshop geleitet hat. Die Veranstaltung der Heinrich Böll Stiftung hat einen Vortragenden der Antifa auf das Programm der Veranstaltung gesetzt. Auch bei ihm wurde die feministische Familienfeindlichkeit deutlich. (…)

Feminismus akut: „Geschlechterbewusste Theologie“ – Kirche im Genderwahn

(…) Das PDF der Evangelischen Kirche im Rheinland ist ergiebiger. Anhand dieses PDFs wird die Verknüpfung Antifa – Kirche – Staat deutlich. Diese Verknüpfung ist allerdings auf den ersten Blick  nicht zu erkennen. Man muss sich schon durch den Dschungel des Genderwahns gekämpft haben, um einzelne Namen zuordnen zu können.

Gerade ein Tagungspunkt bewegt die Augenbrauen aufmerkend nach oben:

12:00 Uhr
Der Großraum der neuen Rechten: Rechtsbündnisse und Wertekanon im aktuellen gesellschaftlichen Diskurs (Andreas Kemper) (…)

Die evangelische Kirche arbeitet also mit Personen zusammen, die vor regelmäßig vor dem linksextremen (feministischen) Publikum der Antifa sprechen. Die Ideologie Gender steht also über allen anderen Dingen: Demokratie, Menschenrechte und zuletzt auch dem christlichen Glauben.

„Gender und Theologie“

Der evangelische Theologe Gerhard Schreiber lehrt am Institut für Theologie und Sozialethik in Darmstadt. Er hat einen interdisziplinären Kongress zum Thema Transsexualität geleitet.

(…) Er ist ein Fach-Mann – das „Mann“ ist deshalb der Rede wert, weil sich mit Gender vor allem Frauen befassen. (…)

Angst vor der Vielfalt?

Dem Deutschlandfunk stand er für den Artikel „Warum macht uns das Angst, dass wir vielfältiger geschaffen sind?“ gab er einige seiner Thesen zum Besten.

(…) Der Theologe Gerhard Schreiber plädiert im Deutschlandfunk dafür, Vielfalt als Teil der Schöpfung zu sehen – und als gesellschaftliche Bereicherung. (…)

Über eine Bereicherung durch Menschen, die in ihrer Selbstwahrnehmung gestört sind, lässt sich streiten. Man kann und muss akzeptieren, dass es beispielsweise Transsexuelle gibt. Wegen dieser geringen Anzahl an Personen allerdings die biologischen Geschlechter abzuschaffen und die Sprache zu verfälschen, geht weit über ein sinnvolles Maß hinaus. Eine kulturelle Bereicherung sehe ich nicht. Ich sehe Menschen mit psychischen Problemen, die ein Problem mit ihrer Selbstwahrnehmung haben.

Ich sehe keine Angst vor der Vielfalt. Die Gesellschaft ist nicht dazu bereit, biologische Fakten aufgrund feministischer Spinnereien als konstruierten Blödsinn abzutun. Dass es „Genderverirrte“ gibt, ist bekannt. Es gibt aber keinen Willen, die Gesellschaft an die Verirrten anzupassen. Die Verirrten müssen sich an die Gesellschaft anpassen; denn es ist z. B. nicht normal transsexuell und einem der über 50 „neuen Geschlechtern“ anzugehören.

Für Schreiber ist Geschlecht ein Konzept

Gerhard Schreiber nimmt zur Kenntnis, dass es biologische Faktoren gibt, die das Geschlecht in der normalen Welt bestimmen. In der Genderwelt passen diese Faktoren aber nicht in das Konzept von Geschlecht.

(…) Gender meint eigentlich einen bestimmten Aspekt, eine bestimmte Dimension von Geschlecht. Geschlecht ist nicht eindimensional, sondern ein Konzept mit verschiedenen Dimensionen. Es handelt sich dabei immer um eine einzigartige Kombination verschiedener Eigenschaften. Gewöhnlich, wenn wir Geschlecht hören, verstehen wir darunter die biologischen Geschlechtsmerkmale des Menschen, also chromosomales, gonadales, hormonales und genitales Geschlecht. Geschlecht, und da kommt jetzt Gender ins Spiel, meint aber nicht nur diese biologisch-körperlichen Faktoren. (…)

Geschlecht ist kein Konzept. Das Geschlecht wird biologisch bestimmt. Durch sein „Konzept“ ist er schnell bei der Transsexualität.

(…) Zu diesen beiden Aspekten, also dem Körperlich-Biologischen einerseits, Gender als sozialem Geschlecht andererseits, kommt noch ein Drittes, nämlich die geschlechtliche Selbstwahrnehmung eines Menschen. Also das, wie der Mensch sich selbst in seiner Geschlechtsrolle erlebt und das kann von dem ihm bei der Geburt zugewiesenen Geschlecht, dem Geburtsgeschlecht oder Hebammengeschlecht, abweichen. Und dann sind wir bei dem Phänomen der Transsexualität. (…)

An dieser Stelle verlassen ihn spätestens die evangelischen Geister. Das Phänomen bei Transsexuellen ist doch, dass sie sich eben doch auf biologische Geschlechter beziehen. Sie meinen nur, mit dem falschen Geschlecht geboren zu sein. An den biologischen Geschlechtern ändert sich nichts. Transsexuelle werden in der Diskussion vorgeschoben, weil es mittlerweile in der Gruppe der LGBT-Menschen, welche gibt, die sich keinem Geschlecht zugehörig fühlen. Die Gesellschaft muss sich allerdings nicht für diese Menschen anpassen. Manche fühlen sich „genderfluid“ und wechseln „das Geschlecht“ je nach Uhrzeit.

Nicht die Gesellschaft braucht Hilfe und Aufklärung, diese Personen brauchen die Hilfe. Schlimm wird es, wenn die evangelische Kirche auf den Genderzug aufspringt und den eigenen Glauben verrät.

Was soll man aber von einem Theologen erwarten, der Transsexualität für gesund hält?

(…) Und dann muss man eben auch wissen, dass es in den letzten 20 Jahren zu einer Art Paradigmenwechsel innerhalb der neurobiologischen Forschung gekommen ist, die eng mit der Entpsychopathologisierung von Transsexualität verbunden ist. Transsexualität ist eine biologische Variante, ist vollkommen gesund. (…)

Transsexualität ist nicht gesund. Ein Mensch glaubt im falschen (aber gesunden!) Körper geboren worden zu sein. Dieser gesunde Körper soll dann oft durch einen nicht funktionierenden Körper ersetzt werden. Wie gesund kann das wohl sein?

Schreiber und die feministische Geschlechtergerechtigkeit

Dass er feministische „Forschung“ betreibt wird deutlich, wenn er von „Geschlechtergerechtigkeit“ spricht. Geschlechtergerechtigkeit bedeutet nichts anderes als die Instrumente zur Durchsetzung des Gender Mainstreaming. Im Gender Mainstreaming geht es im Gegensatz zu seinen Aussagen im Interview eben doch um die Auflösung der Geschlechter. Allerdings hat das weibliche Geschlecht Bestand, da es als das „unterdrückte Geschlecht“ besondere Beachtung finden muss. Das männliche Geschlecht ist in feministischen Augen ohnehin fehlerbehaftet und gewalttätig.

(„Politische, begriffliche und wissenschaftliche Bemühungen um Geschlechtergerechtigkeit werden heute oft mit dem Begriff Gender Mainstreaming bezeichnet.“ – Wikipedia)

In der evangelischen Kirche sieht es so aus:

(…) Und da habe ich das große Glück, dass die Evangelische Kirche in Hessen und Nassau sehr an diesem Forschungsvorhaben interessiert ist und nicht zuletzt der Kirchenpräsident höchstpersönlich, Volker Jung, dieses Konferenz- und Forschungsprojekt von Anfang an mit großem Interesse begleitet hat. Es gibt auch eine Fachgruppe Gendergerechtigkeit, die eingesetzt wurde, um gerade auch die kirchenpraktischen Fragen zu ergründen und zu klären. (…)

Auffällig an dem ganzen Gespräch ist, dass die Bibel einmal kurz im Gespräch erwähnt wird. Die evangelische Kirche entfernt sich von der Kernschrift des Glaubens zugunsten der Genderideologie. Schreiber spricht auch nicht von einer direkten Auflösung der bisherigen Geschlechter, wer sich mit „Gender“ beschäftigt, weiß aber, dass viele Wege zur freien Geschlechterwahl führen. Diese Wege werden entgegen dem Glauben der „Anti-Gender-Bewegung“ eingeschlagen.

Der Gendersumpf der evangelischen Kirche

Studienzentrums der EKD für Genderfragen

(…)

Das Studienzentrum

  • unterstützt die Integration von Genderaspekten in das kirchliche Handeln und macht sie für die Entwicklung der Organisation Kirche fruchtbar.
  • wertet Genderforschungsansätze aus verschiedenen Fach- und Forschungsgebieten aus und bereitet sie für verschiedene Ebenen und Handlungsfelder der Kirche exemplarisch auf. (…)

Es steht für die evangelische Kirche also bereits fest, dass die Genderideologie kein Widerspruch zum Glauben darstellt. Eine wirre Begründung für die Berechtigung der Ideologie im Glauben, gibt Schreiber von sich:

(…) Ja, weil es eben in der Bibel nicht heißt „als Mann und Frau schuf er sie“, sondern im hebräischen Urtext heißt es: „Als männlich und weiblich schuf er sie“. Und damit haben Sie einen Spielraum, eine Spannbreite, die eben nicht nur diesen Reduktionismus auf die Binarität von Geschlecht erlaubt. Gott schuf auch Tag und Nacht. Aber nicht nur Tag und Nacht, sondern auch Dämmerung und Morgengrauen und die Phasen des Übergangs. Auch da haben wir eine Variationsbreite. (…)

Eine Ideologie wird mit dem Hammer in den christlichen Glauben geprügelt. Allerdings ist davon auszugehen, dass die „Anti-Gender-Bewegung“ aus dem Großteil der Kirchenmitglieder besteht.

Ein PDF des Instutiuts für Kirche und Gesellschaft der evangelischen Kirche Westfalen

Die Gender- und Gleichstellungsstelle der evangelischen Kirche im Rheinland

Beauftragte für Geschlechtergerechtigkeit der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Norddeutschland

Fachtagung: Evangelische Kirche sucht Konzept gegen Gender-Gegner

(…) Die Evangelische Kirche in Deutschland (EKD) sucht „Gegenstrategien“, um auf die Anti-Gender-Bewegung zu reagieren. Dazu veranstaltet sie einen Kongress, bei dem über „Stammtischparolen und Menschenverachtung“ informiert werden soll. (…)

Wer fundiert über Dinge spricht braucht keine Tagung, um Argumente gegen Kritik zu finden.

Peter Hahne kritisiert „Gender-Unfug“ in der evangelischen Kirche

(…) Das ehemalige Ratsmitglied Peter Hahne wirft der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) einen „Anschlag auf die Ästhetik unserer deutschen Sprache“ vor. Anlass ist die Veröffentlichung eines Faltblatts mit „Tipps für eine geschlechtergerechte Sprache“, in dem unter anderem für Begriffe wie „Ansprechpersonen“ statt des Plurals „Ansprechpartner“ geworben wird. „Ich habe außer Alice Schwarzer noch kein Frauen kennengelernt, die dieses Thema existenziell interessiert“, schreibt Kolumnist Hahne in der „Bild am Sonntag“: „Die ‚Kirche des Wortes“ hat wahrlich andere Probleme als diesen Gender-Unfug.“ (…)

 

 

 

 

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