Weibliche Dreierspitze bei den Grünen: Der Sexismus macht’s

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Weibliche Dreierspitze bei den Grünen:
Der Sexismus macht’s

Das Frauenstatut der Grünen macht es möglich: Eine weibliche Dreierspitze bei den Bremer Grünen. Eine reine Männerspitze wäre bei den Grünen aufgrund des Statutes nicht möglich.

Weserkurier: Bremer Bürgerschaftswahl 2019
Weibliche Dreierspitze für die Grünen

Die Bremer Grünen wollen sich bei der Bürgerschaftswahl im kommenden Jahr vor allem von ihrer weiblichen Seite zeigen. Finanzsenatorin Karoline Linnert als Spitzenkandidatin sowie Fraktionschefin Maike Schaefer und Sozialsenatorin Anja Stahmann auf den nachfolgenden Listenplätzen sollen für den Landesverband ein Stimmergebnis einfahren, das auch in der nächsten Legislaturperiode eine Regierungsbeteiligung ermöglicht. Das hat der Landesvorstand der Parteibasis empfohlen. (…)

Eine reine Männerführungsriege wäre nicht möglich: Das verhindert das Frauenstatut der Grünen.

(…) Grüne Frauenpower also auf mittlere und längere Sicht – und was wird aus den grünen Männern? Für einige von ihnen wird es bei der Bürgerschaftswahl 2019 eng. Grundsätzlich gilt bei den Bremer Grünen, dass die ungeraden Listenplätze für Frauen reserviert sind, auf den geraden Listenplätzen (zwei, vier, sechs und folgende) aber neben Männern auch Frauen kandidieren dürfen. (…)

Aus dem Frauenstatut der Grünen:

§1 MINDESTQUOTIERUNG
Wahllisten sind grundsätzlich alternierend mit Frauen und Männern zu besetzen, wobei den Frauen die ungeraden Plätze zur Verfügung stehen (Mindestparität). Frauen können auch auf den geraden Plätzen kandidieren. Reine Frauenlisten sind möglich.
Sollte keine Frau für einen Frauen zustehenden Platz kandidieren bzw. gewählt werden, entscheidet die Wahlversammlung über das weitere Verfahren. Die Frauen der Wahlversammlung haben diesbezüglich ein Vetorecht entsprechend § 4 des Frauenstatuts.

Frauenstatut der Grünen

Verpflichtend bei den Grünen ist also nur eine Besetzung der Listen mit mindestens 50 Prozent Frauen. Mehr als 50 % sind möglich, so können reine Frauenlisten entstehen. Reine Männerlisten schließt das Statut aus. Wir berichteten vor längerer Zeit.

Das ist eindeutig sexistisch, wenn lediglich das eine Geschlecht derartig bevorzugt wird. Das hat auch nichts mit Gleichberechtigung zu tun. Gleichberechtigung mit den Grünen ist dementsprechend ein Märchen. Gern erzählt, aber dennoch ein Märchen.

Hier die drei Grazien


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3 comments

  1. Atze 17 April, 2018 at 19:47 Antworten

    Hieß es nicht bei Orwell (Farm der Tiere) über Totalitarismus: “Alle Tiere sind gleich, aber manche Schweine sind gleicher,”, oder so ähnlich? – Der Mann war ein verdammtes Genie und hellsehen konnte er offensichtlich auch. 😉

    • Balthazar Vanitas 17 April, 2018 at 20:22 Antworten

      Grundsätzlich ist dieses “gleicher sein” ja verfassungswidrig. Wäre interessant zu wissen, ob da schon jemand gegen geklagt hat. Aber wenn man in dieser Partei ist, dürfte der Rest auch völlig egal sein. 😉

  2. Atze 17 April, 2018 at 20:53 Antworten

    Siehste, das war mein Dilemma: Ich hätte lamentieren können, dass die Grünen durch das Privilegieren von Frauen sog.”Wahlen” abhalten, die eine Verhöhnung der Demokratie darstellen. Womit sie de facto ihre Mitglieder in hoch- und minderwertige Menschen anhand des Geschlechts teilen. Eine Ideologie, die im 20. Jahrhundert in mehrere katastrophale Genozide geführt hat und auch bei den Grünen nicht glimpflich enden wird (Erfahrung!) – Aber ich dachte, ich knalle den drei Grazien lieber meine Assoziation zu ihnen, durch ein etwas abgewandeltes Zitat ganz unverblümt vor den Latz.

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