Ausdruck einer allherrschenden jämmerlichen Dekadenz [Mansion merkt an]

Ausdruck einer allherrschenden jämmerlichen Dekadenz

[Mansion merkt an]


Am 14.03.22 war in den Vormittagsnachrichten des Saarländischen Rundfunks (SR2) zu vernehmen, dass es einen Beschluss gebe, wonach die psychologische Betreuung der Schulkinder (nicht der Eltern) an den saarl. Schulen ausgedehnt werden müsse.
Begründet wurde dies mit einer wachsenden Traumatisierungsgefahr der Kinder durch die Konfrontation mit dem Krieg in der Ukraine.

Nun ist die Absicht zuvorkommender Psychologisierung ja nicht an sich etwa bösartig zu nennen, aber man wundert sich schon ein wenig, hat es doch beim zuvor (und immer noch) anhaltenden Zustrom muslimischer Migranten einen solchen Beschluss nie gegeben.

Das lässt zwei Deutungen zu, denn erstens konnte man sich einer UN-Verlautbarung anschließen, wonach allerhöchstens 10% der Migranten Kriegsflüchtlinge im Sinne der Genfer Konvention sind oder man hat die Meinung vertreten, dass es einiger Zeit bedarf, bis man sich wirklich traumatisierten Zuwanderern sprachlich und fachlich angemessen zuwenden kann.

Im vorliegenden Falle geht es aber wohl um herkunftsdeutsche Schulkinder, die durch mediale Kriegsberichterstattung geschädigt werden, was wohl im Einzelfall zu prüfen wäre, sind doch Kinder und Jugendliche in unseren Breiten bereits seit Jahren in den Stand gesetzt, eine ungehinderte mediale Autonomie zu betreiben. Sie ist eine Kleinigkeit gegenüber der den Jugendlichen ab dem 14. Lebensjahr zugebilligten Autonomie, ihr Geschlecht selbst bestimmen zu können, was einem ja bei der Entscheidung einiges zumutet. Oder?

Das weiß man an zuständiger Stelle und hat es längst als unvermeidlich (und gewollt) abgenickt. Kritiker gelten eher als vorgestrige Störer.

Nun sind Kriege zwar (diplomatisch) vermeidbar, aber im Falle ihres Stattfindens unvermeidlich grausam und die dabei entstehenden Bilder und Filmsequenzen gelangen zugleich nicht unzensiert in unsere Medien.

Der Zweck, den sie zu erfüllen haben, ist dabei zuvorderst der von zweckdienlicher Propaganda für die in jedem Fall gute Sache. Man kann nicht Partei für zwei Seiten ergreifen und muss sich möglichst kurzfristig entscheiden, was erleichtert wird, wenn eine der beiden Seiten einen Krieg begonnen hat. Sowas ist zweifelsfrei schrecklich und vor allem undiplomatisch, was die bange Frage nach unterlassener Diplomatie aufwirft und in diesem Falle beide Seiten betrifft, die offenbar über ein solches qualifiziertes Personal nicht oder nicht mehr verfügen. Diese Erkenntnis ist dann aber auch ganz schrecklich, weil sie auf langfristige Versäumnisse verweist, welche im Schulunterricht leider nur sehr selten referiert werden, jedoch deshalb auch keine Traumata hinterlassen können.

Nun passiert es bei zweckdienlicher Propaganda schon mal, dass man in verständlicher emotionaler Erregung nicht nur bestimmte (als übel deklarierte) Leute zur Hölle wünscht, sondern so etwas wie eine Aura des Bösen und Unberechenbaren erzeugt. Sowas fällt besonders dann leicht, wenn man auf nicht sehr weit zurückreichende historische Übung setzen kann, welche offensichtlich erstaunlich leicht zu beleben ist. Plötzlich ist er wieder da, der böse Russe, heimtückisch, bösartig und wild.

Es muss schließlich einen Grund dafür geben, dass an einer Reihe von Schulen die russisch-stämmigen Kinder einem Mobbing durch (traumatisierte?) Klassenkameraden ausgesetzt sind, die sich dank entsprechender Anleitung offenbar auf der Seite des Guten wähnen.
Nein, sowas muss man nicht mutwillig inszeniert haben, aber es ist die Folge einer bestimmten Art von Propaganda, von der eher nicht anzunehmen ist, dass man ihre Wirkung psychologisch mildern will.

Ob es den Initiatoren des psychologischen Beistandes bewusst ist, welche Herabwürdigung des Leides der wirklich Betroffenen mit ihrer Aktion verbunden ist? Das darf zu ihren Gunsten bezweifelt werden!

Allerdings ist die angedachte psychologische Betreuung deutscher Kinder, aufgrund des Krieges in der Ukraine, zumindest der Ausdruck einer allherrschenden jämmerlichen Dekadenz.

Michael Mansion


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