Meinungsmedien: Angst vor anderen Meinungen?

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Brief an das ZDF

Sehr geehrte Damen und Herren Redakteure,

„WIR LIEBEN DAS WARUM“ – so das Motto eines Radiosenders in Berlin.
Ich liebe es auch! Also frage ich:
Wer ist David Dorn?

 

Warum gab keine Sondersendung oder Print-Berichterstattung zum Tod des schwarzen Ex-Polizeichefs David Dorn von St. Louis/Missouri? Er wurde mutmaßlich von einer weißen Plünderin oder einem weißen Plünderer erschossen. Handelte es sich um einen rassistisch motivierten Mord linksorientierter Protestler?

Meldungen und Fragen dazu Fehlanzeige.

Meine Gedanken zur Berichterstattung über „Unruhen in Amerika“ in deutschen Medien:

ANGST VOR ANDEREN MEINUNGEN?

„Deutschland brennt“ in 1945? Ja.

O-Ton Fornoff, ZDF, in der Extra-Sendung 02.06.20 um 19:20 Uhr:

„Amerika brennt“! Purer Blödsinn.

„Land im Aufruhr“?

Gütiger Gott, da kennen einige Amerika aber schlecht. Es gibt zahlreiche urbane Hot Spots, aber keinen Flächenbrand, den viele Journalisten mit Ihrer Formulierung unterstellen.

Kübelweise Hass, Hetze und Häme

für den US-Präsidenten und auf Menschen, die anders sind und anders denken – deutsche Medien ohne Selbstkritik, aber immer vorneweg in der persönlichen Meinungsvorgabe für die Zuschauer. So wie wir sollt auch ihr denken. Diesen Eindruck gewinne ich in fast jeder sog. Nachrichtensendung. Da wird Moderation zur Meinungsmache.

Auf diese Weise praktizieren Medien im medialen Gleichklang einen beispiellosen Anti-Amerikanismus: Hass, Hetze und Häme kontextualisiert mit Besserwisserei wie ich es, Jahrgang 1955, noch nie so exzessiv wie in den letzten Jahren erlebte. Trump wird als gefährlichster Politiker der Welt beschrieben.

Dagegen erscheinen der Chinese Xi und der Russe Putin oder der Nordkoreaner Kim fast wie Demokraten.

Und wer nicht so denkt und redet wie wir, der ist „rechts“, wobei das aus Ihrer Sicht ganz nahe am Faschismus ist. Oft unterscheiden sie gar nicht mehr zwischen Faschismus und Nationalsozialismus mit seinem Rassenwahn, ganz zu schweigen von den über 100 Mio. Toten des Kommunismus (ohne die Toten des 2. Weltkrieges!). Das ist Linken nicht mal peinlich, es wird einfach verschwiegen, besser totgeschwiegen.

Wer einseitig berichtet, betreibt Agitation und Propaganda,

aber bestimmt keine unvoreingenommene Information oder Berichterstattung. Dieses permanente Kommentieren, damit die Zuschauer auch ja in die „richtige“ Richtung denken, ist unerträglich. Sie scheinen Ihren Zuschauern gar nicht zuzutrauen, dass die sich selbst eine eigene Meinung bilden. Sie liefern sie gleich mit. Damit missbrauchen Sie Ihre einflussreiche Muliplikatorenfunktion.

Die ZDF-Nachrichten-Sendungen vom 02.06.20 sind dafür ein Beispiel. Jeder Kollege bestätigt kollegial die Meinung seines Vorredners. Dem Auftrag politischer Bildung wird das nicht ansatzweise gerecht. Ich finde das widerlich und halte solche Redakteure für journalistische Lemminge. Nicht mal das Bemühen um faktenorientierte Information über beide Seiten (Polizei und Demonstranten, Regierung und Opposition) ist gelungen.

Woher kommt Ihre Angst vor anderen Meinungen?

Bewegen Sie sich nur unter ihresgleichen in einer Blase – wie leider so viele Politiker auch?

Herr Fornoff äußert im gebührenfinanzierten ZDF ungeniert seine private Meinung und zeigt, wo er politisch steht, und mit ihm natürlich der anerkannte und bekannte Präsidentenhasser Theveßen, der ins gleiche Horn bläst. Im Verbund berichten beide nicht, sondern sie sagen, was alle hierzulande denken und glauben sollen.

Fakt aber ist:

Nicht Trump, sondern sondern Linke und Antifa gießen „Öl ins Feuer.“

Bilder von deren Vandalismus und Plünderungen gibt es genug im Netz. Aber darüber verlieren Sie im von allen Bürgern finanzierten öffentlich-rechtlichen Rundfunk kein kritisches Wort. Shame on you! Sollten doch mal Bilder gezeigt werden wird sofort kommentiert, das sei eben die Reaktion auf die Äußerungen des Präsidenten. Für wie blöd halten Sie Ihr Publikum?

„Die Staatsmacht greift die Pressefreiheit an“

– tief sind Deutschlands Berichterstatter gesunken, wenn ein solches in der Tat abscheuliches Vorgehen eines einzelnen Polizisten PARS PRO TOTO gesetzt wird. Das ist Propaganda a la DDR-Presse.

Berichten Sie doch mal über die Biografie von Herrn Floyd. Die entschuldigt nicht das mörderische Vorgehen der fristlos entlassenen und angeklagten Polizisten! Aber es gehört zur Wahrhaftigkeit dazu. Sie malen jedoch Schwarz-Weiß und können Ihren Hass und ihre Wut und Ihren Zorn auf Trump nicht verbergen. Ihre immer gleiche Botschaft klingt so als wollten Sie Trump für den Tod von Floyd verantwortlich machen.

Und wer ist verantwortlich für den Tod von Dorn?

Positiv gilt zu vermerken: Der amerikanische Rechtsstaat funktioniert im Gegensatz zu vielen linksorientierten Protestlern. Meine amerikanische Verwandtschaft und viele Freunde dort in den USA sind entsetzt über diese unkritischen deutschen Medien, die sich nicht ein einziges Mal die Mühe machen, auch die Perspektive der Polizei einzunehmen. Wetten, dass Herr Theveßen die US-Polizei ruft, wenn er überfallen wird? Warum stellt er sich auf die Seite offensichtlich gewaltbereiter Demonstranten? Und warum berichtet er nicht über die Sicht der Polizei inmitten deren Reihen?

Diese ZDF-„Nachrichten“ mit den permanent kommentierten „Berichten“ sind für mich Geschichte, inklusive Slomka und Kleber. Deren Einseitigkeit hat undemokratische Züge.

Viel Freude bei Ihrer AgitProp-Kampagne gegen die Wahl in einem der freiesten Länder dieser Erde. Ich erahne, was und wie das die nächsten Monate laufen werden. Es ist das bekannte Muster aus 2016.

Fornoff, Theveßen, Brühl und Stelzenmüller sind Präsidentenhasser, ARD-Niemann auch, und stehen seit Langem dem linken politischen Lager der Demokraten nahe. So sehe ich das. Was soll da schon herauskommen?

Geliefert werden nur noch politische Einseitigkeiten, bloss keine Kritiker zu Wort kommen lassen.

Den Auftrag vergessen

Diese linken Journalisten haben ihren Auftrag offensichtlich vergessen, nämlich „zu berichten, was ist.“ Sie haben vergessen zu berichten, dass die Hälfte der Amerikaner das „Law and Order“ des Präsidenten befürworten. Stattdessen verdammen sie die Hälfte der US-amerikanischen Bevölkerung. Meine Freunde dort in Kansas, Colorado und Kalifornien sind darüber noch mehr entsetzt als ich. Sie fragen:

  • Warum greifen die „friedlichen“ Protestierer Polizisten und Polizistinnen an, die ihren Job verrichten?
  • Warum gibt es keinen einzigen Bericht aus Sicht der Polizei? Man könnte ja auch mal die Seite wechseln.
  • Warum soll man Plünderer und Plünderinnen straffrei gewähren lassen? Toleranz für Kriminelle?
  • Rechtfertigt Wut auf den Präsidenten und einzelne Polizisten diese Fülle von Straftaten?

Ich empfehle jedem, sich die „Extra-Sendung“ (12 Minuten) mal in aller Ruhe anzuschauen:

zdf spezial: Unruhen in den USA

Das inflationäre Negativ-Narrativ der Charakterisierung von Trump spiegelt sich in den Bezeichnungen und Konnotationen im Zeitraum von wenigen Minuten und ist erhellend:

Trump

  • „gießt Öl ins Feuer,
  • er droht,
  • sagt nichts Konstruktives,
  • bringt junge Leute in Gefahr,
  • endzeitliche Stimmung,
  • er bewegt sich in einer Grauzone,
  • Grenzüberschreitungen,
  • militaristische Rhetorik,
  • Umfragen im Tief,
  • hat Probleme mit seinen Stammwählern,
  • wirtschaftliche Katastrophe (die soll mit Trumps Politik zusammenhängen, meinte Stelzenmüller das im Ernst?),
  • 40 Millionen Arbeitslose und mehr als 100.000 Tote werden quasi Trump angelastet,
  • er spaltet das Land (hat Obama es etwa geeint oder versöhnt?),
  • er provoziert,
  • verfolgt eine rücksichtslose Strategie,
  • gibt anderen eine Mitschuld,
  • er polarisiert wegen der Mauer zu Mexiko (was Quatsch ist, denn das war einer der Gründe für seine Wahl! Übrigens ist das keine Mauer, sondern eine Art Metallzaun),
  • sperrt an der Grenze Kinder ein,
  • er empfiehlt einen Kandidaten als Verfassungsrichter, der der Vergewaltigung bezichtigt wurde (und was wurde aus der Bezichtigung?),
  • zeigt Härte,
  • kein Versöhner,
  • handelt widersprüchlich,
  • hat kein Konzept,
  • schürt Konflikte anstatt sie zu entschärfen.“

Dieses verbale Trommelfeuer – sage und schreibe 25 Negativ-Bezeichnungen – in nur einigen Minuten.

Fazit: Das muss der Teufel selbst sein.

So agieren politische Aktivisten, keine Journalisten.

Und dann sagt Röttgen nach 10 Minuten ZDF-Dauerfeuer gegen Trump: „Wir brauchen die USA“ – WARUM denn? Das sagte er nicht. Fornoff fragte auch nicht nach. Warum nicht?

Wird es nicht langweilig, sich gegenseitig überbietend immer neue Negativ-Adjektive zu suchen? Oder macht das Spaß? Wie nennt man noch die permanente Wiederholung des immer Gleichen 7 Tage in der Woche, 52 Wochen im Jahr und das seit 2016 Jahr für Jahr?

GEHIRNWÄSCHE oder PROPAGANDA?!

Dies betreiben viele Redakteure seit Jahren wie eine Kopie von CNN.

In der Nachrichtensendung am Abend um 21:45 Uhr dann der absolute Kommentar-Höhepunkt des Tages in den „Slomka-Nachrichten“: Amerika stünde nun am Scheideweg: „Demokratie oder Diktatur. Welchen Weg will es gehen?“ Ich musste lachen, und meine amerikanische Frau und ich guckten uns entgeistert, aber belustigt kopfschüttelnd an. Soll man solche Redakteure noch ernst nehmen?

Da kann ich nur sagen: Hoffentlich werden die USA nie wie wir, am deutschen Wesen soll die Welt bitte nicht genesen. Denn das ging oft genug schief.

Freunde aus Amerika schickten mir folgende Videos:

(Link zum Video)

(Link zum Video)

Davon nehmen ÖR-Journalisten hierzulande offenbar keine Notiz. Es passt nicht in Ihren Frame, wenn kriminelle Plünderer aller Hautfarben Menschen attackieren oder Polizisten erschießen, wie in St. Louis, wo es offenbar die Antifa war. Plünderung als Protestform finde ich bemerkenswert kriminell. Aber da sind ARD, ZDF und N-TV ganz auf Linie von CNN, dem offenbar „einzigen“ Sender des Vertrauens, einer der natürlich noch nie Falschnachrichten verbreitete.

Der „Teufel“ Trump ist sowieso an allem Schuld, auch am Rassismus. So klingt es gebetsmühlenartig jeden Tag in deutschen Medien. Man stelle sich vor, dies würde man mit einem deutschen Politiker oder gar mit der Kanzlerin machen. Nicht mal die JUNGE FREIHEIT oder die taz würden derart einseitig „berichten“.

Und vergessen Sie nicht, immer schön von „George Floyd“ zu sprechen, so als ob jede/r ihn kannte. Vorgetäuschte Empathie ist das oder soll es wohl sein. Kannte man den Herrn Floyd – seine Hautfarbe ist doch im Grunde irrelevant – vor Ort nicht auch als Kleinkriminellen? Aber die häufige Nennung mit Vorname und Name bringt ihn den Deutschen näher, und schon fragt niemand nach seiner Biografie.

Warum gibt es eigentlich keinen Bericht, keine Sondersendung über den (mutmaßlich von weißen) Plünderern und Plünderinnen ermordeten David Dorn? Oder über weiße Polizisten, die von Schwarzen getötet wurden?

So geht zweierlei Maß, so geht Manipulation durch Verschweigen.

“Ich habe fertig” mit DIESEM Ö-R. Auch weil ich dieses dämliche Gequatsche nicht mehr hören kann und will, Menschen des Planeten Erde immer noch – wie im 19. Jahrhundert – in Rassen einzuteilen. Sie perpetuieren damit NS-Denken und machen sich so zum Teil des Problems. Das wurde mir wieder beim Schreiben dieser Zeilen bewusst. Man fällt immer wieder diesem unsäglichen, Hass erzeugenden Rassekonstrukt zum Opfer.

Er kann auch anders, dieser Trump, den 90% der Deutschen hassen und damit belegen, dass sie sich nicht in die Gefühlslage derer versetzen können oder wollen, die ihn einst ins Amt wählten. Hier der andere Trump:

Tapfer im Nirgendwo: Rede Trump: “Ich verstehe den Schmerz”
(Die Kommentare sind hoch interessant)

Ich stimme jedem Satz zu – auch wenn die halbe Welt Trump hasst und sich damit auf der Ebene bewegt, die diese Heuchler ihm vorwerfen. Vermeldet hat seine Rede in Deutschland bisher kein Sender, keine Zeitung.

WARUM NICHT? Sie passt nicht in das Stereotyp vom doofen Clown Trump.

Also: Manipulation durch Verschweigen. Es kann nicht sein, was nicht sein darf.

Übrigens: Wenn ich mich recht erinnere, hielt Kanzler Helmut Schmidt mal eine ähnliche Rede als die linksextremistische RAF in West-Deutschland wütete. Und er reagierte mit harter Hand! Bundeskanzler Kohl wollte später sogar mal einen Eierwerfer handgreiflich attackieren. Das war natürlich damals gaaaanz was anderes. Viele sind vergesslich geworden in Deutschland…manche Journalisten vergessen mit Methode.

Und Selbstkritik der Medien? Fehlanzeige. Oder kommt sie wieder erst Jahre später wie nach der unkritischen Willkommensberichterstattung 2015/16?

 

Mit freundlichem Gruß an alle „Influencer“

 

LGK

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