Der FreitagsbriefFreitagsbrief 2019

Freitagsbrief – Interview mit Günter Buchholz – KW 48/2019

Professor Dr. Günter Buchholz:
Der Freitagsbrief
– Interview mit Günter Buchholz
Ausgewählte Links der Woche
Gesammelte, kommentierte, wöchentliche Verweise der Frankfurter Erklärung auf aktuelle Nachrichten.

Diese Woche möchte ich speziell auf ein Interview hinweisen, das mit mir über die Gender Studies geführt wurde. Daher heißt der heutige Freitagsbrief „Interview mit Günter Buchholz“. Die Links der Woche.

DEUTSCHLAND

Die CDU ist ein rot-grüner Untertan

Demokratie, basiert darauf, dass es den Wählern möglich ist, eine Regierung abzuwählen, die ihren Interessen zuwider handelt.

Das Bollwerk der bunten Front ist dabei, diese Möglichkeit zu eliminieren.

Noch ne Runde auf Billionen-Mutti!

  • Erst Griechenrettung, dann Weltrettung (…)
  • Das Klimapaket brauchte keiner außer einer: Angela Merkel (…)
  • Die Grundrente kommt. Und zwar grundfalsch. (…)
  • Plötzlich ist „wie viel“ egal. Es zählt nur noch „wie lange“. (…)

Kommentar GB:

Dringende Leseempfehlung für diesen ausführlichen Artikel!

Ich greife nur die folgende Passage lobend heraus; sie lautet:

(…) „Die Kanzlerin war offenkundig der Auffassung, die Globalisierung bundesrepublikanischer „Vereinsgüter“ (© Prof. Hans-Werner Sinn), speziell der Sozialkassen, sei nicht weit genug vorangeschritten. Und so verfügte die größte deutsche Weltpolitikerin seit Adolf dem Eineiigen in der Schicksalsnacht vom 4. auf den 5. September 2015 umfassende Einreisefreiheit – eine freundliche Geste, die die Schonlängerhierzahlenden seither mit zusätzlichen 30 bis 50 Milliarden Euro unterfüttern dürfen. Pro Jahr, wohlgemerkt.“ (…)

Es fragt sich nur, weshalb die Union zwar Wähler verliert, aber bei weitem nicht so viele wie die SPD, der das zwar zu Recht widerfährt, aber eigentlich müßte die CDU relativ viel stärker getroffen worden sein. – Liegt das womöglich an den Merkel-Wählerinnen ? Könnte doch sein.

Zwei Erzählungen über die Agenda 2010

Über die Agenda 2010 wird nicht nur in der SPD nach wie vor heftig gestritten. Im Zentrum stehen dabei insbesondere die Hartz-Gesetze. Wenn wir sie verstehen wollen, müssen wir ihre polit-ökonomische Vorgeschichte in den Blick nehmen.

Broders Spiegel: Die Münchhausen

Die große Koalition hat soeben die Grundrente beschlossen, nachdem man viele Jahre darüber gesprochen hat. Und diese Grundrente soll finanziert werden durch eine Transaktionssteuer, über die man ebenfalls seit vielen Jahren spricht. Und man wird wohl noch weitere viele Jahre über sie sprechen, denn es gibt sie noch gar nicht und kein Mensch weiß, ob es sie jemals geben wird. Der Ausdruck Luftgeschäft für dieses Prozedere ist geradezu ein Kompliment. Dem Baron von Münchhausen hätte das gefallen.

Das Feminat regiert – Die CDU hat sich längst in die rot-grüne Strategie einbinden lassen

Wer geglaubt hat, peinlicher als der letzte CDU-Parteitag geht es kaum noch, der wurde von der sachsen-anhaltinischen CDU eines Besseren belehrt.

Sahra Wagenknecht im Interview

Sehr viele Menschen äußern ihre Sympathie für Sahra Wagenknecht. Dafür gibt es gute Gründe. Viele fragen aber auch, was daraus folgt.

Albrecht Müller hat diese und andere Fragen gestellt. Hier das Interview.

Kommentar GB:

Ich greife eine m. E. analytisch zutreffende und sehr klare Einschätzung heraus:

(…)

„S. W.: Die urbanen Besserverdiener sind heute die wichtigste Wählergruppe der Grünen, aber in zunehmendem Maße auch von SPD und Linken.

Es ist die Denkweise und Lebenswelt dieses sozialen Milieus, ihre Sicht auf die Globalisierung, die Zuwanderung, die EU und den Nationalstaat, die heute als „links“ gelten, während Ansichten, die früher sozialdemokratischer Mainstream waren, plötzlich unter Nationalismus- oder gar Rassismusverdacht stehen.

Im Ergebnis hält die Mehrheit der Arbeiterschaft und der Ärmeren „links“ heute für eine Ideologie der Herrschenden, der Profiteure der neoliberalen Globalisierung, und hat damit nicht ganz unrecht. (Hervorhebungen GB)

Das ist eine gravierende Fehlentwicklung. (…)

Der verdrängte grüne Populismus

Sehr häufig wird der Populismus in die Nähe des Extremismus gerückt, da viele der so bezeichneten Parteien am Rand des politischen Spektrums politisieren.

Einen Populismus der Mitte gibt es nicht – wirklich nicht?

[Links]

Kommentar GB:

Sehr lesenswert!

The European: Ein großer Teil der Politiker verhält sich gegenüber der AfD unfair

Werner Patzelt: Ich verdeutliche meine Einschätzung des Vorgangs um Stephan Brandner in fünf Punkten und lade alle Leser dazu ein, diese Punkte ebenfalls gründlich zu bedenken.

Ergänzend, besonders wichtig (dringende Leseempfehlung; beachten Sie bitte,   w   e   r   da im SPIEGEL schreibt): (…)

und beachten Sie (im oben verlinkten Text)

die folgende m. E. glänzende sarkastische Passage von Fleischhauer:

(…) „Ich fürchte, Ude hat Recht, wenn er glaubt, dass viele auf der Linken insgeheim ganz froh sind, die falschen Wähler los zu sein. In der SPD sind sie jetzt deutlich weniger, aber dafür sind die Verbliebenen alles anständige Menschen, die noch morgens um drei fehlerlos aufsagen können, wofür die Abkürzung LGBTQIA steht oder was ein CIS-Mann ist.“ (…)  (Hervorhebung GB)
sowie: (…)

Die schwarzen Nullen: Ökonom – „Wir gefährden den Wohlstand der Zukunft“

Die Politik der Schwarzen Null sei ökonomisch unklug und unfair gegenüber künftigen Generationen, sagt DIW-Ökonom Fratzscher. Im tagesschau.de-Interview fordert er mehr Investitionen und eine Änderung der Schuldenbremse.

Kommentar GB:

Das ist unter Ökonomen alles seit langem bekannt. Nicht eine kredtfinanzierte Investion im engeren privatwirtschaftlichen Sinne (neue Produkte, neue Produktionskapazitäten) und – im weiteren gesellschaftlichen Sinne – in die Infrastruktur – sind das Problem, sondern – ggf. – zu hohe konsumtive öffentliche Mittelverwendungen (z. B. Immigrationskosten) sowie Fehlinvestitionen (z. B. BER / Berlin), und außerdem gibt es das akute Problem unterlassener Instandsetzungen: die Infrastruktur verrottet, veraltet und zerfällt. Dieser Verfallsprozeß ist dringend aufzuhalten, entgegen aller schwarzen Nullen und zugunsten der nächsten Generation. Und das wäre makroökonomisch unproblematisch und sehr hilfreich. Ohne eine in diesem Sinne aktive Finanzpolitik wird sich die derzeitige Stagnation fortsetzen.

Anselm Vogt: Über das Veralten des Rechts-Links-Schemas

Das Mantra des US-amerikanischen Wirtschaftswissenschaftlers Milton Friedman, wonach jedes Staatswesen sich irgendwann zwangsläufig und final zu entscheiden habe zwischen umfassender sozialer Sicherung und offenen Grenzen, ist mittlerweile fast so abgegriffen wie zutreffend. Die einzige offene Frage im weiteren Umkreis dieser Feststellung lautet aus deutscher Sicht: „Wann sagt es endlich jemand der SPD?“ Anselm Vogt, der an dieser Stelle im September bereits Gedanken zum Klimawandel vortrug, unternimmt einen neuen Versuch.

Der große Raub in Dresden – Die Beute aus dem Dresdner Juwelenzimmer ist deutlich geringer als befürchtet

Elf komplette Objekte und Teile weiterer Schmuckstücke sind gestohlen worden. Mittlerweile geht die Polizei von mindestens vier Tätern aus.

[Viele Links]

EU-Politik

Sarkozy spricht von „Verfall des Westens“

Der Westen und vor allem Europa erleben nach Ansicht des früheren französischen Präsidenten Nicolas Sarkozy einen „Verfall“. Asien hingegen sei zu einer neuen Achse der Welt geworden.

Kommentar GB:

Der Verfall Europas ist vor allem der französischen „Mittelmeerpolitik“ geschuldet; dem „Barcelona-Prozeß“. Sarkozy weiß also genau, daß er sich allererst an die eigene Nase fassen muß. Die Irrtümer dieser Politik zeitigen inzwischen unbeabsichtigte Folgen mitten in Paris, z. B. das Massaker im Bataclan und wahrscheinlich auch den Brand von Notre Dame de Paris, einer Kirche, die sich – wie jeder weiß – ganz von selbst entzündet hat und verbrannt worden ist.

Notre Dame de Paris: Eine Freitagsbrief-Ostertrilogie

Geschichte und Legende Jugoslawiens – Eine kritische Bilanz hundert Jahre nach der Gründung des südslawischen Staates

(…)
„Der Historiker und Journalist Martin Maria Reinkowski, der in Belgrad lebt, lädt den Leser zu einer historischen Reise durch das ehemalige Jugoslawien ein.

Sein sehr gut lesbares Buch «100 Jahre Jugoslawien. Geschichte und Legende» handelt von den wichtigsten Entwicklungen, die dieses Land während seiner Existenz (1918–1991) durchmachte.“
(…)

Der Bankrott der schwedischen Politik – In Schweden endet die hundertjährige sozialdemokratische Dominanz

Jahrzehntelang beherrschten Schwedens Sozialdemokraten die Politik. Nun mussten sie in einer Umfrage erstmals anderen den Vortritt lassen für den Platz der grössten Partei. Dass es sich dabei nicht um die Bürgerlichen handelt, den klassischen Gegner, sondern um die Rechtsnationalen, ist nicht nur für Linkswähler ein Schock.

Kommentar GB:

Was sich in der Gesellschaft vollzieht, das wird von vier Dimensionen bestimmt: von der sozioökonomischen (Verteilung, usw.), von der soziokulturellen (Religion, usw.), von der soziopolitischen (Macht, usw.) und von der zeitlichen (Lernprozesse, usw.) Dimension.

Was geschieht hat jeweils den Charakter von Interferenzen; es handelt sich also um Resultate der Wechselwirkungen. Allein die sozioökonomische Dimension zu betrachten, das ist heute mehr denn je ein falscher Reduktionismus, und zwar in ganz Europa, nicht nur in Schweden. Um das zu ändern wäre allererst ein angemessenes Bewußtsein für die anderen Dimensionen zu entwickeln; dabei hängt die Pseudolinke jedoch weit zurück, aber den Wählern wird das zunehmend bewußt, weshalb sie die Ahnungslosen abwählen; soviel zu pseudolinken Besserwisserei.

Brexit in Sicht? Antisemitismusvorwürfe gegen Corbyn – es wird schmutzig

Nahezu zeitgleich schossen zu Wochenbeginn die Tories und die britischen Medien einmal mehr aus allen Rohren gegen den Spitzenkandidaten von Labour. Wieder einmal geht es um das Thema Antisemitismus. Aufhänger war ein offener Brief des britischen Oberrabbiners Ephraim Mirvis, den die Times veröffentlicht hatte. Die britischen Juden seien „von Angst gepackt“; Angst vor dem „neuen Gift“ des Antisemitismus der Labour Partei und Jeremy Corbyn. Die Bürger sollten bei der Wahl „ihrem Gewissen folgen“. Die britischen Medien nahmen diese Steilvorlage auf und niemand berichtete über die Hintergründe. Mirvis sieht sich als Freund von Boris Johnson und hat engste Kontakte zur Tory-Spitze. Offenbar geht es hier nicht um Antisemitismus, sondern um schmutzige Meinungsmache mitten in der Hochphase des Wahlkampfs.

[Links]

INTERNATIONAL

Ein langsamer Justizmord – Langes Verfahren zur Auslieferung in die USA überlebt Assange nicht

Gerhard Baisch, Bremer Rechtsanwalt und Mitglied der Whistleblower-Preis-Jury rechnet nicht damit, dass der Wikileaks-Gründer Julian Assange, der seit April im britischen Hochsicherheitsgefängnis Belmarsh sitzt, das Verfahren über seine Auslieferung in die USA überlebt, wenn man ihm keine Haftverschonung aus gesundheitlichen Gründen gewährt.

Der Entscheid über eine Anklage gegen Trump rückt rasch näher – neue Entwicklungen und Hintergründe zum Impeachment in den USA

Die Demokraten sehen sich bestärkt in ihrer Forderung nach einer Amtsenthebung Trumps. Dieser hat eine Einladung zur Teilnahme an einer Anhörung erhalten. Wie stichhaltig sind die Vorwürfe in der Ukraine-Affäre? Und welche Folgen sind zu erwarten?

[Diverse Links]

Kommentar GB:

Wenn sich die Demokraten einbilden, daß sie sich Sympathien einhandeln, wenn sie sich selbst als ein Haufen bösartiger Intrigantinnen und Intriganten darstellen, dann dürften sie sich geirrt haben.

Fremde Teufel an der Seidenstraße: Endlich gegen China?

Es stellt sich unter globalen Aspekten ein „dejà vue-Erlebnis“ ein, wenn man die massive Pressevorbereitung für eine westliche Konfrontation mit China in diesen Tagen wahrnimmt.

Kommentar GB:

Dringende Leseempfehlung! Die Schlußpassage lautet:

(…) „In der jetzigen Zeit war es eine bereits zu der Vorbereitungszeit der „Shanghai-Gruppe“ absehbare strategische Entscheidung seitens der Vereinigten Staaten, das Welt-Hauptquartier der Uiguren in München anzusiedeln. Die daraus ableitbaren Mechanismen sind aus anderen Konflikten, die auf Krieg hinausliefen, durchaus bekannt.“

Afrika: Wenn ein grosser Teil der Jugend weggeht oder wegwill, muss etwas faul sein im Staat – ein Besuch in Eritrea

Es gibt in Afrika vielleicht keinen anderen Ort, in den man sich sogleich verliebt und an dem die Einschüchterung doch so allgegenwärtig ist. Das diktatorisch regierte Eritrea mit seiner wundervollen Hauptstadt Asmara wirkt wie ein Gefangener seiner Vergangenheit.

(…)

Nach Eritrea reisen, um zu sehen, wie schlimm die Situation im Land wirklich ist. Was so einfach klingt, ist kompliziert. In einem anderen Land würde man beispielsweise mit Vertretern der Bürgergesellschaft sprechen, mit NGO, mit Repräsentanten verschiedener politischer Parteien, mit einheimischen Journalisten, mit dem IKRK, mit Gelegenheitsbekanntschaften. Das alles ist hier nicht möglich. Es gibt praktisch keine NGO, es gibt nur eine einzige Partei (die Regierungspartei), nur eine einzige Zeitung (die Regierungszeitung), das IKRK darf keine Gefangenen besuchen, und die Gelegenheitsbekanntschaften sind nicht scharf darauf, mit einem ausländischen Journalisten über die Regierung zu sprechen.

(…)

ISLAM/MIGRATION

Das UN- und EU – Umsiedlungsprogramm (Resettlement- und Replacement)

Perspektivlose Flüchtlinge Deutschland nimmt weitere Flüchtlinge auf

Asyl: Deutschland sagt weitere 5.500 Resettlement-Plätze zu

Deutschland will sich weiter am Resettlement-Programm zur Umsiedlung von Flüchtlingen aus perspektivlosen Umständen beteiligen. Die Bundesregierung hat der EU-Kommission mitgeteilt, im nächsten Jahr bis zu 5.500 Menschen über das Resettlement aufnehmen zu wollen. Das ist eine ähnliche Zahl wie bisher: Für 2018 und 2019 hatte die Bundesregierung insgesamt 10.200 Plätze zugesagt.

Kriterien für Resettlement

(…)

Personen mit besonderen rechtlichen und physischen Schutzbedürfnissen

Überlebende von Gewalt und/oder Folter

Personen mit besonderem medizinischen Behandlungsbedarf

Frauen und Mädchen mit besonderer Risikoexposition

Personen, deren Familienangehörige sich bereits im Resettlement-Staat befinden

Flüchtlingskinder und heranwachsende Flüchtlinge mit besonderer Risikoexposition.

(…)

Kommentar GB:

Eine solche Politik liegt m. E. nicht im deutschen oder europäischen Interesse.

Tichys Einblick: Schröter – „Die Mehrheit der Deutschen glaubt, der Islam gehöre nicht zu Deutschland“

Die Islam-Expertin Professor Schröter führt klar und faktengesichert in den politischen Islam ein, schildert seine Ursprünge, seinen weltweiten Siegeszug und seine diversen Ausprägungen. Deutschland bleibt dabei Schwerpunkt ihres Buches. Es ist in seiner Schonungslosigkeit unbedingt lesenswert.

„Die Mehrheit der Deutschen glaubt, der Islam gehöre nicht zu Deutschland“ – so leitet die Frankfurter Professorin Susanne Schröter ihr Buch „Politischer Islam. Stresstest für Deutschland“ ein.  Es ist ein Paukenschlag und eine Ohrfeige für die offizielle Politik: Schließlich hat Angela Merkel die Erklärung Horst Seehofers „Der Islam gehört nicht zu Deutschland“ zurückgewiesen und die Formel  „Der Islam gehört zu Deutschland“ von Christian Wulff als Bundespräsident wieder zur Leitlinie der offiziellen Politik gemacht (…)“

Kommentar GB:

Leseempfehlung – unter Berücksichtigung der Leserkommentare!

Die Integrationsillusion – Nur zwei Prozent der Migranten erreichen Ziel im Deutschkurs

Unvermögen und Unwillen

Goethe-Institut und Leibniz-Institut präsentieren erschütternde Erhebungen bei Integrationskursen: Nur zwei Prozent erreichen das gesteckte Ziel im Deutschkurs, über die Hälfte bricht vorher einfach ab. Das BAMF behauptet weiter 62 Prozent – wer ist wohl näher an der traurigen Wahrheit?

Deutschland im Fadenkreuz islamistischer Terroristen – Beatrix von Storch im Gespräch mit Uwe Kranz

und: Rezension: Michel Houellebecq – Unterwerfung

sowie: Bat Ye’or: Europa und das kommende Kalifat – Der Islam und die Radikalisierung der Demokratie

Migrationsrouten umkehren – Nicht bosnisches Staatsversagen, das Versagen der europäischen Migrationspolitik verschuldet die Flüchtlingskrise in Bihac

Seit Monaten leben Tausende Migranten in der Kleinstadt Bihac unter prekären Verhältnissen. Die Einheimischen haben die Nase voll. Dass Bosnien hier angeblich versage, ist aber ein Kurzschluss.

 ISIS is down but not out

„Recent developments in the degradation of Islamic State (ISIS), from the loss of the territory it controlled to the death of its leader Abu Bakr al-Baghdadi, has substantially impacted the capabilities of the group to carry out terrorist attacks globally. However, it remains clear that ISIS continues to exert significant influence through its ideology that is influencing a variety of individuals to sustain the extremist ideology and to consider terrorist attacks.

Two recent reports from international organizations, one from the European Union Agency for Law Enforcement Cooperation (Europol) and the other from the United Nations Security Council, provide assessments that while terrorist attacks are diminishing, the ideas and ideology that ISIS inspires continue to pose a threat globally, and in particular, to the security of the EU.“ (…)

[Redaktion:] „Die jüngsten Entwicklungen im Bereich des Abbaus des Islamischen Staates (ISIS), vom Verlust des von ihm kontrollierten Territoriums bis zum Tod seines Führers Abu Bakr al-Bagdadi, haben die Fähigkeit der Gruppe, Terroranschläge weltweit durchzuführen, erheblich beeinträchtigt. Es bleibt jedoch klar, dass der IS weiterhin einen bedeutenden Einfluss durch seine Ideologie ausübt, die eine Vielzahl von Individuen beeinflusst, um die extremistische Ideologie aufrechtzuerhalten und Terroranschläge zu erwägen.“ (…)

Deutsche Behörden ermitteln gegen 116 mutmaßliche IS-Rückkehrer

Die deutschen Behörden wissen von 122 Menschen, die sich auf dem Gebiet der berüchtigten Terrormiliz Islamischer Staat (IS)* betätigt haben und in die Bundesrepublik zurückgekehrt sind. Gegen 116 von ihnen wird ermittelt.

Kommentar GB:

Und was soll angesichts der bestehenden Nicht-Beweislage dabei herauskommen? Eine harte Verurteilung zu sozialpädogogischer Betreuung in „islamgrünen“ Stadtvierteln und Moscheen? Oder was sonst?

Islam- und migrationspolitische Lagerbildung

Man ist (nicht zuletzt angesichts mancher Facebookgruppenerfahrungen) immer wieder negativ überrascht, dass nach wie vor so viele Islamkritiker auf die desorientierende Fata morgana „liberaler Islam“/“liberale Muslime“ hereinfallen und sich weitgehend auf die Rolle von „Unterstützer“ dieses Täuschungskonstrukts reduzieren. Genauso, wie es keinen Faschismus mit menschlichen Antlitz gibt, gibt es auch keinen „liberalen Islam“.

[Diverse Links]

Unsere Aufgabe als aufgeklärte Europäer wäre es (gewesen), uns eigenständig und unabhängig zu formieren und den absoluten Gegensatz zwischen unserer – zum Teil allerdings bereits stark ramponierten – säkular-demokratischen Lebens- und Werteordnung und der islamischen Herrschaftskultur ins Zentrum zu rücken sowie den hier lebenden Muslimen – im Einklang mit den Ex-Muslimen – eine Exitoption (Atheist Republic) aufzuzeigen.

Die Muslime werden von der großen Mehrheit der Europäereben gerade nicht aus rassistischen oder fremdenfeindlichen Gründen abgelehnt (das ist demagogische Propaganda des proislamischen Herrschaftskartells unter realitätsverzerrender Ausschlachtung einer kleinen Gruppen von einheimischen Rechtextremisten), sondern als Träger/innen einer totalitären und repressiven Herrschaftsideologie, die sich einer monotheistischen Basisbehauptung bedient und ein extremes Hassbild gegen Ungläubige beinhaltet. D.h. Islamkritik bzw. Kampf gegen den Islam und seine Ausbreitung in Europa ist – bislang viel zu schwache – progressive Selbstbehauptung (man könnte sagen: Aufklärungspatriotismus) und tendenziell bereits schlicht „Notwehr“ gegen staatlich geförderte Islamisierung.

Zur Struktur der islam- und migrationspolitischen Lagerbildung siehe die Skizze im

Anhang

Struktur der islam- und migrationspolitischen Lagerbildung (…)

 

FEMINISMUS/GENDERISMUS/“QUEER“

Gender-Irrtum: Der Sohn bekommt Puppen in die Hand gedrückt, das Mädchen das Spielzeugauto.

Affenjungs spielen gern mit Autos, und Affenmädchen beschäftigen sich mit Puppen

Manche Eltern geben sich besonders viel Mühe, vermeintlich überkommenes Rollenverhalten bei ihren Kindern schon im frühen Alter zu vermeiden:

Der Sohn bekommt Puppen in die Hand gedrückt, das Mädchen das Spielzeugauto.

Das ist alles vergeblich, sagen Forscherinnen aus den USA und England.

Die Psychologinnen Gerianne Alexander von der Texas A&M University in College Station und Melissa Hines von der University of London machten folgendes Experiment: Sie gaben männlichen und weiblichen Affenjungen – es handelte es um die Art Grüne Meerkatzen – verschiedenes Spielzeug zur Auswahl: Autos, Bälle, Puppen und Töpfe. Wie sich zeigte, verbrachten die „Mädchen“ eindeutig mehr Zeit mit Puppen und Töpfen, während sich die „Jungs“ eher mit Autos und Bällen beschäftigten. Etwa gleich lange Zeit gaben sie sich mit Spielzeug ab, das auch bei Menschen als geschlechterneutral gilt, etwa Bilderbücher.

Alexander und Hines schließen daraus, dass diese Vorlieben keineswegs durch Erziehung, also kulturell bedingt sind wie häufig angenommen. Es gebe tatsächlich Mädchen- und Jungenspielzeug. Das sei vermutlich im Verlauf der Evolution festgelegt worden und stehe in Verbindung mit anderen geschlechtsspezifischen Verhaltensmustern. (…)

Kommentar GB:

Die dogmatische Vernagelung der Genderistinnen zu beobachten ist immer wieder erstaunlich. Und dabei bemerken sich nicht einmal den grundlegenden Unterschied zwischen einem spekulativen philosophischen Postulat – stamme es nun von de Beauvoir oder von Judith Butler – und einer gültigen wissenschaftlichen Erkenntnis. Und so phantasieren sie sich dann alles mögliche zusammen und scheitern an den Realitäten, wie in diesem Fall.

Interview mit Günter Buchholz:
Anmerkungen zur Kritik der Gender Studies

Es geht im folgenden Interview um das Thema „Gender“ und „Gender Studies“ sowie deren praktische Bedeutung für die polnische Gesellschaft, und zwar mit Blick auf die bisherigen deutschen Erfahrungen.

1. Sie betreiben ein Portal [http://www.gender-diskurs.de/], das den Fortschritt der Genderideologie an deutschen Universitäten in der Welt der Wissenschaft verfolgt und vor dieser Ideologie warnt. Können wir sagen, dass es an deutschen Universitäten einen Gender – Sieg gab?

Die Gender-Ideologie ist an deutschen Hochschulen beginnend mit der Kanzlerschaft Schröders durch die an Gender Mainstreaming (GM) orientierte Regierungspolitik von oben nach unten durchgesetzt worden. Die Bundesregierung folgte damit der UN- und der EU – Politik. Entsprechendes gilt für Österreich; auch in der Schweiz ist ähnliches zu beobachten.

Das betrifft die Hochschulgesetze der Bundesländer, die Hochschulräte, die Hochschul-präsidien, die Einrichtung und die zügige Vergrößerung der Gleichstellungsabteilungen sowie die Einrichtung von Gender – Professuren aus gesonderten Budgets (Professorinnen-Programm). (…)

Die Zerstörung der Vernunft hat keine Grenzen

Gender-Befürworter gehen auf die Argumente der Gender-Kritiker nicht ein. Sie stellen sie zwecks Diffamierung in die rechte Ecke.

Kommentar GB:

Eine vorbildlich sachliche und völlig zutreffende Darstellung, daher: dringende Leseempfehlung.  –

Ferner zur Gender-Kritik:

http://www.gender-diskurs.de/2016/01/warum-der-gender-begriff-ueberfluessig-und-irrefuehrend-ist/

http://www.gender-diskurs.de/2016/05/guenter-buchholz-anmerkungen-zur-sinnhaftigkeit-der-gender-studies-im-wissenschaftssystem/

http://www.gender-diskurs.de/2016/07/guenter-buchholz-sind-gender-studies-wissenschaft/

http://www.gender-diskurs.de/2018/01/2256/

http://www.gender-diskurs.de/2019/03/feministische-oekonomik/

Elternrecht zum Abschuss freigegeben

Demo Für Alle: Justizministerin Lambrecht präsentiert Gesetzentwurf für „Kinderrechte“ im Grundgesetz

Die Katze ist aus dem Sack! Bundesjustizministerin Christine Lambrecht (SPD) hat heute ihren Gesetzentwurf für die Aufnahme von „Kinderrechten“ ins Grundgesetz vorgelegt. Demnach soll Artikel 6 GG um einen neuen Absatz 1a erweitert werden mit folgendem Wortlaut:

Jedes Kind hat das Recht auf Achtung, Schutz und Förderung seiner Grundrechte einschließlich seines Rechts auf Entwicklung zu einer eigenverantwortlichen Persönlichkeit in der sozialen Gemeinschaft. Das Wohl des Kindes ist bei allem staatlichen Handeln, das es unmittelbar in seinen Rechten betrifft, angemessen zu berücksichtigen. Jedes Kind hat bei staatlichen Entscheidungen, die seine Rechte unmittelbar betreffen, einen Anspruch auf rechtliches Gehör.

Das übertrifft unsere schlimmsten Befürchtungen. Schon der erste Satz macht klar, daß Aufwachsen und Entwicklung des Kindes innerhalb seiner Familie kein Thema mehr sind, sondern daß die Erziehung des Kindes „in der sozialen Gemeinschaft“ zu erfolgen hat. Das ist ein Paradigmenwechsel hin zu Kollektivismus und Sozialismus.

Entsprechend sollen die „Kinderrechte“ in einem Absatz 1a noch vor das Elternrecht in Absatz 2 platziert werden. Damit würden „Kinderrechte“ eindeutig über das natürliche Recht der Eltern auf die Erziehung der eigenen Kinder gestellt. Wie die meisten Rechtsgutachten belegen, hätte dies konkrete verheerende Folgen: (…)

Kritik an Politik der Familienministerin: »Giffeys Heuchelei beim Kampf gegen Gewalt gegen Frauen ist unerträglich«

Die Gewalt gegen Frauen und gegen ihre sexuelle Selbstbestimmung hat zugenommen. Beatrix von Storch stellt die entscheidende Frage: »Wer ist denn für die importierte Migrantengewalt gegen Frauen verantwortlich?«

Kommentar GB:

Zitiert sei hier die Schlußpassage:

Beatrix von Storch, Mitglied des Bundesvorstandes der AfD, erklärte hierzu in einer Presseerklärung auf Facebook:

»Wenn es nur die üblichen Giffey-Plattitüden wären, die Merkels SPD-Familienministerin am Internationalen Tag gegen Gewalt gegen Frauen absondern würde, könnte man sagen: Nichts anderes war zu erwarten. Wer ist denn für die importierte Migrantengewalt gegen Frauen verantwortlich? Diese Heuchelei, mit der die von Merkel importierte Gewalt gegen Frauen verschleiert werden soll, ist unerträglich. Das wirksamste Mittel gegen die von der GroKo importierte Gewalt gegen Frauen ist ein sofortiger Stopp der Massen- und Messereinwanderung und die Abschiebung aller illegalen Migranten.«

VERSCHIEDENES

Porsche war es nicht: Der wahre Vater des VW-Käfer musste vor den Nazis fliehen

Sein Name war Josef Glanz

„Der VW-Käfer gilt bis heute als eine Erfindung Ferdinand Porsches, die von Adolf Hitler vorangetrieben wurde, um für die Deutschen einen preiswerten Volkswagen bauen zu können. Doch die Wahrheit sieht anders aus – und die Nazis wollten unbedingt vermeiden, dass sie herauskommt.“ (…)

Ein Viertel der Heranwachsenden hat psychische Probleme

Wir müssen unseren jungen Leuten wieder mehr zutrauen – und mehr zumuten.

Die Herrschaft des Komplizierten

Egal, ob der Wahn von EU-Gesetzen, Gendertheorie oder Auswüchse in der Psychotherapie – es geht heute viel um komplizierte Nebensächlichkeiten. Doch eine große Kompliziertheit bringt Simplifizierer wie Boris Johnson hervor. Darum ist es Zeit für eine konservative Revolution.

Den Freitagsbrief abonnieren:

Datenschutzerklärung


Die Frankfurter Erklärung auf Twitter

Beiträge des
Freitagsbriefes in 2018

Die Freitagsbriefe von 2017.

Alle Freitagsbriefe aus dem Jahr 2016.

Teilen:

Gefällt Ihnen unsere Arbeit?

Spenden Sie doch einen kleinen Betrag für unsere Kaffeekasse!

oder: Überweisungsdaten.

Kommentar verfassen

%d Bloggern gefällt das: