Der FreitagsbriefFreitagsbrief 2019

Freitagsbrief – Der namenlose tote Knabe – KW 34/2019

Professor Dr. Günter Buchholz:
Der Freitagsbrief
Der namenlose tote Knabe
Ausgewählte Links der Woche
Gesammelte, kommentierte, wöchentliche Verweise der Frankfurter Erklärung auf aktuelle Nachrichten.

Troz Zeitnot in dieser Woche hier der Freitagsbrief dieser Woche.
Es wird an den „namenlosen Knaben“ von Frankfurt gedacht, der am HBF vor einen einfahrenden Zug katapultiert wurde.

KLIMAPOLITIK

Nachdem hier etliche kritische Beiträge zum Thema aufgegriffen worden sind, seien heute Beiträge und Quellen benannt, die eine entgegengesetzte Sicht darstellen und begründen; vorgeschlagen von B. O. :

The Warming Papers: The Scientific Foundation for the Climate Change Forecast

Chosen for the 2011 ASLI Choice – Honorable Mention (History Category) for a compendium of the key scientific papers that undergird the global warming forecast.Global warming is arguably the defining scientific issue of modern times, but it is not widely appreciated that the foundations of our understanding were laid almost two centuries ago with the postulation of a greenhouse effect by Fourier in 1827. The sensitivity of climate to changes in atmospheric CO2 was first estimated about one century ago, and the rise in atmospheric CO2 concentration was discovered half a century ago. The fundamentals of the science underlying the forecast for human-induced climate change were being published and debated long before the issue rose to public prominence in the last few decades.

Deutscher Bundestag
12. Wahlperiode Drucksache 12/8600 31.10.94, Sachgebiet 2129 Schlußbericht der Enquete-Kommission „Schutz der Erdatmosphäre“ zum Thema: Mehr Zukunft für die Erde – Nachhaltige Energiepolitik für dauerhaften Klimaschutz –

Vorsorge zum Schutz der Erdatmosphare Enquete-Kommission des Deutschen Bundestages legt abschliefienden Bericht vor

und

EAS 8001/4801-KC:  The Warming Papers – Wednesday 11-12pm, ES&T 1229

 

POLITIK

Der namenlose tote Knabe – Abschied von getötetem Achtjährigen

Nach der grausamen Tat am Frankfurter Hauptbahnhof haben Angehörige, Freunde und Nachbarn in einem Gedenkgottesdienst Abschied von dem getöteten Jungen genommen. Auch Hessens Ministerpräsident Volker Bouffier war anwesend.

Kommentar GB:

„In einer Fürbitte im Gottesdienst sagte Bouffier: „Wir sind fassungslos über das Böse, zu dem ein Mensch fähig ist. Wir sind erschrocken. Wir sind zornig. Hilf uns, hilf allen, damit sich der Zorn nicht in die Seele frisst. Damit die Wut nicht zur Rache drängt. Sei an unserer Seite.“ “

So richtig das einerseits ist, so sehr zeigt es auch, wovor sich die Politik fürchtet, wirklich fürchtet, nämlich davor, daß sie die Kontrolle verlieren könnte. Aber daß sie selbst alle Voraussetzungen dieser Unsicherheitslage selbst und ohne Not geschaffen hat, das wird unterschlagen.

Auf diese Einsicht wäre es hier angekommen.

Sie ist wieder einmal ausgeblieben.

Zinspolitik – Die Abschaffung des Zinseszinseffekts

Die Abschaffung des Zinseszinseffekts und die heimliche Enteignung der Bürger durch die sinkende Kaufkraft treffen deutsche Sparer besonders stark.

Die reale Rendite für eine Geldanlage in fünfjährige Bundesanleihen liegt seit acht Jahren im negativen Bereich.

Kommentar GB:

Man beachte besonders die folgende Passage:

(…) „Die finanzielle Repression hat die Bundesbürger fest im Griff. Mit dem Begriff sind alle Zwangsmassnahmen gemeint, durch die dem Staat Geld zufliesst, das er im freien Markt nicht oder nicht zu diesen Konditionen bekommen hätte.

Weitere Formen der (…)

Es droht Rot-Grün-Dunkelrot

Am 1. September wird in Brandenburg und in Sachsen der Landtag neu gewählt, im Oktober dann in Thüringen. Aus Brandenburg liegen inzwischen zwei aktuelle Umfragen vor, welche Wahl-O-Matrix ausgewertet hat. Ergebnis: Die Pole-Position ist klar vergeben. Die AfD hat hervorragende Chancen, als stärkste Fraktion ins brandenburgische Landesparlament einzuziehen. Dahinter folgen drei Parteien, die drei bis fünf Punkte zurückliegen.

Neuer Bremer SPD-Fraktionschef
Güngör weist AKP-Nähe zurück:
Bin überzeugter Sozialdemokrat

Er sei ein überzeugter Sozialdemokrat, wies der neue Chef der Bremer SPD-Fraktion, Mustafa Güngör, am Donnerstag Vorwürfe über eine Nähe zur Partei AKP des türkischen Präsidenten Erdogan zurück.

Pädophilie-Skandal: Was geschah hinter der Kellertür in Kreuzberg?

Die Partei tolerierte bis Mitte der 90er pädophile Mitglieder. Ein Gespräch mit Wolfgang Wieland, einem Grünen der 1. Stunde, und der Landesvorsitzenden der Partei, Bettina Jarasch.

[Links]

Die grüne Rezession

(…) Nach Jahren der Fokussierung auf links-grüne Wohlfühlthemen zahlt Deutschland den Preis dafür, dass die Bundesregierung jede Sachpolitik vermeidet. Statt Reformen anzupacken und die sprudelnden Steuereinnahmen in Digitalisierung, Bildung und Infrastruktur zu investieren sowie den Arbeitsmarkt weiter zu liberalisieren, um das enorme Potenzial des Dienstleistungssektors zu heben, kreist die Berufspolitik um sich selbst. Es scheint nur noch darum zu gehen, Partikularinteressen zu befriedigen und Dogmen durchzusetzen – vor allem aber um das Wohl der eigenen Partei.“ (…)

Kommentar GB:

In Gänze sehr lesenswert; der letzte Absatz dieses Artikels verdient besondere Beachtung. Es geht dort um das, was zu tun wäre, und zwar jetzt.

Die erfolgreich vergebliche Suche nach den üblichen Verdächtigen

Magnitz-Attacke – war da was?

Anfang des Jahres schlug der Angriff auf den AfD-Bundestagsabgeordneten und Bremer Landesvorsitzenden Frank Magnitz politisch wie medial hohe Wellen. Aus dem Hinterhalt heraus attackierten drei vermummte Männer Magnitz und fügten ihm eine Kopfverletzung zu. Die Süddeutsche Zeitung berichtet über das von der Polizei veröffentlichte Video:

„Zu sehen ist, wie drei Männer hinter dem AfD-Politiker Magnitz herlaufen. Einer rennt den Politiker von hinten um und trifft ihn offenbar mit dem Ellenbogen am Kopf. Magnitz stürzt zu Boden und schlägt mit den Kopf auf. Er wurde verletzt und verbrachte zwei Tage im Krankenhaus.“ (…)

Kommentar GB:

Wenn sie im Suchfeld der Frankfurter Erklärung den Suchbegriff „Magnitz“ eingeben, werden eine ganze Reihe von Beiträgen angezeigt. Empfehlenswert!

Die Entwicklung des Neoliberalismus aus der Perspektive Deutschlands

Heute ist der Neoliberalismus ein Projekt der radikalen Umwälzung der menschlichen Ordnung unter rein ökonomischen Kriterien, das sich zwangsläufig auf staatliche Maßnahmen stützen muss. Marco Wenzel zeichnet für die NachDenkSeiten in einem ausführlichen Fünfteiler nach, wie der Neoliberalismus seinen Siegeszug antreten und in Deutschland Fuß fassen konnte.

Goldstück-Variationen: Reaktionäres vom Tage. Acta Diurna 2018

Wie die Geschichte ausgeht, weiß zum Glück keiner. Ob etwa in 30 Jahren – das ist die gefühlt kurze Ewigkeit, die uns 2019 vom Mauerfall trennt – ein hiesiger Globalbürger das vorliegende Buch aus dem Giftschrank ziehen und mit wohligem Schaudern ausrufen wird: „Bei Allah! diese Chronik eines angekündigten Volkstodes hätte, wäre sie damals nicht öffentlich verbrannt worden, die kollektive „Soumission“ unter die Scharia-Regeln fast noch zu verhindern gewußt!“ Oder ob dann das Buch, wie alle „Acta-Diurna“-Bände Michael Klonovskys, an deutschen (oder jedenfalls sächsischen) Gymnasien als Widerstands-Lektüre erster Wahl, als kanonische Erbauungsliteratur, die die Kids immer noch mitreißt, einen Standard-Abiturstoff abgibt. Und es ist deshalb gut, das Ende der Geschichte nicht zu kennen, weil die Lektüre uns Heutige noch etwas KOSTET, nämlich authentische, nicht konsensuell-formelhafte Gefühle. Weil wir von den Unsäglichkeiten aus unserem Lande, die Klonovsky auf seine ureigene spöttisch-zupackende Weise kommentiert, betroffen sind, weil wir bangen, hoffen, schwarz oder rot sehen, lachen müssen, skeptisch oder wild werden. Diese wirkliche Diversität der Gefühle ist es, die wir allen „Goldstück“-Propagandisten à la Martin Schulz voraus haben. An diese wird sich in 30 Jahren keiner mehr erinnern, wir uns an die „Acta“-Lektüre sehr wohl.

Diplomatisch ausgedrückt: Die Deutschen tun sich bei weltpolitischem Wirklichkeitssinn beinahe schon tragisch schwer

In einer Welt der Alleingänger, Nationalisten, Protektionisten und Populisten spielen sich die Deutschen gerne als die letzten Hüter von internationalem Teamgeist und Fairplay auf. Stimmt diese Selbstinszenierung?
(…) „Den Gründungskern der „Allianz für den Multilateralismus“ bilden neben Deutschland und Kanada noch Frankreich und Japan, erinnerte Maas auf seiner Reise. Wenn es einem die historische Sensibilität nicht verbieten würde, das Wort „Achse“ in Bezug auf Deutsch-Japanisches überhaupt in den Mund zu nehmen, käme einem der Ausdruck „Achse der Guten“ in den Sinn.“ (…)

Kommentar GB:

Multilateralismus – im Sinne einer stetig zunehmenden Reduktion nationalstaatlich-demokratischer Politik zugunsten einer stetigen Ausweitung undemokratisch-internationalistischer Politik (UN, EU, etc.) – ist das Programm der Global Governance.

Deren Hauptkraft sind die US-Democrats samt ihrem Umfeld. Die oben genannten (…)

EU-Politik

Zur politischen Lage in Italien – In Rom entscheidet sich die Zukunft Europas

„Es ist nur eine Frage der Zeit, bis Italo-Trump Matteo Salvini an die Macht kommt. Der Maulheld stellt definitiv eine Gefahr für die Eurozone dar.“

Kommentar GB:

In dem leider polemisch geratenen Artikel wird folgende Perspektive und Erwartung formuliert:

(…) „Lega-Chef Salvini konnte es angesichts seiner fulminanten Umfragewerte nicht erwarten, er wollte Neuwahlen und die ganze Macht. Wie schnell sich sein Wunsch erfüllt, muss sich erst weisen. Das hängt nun von Staatspräsident Sergio Mattarella ab. Es ist jedoch wohl nur eine Frage der Zeit, bis Salvini in den Palazzo Chigi einzieht. Der volksnahe Strandkönig des heurigen Riviera-Sommers reitet auf einer Welle des Zorns, die nicht so schnell brechen wird. Und sie wird sich umso höher auftürmen, je enger sich seine Gegner zusammenschließen, um ihn noch ein paar Monate von der Spitze der Regierung fernzuhalten. Das wird ihm in seiner antielitären Rolle nur mehr Auftrieb verleihen.“ (…)

Für die (…)

Wahlkampf 2019: Alle gegen Sebastian Kurz

Was ihr Auftritt in den diversen Medien über den momentanen Zustand der im September antretenden Parteien verrät.

Kommentar GB:

Ein informativer Artikel über den laufenden österreichischen Wahlkampf:

„Kurz präsentiert sich im Wahlkampf ganz als Kanzler – und das mit Erfolg. Insbesondere in der „Kronen Zeitung“ punktet er und erreicht dort im Juli mehr als doppelt so viel Präsenz wie alle anderen Spitzenkandidaten zusammen! Der Ex-Kanzler bringt sich auf EU-Ebene und erneut mit dem Schwerpunktthema Flüchtlinge ein, er kritisiert das Mercosur-Abkommen und trifft sich gleich nach ihrer Wahl mit der neuen EU-Kommissionspräsidentin, Ursula von der Leyen. Kurz reist nach Jerusalem und stattet Ministerpräsident Benjamin Netanjahu einen Besuch ab. Kurz ist aber auch auf Wirtschaftsmission in den USA, gibt sich ein Stelldichein mit CEOs von Weltkonzernen und Spitzenforschern im Silicon Valley. (…)

Mord an Olof Palme

Im Mordfall des schwedischen Ministerpräsidenten Olof Palme gibt es Hoffnung, dass eine Aufklärung doch noch stattfinden wird. Das sagt Autor Patrik Baab im Interview mit den NachDenkSeiten. Zusammen mit seinem Co-Autor, dem Politikwissenschaftler und Rüstungsexperten Robert Harkavy, hat Baab sich mit dem schwedischen Generalstaatsanwalt getroffen, um über das rätselhafte Verbrechen, das über 30 Jahre zurückliegt, zu sprechen. Einen Einblick in das Gespräch und die Hintergründe des Falls gibt Baab im folgenden NachDenkSeiten-Interview unseren Lesern.

Die Brexit-Blockade und die Hintergründe

Der Grund für den noch immer nicht umgesetzten Brexit ist, dass die britischen Eliten den Wählerwillen vereiteln wollen argumentiert Sabine Beppler-Spahl in ihrem Buch über den Brexit.

Kommentar GB:

Sehr dringende Leseempfehlung!  –  Zitat:

(…) „Problematisch ist, dass sich das Brexit-Drama noch weit über den nun anvisierten Termin am 31. Oktober 2019 hinausziehen könnte, wie die Publizistin, Volkswirtin und Deutschlandkorrespondentin des britischen online-Magazins spiked, Sabine Beppler-Spahl, in ihrem Buch „Brexit: Demokratischer Aufbruch in Großbritannien“ analysiert. Es seien keine „unüberwindbaren technischen Hürden, sondern politische Probleme, die die scheinbar ausweglose Lage hervorgebracht haben“, so Beppler-Spahl. Das innenpolitische Kardinalproblem des Brexits sieht die Autorin in der „Diskrepanz zwischen der EU-Skepsis der Wähler und ihren Vertretern im Unterhaus. Nur 158 Abgeordnete sprachen sich im Juni 2016 (also zum Zeitpunkt des Referendums) für den Austritt aus der EU aus, während 479 Abgeordnete dagegen waren. Die 52% Brexit-Wähler wurden somit nur von 25% der Abgeordneten repräsentiert […] Auch Theresa May gehörte zur Gruppe der ‚Remainer‘.“ Zudem stand die Mehrheit der Beamten, die in Brüssel den Deal vorbereiten sollten, dem Austritt ebenfalls ablehnend gegenüber.“ (…)

 

Internationale Politik

Syrien: Idlib und die Heuchelei des Westens

Idlib und die Heuchelei des Westens

Die Medien verschweigen, wie es zur Eskalation in Idlib kam. Sie beschuldigen zu einseitig Assad und seine Verbündeten.

Kommentar GB:

Dringende Leseempfehlung!

Die Tragödie der Arktis – Ziel geopolitischer Interessen

Je schneller das Eis in der Arktis schmilzt, desto größer werden die konkurrierenden Begehrlichkeiten. Man kann an diesem Theater ablesen, wie sich die politischen Interessen verschoben haben. (…)

und die deutschen Interessen: (…)

Kommentar GB:

Der Artikel gibt einen berechtigten Hinweis auf die geopolitische Bedeutung der Arktis, nicht nur in strategischer Hinsicht, das ist altbekannt, sondern nun auch in ökonomischer Hinsicht, zumindest auf der Ebene der Erwartungen, weniger der der Fakten. Beide Aspekte bilden den Hintergrund für die zwar etwas drollig wirkende, aber – wie der seinerzeitige Ankauf Alaskas durch die USA zeigt – keineswegs absurden Idee von Donald Trump, Dänemark die Insel Grönland abzukaufen. Nun, dazu gehören bekanntlich allerdings zwei Seiten …

Eine Passage lautet:

(…)“Es wäre aber nicht das erste Mal, dass Wissenschaft draufsteht, aber die Regierungen dahinter ihre geopolitischen Strippen ziehen und eigentlich Wirtschaftsinteressen verfolgen.

In der Arktis aber wächst die nationale Interessenpolitik gewissermaßen parallel zum Anstieg der Kohlendioxidkonzentration in der Luft und damit zum Klimawandel.“ (…)

Ob der letzte Satz, in dem die Korrelation von CO2-Gehalt der Atmosphäre und globaler mittlerer Temperatur als Kausalität behauptet wird, dies so zu Recht tut, das ist eben die Frage; möglich ist eine solche Kauslaität, aber ist sie erwiesen?

Außerdem war und ist „Klima“ kein Zustand, sondern es ein langfristiger Prozeß mit erheblichen Schwankungen. Ob überhaupt, und wenn ja, inwieweit sich die menschliche Zivilisation (…)

Massenproteste in Hong Kong

Farben-Revolution oder Sozialproteste? Die andauernden Massenproteste in Hong Kong stellen auch uns vor stetig neue Fragen und es ist schwer, diese Fragen abseits pauschaler Schnellschüsse zu beantworten. Jens Berger und Marco Wenzel haben versucht, für die NachDenkSeiten eine zarte Einordnung der Proteste vorzunehmen. Dieser Versucht erhebt freilich nicht den Anspruch, die universelle Wahrheit gepachtet zu haben. Vielleicht helfen unsere Zeilen Ihnen ja bei Ihrer eigenen Einordnung der Lage.

Kommentar GB:

Ich zitiere: „Farben-Revolution oder Sozialproteste?“

Das ist jedoch eine nur scheinbar klare Fragestellung. Warum?

Weil das Wort „oder“ hier im logischen Sinne unklar, weil unpräzise bleibt.

Nahegelegt wird wohl, es als „entweder … oder“ zu lesen; in diesem Fall handelte es sich (…)

USA genehmigen Verkauf von Kampfjets an Taiwan

Die USA liefern 66 Kampfjets vom Typ F-16 an Taiwan. Der Waffendeal wird von China kritisiert. Die Regierung in Peking spricht von Einmischung in innere Angelegenheiten.

Vorwahlen in Argentinien

Zusammenbruch des Macrismus und die Rückkehr der Peronisten an die Macht

Seit Wochen von Meinungsforschungs-Agenturen und konservativen Medien als „klares Patt“ suggeriert, bestätigte umgekehrt der spektakuläre Ausgang der argentinischen Vorwahlen vom Sonntag, den 11. August, den Verweis der NachDenkSeiten vom vergangenen 5. August auf seriöse Erhebungen der Wählerpräferenzen in Argentinien. Der Wahlsieg der peronistischen Frente de Todos (Die Front Aller) ihres Präsidentschaftskandidaten, des Juristen Alberto Fernández, sowie der Mehrheit der peronistischen Anwärter um die 23 Gouverneursämter – von denen die Partei Cambiemos (Machen wir´s anders) des bis kommenden Oktober amtierenden Präsidenten Mauricio Macri lediglich zwei Provinzen ergatterte – war zu erwarten.

Islam/Migration

BPK: 20 Milliarden Euro an Irak

Schlepper-Politik – Komplott gegen Salvin

Merkel, die EU und linke Gewerkschaft verbünden sich

Migrationspolitik Italiens ein Dorn im Auge der EU

Auf Italien und Salvini wird EU-Druck ausgeübt: Sollte Italien eine Regierung ohne die »Lega« bilden, werden EU und Berlin finanziell behilflich sein.

Der Flucht-Sommer von 1989

Während vor 30 Jahren immer mehr Menschen das Land verlassen, täuscht die DDR-Regierung Normalität vor. Die damaligen Berichte des Ministeriums für Staatssicherheit (MfS) dokumentieren den Realitätsverlust der SED-Spitze.

Kommentar GB:

Eine Passage verdient eine erinnernde Hervorhebung:

(…) „Trotzdem wagen zwischen 1961 und 1988 weit über 100 000 DDR-Bürger den riskanten «ungesetzlichen» Weg in die Freiheit. An der 1400 Kilometer langen innerdeutschen Grenze verlieren mindestens 327 Menschen ihr Leben, insgesamt muss man von etwa 1000 Todesopfern des DDR-Grenzregimes am Eisernen Vorhang ausgehen.“ (…)

Es war dies weder jedoch weder der erste noch war es der letzte Fall von Realitätsverlust einer politischen Führung. Nur haben wir vergleichsweise zur Zeit genau das umgekehrte Problem, wie allgemein bekannt ist: Nicht eine geschlossene Grenze muß geöffnet, sondern eine offene EU-Grenze muß geschlossen werden, einerlei, ob Merkel, Macron, die EU und die UN das nun einsehen oder auch nicht.

Tödlicher Messerangriff in Chemnitz Syrer zu langer Frei­heits­strafe ver­ur­teilt

Vor fast einem Jahr wurde in Chemnitz ein Deutscher erstochen, die Tat ist Auslöser für Übergriffe und Demonstrationen.Nun muss der Mann für neuneinhalb Jahre hinter Gitter.

Die Verteidigung will es aber nicht dabei belassen.

Kommentar GB:

Daß eine Strafverteidigung im Interesse der Mandanten alle ihre rechtlichen Möglichkeiten ausschöpft, halte ich für völlig normal; das ist nicht zu beanstanden.

Die Höchststrafe wären m. W. zehn Jahre gewesen.

In der Tagesschau von heute wurden ergänzend längst eindeutig widerlegte Behauptungen, die auf die anonyme Quelle „Antifa Zeckenbiß“ zurückgingen, erneut vorgetragen, wenn auch in eher  allgemeiner Form. Siehe hierzu auch den obigen Text (…)

Die innerlich Defizitären – Ein Psychogramm der arabischen Seele

(…) Unsere Vorstellung der Trennung von Glaube und Staat werde von streng gläubigen Muslimen als abwegig wahrgenommen. Der Glaube gebe ihnen Halt und Struktur wie ein Exoskelett, das gar nicht abgelegt werden könne, denn das defizitäre Selbst werde mit dem Glauben wie mit einer Plombe aufgefüllt, die Teil des Ich werde. Insofern sei es unvermeidbar, dass sich Deutschland in Richtung Gottesstaat verändern werde, sobald der Islam Mehrheitskonsens sei. Dieses aufklärerische und spannende Buch – Und Gott schuf die Angst: Ein Psychogramm der arabischen Seele – blieb in den deutschen Medien weitgehend unrezensiert. Michael Klonovsky stellt es uns vor.

 

Kommentar GB:

Dringende Leseempfehlung! Siehe zur psychologischen Erklärung von Gewalttaten: (…)

[Diverse Links]

„Il Giornale“: Video der italienischen Küstenwache bringt „Seenotretter“ in Erklärungsnot

„Die italienische Tageszeitung „Il Giornale“ hat auf ihrer Webseite ein ebenso bizarres wie aussagekräftiges Video veröffentlicht, aufgenommen von der italienischen Küstenwache, das die spanische NGO Open Arms als „Seenotretter“ mehr als nur in Frage stellt.“ (…)

19. Dezember 2016: Anschlag auf den Berliner Weihnachtsmarkt

„Bei dem Anschlag auf den Berliner Weihnachtsmarkt steuerte der islamistische Terrorist Anis Amri am 19. Dezember 2016 einen Sattelzug in eine Menschenmenge auf dem Weihnachtsmarkt an der Gedächtniskirche. Amri tötete 12 Menschen, sieben kamen aus Deutschland, jeweils ein Todesopfer kam aus Israel, Italien, Tschechien, der Ukraine und Polen. 48 Personen wurden verletzt, 18 davon schwer. Die regierungsamtliche Gleichgültigkeit und Bagatellisierung gegenüber den Opfern war immer wieder ein Thema, auch auf Achgut.com. Für den vom Täter im Vorfeld getöteten polnischen Lastwagenfahrer blieb es einem englischen Trucker überlassen, eine Spendenaktion für die Hinterbliebenen zu starten.

Die Mitglieder aller 12 Familien der Todesopfer vom Breitscheidplatz schrieben einen offenen Brief an die Kanzlerin. “ (…)

Sklavenhandel in Ostafrika – ein verschwiegenes Kapitel

Welttag der Erinnerung an den Sklavenhandel

Durch die Sahara oder über den Indischen Ozean: Unzählige Ostafrikaner wurden über viele Jahrhunderte von arabischen Muslimen in den Nahen und Mittleren Osten verkauft.

Doch darüber geredet wird zu wenig, sagen Experten.

Kommentar GB:

Der Islam ist ein ca. 1300 Jahre altes sklavistisches Gesellschaftssystem, dessen normative Grundlagen unverändert Geltung beanspruchen. Dieses System hat sich sowohl gegen Europäer im Norden wie gegen Afrikaner im Süden gerichtet. Boko Haram in Nord-Nigeria zeigt, daß das bis heute so ist. Tatsächlich existieren bis heute Verhältnisse, die der Sklaverei recht ähnlich sind, nämlich bezüglich der männlichen oder weiblichen ausländischen Arbeiterschaft in Ländern wie Saudi-Arabien und den Emiraten am Golf. In der Asia Times z.B. finden sich öfters entsprechende Berichte, die oft erschütternd sind. Die Betroffenen stammen z. B. aus Nepal oder von den Philippinen.

Literatur: Weltgeschichte der Sklaverei

Mus­lima darf in Bade­be­k­lei­dung duschen – VG Halle zur Religionsfreiheit

Eigentlich sieht die Badeordnung eines Schwimmbades in Sachsen-Anhalt vor, ohne Bekleidung zu duschen. Das gelte aber nicht für eine gläubige Muslimin vor dem Schwimmunterricht, die sich nur vor ihrer Familie nackt zeigen dürfe, so das VG Halle.

„Eine muslimische Grundschulschülerin darf beim Schwimmunterricht in ihrem Badeanzug duschen. Das geht aus einer Entscheidung des Verwaltungsgerichts (VG) Halle hervor, die am Mittwoch veröffentlicht wurde. Die Glaubensfreiheit umfasse auch das Tragen bestimmter Kleidung und stehe bereits Kindern zu, selbst wenn die Haus- und Badeordnung andere Regelungen treffe (Beschl. v. 15.08.2019, Az. 6 B 243/19 HAL).“ (…)

Kommentar GB:

Welchen Religionsbegriff hat das Gericht zugrunde gelegt? Woher weiß das Gericht überhaupt, was „Religion“ ist? Aus dem normativ-juristischen Wissen ergeben sich dazu keinerlei Kenntnisse. Woher also? Aus den Religionswissenschaften? Aus der Orientalistik? Aus der Sozialwissenschaft? (…)

[Diverse Links & Buchtipps]

Das Ende des Christentums im Nahen Osten

Konvertieren, bezahlen oder sterben. Vor fünf Jahren war dies die „Wahl“, die der Islamische Staat (IS) den Christen in Mosul, der damals drittgrössten Stadt im Irak, gab: entweder den Islam annehmen, sich einer religiösen Steuer unterwerfen oder sich dem Schwert stellen. Der IS markierte dann christliche Häuser mit dem arabischen Buchstaben ن (N), dem ersten Buchstaben des arabischen Wortes „Nasrani“ („Nazarener“ oder „Christ“). Die Christen konnten oft nicht mehr als ihre Kleider mitnehmen und aus einer Stadt fliehen, die seit 1.700 Jahren die Heimat der Christen war.

Vor zwei Jahren wurde der IS in Mosul besiegt und sein Kalifat zerstört. Den Extremisten war es jedoch gelungen, das Gebiet von Christen zu „säubern“. Vor der Gründung des IS gab es dort mehr als 15.000 Christen. Im Juli 2019 teilte die katholische Hilfsorganisation Aid to the Church in Need mit, dass nur etwa 40 Christen zurückgekehrt sind. Vor nicht allzu langer Zeit hatte Mosul „Weihnachtsfeiern ohne Christen„.

Dieser kulturelle Völkermord, funktionierte leider dank der Gleichgültigkeit der Europäer und vieler westlicher Christen, die mehr darauf bedacht waren nicht „islamfeindlich“ zu erscheinen, als (…)

Bremen: Mal wieder der Hass auf Israel

„Unlängst hatten zuerst der Nahost-Thinktank Mena-Watch am 23.06.2019 und später in einer erweiterten Version Achgut.com am 18.07.2019 meinen Artikel „Der israelfeindliche Narrensaum der Bremer Linkspartei“ veröffentlicht. Wie erwartet, stieß dies bei den Bremer Israelfeinden nicht auf sonderlich viel Gegenliebe.“ (…)

Kommentar GB:

Dringende Leseempfehlung!

Es geht tatsächlich nicht bloß um die LINKE, sondern um die postmoderne Pseudolinke in ihrer vollen, mehrere Parteien einschließenden Spannweite, denn sie lebt in der Illusion, sie habe mit Judenhaß nichts zu tun; das aber ist ein gewaltiger Irrtum.

Denn: sie bemerkt nicht, daß Islamophilie nichts anderes als larvierter Judenhaß ist.

Hierzu, exemplarisch und ebenfalls aus Bremen: (…)

Zwangsehen – „Es kommt vor, dass 13-Jährige per Skype verheiratet werden“

Obwohl Zwangsehen längst verboten sind, werden hierzulande noch immer Mädchen gegen ihren Willen verheiratet. Die Berliner Kriseneinrichtung Papatya sollte provisorisch helfen, aber die Anzahl der Fälle steigt. Eine Psychologin über die Gefahren für die Mädchen und die Ohnmacht der Justiz.

Kommentar GB:

Und wer hat die Voraussetzungen dafür geschaffen, daß sich eine derartige Praxis hierzulande hat etablieren können? Sie brauchen nicht zu raten: Sie alle kennen deren Namen.

Feminismus/Genderismus

Video: Birgit Kelle – Klartext über Genderwahn

Ein aktuelles Interview mit Birgit Kelle. [Anmerkung: Bereits 2015 wurde der Genderismus bloßgestellt.]

Sie findet deutlich Worte über das Feindbild weißer, heterosexueller Mann. Der Interviewer – ein heterosexueller, weißer! – stellt intelligente Fragen. Das Interview ist stellenweise trotz des fragwürdigen Themas sehr unterhaltsam.

Der politisch-inkorrekte Biologiegrundkurs mit Prof. Dr. Ulrich Kutschera (Teil 1)

dazu: Wissenschaftlicher Biologiegrundkurs mit Prof. Dr. Ulrich Kutschera

[diverse gesammelte Videoclips auf Gender-Diskurs]

und: Biologische Fakten contra politische Ideologie

Das rechtschaffene Volk im Kreuzverhör

Am 2. August 2019 hatte ich unter der Überschrift „Frankfurter Kindermord: Wo ist der Vater des getöteten Jungen?“ [Link] einen Kurzbeitrag zum Mord an einem 8-jährigen Kind, der anonymisiert als „Frankfurter Opfer von Gleis 7“ bekannt geworden ist, publiziert. Drei Wochen später ist ein Kommentar in der Frankfurter Rundschau (FR) erschienen, der die Biologie zur Ideologie degradiert.

„Die erzürnte FR-Kommentatorin [Link] wirft mir vor, ich würde „meine Ideologie unters rechte Volk“ bringen, was nicht der Fall ist. Zunächst sei darauf hingewiesen, dass ich mein im FR-Text erwähntes Gerichtsverfahren wegen „Volksverhetzung und Unfallflucht“ mehrfach inhaltlich kommentiert habe [Link] und dazu nichts Weiteres ausführen kann.
Meine kritisierten Darlegungen im Fachbuch „Das Gender-Paradoxon“[Link] basieren auf über 200 zitierten Research Papers & Review Articles; sie sind daher inhaltlich abgesichert und frei von jeglicher politischer Ideologie.“ (…)

[Diverse Links]

«Der #MeToo-Feminismus erwartet nichts von den Frauen und alles vom Staat»

Svenja Flasspöhler sagt, #MeToo kastriere den Mann – und zementiere den Opferstatus der Frau. Damit erntet die Philosophin Hass. Weshalb?

Kein Regenbogen über China – China hält an Ehe-Verbot für Schwule und Lesben fest

Während Taiwan als erster Staat in Asien die Ehe für alle eingeführt hat, will die Ein-Parteien-Diktatur in der Volksrepublik China Homo-Paare weiterhin nicht anerkennen.

Westjordanland – Palästinensische Polizei geht gegen queere Organisation vor

Nach fast 20 Jahren Arbeit mit LGBTI soll die Organisation Al-Qaws ihre Aktivitäten einstellen, fordert die Polizei. Bürger sollten Aktivisten der Gruppe zur Verfolgung melden.

Mainstream-Medien verschweigen grausamen Mord – Lesbisches Paar kastriert und tötet Jungen

Ein »progressiv« eingestelltes lesbisches Paar in Brasilien wurden am 31. Mai in Samambaia, Brasilien, wegen Mordes an dem 9-jährigen Rhuan Maycon da Silva Castro festgenommen: seine Mutter und ihre lesbische Freundin hatten dem Jungen vor einem Jahr den Penis amputiert und schließlich im Schlaf mit mehreren Messerstichen ermordet.

Verschiedenes

Interview mit Stanislaw Lem – „Wir stehen am Anfang einer Epoche, vor der mir graut“

Stanislaw Lem, geb. am 12. September 1921, ist in Krakau am 27. März 2006 mit 84 Jahren gestorben. Florian Rötzer hatte 1996 ein Gespräch mit ihm geführt, auf das wir aufgrund des traurigen Anlasses noch einmal hinweisen wollen, um an das faszinierende Werk dieses großen Autors zu erinnern, der ebenso kritisch wie ironisch und geistreich die wissenschaftlichen, technischen und politischen Entwicklungen verfolgt hat.

Er war einer der erfolgreichsten und bekanntesten Science-Fiction-Autoren und wurde zugleich einer der größten Kritiker dieser Literaturgattung. Schon immer eher ein Wissenschaftsphilosoph, der seine Überlegungen in das Gewand von Erzählungen hüllte, (…)

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