Feminismuskritik

Das Manifest des Strikten Antifeminismus (SAF)

Strict Anti-Feminism - SAF - Faktum Magazin

Die Webseite Anti-feminist Praxis hat eine grundlegende Erklärung zum Strikten Antifeminismus online gestellt. Für die deutsche Leserschaft und die transsexuelle „Agent*In“ der Heinrich Böll Stiftung stellen wir eine Übersetzung zur Verfügung. Eine Auseinandersetzung mit den Inhalten der Feminismuskritik wird dort nach wie vor nicht stattfinden.

Das Original auf Antifeminist Praxis. Der SAF ist keine direkte Grundlage für Faktum. Es zeigt eine der vielfältigen Formen des Nicht-Feminismus.

SAF Manifest

Das Manifest des
Strikten Antifeminismus (SAF)

Strikter Antifeminismus (SAF)
Antifeminist Praxis - Logo - Strict Antifeminism - Faktum MagazinStrikter Antifeminismus (SAF) ist ein aufstrebender nicht-feministischer Ansatz, der sich auf das Problem des Feminismus konzentriert und gängige Floskeln über „Männerrechte“ und männliche Belange nur geringfügig beachtet. Der veraltete Diskurs ist verhärtet. Strikter Antifeminismus löst diese Verhärtung, indem er in eine neue Richtung aufbricht.

Wege und Ziele des SAF

SAF ist der philosophische Auftrag für eine andere politische Weltanschauung. Es ist keine „Bewegung„, dafür aber eine intellektuelle Vorlage um zukünftige Verhaltensweisen zu regeln.

SAF behält sich als Fundament der nicht-feministischen Identität und des nicht-feministischen Anderseins die Befähigung vor, zu definieren, was Feminismus überhaupt ist. Im Prinzip ist Feminismus das, als das wir ihn definieren.

Das Ziel von SAF ist es, die feministische Weltanschauung und die feministische Kulturdarstellung einer Kernschmelze zu unterziehen. Dies führt zu einem Zusammenbruch der feministischen Machtstruktur innerhalb der Gesellschaft. Man bringt den Feminismus an die Sonne.

SAF erklärt sich als unabhängig von allen Kategorien, Schubladen, Beschriftungen und Konstrukten, die innerhalb der letzten Jahre rund um die Themen der Männerrechte oder des Antifeminismus entstanden sind. SAF zerlegt die alten Formeln und konstruiert sie neu, indem Teile von ihnen genommen und mit neuartigen Elementen kombiniert werden.

SAF radiert keine existierenden feminismuskritischen Rahmenkonzepte aus, arbeitet neben ihnen und übernimmt sie allmählich.

Der SAF Diskurs konzentriert sich auf die Fehler des Feminismus und nicht auf die gegenwärtigen „Männerechte“.

SAF nimmt einen generischen, pro-männlichen Standpunkt ein, unterstützt aber nicht die s. g. Männerrechte. Vielmehr bemüht sich der SAF, das Unrecht durch den Feminismus allgemein bekannt zu machen, um korrigierende Kräfte in der gesamten Gesellschaft zu aktivieren. Die Rechte von Männern und deren Belange werden allmählich begleitend als Unterprojekt zur Demontage der feministischen Machtstruktur einbezogen.

Personen mit einer Orientierung auf die s. g. Männerrechte werden SAF grundsätzlich als gute Sache empfinden, wenn sie innerhalb des SAF argumentieren und die Botschaft des SAF nicht vom Kurs abbringen.

Innerhalb des Mandates von SAF werden Jungen und Männer vor den Gefahren gewarnt, denen sie unter einem feministischen Regime ausgesetzt sind. Dies verdeutlicht die Natur des Feminismus und weckt immer mehr Menschen gegenüber dem Feminismus auf.

Es gehört ebenso zum Mandat von SAF, den meisten Männer und Jungen mit brüderlicher Nettigkeit und Nachsicht zu begegnen. „Gesegnet sind die Sanftmütigen„, dient als Leitpolitik.

Der SAF nimmt die Dinge anders in Angriff. Der Unterschied besteht darin, dass zur Kenntnis genommen wird, dass der Feminismus ein Krieg gegen die Männer ist. SAF meidet eine androzentristische Perspektive in Pathos und politischen Zielen („Boys‘ Club-Perspektive“). Der Zustand des Männlichen wird nicht aus einer männlichen Perspektive beklagt. SAF sagt nicht: „Schau was der Feminismus uns Männern angetan hat!„, sondern nimmt die Position eines ökomenischen griechischen Chores ein: „Schau was der Feminismus Männern, Frauen und der gesamten Welt angetan hat!”.

Der Strikte Antifeminismus zieht keine scharfe Linie zwischen dem Feminismus und dem, was faulerweise als „Traditionalismus“ bezeichnet wird. Beide werden als zugrunde liegende Einheit betrachtet.

Die Aussagen von SAF beschäftigen sich nicht mit den Beziehungsproblemen von Mann und Frau und deren Mysterien, die es zu erforschen gilt. Das Persönliche und das Politische werden strikt getrennt. Der SAF ist im Kern streng politisch.

Der SAF hat keine Zeit für männlich-subjektive Ausführungen zu weiblichem Verhalten. Aussagen, die zu Vorwürfen der Misogynie (Frauenfeindlichkeit) führen können, sind zu vermeiden. Dies ist ein Aspekt der rhetorischen Disziplin, der als „unbeflecktes Argumentieren“ bekannt ist.

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Zur anklagenden Frage „Was macht ihr, um Männern zu helfen?“ lautet die Antwort des SAF „Es ist nicht unsere Aufgabe, Männern zu helfen. Wir helfen Männern, indem wir etwas gegen den Feminismus tun.“ Dies wird den Dialog auf eine gesunde Basis stellen, so dass der SAF seine Arbeit fortführen kann.

SAF widersetzt sich allen Bestrebungen, Teile des Feminismus als rettenswert zu betrachten oder im historischen Blick zu beschönigen.

SAF definiert den Kampf gegen den Feminismus als Kampf um die Herzen und den Verstand auf dem Gebiet der Propaganda und der öffentlichen Rhetorik. SAF sieht dies als Hauptarbeitsgebiet an.

Unter Propaganda versteht man hier Informationen jeglicher Art, die für die Verbreitung auf öffentlichem, privaten oder anonymen Weg vorbereitet worden sind, um einen gewünschten Effekt zu erzielen.

Der „öffentliche Weg“ meint hier jede Kommunikation, die sich an die breite Masse richtet – egal ob beabsichtigt oder unbeabsichtigt.

In jeder Kommunikation ist SAF bemüht, die Botschaft deutlich zu vermitteln, um Verwirrungen mit ähnlich lautenden Botschaften auszuschließen. SAF möcht die Botschaft, wie in der Signalverarbeitung, vom Rauschen trennen.

SAF ist keine Gruppe von Menschen, die die Sache betreiben, dafür ein Sammelbecken von Ideen, die durch menschliche Aktionen Verbreitung finden. Niemand – ob als Person oder als Gruppe – ist im wörtlichen Sinn SAF. Da es sich bei SAF um eine politische Einstellung handelt, gibt es keine gemeinschaftliche Verantwortung.

Die grundsätzliche Idee von SAF ist es, die Grenzen etablierter gesellschaftlicher Gemeinschaften zu überbrücken. Auf diese Art wird der kulturelle Zusammenschluss neu gefasst und das „Kampfgebiet“ neu definiert. Ideen und Vorstellungen können so auf die Reise gehen, ohne das der Ursprung deutlich ist.

Als politische Kraft arbeitet SAF öffentlich und auch im Privaten. Die öffentliche Arbeit dient dazu, einen kulturellen Diskurs zu formen. Im privaten Umfeld sind die zusätzlichen Ziele eine Netzwerkbildung, Ressourcen zu sammeln und Pläne für die einzelnen Teilbereiche zu entwickeln.

Alles, was dem Feminismus auf irgendeine Art Schaden kann, ist für den SAF von Interesse. Unternehmungen von SAF können daher auch die Kanalisierung und die Koordination von Nicht-SAF-Unterstützern sein, wenn sie bei der Demontage der feministischen Macht behilflich sind.

Strikter Antifeminismus basiert auf diesen Grundprinzipien

  • Gewaltlosigkeit: Körperliche Gewalt, das Zufügen von Verletzungen oder das Androhen von Verletzungen sind strengstens untersagt und werden nicht geduldet. Extreme Fälle der Selbstverteidigung bilden die einzige Ausnahme.
  • Genauigkeit: Zertifizierbar falsche Informationen werden nicht wissentlich verbreitet.
  • Nicht-feministische Unabhängigkeit: Die Nicht-Einhaltung des Feminismus ist das grundsätzliche Prinzip und ein Grundrecht. Menschen, die „nein“ zum Feminismus sagen, sind eine eigenständige kulturelle Macht, die sich vom Feminismus absetzt. Es werden sich eine Sprache und Wege entwickeln, die zwischen dem feministischen und dem nicht-feministischen Sektor als diplomatisches Protokoll vermitteln können.
  • Rhetorische Disziplin: Die Fähigkeit zur freien und politischen Rede inklusive der Einhaltung der Regeln wird gebildet.
  • Gegenaggression: Der Feminismus ist der ursprüngliche Aggressor, der die „Kampfbegriffe“ festgelegt hat. Feministische Aggression kann durch entsprechende Gegenaggression unter Einhaltung der Gewaltlosigkeit beantwortet werden.
  • Verteilter Widerstand: Der Widerstand gegen den Feminsmus nimmt vielerlei Gestalten an. Der Widerstand findet an vielen gesellschaftlichen und kulturellen Punkten statt. Er findet unter Anleitung von spezifischem Fachwissen statt. Eine zentrale Führung gibt es nicht. Die Erneuerung hat bereits begonnen und findet in immer neuen Gestaltwerdungen statt, die sich entwickeln.
  • Universalkritik am Feminismus: Der Widerstand äußert sich als Gegenkultur, die neben der etablierten feministischen Kultur existiert. Diese Gegenkultur wird die uerfallende feministische Kultur ersetzen. Die Gegenkultur definiert sich über die Kritik am Feminismus auf jeder Ebene. Sämtliche feministische Theorien und Behauptungen werden systematisch dekonstruiert werden.

 

Zur Beachtung:
Das Manifest des Strikten Antifeminismus ist ein Arbeitsdokument, das regelmäßig überarbeitet wird, bis es seine endgülitge Fassung erreicht hat.

Dies ist eine grobe Übersetzung des Originaldokumentes aus dem amerikanischen Englisch ins Deutsche.

Vielen Dank an Fidelbogen von Anti-Feminist Praxis.

Wolf Jacobs

5 comments

  1. vagina > logik 31 Juli, 2017 at 13:03 Antworten

    Feminismus ist ein Lesefehler. Mehr nicht.
    Strikt ist ein guter Anfang.
    Stricken ein guter Hinweis.
    Entwirren muss man diesen Lesefehler.
    Es braucht keinerlei aufgesetzte Prinzipien wie Gewaltlosigkeit, mit welchen man sich nur selber Fallstricke aufstellt, über welche man stolpern wird.
    Feminismus kann man auf zwei Weisen gut erklären.

    Die eine ist die biologische Wichtigkeit des Muttertieres.
    Wird sind recht kluge Tiere die viel ins Hirn stecken und eine vergleichbar sehr lange Aufzuchtzeit aufweisen.
    Frauen mögen derartige Sprache über sich selbst nicht, Männer ähnlich wenig.

    Die andere ist über die Sprache.
    Der Begriff Feminismus wurde von Charles Fourier ins Spiel gebracht (Spiel schon ist ein Wort, welches die meisten Menschen verwirrt, hier aber berechtigt ist, da eine der stärksten Gemeinsamkeiten aller hoch entwickelten Säugetiere der Lebenslange Spieldrang ist. Das erste Spielzeug alle Menschen ist die Nabelschnur).
    https://de.wikipedia.org/wiki/Charles_Fourier
    Ganz im Sinne des Humanismus sprach Fourier vom Begriff des Effort, bei welchem man nicht ohne guten Grund auch an den römischen Gruß denken kann, in diesem Sinne etablierte er als akademische Methode die feministische Blickweise.
    Diese ist mit Vorsicht zu genießen, denn sie kann schnellst missbraucht werden, der Wikipedia Artikel gibt ja auch ausreichend Hinweis darauf wer besonderes Talent in dieser Richtung und mit blödem Wortwitzchem im Allgemeinen aufweist.

    Die nächste wichtige Station dürfte Earnest Balfort Bax sein, welchem schnell auffiel, daß der nun missbrauchte Feminismus vor allem ein Werkzeug ist um Gesellschaften aufzurühren.
    https://en.wikisource.org/wiki/The_Fraud_of_Feminism

    Von hier empfiehlt sich ein Blick auf’s nächste Tänzchen mit der Sprache und wir landen bei
    David Reimer und dem ‚Sexualwissenschaftler‘ John Money.

    https://de.wikipedia.org/wiki/David_Reimer
    https://en.wikipedia.org/wiki/Kinsey_Institute_for_Research_in_Sex,_Gender,_and_Reproduction

    Es empfiehlt sich jeweils die Englischen und Deutschen Wikipedia Beiträge zu lesen, die Unterschiede sind Aufschlussreich.

    Wenn den Antifeministen in Deutschland ein Vorwurf gemacht werden muss, dann Eitelkeit, Selbstverliebtheit und ekelhafte Faulheit wenn es darum geht einmal über den eigenen begrenzten Horizont zu schauen.
    Ein Dreiklang als Vorwurf, ich mag ja auch mal akademisch und intellektuell klingen.

    Mein Rat. Versucht es mal mit Quintessenzen.
    Dann kann man euch als Erwachsene ernst nehmen und darauf vertrauen, daß das Kasperletheater der drei Eitelkeiten sich nicht ständig selber seine Fallstricke aufstellt, und dabei von der Stricknadelfraktion im Bundestag und deren unseeligem Anhang durch die Arena geführt wird.

    Und ja, ich weiß, daß wisst ihr ja alles schon.
    Nur bewusst scheint es keinem so richtig zu sein.
    Etwas Selbstbewusstsein kann aber kaum schaden.

  2. vagina > logik 31 Juli, 2017 at 13:45 Antworten

    Im Grundsatz nicht falsch.
    Ich selber sehe aber in den Redenschreiberlingen im Land das größte Problem.
    Ein Albrecht Müller zum Beispiel.
    Oder die ganzen Berufskomiker.
    Und wo, wenn nicht in den akademischen Elfenbeintürmen wird der Füller denn leer gewichst?
    Was soll ich da mit Artikuliertem dagegenhalten?
    Guck Dir doch die selbstverliebten lautstarken Kasper im Neuland an.
    Arne. Ein Witz.
    Christian. Ein Witzchen.
    Schoppe. Ein Furz.

    Die füllen bald ihre eigenen Turm zu Babel mit ihrem stumpfen Gebabbel.
    Schaffen selber das Rauschen in dem sie untergehen.

    Ich will deren Arbeit nicht schlecht reden, aber es scheint eben Arbeit und kein Werk zu sein.
    Mit Arbeit überzeugt man aber selten.

    Das Angebot ein Werk einzustellen behalte ich mal im Hinterkopf.
    Jetzt gilt es erstmal in die Sonne zu gehen und ein Werk zu lesen.

    „»Wir Frauen«, sagte Charlotte, »nehmen es nicht so genau; und wenn ich aufrichtig sein soll, so ist es mir eigentlich nur um den Wortverstand zu tun; denn es macht in der Gesellschaft nichts lächerlicher, als wenn man ein fremdes, ein Kunstwort falsch anwendet.“

    Wäre doch gelacht, wenn uns nicht ein besserer Weg, als weiteres Rauschen, einfallen wollte.

    (hier: https://youtu.be/AdI757JhSeU Das Problem aus einem oder zwei anderen Blickwinkeln.
    Vielleicht muss man auch dort und an ähnlichen Stellen ansetzen um was zu bewirken.
    Auf bearbeiten will ich jedenfalls nicht hinaus. Selbst etwas schnödes wie ein Feld wird bestellt.)

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