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zwischendurch: Feministische Pornos – PorNo oder PorYes?

Zwischendurch - Augen - Faktum Magazin
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zwischendurch:

Feministische Pornos – PorNo oder PorYes?

Was wäre der Feminismus ohne Sex? Er hätte sein wichtigstes Thema verloren. Sexismus, Slutwalks, Lesbianismus, Rape Culture – oftmals geht es beim Femisnismus ausschließlich um Sex. Logisch, dass man sich da auch endlich der Pornoindustrie widmen muss. Immerhin verdienen hier auch Männer gutes Geld.

Gender Pay GapGender Wage Gap in der Pornoindustrie

In der Pornoindustrie gibt es einen tatsächlichen Unterschied in der Bezahlung. Gleiches Geld für gleiche Arbeit kann man an dieser Stelle allerdings nicht behaupten. Körperlich ist ein Pornodreh zumeist für Männer körperlich anfordernder. Dass sie weniger pro Dreh bekommen beschreibt die Webseite CNBC.

(…) Men might be a critical part of porn films, but this is one industry where the balance of pay certainly leans toward women. (…)

Feministische Frauen haben eine Menge Zeit. Sie können auch gesellschaftlich nicht als schwanzgesteuert gebrandmarkt werden. Daher gibt es Workshops zum Thema „feministischer Porno“ für sie. So manche Feministin schreibt daher auch in den angesagten feministischen Blogs darüber.

Die Störenfriedas: Im feministischen Porno-Workshop

Zunächst lernt man etwas über neue Ausbildungsmöglichkeiten, die wahrscheinlich im Berufsleben sehr hilfreich sein werden – wenn man Feministin ist. Außerdem wird man gewahr, dass Akademiker offenbar ebenfalls pornografisch verstrahlt sind. Das gehört wohl dazu, wenn man so rücksichtslos durchgegendert wird. („AkademikerInnen“)

(…) Die Workshopleiterin war eine Mitarbeiterin der Berliner „Sexclusivitäten“, und hatte dort, wie sie erzählte, eine Ausbildung zur „sexpositiven Referentin“ erhalten. Die Teilnehmenden (Frauen-Männer-Verhältnis etwa 50-50) waren junge AkademikerInnen. (…)

Ein feministischer Workshop kommt natürlich nicht ohne das Standardvokabular des Feminismus aus. Der Auftrag ist klar: Man muss doch „Geschlechterrollen“ aufbrechen. Außerdem kann man wieder einmal „mit der Sprache“ spielen. Das fällt zwar immer wieder kindisch aus, macht aber nichts, es sollen ja Rollen aufgebrochen werden.

(…) Vorgestellt wurde der „PorYes“-Award, der seit 2009 für Pornos, die bestimmte Kriterien erfüllen, verliehen wird. Die Referentin erklärte, es gehe darum, dem Mainstreamporno Alternativen entgegenzusetzen, „neue, andere Bilder“ zu machen und Geschlechterrollen aufzubrechen. Man verstehe sich komplementär zur PorNo-Bewegung, (…)

Das Wehren gegen den Feminismus-Lesbianismus

Am Ende geht es den Workshop-Feministen aber darum, sich gegen den ausgezwungenen Feminismus-Lesbianismus zu wehren. Am Ende siegt doch die Biologie und man will Sex mit einem Mann. Sex mit einem Mann geht aber offiziell nur nach feministischer Pfeife. Pornografie wird schließlich, um sich selbst aus der Schmuddelecke zu befreien, mit Redefreiheit gleichgesetzt, was recht „interessant“ ist.

(…) Zitat: „Alice Schwarzers Kritik am Mainstreamporno finden wir okay, aber wir wollen nicht verbieten, wir wollen andere Bilder machen.“ Denn wenn Pornographie verboten wäre, würde auch Frauen die Redefreiheit, das heisst, das Recht, ihre eigene Sexualität auszudrücken, genommen. „Sexpositiver Feminismus“ beruhe auf drei Grundlagen: der Annahme, dass die sexuelle Freiheit zur allgemeinen Freiheit gehöre, der Überzeugung, dass Gender gesellschaftlich produziert wird (dass wir also bestimmte Geschlechterrollen nicht biologisch begründen können, weil sie anerzogen werden) und der Konsens, das heisst, alle betroffenen Parteien müssen mit dem Akt einverstanden sein und dann habe auch keine dritte Partei und auch kein Staat sich mehr einzumischen. (…)

Wer Pornografie zum Ausdruck seiner eigenen Sexualität benötigt und als Argument für die Redefreiheit nimmt, führt ein erbärmliches Leben. Immerhin spricht man hier nicht von anerzogenen Geschlechtern, sondern von anerzogenen Rollen. Das ist eine Aussage, die ein wenig zurückgerudert ist. Gerade aber im sexuellen Bereich sind die Rollen biologisch vorgegeben. Das Weibchen verlangt immer vom Männchen, dass es um das Weibchen balzt. Dies wird schon immer ausgenutzt. Auch der Feminismus nutzt dies aus; denn er bedient sich daran, um seine Wahnvorstellungen durchzusetzen.

Da nun auch die Feministin biologisch vorgegebene Triebe hat, muss man sich gegen die Pornoverachtung des bestimmenden, lesbischen Feminismus wehren. Das macht man über Pornoworkshops.

„Zwei Filmszenen wurden uns vorgespielt, eine heterosexuelle und eine „lesbische BDSM-Szene“ (Gegröle unter den Männern, schmierige Kommentare: klarer Favorit).“

Natürlich, das klingt sehr glaubwürdig:
Da sitzen genauso viele Männer wie Frauen beisammen und schauen in „Workshop-Atmosphäre“ Pornoszenen. Ich halte es für äußerst unwahrscheinlich, dass Männer in diesem Szenario unter dem Beisein von Frauen das Grölen anfangen. Ich glaube eher, dass hier der „feministische Wunsch die Mutter der Gedankin“ ist.

Das tragische Ende und ein ausgeblendetes feministisches Fazit

Es ist so tragisch: Die Feministin gibt sich Mühe und die biologischen Geschlechterrollen gewinnen doch. Die Bedürfnisse sind eben doch biologisch geprägt. Das ist auch bei Frauen so.

(…) Der Workshop wurde beendet mit der Frage: „Und, könntet ihr euch vorstellen in Zukunft feministischen Porno zu schauen?“ Alle lachen. Eher nicht. Männliche Reaktionen: „Klar schau ich Pornos, aber das da, das gibt mir nix. Das macht mich überhaupt nicht an, da wurde einfach zu wenig gefickt.“ Eine Frau: „Das ist aber schon traurig, dass Porno für dich nur Penetration ist.“ Eine andere Frau: „Ach, dafür muss er sich doch nicht schämen, ist doch okay so.“ (…)

Es folgt ein übles ideologisches, männerfeindliches Ende eines absurden feministischen Artikels. Für mich ist der weitere Artikel übelste Volksverhetzung, da er dazu dient die eine Hälfte der Bevölkerung gegen die andere auszustacheln. Es gibt einen weniger männerfeindlichen Artikel beim Deutschlandfunk.

Feministische Pornos
Gute Pornos machen glücklich

Witzig: Während der gewöhnliche Porno nach wie vor als anrüchig gilt, spricht man beim feministischen Porno bereits von „guten Pornos“. Hier ist auch nichts mehr testosteron- oder (direkt) schwanzgesteuert. Hier bestimmt allein die Frau die Sexualität. Man könnte meinen, die feministische Frau möchte hier selbst Geschlechterrollen in die Gesellschafft einpflanzen. Aus weiblichem Kopf sind diese Rollen dann viel bekömmlicher für die Gesellschaft.

Oh Nachtigall, ick hör Dir trapsen! Das ist also feministische Gleichberechtigung!

„Ich möchte Leute sehen, die guten Sex zusammen haben“, sagt die schwedische Filmemacherin Erika Lust über ihre Pornofilme. Als Vorreiterin des feministischen Pornos kritisiert sie, dass viele Sex-Filme „frauenverachtend“ und „rassistisch“ seien.

Wie jetzt? Donald Trump produziert Pornos? Das sind doch die Eigenschaften von Donald Trump, wenn man Gutmenschen glauben schenken darf. Ah, Entschuldigung! Das sind ja grundsätzliche männliche Eigenschaften aufgrund der durch das Patriarchat vermittelten nicht-biologisch geprägten Geschlechterrollen. Oder habe ich da jetzt feministischen Quatsch falsch verstanden?

(…) Und: Während die meisten Pornofilme von Männern gedreht werden, besteht die Film-Crew von Erika Lust vor allem aus Frauen. „Ich denke, wenn Frauen hinter der Kamera stehen, dann erzählen sie andere Geschichten. Geschichten, die sich aus ihren Erfahrungen als Frau speisen“, sagt Lust.

Wie die Zusammenfassung des Workshops beim Störendingsdas-Artikel zeigt, wollen offenbar aber auch Frauen diese Erfahrungen nicht sehen.

Das Interview

Es folgt ein längeres Interview, das man auch hören kann. Wenn man die Geduld hat.

 

Balthazar Vanitas

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