Zeitreise: 2013 – Charakter: Miss Verstanden

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Zeitreise: 2013
Charakter: Miss Verstanden

Frauen sind sanftmütiger, klüger, teamfähiger, ach, sie sind einfach die besseren Menschen. Unsere Autorin erklärt, warum das nicht stimmt.

Dann mal sehen, was die Autorin der Zeit – Elisabeth Raether – im Jahr 2013 erklärt hat.

Zunächst legt sie einige Bilder von der Frau auf den Tisch. Ein jedes Kind nimmt es bereits mit der Muttermilch auf:
Die Geschlechter sind gleich, nur die Frau ist halt sozial intelligenter, sprachlich talentierter und sowieso. wir sind also alle gleich, nur die Frau ist talentierter. Sagt man. Das trommelt man in der Schule und verbreitet es in den Medien. Was wahr ist, wird man  doch ständig sagen und wiederholen dürfen. Oder nicht?

Ach so:
Die gemalten Bilder von der Frau!

(…) Das Deutsche Ärzteblatt schreibt, dass es Ärztinnen im Gegensatz zu ihren männlichen Kollegen nicht um Geld und Macht gehe, sondern um „Sinnfindung“. Professorinnen seien frei von Forschernarzissmus, glaubt die Literaturwissenschaftlerin Barbara Vinken, sie forschten aus Leidenschaft für ihre Disziplin. Frauen hätten ein „nicht so großes Ego“, sagt Beiersdorf-Personalchef Ulrich Schmidt, sie verbreiteten „positiven Teamgeist“. Sie seien überhaupt die besseren Vorgesetzten, behauptet die Journalistin Wibke Bruhns, eine ehemalige Ressortleiterin, und verweist auf sich selbst. Frauen seien die besseren Hedgefonds-Manager, schreibt die FAZ, die besseren Polizisten, schreibt der Spiegel, die besseren Friedensvermittler in Krisengebieten, schreibt die Frankfurter Rundschau. (…)

Elisabeth Rather, die Nestbeschmutzerin

Nachdem wir uns so schön in unserer Meinung über die Frau bestätigt fühlen konnten, wirft die böse Autorin – eine Frau! – alles wieder über den Haufen.

(…) Frauen sind gewalttätig, eitel, verlogen, unbeherrscht, habgierig, herablassend, unbelehrbar, fahrlässig, grob, laut, unordentlich, niederträchtig, egozentrisch. Frauen sind genauso böse wie Männer.(…)

So, jetzt ist das schöne Bild der edlen Frau zersprungen. Dabei klang es so schön nach Übermensch artig. Da hat die Frau Rather aber das feministische Netz beschmutzt! Dürfte sie das heute noch?

Bei den ganzen Arien könnte man sich doch glatt als Untermensch fühlen. Eigentlich wollten wir solche Begriffe ja gar nicht mehr hören. Untermensch, Übermensch – das kommt doch aus faschistischen Zeiten! Alles fühlte sich allerdings beändstigend so an.

Die „soziale Intelligenz“/Empathie der Frau – es war doch so schön stimmig. Frau Rather macht es kaputt! Das ist doch unbeherrscht! Herablassend! Niederträchtig gegenüber dem Feminismus! Grob fahrlässig laut ist das! …oder halt einfach nur objektiv; denn hier wird kein Geschlecht über das andere erhoben. Klingt nach einer Gleichberechtigung, die der Feminismus niemals erreichen wird. Die Autorin schlägt das Bild der Überfrau mit Links in Scherben.

Sie gönnt sich die Zeit und benennt einige fiese weibliche Gestalten: Beate Zschäpe, die auch schonmal im rosa Girlie auftritt, die Serbin Biljana Plavšić oder Lynndie England,

Plavšić war Stellvertreterin des Serbenführers Radovan Karadžić. Lynndie England hat als Soldatin irakische Häftlinge gequält. Außerdem zählt Elisabeth Rather einige Frauen auf, die sich immer nahe an der finsteren Macht gehalten haben. Margot Honecker, Eva Braun, Elena Ceauşescu und viele mehr. Gerade Adolf Hitler hatte sehr viele Verehrerinnen, die ihm wäschekorbweise Liebesbriefe schickten. Macht ist meistens mit beistehender Weiblichkeit verbunden.

Unterschiede in der Kriminalitätsstatistik

Man sagt die Beteiligung der Frau an der Mordstatistik würde steigen, sobald man mehr Leichen obduzieren würde, da Frauen lieber vergiften oder ersticken, anstatt stumpfe Gewalt auszuüben. Dies ist allerdings nur gemutmaßt und kann auch nur als Vermutung so stehen bleiben.

Die Kriminalitätsstatistik hat sich mit der modernen Frau geändert, seitdem sie in der Gesellschaft in unterschiedlichen Lebenswelten als der Mann lebt. Die Kriminalität der Frau sank in den Statistiken und ist jetzt im Zuge der „Gleichstellung“ wieder im Senkrechtflug. Außerdem gab es immer Gewalt durch Frauen, die nicht registriert wurde – häusliche Gewalt beispielsweise.

(…) Die weibliche Kriminalitätsrate ist überhaupt erst seit der Erfindung der bürgerlichen Frau so niedrig. Eine Studie, die die Gerichtsakten am Zentralen Strafgerichtshof von London zwischen 1687 und 1912 ausgewertet hat, belegt, dass bis ins 18. Jahrhundert beinahe ebenso viele Frauen wie Männer kriminell wurden. Sie machten 45 Prozent der Angeklagten aus, und sie waren nicht nur wegen sogenannter Frauendelikte wie Hexerei oder Kindstötung angeklagt, sondern auch wegen Mord, Raub und Betrug (…)

Ein  Delikt, das fast ausschließlich von Frauen verübt wird, ist die Tötung der eigenen Kinder, gerade nach der Geburt. Bei diesem Delikt gibt es die deutliche absolute Mehrheit für die Frau als Täter.

(…) Zwischen zwei Drittel und drei Viertel der Kindstötungen werden durch die leiblichen Mütter verübt. (…)

Dieses Verbrechen kann man guten Gewissens als eines der grausamsten Verbrechen überhaupt bewerten: Der Täter ist hier die Frau. Diese Tatsache dürfte die Sanftheit der Frau in einem anderen Licht erscheinen lassen. Bei diesen Taten ist man allerdings immer bemüht, Entschuldigungen für die Taten von Frauen zu finden. Eine Frau, die ihr Kind tötet, muss von einem Mann dazu getrieben worden sein.

Das mag es für Frau einfacher machen, in einem besseren Licht zu stehen. Einen guten Blick auf Eigenverantwortlichkeit, Selbstwahrnehmung und -bestimmung lässt dies allerdings  nicht zu. Die Frau muss sich schon entscheiden, ob sie verantwortlich für ihre Taten ist oder nicht. Ist sie es nicht, müssen andere Dinge diskutiert werden.

Das Wunschdenken vom zarten Geschöpf

Wir leben in einer Welt die grausam ist und schon immer war. Daher ist es nicht verwunderlich, wenn über den Wunsch von einer besseren Welt, über die Projektion auf die Frau als Generallösung, die Sehnsucht nach einer besseren Welt gestillt werden will. Zuviele Menschen lassen sich aber über die Projektion irre leiten, da es weder in der Gewalttätigkeit noch in der „sozialen Intelligenz“ Unterschiede zwischen den Geschlechtern gibt.

Man könnte sich natürlich fragen, warum die schönsten Liebesgedichte und -lieder eben nicht von Frauen geschrieben werden, sondern von Männern. Diese Frage allerdings lässt uns wieder im feministischen „Kampf der Geschlechter“ ankommen. Diesen Kampf sollten wir langsam einstellen, und uns gemeinsam um die Beseitigung des Bösen in der Welt bemühen.

Gewalt war geschichtlich allerdings zumeist männlich besetzt: Die meisten Schlachten wurden ausschließlich von Männern geführt. Gerade da dies gerne als Beispiel für die Gewalttätigkeit des Mannes herangezogen wird, muss man bedenken, für wen der Mann in die Schlachten gezogen ist. Der Mann ist zumeist in kriegerische Auseinandersetzungen gezogen, um sein Land, seinen Besitz oder gar seine Familie direkt zu beschützen. Kriegerische Ausseinandersetzungen hatten für den einfachen Soldaten immer soziale Hintergründe. Ein wichtiger Halt für den Mann war immer seine Familie. Der Gedanke an seine Familie standen zumeist hinter den meisten Handlungen.

Nach all den negativen Erfahrungen, die dem Mann untergeschoben werden, ist es logisch, dass es ein Verlangen nach dem zarten Geschöpf als Lösung gibt. Die Frau ist allerdings zu sehr Mensch als dass sie dieses Verlangen stillen könnte.

 

 

 

 

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