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„Hengstin“: ‚Empowern‘ mit Exhibitionismus und Jennifer Rostock

Jennifer Rostock - Jennifer Weist - Faktum Magazin

„Hengstin“ –
‚Empowern‘ mit Exhibitionismus und Jennifer Rostock

Was niemand braucht: Jennifer Rostock sind jetzt „politisch“

Dass die Band nun politisch sei, behauptet die Webseite jetzt.de. Das neue Video zu Hengstin sei „großartig verstörend“ und der Neologismus „Hengstin“ verursache „Kopfknoten“. Diese hatte offenbar die Autorin des Artikels. Zumindest aber kommen ihr die wichtigsten Schlüsselworte zum Clip des neuen Liedes in den Sinn:

  • verstörend
  • „schwertätowiert“
  • nackt
  • Autonomen-Ballett

Ja, das Lied ist aufgrund seiner schlichten Botschaft, die als feministische Prophezeiung gefeiert wird, verstörend. Ja, die Sängerin Jennifer Weist ist extrem tätowiert und sie ist nackt im Clip. Ein Autonomen-Ballett rundet die extrem-tätowierte, verstörende Botschaft zu dem ab, was sie ist: Sie ist auf dem Niveau der Autonomen der Antifa. Auch die Wort“neu„schöpfung „Hengstin“ langweilt den Menschen, der sich mit dem ganzen Mist rund um das Gendern beschäftigen musste.

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Alles könnte so schnell beendet sein

Grundsätzlich müsste man dem feministischen Exhibitionismus der Sängerin keinen Raum geben. Wären da nicht die Medien, die das Video als Offenbarung feiern. Dabei erkennt selbst die Autorin von jetzt.de:

Bislang war es immer recht einfach, Jennifer Rostock doof zu finden. Die Sängerin Jennifer Weist zu prollig, zu oft nackt, die Message zu einfach und anbiedernd.

Diese Erkenntnis hält allerdings nicht lange vor, dann geht es hinab zu Beweihräucherungen, die nur von einem feministischen Musiklaien kommen können.

Sie spricht davon, dass das Lied etwas zu rühren imstande wäre. Das Lied rührt aber eben nichts im vernunftbegabten Menschen. Weder der Text, noch die „Beats“ lösen etwas aus. Mir kam bei lediglich das unerträgliche Lied von Tic Tac Toe aus vergangenen Zeiten in den Sinn: „Ich find‘ Dich sch….„. Das Lied war ebenfalls Deutscher Rap, hatte inhaltlich allerdings mehr Tiefe.

Politisch? …aber bitte nicht zu viel Botschaft!

Und es zeigt, wie wenig wir politische, deutschsprachige Musik noch gewöhnt sind, insbesondere von Frauen. Wie selten sie überhaupt zu uns durchdringt. Denn natürlich gibt es in Deutschland politische Songwriter und Songwriterinnen. Aber schaut man mal darauf, was sich derzeit verkauft, ist das ziemlich deprimierend.

Dann schauen wir uns doch einmal die politische, deutschsprachige Musik von Jennifer Rostock an. Dort hat man darauf geachtet, dass nicht zu viel der Botschaft in das Lied gerät.

Das „politische“ Musikvideo

n-tv, noisey und die Berliner Zeitung
und die feministische Nacktheit als „Botschaft“

Bei n-tv hat man zumindest erkannt, dass es sich um eine Promomasche handelt. Mit Nacktheit verkauft man sich.

„Sex sells“, heißt es bekanntlich. Das dachte sich wohl auch Frida-Gold-Sängerin Alina Süggeler, als sie sich vor Kurzem im Video zum Song „Langsam“ aus ihrem neuen Album komplett nackig machte. Mit Jennifer-Rostock-Frontfrau Jennifer Weist legt nun gleich noch eine weitere deutsche Sängerin nach, von der man allerdings ein gewisses Maß an Freizügigkeit durchaus schon gewohnt ist. Im Clip zu „Hengstin“ aus dem aktuellen Album „Genau in diesem Ton.“ zeigt sie sich komplett hüllenlos, weiß dabei jedoch auch genau, die entscheidenden Stellen geschickt zu verstecken. (…)

Einen Hinweis auf weiblichen Exhibitionismus gibt es dann endlich bei noisey

(…) Und an alle, die sich jetzt fragen, warum sich Frau Weist denn bei diesem Thema unbedingt wieder so splitternackt im Video zeigen muss und weshalb und überhaupt: Im Interview mit Broadly hat sie mehr als deutlich gemacht, was sie von solch oberflächlicher Kritik hält: „Ich bin nun mal zufrieden mit meinem Körper und ich wüsste nicht, warum ich das nicht genauso machen sollte.“ (…)

Warum man das nicht genau so machen sollte als Vorbild für Jugendliche? Mir fallen da ein paar Gründe ein: Schamgefühl, moralische Schranken, gesellschaftliche Normen, die Sichtweise auf die Frau…

Die Berliner Zeitung weist unkritisch auf die Nacktheit hin

Und die Sängerin selbst traut sich einiges: Im Video rekelt sich Jennifer Weist splitterfasernackt vor der Kamera – nur ihre Hände verdecken den Intimbereich.

Neben Weist sind noch weitere „Hengstinnen“ wie Ex-Schwimmerin Britta Steffen (32) und Moderatorin Visa Vie (29) zu sehen – allerdings angezogen.

Als Feminist müsste ich nun laut: „Doppelstandard!“ rufen. Die Reaktionen auf eine ähnliche männliche zur Schaustellung würde weniger neutral ausfallen. Diese Dinge werden von Feministen aber gerne verleugnet.

Feministischer Exhibitionismus als Waffe

Als ich das Video das erste Mal gesehen habe, fühlte ich mich an weibliche Pornostars (Bildersuchergebnisse bei google – als Hinweis für die Sensiblen.) erinnert, die oftmals ähnlich tätowiert ihren beruflichen Alltag „meistern“. Rein optisch könnte das Video also aus dem Bereich des Hardcore-Pornos stammen. Diese Assoziation werden Feministen einem aber vorwerfen, da sie ihren eigenen Exhibitionismus als Waffe gegen den Mann einsetzen.

Auf Slutwalks und bei Femen (wieder Bildersuchergebnisse) lernt man ganz schnell: Feministen fordern das Recht auf Nacktheit in der Öffentlichkeit. Die Nacktheit wird als „Waffe“ gegen das Patriarchat eingesetzt. Zumindest wird es versucht. Bei Femen hat sich mittlerweile eine Genervtheit eingestellt, die nur noch durch die nervende Berichterstattung der Medien getoppt wird.

Natürlich spricht der Mensch als sexuelles Wesen auf Nacktheit an. Vermehrung funktioniert halt so: Nacktheit wird nun einmal mit Sexualität assoziiert. Das ist halt so und ist auch nicht kritisch zu sehen. Es sei denn, man möchte, dass die Menschheit ausstirbt. Um Fortpflanzung geht es dem Feminismus ohnehin nicht. Er ist ohnehin familienfeindlich und oftmals lesbisch. Da versucht man natürlich den weißen, heterosexuellen Mann aus der Reserve zu locken.

Keine Hunde mehr zu locken: das Internet

Das Problem des Feminismus ist das Internet und die verfügbare Nacktheit. Ob sich eine Jennifer Weist nun in einem Musikvideo mit fürchterlicher Musik nackig macht oder nicht: Es lockt keinen Hund mehr hinter dem Ofen hervor. Die Nackheit ist nur zwei Klicks im weltweiten Netz entfernt. Einigen Teilen der Medien fällt es mittlerweile allerdings auf: Jennifer Weist ist exhibitionistisch. Kann sie ja auch: Strafbar ist Exhibitionismus nur für Männer.

(1) Ein Mann, der eine andere Person durch eine exhibitionistische Handlung belästigt, wird mit Freiheitsstrafe bis zu einem Jahr oder mit Geldstrafe bestraft.

Ich würde mich durch die Nacktheit der Sängerin nicht belästigt fühlen, wenn es sich um einen Porno handeln würde und dementsprechend nur einschlägige Medien darüber berichteten. Dann hätte ich die Wahl, ob ich es sehen will oder nicht. Auf die feministische Art und Weise verteilt über sämtliche Medien habe ich diese Wahl nur eingeschränkt.

Man stelle sich einmal die Wirkung auf pubertierende Menschen vor. Ich denke nicht, dass solche Clips dazu geeignet sind, ein gewünschtes Bild der Frau zu erzeugen. Frauen möchten als Menschen gezeigt werden, bei denen das Geschlecht nicht wichtig ist. Frauen möchten als Menschen wahrgenommen werden, die etwas leisten können. Dass dies seit Ewigkeiten der Fall ist, lassen wir einmal beiseite. Die Frage, die sich stellt ist die:
Wie erzeugt man ein solches Bild?
Die Antwort ist bestimmt nicht:
„Durch zur Schaustellung eines extrem tätowierten, nackten Frauenkörpers.“

Jennifer Weist ist nicht allein: Lady Bitch Ray

Die Sängerin von Jennifer Rostock ist mit der Sexmasche nicht allein. Schon „Frau Doktor“ Lady Bitch Ray hat es auf diese Art und Weise versucht. Die bereits genannten Slutwalks, Femen und die „Musikkünstler“ Lady Bitch Ray und Jennifer Rostock zeigen ganz deutlich, wie es um den Feminismus bestellt ist: Über sexuelle Subjektivität kommt man nicht hinaus. Diese sexuelle Subjektivität wird anhand des vorherrschenden Exhibtionimsus deutlich.

Erreicht wird nur: Das Bild der Frau wird ruiniert, statt „empowert“. Wer sich sexuell von diesem Exhibitionismus angesprochen fühlt, wird als letztes über das Bild der Frau Gedanken machen. Die Bilder, die er kostenlos bekommt reichen ihm.

Warum allerdings die Medien immer wieder in Jubelschreie ausbrechen und diesen „Damen“ eine Plattform bereiten ist nur über „sex sells“ zu erklären. Die Frage ist nur, wie lange wird dies bei feministische Nacktheit noch funktionieren? Der Markt ist träge und reagiert schleppend. Daher wird uns noch einiges an feministischer Nacktheit präsentiert werden.

 

Ein Auszug aus dem „politische Text“.

Jennifer Rostock – Hengstin

(…) Es ist seit Hunderten von Jahren dieselbe Leier
dasselbe Lied, zu dem die Chauvis gerne feiern.
Sie besaufen sich am Testosteron, bis sie reihern
ich seh‘ so viele Männer – und so wenig Eier.

Erzähl mir nicht, dass das Thema kalter Kaffee ist
man muss nicht alles schwarz anmalen, um zu erkennen was Sache ist.
Wir leben in ’nem Herrenwitz, der nicht zum Lachen ist
doch wenn man ihn nur gut erzählt, merkt keine Sau, wie flach er ist. (…)

Den Ausdruck „Herrenwitz“ habe ich in den letzten Jahren ausschließlich aus feministischem Mund vernommen. Das Testosteron ist an Bord – es ist die freundlichere Variante zu „schwanzgesteuert“. Dabei wird das Testosteron aber völlig verkannt.

An anderer Stelle geht es um den Körper der Frau, der nur ihr gehört. Im Westen nichts Neues. Wenn der Feminismus mit seiner Islamophilie nicht aufpasst, wird es irgendwann nicht mehr so sein. Was meint eigentlich Jennifer Weist mit wessen Körper sie so umgegangen ist, wie sie umgegangen ist? Es ist ihrer und er ist weiblich.

Als Erkenntnis bleibt zurück:

Jennifer Rostock reiten auf der politischen korrekten Masche „Feminismus“ mit.
Ach so: Natürlich!
Der Feminismus hat ein Exhibtionismusproblem.

„Empowert“ wird hier nichts. Die Frage ist sowieso, warum man Frauen immer wieder „empowern“ muss. Die Frau ist „gleichberechtigter“ und ihr stehen alle Wege offen.

Empower heißt übrigens „befähigen“. Feministen müssen ein merkwürdiges, negatives Bild von Frauen haben, wenn sie meinen, diese müssten erst befähigt werden.

 

 

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Wolf Jacobs

2 comments

    • Wolf Jacobs
      Wolf Jacobs 28 Dezember, 2016 at 00:18 Antworten

      Danke!
      Ach, das muss alles viel „knackiger“ werden. Ich bin immer viel zu artig. Mir ging das Design auf den Sack. Momentan bin ich zufrieden. Es gibt noch einen kleinen Fehler, der mir auf den Sack geht, aber na ja… Schauen wir mal.

      Es geht ganz gut. Ist alles nur sehr aufwendig geworden.

      Wenn Dir nochmal was auf den Fingern brennt, weißt ja, wo mein E-Mail-Postfach zuhause ist. 😉

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