Gewalt gegen MännerGrundlagen

Donald Dutton: Häusliche Gewalt – Frauen schlagen doch – nicht zu knapp.

Lupe - Krebs - Faktum

Prof. Dr. Donald Dutton: Häusliche Gewalt.

Frauen schlagen doch – nicht zu knapp.


Das Thema der häuslichen Gewalt muss endlich neu überdacht werden. Hilfreich ist ein Video eines kanadischen Professors, der sich dem Thema anders nähert als es der feministische Mainstream tut.
Professor Dr. Don Dutton - NICHT-FeministDr. Donald Dutton ist Professor an der University of British Columbia (UBC) in Kanada. Dort beschäftigt er sich mit den Bereichen

  • Psychologie der Gewalt (Gewaltforschung)
  • sozial-psychologische Erklärungen für sozialwissenschaftliche Erkenntnistheorie
  • Anwendung der Sozialpsychologie im Justizsystem für Kriminalität
  • Persönlichkeitsstörungen

In diesen Beschäftigunsfeldern begegnet man zwangsläufig der häuslichen Gewalt. In den folgenden beiden Videos geht es um das Aufräumen gesellschaftlicher falscher Klischees, dass der Täter häuslicher Gewalt zumeist männlich sei.

Häusliche Gewalt überdenken

Das Klischee der Gewalt

Im ersten Video, das als Vorbereitung für Polizisten auf den Umgang mit häuslicher Gewalt dient, beschreibt Dr. Donald Dutton zunächst einmal das Klischee der  häuslichen Gewalt. Für gewöhnlich stellt man sich einen Mann als Gewalttäter vor, der ein Problem mit aggressiver Wut und Eifersucht hat. Hinzu kommt die Vermutung, dass er Drogen und/oder Alkohol missbraucht.

Natürlich ist er der Ansicht, dass dieses Bild ein ernstzunehmendes ist, das auch betrachtet werden muss. Gleichzeitig stellt er aber fest, dass dieses Klischee nicht zutrifft. Um dies festzustellen, wurde eine bestimmte Methode eingesetzt.

Conflict Tactics Scales

conflict tactics scales - NICHT-FeministBei den Conlict Tactics Scales handelt es sich um eine Methode aus den 1970er Jahren von Murray A. Straus. Sie wurde ständig weiterentwickelt und wird zumeist eingesetzt, wenn es um häusliche Gewalt geht.

Es geht um die Erfassung von Taktiken zweier Personen während eines Streits. Es gibt zwei unterschiedliche Versionen: Die Standardversion und eine „feministische Version„, die Gewalt durch Frauen in der statistischen Erfassung minimiert.

(…) National surveys conducted in the USA include two National Family Violence Surveys (1975 and 1985), the National Violence Against Women Survey (1998), which, according to Straus, used a „feminist version“ of the CTS in order to minimize data on female perpetration of intimate partner violence (IPV), and the National Survey of Child and Adolescent Well-Being. (…)

Die feministische Version kommt bei Donald Dutton nicht zum Einsatz. Aufgrund des Einsatzes dieser Methode kommt es zu ganz anderen Zahlen als uns durch den Feminismus initiiert vermittelt werden.

Andere Zahlen aufgrund einer falschen Wahrnehmung

Es kommt zu diesen anderen Zahlen, weil viele Betroffene (vor allem Männer) sich nicht darüber im klaren sind, dass es sich bei den Taten um Gewaltverbrechen handelt. Die meisten Studien wenden sich direkt an die Opfer von Gewaltverbrechen. Viele Opfer fühlen sich daher nicht angesprochen. Geht es um Konflikte in der Familie kommen diese Taten eher ans Licht. Die Fragestellung muss daher angepasst werden, um auch die Opfer, die eine andere Wahrnehmung der Vorfälle haben.

„Wie lösen Sie Konflikte in der Familie?“

Sex differences in aggression - NICHT-FeministMit dieser Frage wird erreicht, dass sich Gewaltbetroffene eher zu den Vorfällen äußern, als wenn man sie direkt nach strafbaren Handlungen befragt. Durch die andere Fragestellung werden 16fach so viele Gewaltvorkomnisse mitgeteilt als über den gewöhnlichen Weg.

Frauen als Täter in der Mehrzahl

Frauen üben häufiger Gewalt aus, werden aber häufiger verletzt. Betrachtet man die Zahlen über erlittene und ausgeführte Gewalt, überdecken sie sich allerdings fast. Don Dutton stellt fest, dass das Ergebnis recht schockierend ist. Aufgrund der verbreiteten Zahlen ist man der Ansicht, dass Frauen die häufigeren Opfer sind. Die nun ermittelten Zahlen stellen das gegenteilige Bild dar: Die Frau ist der häufigere Täter bei häuslicher Gewalt als der Mann.

Dieses Bild ist feministisch nicht erwünscht. Deswegen wurde wohl auch eine feministische Version zu den Conflict Tactics Scales entwickelt, um das feministische Bild von der männlichen häuslichen Gewalt wieder gerade zu rücken.

Gewaltstudien - NICHT-FeministNimmt man Studien zusammen ergibt sich ein noch erschreckenderes Ergebnis für das Bild der häuslichen Gewalt.

  • 50 % der Gewalt wird durch beide verursacht.
  • 35 % der Gewalt alleinig durch die Frau
  • 15 % der Gewalt geht ursprünglich vom Mann aus

In anderen Worten: Nur jede dritte Tat, die von einer einzigen Person ausgeht, wird in der häuslichen Gewalt ausschließlich von Männern verübt.

Viele Studien über weibliche Gewaltopfer, wenige über männliche Gewaltopfer

Die meisten Studien zur häuslichen Gewalt fokussieren sich auf die weiblichen Opfer der häuslichen Gewalt. Studien über männliche Opfer häuslicher Gewalt sind hingegen selten. In vielen Studien werden sogar ausschließlich Frauen als Gewaltopfer betrachtet. Gerade die EU tut sich hier in ihrer Einäugigkeit negativ hervor.

Gewalt gegen Frauen: eine EU-weite Erhebung.

(…)Die Erhebung der FRA ist die erste dieser Art zu Gewalt gegen Frauen in den 28 Mitgliedstaaten der Europäischen Union (EU) und basiert auf Interviews mit 42 000 Frauen. Befragt wurden Frauen zu ihren Erfahrungen mit körperlicher, sexueller und psychischer Gewalt, was auch Vorfälle von Gewalt in der Partnerschaft („häusliche Gewalt“) einschließt.

Der Mann als Opfer wird gar nicht erst betrachtet. Dies würde auch nicht in das feministische Bild des gewalttätigen, patriarchalen Täters passen.

Don Dutton berichtet im Video über verschiedene Studien zu männlichen Opfern der Gewalt. Auch hier ist erschreckend zu welchen Gewaltmitteln viele Frauen greifen. Auch hier ist ein Widerspruch zum vermittelten Bild über die erlittene Gewalt.

Männer beschreiben genau dieselben Probleme in der Partnerschaft, wie Frauen es tun. Es gibt kaum Geschlechtsunterschiede in der Ausübung, wohl aber in der gesellschaftlichen Wahrnehmung.

Konsequenzen der Gewalt für Männer

Die Gewalt, die offenbar Männer auch im privaten Bereich erleiden, haben unterschiedliche Konsequenzen. Die Studie von Hines und Brown aus dem Jahre 2007 macht auf einige davon aufmerksam.

Viele der betroffenen Männern klagen neben körperlichen Verletzungen über eine Posttraumatische Belastungsstörung und werden oftmals als Opfer zum Täter gemacht.

Die Posttraumatische Belastungsstörung (PTBS) tritt als eine verzögerte psychische Reaktion auf ein extrem belastendes Ereignis, eine Situation außergewöhnlicher Bedrohung oder katastrophenartigen Ausmaßes auf.

Es gibt viele Berichte von Männern, die nach einer Meldung von häuslicher Gewalt durch die Polizei vom Opfer zum Täter gemacht und der Wohnung verwiesen wurden.

Abschließende Gedanken und endlich die Videos

Es geht nicht darum, das eine oder das andere Geschlecht als das gewalttägiere darzustellen. Frauen verüben häufiger Gewalt, Männer verüben deutlichere Verletzungen. Es geht darum, vorhandene Ansätze in der Gewaltbetrachtung zu nutzen. Wenn man diese Ansätze nutzt, kann man auch endlich das Problem an der Wurzel packen:

  • Wie entsteht Gewalt?
  • Wie kann man dies verhindern?

Die Frage sollte nicht lauten: „Wie schützt man die Frau vor männlicher Gewalt?„, wenn es zeitgleich gleichgültig ist, dass der Mann häufiger Opfer von Gewalt in der Beziehung wird. Der Feminismus hindert daran, dieses Thema geschlechtsneutral anzugehen, weil der Feminismus ausschließlich den Blick auf den Mann als Täter propagiert.

Dr. Donald Dutton
Professor of Psychology at UBC
On how the current domestic violence policies do more harm than good and why a radical paradigm shift is called for.

Die Fakten und Zahlen in einem ausführlicheren Vortrag von Professor Dr. Dutton

Die persönliche Webeite von Dr. Donald Dutton.

http://nicht-feminist.de/2016/09/nachtrag-haeusliche-gewalt-frauen-schlagen-doch/

Buchvorstellung: „Familiäre Gewalt im Fokus“

http://nicht-feminist.de/2016/05/buch-gerhard-amendt-familiaere-gewalt-im-fokus/


 

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