zwischendurch

zwischendurch: Lesbische Sichtbarkeit!

LGBTQ - Buchstabenmenschen - Faktum Magazin

zwischendurch:

Lesbische Sichtbarkeit!

So langsam wird es ernst für die Schwulen. So langsam sollten sie erkennen, dass der eingeschlagene Buchstabenmenschenweg ein Irrweg ist. Die Lesben spalten sich so langsam ab. Schwule Männer sind eben doch nur Männer.

EMMA: Dyke March: Für lesbische Sichtbarkeit!

Lesben legen los! In gleich drei deutschen Städten marschieren die homosexuellen Frauen am Vorabend des CSD auf eigenen Frauenmärschen. Denn sie wollen nicht länger unsichtbarer Teil der „Schwulenparade“ sein. Ihr Motto: „Für mehr lesbische Sichtbarkeit und Lebensfreude!“

Was auf der einen Seite zu einem Buchstabenhaufen zusammengepackt wird, ist nun doch nicht mehr richtig. Die Gesellschaft glaubt nun, dass es sich um eine große Masse handelt. Daber verstecken sich hinter den Buchstaben LSBTQ maximal 5 % der Gesellschaft. Wegen des Irrglaubens der Gesellschaft, es handle sich um eine relevantere Masse als es ist, wagen die Lesben also nun „die Unabhängigkeit“. Der Brexit war schwieriger.

„Wir werden als lesbische Frauen nicht angemessen wahrgenommen“, sagt die Kölner Dyke March-Initiatorin Barbara Narzinski. „Und wir haben teilweise andere politische Interessen als schwule Männer.“ In den USA haben die homosexuellen Frauen deshalb schon in den 1970er Jahren ihre eigenen Lesbenmärsche ins Leben gerufen, bis zu 50.000 Frauen laufen heute in San Francisco, New York & Co. mit. Jetzt heißt es auch hierzulande: „Lesben raus!“

Da ist sie wieder die Geschichte vom Unsichtbarsein. Hier wird auch die Nähe zum Feminismus deutlich. Feminismus und schwule Männer vertragen sich halt dauerhaft nicht. Daher müssen die „Lesben wohl auch raus“. Schwule hatten bisher eine feministische Schonfrist. Diese könnte nun so langsam auslaufen.

Lesben haben nicht nur teilweise andere Interessen, sie haben nahezu ausschließlich andere Interessen. Nur der Schwule, der sich gerne als queer bezeichnet, hat es noch nicht bemerkt. Das Erwachen wird für sie unangenehm werden. Aber gut: Der weiße, heterosexuelle Mann ist geduldig und nicht nachtragend – was gerade bezüglich des Feminismus‘ gegenüber ein großer Fehler ist.

Wie sagte die berühmte Lesbe Ti-Grace Atkinson noch so schön?

Feminismus ist die Theorie, Lesbianismus ist die Praxis.

Oder Charlotte Bunch?

Lesbianismus ist keine Frage der sexuellen Vorliebe, sondern eine politische Wahl, die eine Frau treffen muss, die ihre weibliche Identität finden und so die Herrschaft des Mannes beenden will.

Da ist auch wieder das Gerede von der „Herrschaft des Mannes„. Somit sind wir auch direkt bei der lesbischen Misandrie. Vielleicht verrät ja einmal jemand den Schwulen, dass sie auch „nur“ Männer sind.

Es könnte alles noch spannend werden.


 

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