Birgit Kelle – Frau2000: Geplante Sexualaufklärung in Bayern

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Birgit Kelle – Frau2000

Geplante Sexualaufklärung in Bayern

Birgit Kelle hat die geplanten Änderungen in der Sexualaufklärung in Bayern untersucht. In ihrem Artikel „Bayern bald auch sexuell vielfältig?“ bei Frau2000 legt sie ihre Ergebnisse dar.

In diesem Artikel untersucht sie die Pläne zur Sexualaufklärung in Bayern. Eine Heimlichkeit sei im Gegensatz zu den Änderungen in NRW und Berlin nicht mehr möglich. Auch musste die Regierung von Schleswig-Holstein Entwürfe zur Sexualaufklärung zurücknehmen.

Nun will Bayern „ohne Not“ die Lehrpläne für den Sexualkundeunterricht an Schulen ändern. Aufgrund der Heimlichkeit in den Änderungen durch andere Länder lohnt ein genauerer Blick.

In Bayern sollen neue Richtlinien zur Sexualkunde eingeführt werden, die Entwürfe sind noch nicht veröffentlicht, ein Blick darauf lohn selbstverständlich trotzdem. Angesichts dessen, was im Bildungsplan Baden-Württemberg alles auftauchte, um das Thema Sexualität an alle Schüler zu bringen, stellt sich nämlich nicht nur für bayrische Eltern die Frage: Legt Bayern jetzt ohne Not nach, oder ist der neue Entwurf auch für die publizistisch viel gescholtenen Eltern akzeptabel, die ihr Erziehungsrecht gerne selbst wahrnehmen und sich in den Schulen eine behutsame und altersgerechte Sexualaufklärung wünschen?

Es wird immer deutlicher, dass die Heimlichkeit und das Desinteresse am Willen des Volkes aus staatlicher Sicht immer uninteressanter wird. In Bayern sind die Änderungspläne nicht durch den Druck von Rot-Grün initiiert.

In neuerer Zeit fielen immer nur Rot und/oder Grün geführte Bundesländer damit auf, dass sie Akzeptanz sexueller Vielfalt an den Schulen oder gar Aktionspläne für ganze Bundesländer forcierten, um die gesamte Landesbevölkerung Schritt für Schritt auf eine eingeforderte Akzeptanz sexueller Vielfalt und die neue Gender-Agenda einzuschwören. In Bayern ist die Situation nun insofern anders, weil die Änderungen mit der CSU durch eine konservative Partei vorgenommen werden, also ohne Not oder Druck durch Rot-Grün, wie überall sonst.

Derzeitiger Stand vs. Pläne in der Sexualaufklärung

Birgit Kelle vergleicht den derzeitigen Stand der Aufklärung mit den Plänen bezüglich der Sexualkunde. Derzeitig sieht es so aus, dass klassische Werte (Familie, Ehe) in den Fächern Biologie und Religion/Ethik vermittelt werden. Andere Fächer sollen nur ergänzend mitwirken.

Insgesamt waren die Inhalte bisher an klassischen Werten orientiert. Die Autorin untersucht, wie die geplanten Änderungen aussehen sollen. Zumindest sollen nur wissenschaftlich gesicherte Erkenntnisse einfließen.

Schön bleibt aber in den Richtlinien der neue Hinweis, dass nur „wissenschaftlich gesicherte“ Informationen vermittelt werden sollen.

Das tröstet allerdings kaum, wenn man bedenkt, dass die Gender Studies als „wissenschaftliche Disziplin“ verkauft werden.

Wo Bayern aber offensichtlich mitziehen will, ist die Bewertung von Familie:

Ersatzlos fallen dadurch die Betonung von Ehe und Familie weg und auch das bisherige Ziel, zu verantwortungsbewusster Elternschaft und späterer Ehe zu erziehen. Etwas, was in der aktuell gültigen Fassung deutlich und wiederholt als Lernziel formuliert ist.

Birgit Kelle beschäftigt sich ausführlich mit der Thematik und stellt fest, dass es durchaus eine spürbare Verschiebung in der Wertevermittlung gibt. Zudem stellt sie fest, dass Sexualaufklärung nun auf viele Fächer verteilt werden soll. Es wird nicht mehr nach Schulformen, sondern nach Themenkomplexen unterschieden. Birgit Kelle betrachtet diese Komplexer näher.

Neuer Themenkomplex „Geschlechterrollen und Identitätssuche

Es wird eine neue Thematik in den Unterricht eingeführt.

2. Es folgt der Themenkomplex Geschlechterrollen und Identitätssuche, der komplett neu angefügt wurde. Man geht insgesamt offenbar davon aus, dass Kinder alleine und ohne Anleitung ihre Geschlechterrolle und Geschlechtsidentität nicht finden können und einer Begleitung bedürfen. Das ist neu, bislang sollten Kinder ihre Persönlichkeit schulen, jetzt sind sie in der Schule auf Identitätssuche. Dafür sollen sie „medial inszenierte sexualisierte Bilder, Rollenbilder und Körpervorstellungen (???) hinterfragen. Heißt konkret, sie müssen solche Darstellungen recherchieren, betrachten und diskutieren.

Dinge, die bisher eher automatisch durch die Kinder selbst entwickelt wurden, sollen also nun begleitet werden. Dass je nach Lehrkraft damit eine kritikwürdige Beeinflussung stattfinden kann, liegt nah.

„Vielfalt“ darf nicht fehlen:

Dann kommen in den Vorbemerkungen noch die „Vielfalt der Lebensformen“ und die Themen Hetero-, Homo-, Bi-, Trans- und Intersexualität zum Zug.

Weiter:

Schon in Klasse 1 und 2 in der Grundschule sollen die Kinder demnach „Rollenerwartungen“ und „Rollenklischees“ in Zusammenhang mit ihrem eigenen Geschlecht erkennen. Beide Worte lösen sofortigen Alarm aus, denn was ein Klischee ist und was nicht, ist ein gesellschaftliches Tauziehen gerade im feministischen Diskurs.

Wer sich mit den Änderungen in der Sexualaufklärung in Bayern tiefergehend beschäftigen möchte, sollte unbedingt den Artikel von Birgit Kelle lesen.

 

 

 

 

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Blog Comments

Dieser absurde Schwachsinn geht mir tierisch auf die Nerven: Sexuelle Vorlieben erzeugen keine Lebensform.

Das alles geht nur durch, weil die Öffentlichkeit selbst nicht die geringste Ahnung hat.

Mein Sohn ist 11. Frag den mal, wie sehr ihm das alles auf den Sack geht. Der ist völlig von dem ganzen Mist angenervt.

Da wird einiges ins Gegenteil umschlagen.

Meine Vermutung ist, daß viel davon abhängen wird, daß die Eltern in den Schulen Druck machen.

Das erstaunliche ist ja, dass die Leute, die mit Familie nichts zu tun haben, diese ganzen Queer-Pfeifen, eher gefragt werden als die Eltern und deren Kinder.

Es wird letztlich immer an denen vorbei entschieden, die es angeht.

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