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Update – Universität Marburg: Kein Platz für Wissenschaft

zwischendurch - Wand - Faktum Magazin

Genderkritik wird zensiert

Universität Marburg: Kein Platz für Wissenschaft

Der Kreationismus- und Genderismuskritiker Professor Dr. Ulrich Kutschera sollte den Auftaktsvortrag zur Vorlesungsreihe „Studium generale“ an der Philipps-Universität in Marburg halten. Beim „Studium generale“ handelt es sich häufig um öffentliche Vorlesungen, die nicht zu den eigentlichen Studiengängen der Universität gehören. Sie sind öffentlich. Damit stehen diese Veranstaltungen auch Personen offen, die nicht zu einem Studium eingeschrieben sind.

Kutschera war als Vortragender der Eröffnungsveranstaltung zum „Ursprung des Lebens“ eingeplant. In dieser Eröffnungsveranstaltung sollter er auch auf den Kreationismus eingehen. Kreationismus ist die Schöpfungslehre Gottes. Damit ist er weit von Wissenschaftlichkeit entfernt. Professor Kutschera hat sich seit einigen Jahren einen Namen als Kritiker dieser Ideologie gemacht.

Parallelen Kreationismus und Gender Mainstreaming

In seinem aktuellen Buch „Das Gender-Paradoxon“ zeigt Kutschera Parallelen zwischen dem Kreationismus und dem Gender Mainstreaming bzw. den Gender Studies auf. Wissenschaftlich argumentierend zeigt er auf, dass beide Strömungen unwissenschaftlich sind. Beide Scheinwissenschaften haben es aber in das Bildungssystem geschafft. Es geht so weit, dass biologische Fakten in modernen Schulbüchern ignoriert und verleugnet werden. Für einen Evolutionsbiologen vom Range Kutscheras muss dies unerträglich sein. Es ist nicht verwunderlich, wenn seine Kritik an der Unwissenschaftlichkeit dieser Strömungen heftige, unlautere Gegenwehr hervorruft.

Die Frauenbeauftragte Silke Lorch-Göllner agiert ideologisch

Auf Initiierung der Frauenbeauftragten Silke Lorch-Göllner der Universität Marburg wurde der Wissenschaftler nun ausgeladen. Begründet wird seine Ausladung durch die Uni Präsidentin Professor Katharina Krause mit den Worten, „dass der ursprünglich geplante Auftaktvortrag nicht der Intention des Studiums generale gerecht wird, Ergebnisse der wissenschaftlichen Forschung in einer für die Öffentlichkeit verständlichen Form zu vermitteln“. Diese Feststellung ist absurd. Ein Blick in sein aktuelles Buch hätte gereicht, um zu erkennen, dass U. Kutschera durchaus in der Lage ist, wissenschaftliche Fakten verständlich zu vermitteln. Der wahre Grund allerdings liegt in der Genderkritik Kutscheras begründet.

Laut der „Oberhessischen Presse“ wurde die Entscheidung zur Ausladung auf einer Sitzung des Universitätspräsidums gefällt. Es ist äußerst kritisch zu sehen, dass ein Wissenschaftler mit einer Professur an der Universität Kassel und einer zusätzlichen Gastprofessur in den Vereinigten Staaten aufgrund wissenschaftlicher Kritik an einer „unwissenschaftlichen Wissenschaft“ als Redner ausgeladen wird. Es ist offensichtlich, dass die Frauenbeauftragte Lorch-Göllner und die Uni-Präsidentin Katharina Krause ideologisch an einem Strang ziehen. Von Wissenschaftsförderung durch das Studium generale kann nicht die Rede sein. Es werden feministisch-genderistische Ziele deutlich, die letztendlich zur „Dekonstruierung“ (sprich: der Zerstörung) von Wissenschaft führen.

Die Ideologische Unterwanderung der Wissenschaft

Selbst Gebiete, die zunächst immun gegen die ideologische Unterwanderung durch das Gender Mainstreaming schienen, werden aggressiv durch feministische Machtmittel angegriffen. Von wissenschaftlicher Argumentation ist man weit entfernt. Das Grundthema der geplanten Rede stand in einem Bezug zum Kreationismus. Die Gefahr ist natürlich groß, dass Ulrich Kutschera auch hier die Parallelen zwischen Kreationismus und Genderismus zieht. Dies ist für die wenig wissenschaftlich arbeitenden Gender Studies und damit indirekt für Frauenbeauftragte gefährlich. Sobald feministische Ideologie ins Spiel kommt, ist die Argumentation verloren. Das macht auch vor wissenschaftlicher Argumentation keinen Halt.

Wenn ein Vortrag nicht mehr klar von einer wissenschaftlichen Fachpublikation zum Thema aufgrund ideologischer Motivation abgegrenzt werden kann, liegt einiges im Argen. Es geht hier nicht um fachliche, sondern um ideologische Bedenken. Ideologie hat in der Wissenschaft nichts zu suchen. Gerade dies betont Kutschera im Buch „Das Gender-Paradoxon“ – offensichtlich vergeblich. Jeder Versuch wissenschaftlich argumentativ die Unwissenschaftlichkeit der „Genderwissenschaften“ zu belegen, scheitert. Der Versuch muss scheitern, da sich die Genderideologie ihre Machtmittel gegriffen hat.

Ideologie gegen Diskussionsfähigkeit

Anstatt sich auf die angebotene Diskussion einzulassen, unterstellt man dem Evolutionsbiologen „diffamierende Äußerungen über die Geschlechterforschung“. Dies ist falsch: Wenn sich jemand mit Geschlechtern auskennt, dann ist es der Biologe Kutschera. In seinem aktuellen Buch äußert er sich zudem positiv über die geschlechterbezogene medizinische Forschung. Über den Vorwurf, Kutschera äußere sich diffamierend über die Geschlechterforschung soll ihm indirekt etwas unterstellt werden.

Dem kann man nur das folgende Zitat entgegenhalten:

Selbstverständlich darf weder an Universitäten noch in anderen Arbeitsbereichen Deutschlands kein Mensch, ob Mann, Frau, homo- oder heteroerotisch veranlagt, benachteiligt werden. Vor dem Grundgesetz sind alle Bürger gleich, und zum Einhalten dieser zentralen Aufgabe sind alle Arbeitgeber und Mitarbeiter verpflichtet.

S. 122, Ulrich Kutschera, „Das Gender-Paradoxon“

Die Diskussionsfähigkeit von Ideologen ist schnell am Ende. Es kommt zu unlauteren, unsachlichen Vorwürfen. Eine dritte Frau greift dementsprechend in das Spiel ein. Es ist Elisabeth Kula vom Allgemeinen Studentenausschuss (AStA). Sie fackelt nicht lange und beschimpft Kutschera ohne Umwege direkt als „knallharten Frauenfeind“. Wer sich kritisch gegenüber einer unwissenschaftlichen Scheinwissenschaft äußert, ist „knallharter Frauenfeind“. Hier handelt es sich um eine eher schlichte Rhetorik, auf die man nicht eingehen sollte.

Das eigentliche Kernthema

Allein Uni Senator Professor Michael Bölker fragt hingegen: „Steht ein Redeverbot der Universtiät wirklich gut zu Gesicht?“ Allerdings dringt diese Frage auch nicht zum Kernthema vor. Das Kernthema lautet nämlich: „Wie viel Wissenschaft verträgt das Studium generale neben der feministisch zu vermittelnden Ideologie noch?“ Er stellt vorsichtig die Frage nach dem Platz für Wissenschaftlichkeit an der Uni Marburg. Seine Frage ist deshalb vorsichtig formuliert, um ebenfalls unangenhmen Konsequenzen zu entgehen.

Ein weiterer Artikel zum Thema: Universität Marburg lädt Genderkritiker aus


Update:

Uns erreichte folgende kurze Stellungnahme von U. Kutschera aus den USA:

Absage – keine Ausladung

Klarstellung von Prof. U. Kutschera, Stanford/Kalifornien, USA:

Bereits am 18. Maerz hatte mir der einladenden Kollege, Prof. Rensing, per mail mitgeteilt, dass es Proteste bzw. Stoerungen von der Marburger Gender-Fraktion und dem Asta geben wird. Daraufhin habe ich meinen Vortrag abgesagt, da ich mich nicht von politisierenden Ideologen, d.h. naturwissenschaftlichen Analphabeten, oeffentlich beleidigen lasse. Von einer Ausladung kann nicht gesprochen werden — ich hatte vier Tage vorher bereits abgesagt.

Ulrich Kutschera ist also einer Ausladung seitens der Universität Marburg zuvor gekommen.

Eine ausführlichere Stellungnahme ist den ScienceFiles zugegangen:

http://sciencefiles.org/2016/03/26/luegen-uni-marburg-vom-umgang-mit-andersdenkenden/

 


Silke Lorch-Göllner – Frauenbeauftragte der Universität Marburg

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