BildungDiskriminierung

Schule 2016: Supergirl vs. Lazyboy

Glosse - Satire - Faktum Magazin

Schule 2016:

Supergirl vs. Lazyboy

Supegirl vs. Lazyboy - NICHT-Feminist

Buch: Camden Market I – S. 56

Das deutsche Schulsystem ist nah am Puls der Zeit. Es entlarvt Geschlechterstereotype und zeigt uns die wahren Protagonisten unserer Gesellschaft auf. Es gibt derer zwei! Feminismus sei Dank – der Englischunterricht im Jahre 2016 lässt uns auf spielerische – gar singerische Weise – alte Rollenklischees erkennen.

Hier nun die Hauptdarsteller unseres Gesellschaftssystems:

Supergirl

Supergirl hat einen Namen – er steht exemplarisch für alle Mädchen unterdrückter Generationen!

Unser Supergirl heißt Caroline.

Caroline putzt, räumt auf und kann kochen – kurz: Sie sorgt dafür, dass Zuhause alles läuft. Ihr Vater kocht zwar am Wochenende, aber das macht ihm sogar noch Spaß! Daher: Die Arbeit eines Supergirls ist wichtiger!

Jungs haben währenddessen ein „leichtes Leben“. Ein Beispiel dafür ist der Gegenspieler von Supergirl.

Lazyboy

Unser Lazyboy heißt Charlie.

Für all die Dinge, die Supergirl Zuhause mit Links erledigt, hat er keine Zeit. Kochen kann er sowieso nicht! Das können nur Supergirls! (Okay, manchmal auch Väter am Wochenende, aber denen macht es doch Spaß!)

Aber immerhin macht er manchmal – aber nur manchmal! – am Wochenende Tee Abendessen für seine Eltern.

Charlie hat sein Superschurkendasein kultiviert! Gewissenlos faulenzt er sich durch seine Welt als gäbe es kein Morgen!

Supergirl vs. Lazyboy - Text - NICHT-Feminist

Buch: Camden Market I – S. 56

All das ist Bestandteil des modernen, feministischen Unterrichts in der Schule. Unsere Superheldin und unser Superschurke sind Thema einer ganzen Unterrichtseinheit im Englischunterricht der 5. Klasse. Damit sich alles gut einprägt, wird ein Text über die beiden im Anschluss sogar gesungen.

Viel Spaß also nun mit dem feministischen Dialog „Supergirl vs. Lazyboy“ zu feministisch vermittelten Geschlechterstereotypen:
(Übersetzter Originaldialog aus dem Englischbuch Camden Market I – Abbildung links)

Caroline: Jungs haben ein einfaches Leben. Sie machen nichts Zuhause.

Charlie: Das ist nicht wahr! Ich mache mein Fahrrad immer sauber!

Caroline: Aber machst Du das Wohnzimmer sauber?

Charlie: Nun, manchmal… Hm… Okay, nie! Ich mache das Wohnzimmer nie sauber!

Caroline: Siehst Du! Ein einfaches Leben! Ich mache immer mein Bett und räume für gewöhnlich mein Zimmer auf. Ich wasche oft ab und manchmal koche ich auch. Ich bin ein guter Koch!

Charlie: Ich bin für das alles zu sehr beschäftigt. Und kochen kann ich sowieso nicht!

Caroline: Nein, ich bin mir sicher, dass Du das nicht kannst. Jungs können das nie.

Charlie: Oh! Hört Euch Supergirl an!

Caroline: Alle Mädchen sind Supergirls! Das müssen wir sein!

Charlie: Aber Dein Vater kocht die Mahlzeiten Zuhause!

Caroline: Nur an den Wochenenden. Und es macht ihm Spaß.

Charlie: Was ist mit Rajiv? Er hilft oft im Geschäft der Elt ern.

Caroline: Toll, aber er hilft nicht Zuhause. Das weiß ich. Was ist mit dir, Charlie Batson? Was machst du Zuhause

Charlie: Ich füttere immer meinen Goldfisch und am Sonntag mache ich Tee Abendessen für meine Mutter und meinen Vater. Nun, …manchmal.

Supergirl vs. Lazyboy - Painting - NICHT-Feminist

Buch: Camden Market I – S. 49

Nun kennen wir also das typische fleißige Mädchen und den typischen faulen Jungen. Damit sich das ganze aber auch einprägt, wird es durch Bilder vom chaotischen Jungen und dem ordentlichen Mädchen im selben Kapitel unterstützt. Man greift also auf möglichst viele kognitiven Fähigkeiten des Menschen zu.

Der Text wird

  • übersetzt,
  • besprochen,
  • diskutiert und
  • gesungen.

Hinzu kommen Sinneswahrnehmungen durch Bilder. Die Botschaft wird durch Wiederholung „auf allen Kanälen“ eingeprägt.

Der Feminismus bedient sich bereits über den Schulunterricht aller zur Verfügung stehenden Mittel, um das feministische Weltbild zu vermitteln. Bei den Erwachsenen versucht man es über die Sprache und der ständigen Wiederholung von gefälschten/fehlinterpretierten/verschwiegenen Statistiken. Bei den Kindern nutzt man zusätzlich die sich entwickelnden kognitiven Fähigkeiten aus.

Die Botschaft ist simpel, kommt aber an: „Supergirl vs. Lazyboy: Alle Mädchen sind Supergirls und Jungs und Väter sind faul!“

Die vermittelten Bilder des Supergirls und des Lazyboys zeigen, wo es im Bildungssystem krankt:

Es ist die offene Feindseligkeit gegenüber dem männlichen Geschlecht.

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