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Catch-22: Frauenfeindlichkeit

Frauenfeindliche Positionen

Catch-22: Frauenfeindlichkeit

Eine einseitige Diskussion fand gerade auf der Webseite alles evolution statt:

Welche Positionen findet ihr besonders frauenfeindlich?

Bei welchen Themen oder Positionen besteht eine solche Verbitterung

Fühlt ihr euch selbst frauenfeindlich oder verbittert?

Was kann man aus eurer Sicht machen, um diese Sichtweisen zu ändern?

Ja, die Sache mit der Verbitterung…

Ist man verbittert, liegt man schnell in der Schublade der Frauenfeindlichkeit.

Es gibt Männer, die sind verbittert – und es gibt für so manche Verbitterung nachvollziehbare Gründe!

Wie damit umgehen?

Die einen sagen: „Lass es raus, bevor du innerlich kaputt gehst!“
Die anderen sagen: „Lass mich in Ruhe mit deinem negativen Scheiß!“

Die einen sagen: „Schildere deine Erlebnisse – nur so wird das individuelle Leid sichtbar, dass sonst bei der Schilderung allgemeiner Benachteiligungen bloss Theorie bleibt.“
Die anderen sagen: „Lass deine Verbitterung bei dir – sie ist keine gute Grundlage für einen konstruktiven Dialog“

Die einen sagen: „Benenne deine Verbitterung, damit du glaubhaft bleibst!“
Die anderen sagen: „Mit der Benennung deiner Verbitterung reduzierst du dein Problem auf ein Einzelschicksal“

Die einen sagen: „Zeig deine Verbitterung – damit andere Männer sehen, dass sie nicht allein sind.“
Die anderen sagen: „Gib den Radikalen keine Gründe, mit denen sie in male tears baden können“

Die einen sagen: „Zeig deine Gefühle!“
Die anderen sagen: „Sei keine Memme! Überlass das mimimi den anderen.“

Verbitterung, was ist das eigentlich?

Schau ich in die Blogs von Feministinnen, so habe ich den Eindruck, dass sich dort keine Verbitterung anstauen kann. Dort lässt man den Unmut vorher raus. Bevor sich dieser Unmut zu diesem ekelhaften Gefühl namens „Verbitterung“ verdicken kann.

Aus Berichten von Sorgerechtsstreitigkeiten sind mir diese Stereotypen bekannt: Ist die Mutter emotional, wird ihr das als Einsatz für die „gute Sache“ gutgeschrieben, ist der Vater emotional, spricht das dann gegen seine psychische Stabilität.

Ist die Frau emotional, gilt es als echt / authentisch / wahr.

Ist der Mann emotional, gilt es als unbeherrscht / wehleidig / unsachlich.

Hat da gerade jemand „Catch-22“ geflüstert?

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