Raus aus der reinen Kritik? Hin zu einer richtigen Alternative?

Müssen wir aus einer reinen Feminismuskritik heraus?

Es sollte überlegt werden, ob wir uns aus der reinen Kritik am Feminismus lösen sollten. Es sollte überlegt werden, ob es nicht nötig ist, eine stimmige Alternative für den zerstörerischen Feminismus anzubieten. Es sollten Konzepte entwickelt werden, wie der Feminismus am besten womit abgelöst werden soll,

Einige der Probleme, die erst durch den Feminismus “entstanden” sind – Gleichstellung anstatt Gleichberechtigung etc. -, können relativ einfach durch humanistische Konzepte abgelöst werden. Man muss sie nur als Alternative formulieren.

Es gibt weitere Aspekte, die dazu geführt haben, dass es überhaupt zu einer solchen feministischen Allmacht gekommen ist, die Berücksichtigung finden müssen. Wie begegnet man der sexuellen Selektion durch Frauen, die ein extremes Ungleichgewicht in der Gesellschaft befördert? Hier sehen wir eine Menge Diskussionspotential.

Es geht darum, einen durchgängig negativen Zustand durch eine positive Alternative zu ersetzen.

Die Bitte an Euch:

  • Teilt uns Eure Gedanken mit, wie eine solche Alternative aussehen kann.
  • Wie kann man den Feminismus am besten durch diese Alternative ersetzen?
  • Welche Aspekte sind zu berücksichtigen?
  • Wie formuliert man diese Ansätze am besten?
    (Weniger reine Kritik, mehr Alternativangebot?)

Wir hoffen, dass wir hier einen Platz für eine solche Diskussion geschaffen haben.

Ausformulierte Gedanken zu dem Thema nun von Jan Deichmohle.


 

Jan DeichmohlePositive Ziele, eigene langfristige Kampagnen

In der Debatte zu „10 Gründe, warum … feministische Ideologie immer gewann” fiel auf, daß niemand bei den brisanten positiven neuen Kampagnen angebissen hat, die nicht verteidigen, sondern aktiv etwas eigenes und neues fordern.

(A) Wiederherstellung und Weiterentwicklung der kulturellen Ergänzung der Geschlechter
(B) Abschaffung weiblicher Dominanzfelder wie sexueller Selektion, oder Ausgleich durch Gegengewichte

Beides ist sehr wichtig und hochbrisant!

Abschaffung weiblicher Dominanzfelder, der sexuellen Selektion!

Diese Forderung ist gut begründbar und wendet das Blatt. Warum hat nie eine Feministin gegen die Ungerechtigkeit einseitiger feministischer Wahlmacht protestiert? Sind sie bereit, ihre Dominanz aufzugeben, um Gleichheit und Gerechtigkeit zu schaffen?

Nein? Welche Wahl oder Macht erhalten Männer dann als Ausgleich?

Keine Wahl der Welt, die Männer je hatten, ist so folgenreich und mächtig wie die sexuelle Selektion, die Arten entstehen oder verschwinden läßt, Geschlechtsunterschiede schafft und bestimmt, über das persönliche Leben an ganz zentraler Stelle entscheidet.

Die Wiederherstellung und Weiterentwicklung natürlicher und wichtiger menschlicher Universalien ist ein entscheidendes Thema, dessen Bedeutung wir kaum ermessen können. Nach der Unterdrückung menschlicher Natur und Kultur durch eine radikale Kulturrevolution ist zu überlegen: Was nun? Hier entscheidet sich die Richtung, die Gesellschaft und Menschheit künftig nehmen werden.

Wichtig ist auch, aus der Geschichte zu lernen! Damit wir nicht dieselben Ungeschicklichkeiten wiederholen!”


Im Kommentarbereicht werden wir sehr strikt vorgehen, Kommentare mit persönlichen Beleidigungen werden nicht freigeschaltet. Die Erfahrungen der jüngsten Vergangenheit nötigen uns dazu. Vielen Dank.

Die Redaktion

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Mit anderen Worten, auch die Legislatur zeigt deutlich eine Schieflage: Seit langen Zeiten befinden wir uns auf einer schiefen Ebene, auf der uns eine Lawine überrollt, der seit langem niemand gegenübertreten kann, um sie aufzuhalten, ohne plattgewälzt zu werden. Wir wurden und werden immer wieder von dier Lawine überrollt, stürzen in Richtung Abgrund.

Der entscheidende Fehler lag am Anfang, als die Gesellschaft sich vor unserer Zeit auf diese schiefe Ebene begab, aufgrund der Einbildung einer stark privilegierten Gruppe (Frauen), die sich auf Kosten der hart arbeitenden und von Pflichten gebundenen Gruppe (Männer) einbilden konnte, unterdrückt zu sein, ihre Dominanz weiter ausbauten und die andere, angefeindete Gruppe immer neuer Knechtschaft unterwarf, durch Unterhalt, Alimente, Quoten und Benachteiligungen vor Gesetz wie im Alltag.

Das Perverse daran ist zum einen, daß die bevorteilte und dominante Gruppe sich aufgrund angeborener schiefer Wahrnehmung, sowie wegen bereits vorhandener Misandrie und auch philosophisch schiefer Sicht sich als unterdrückte Gruppe fühlen und darstellen konnte, die tatsächlich Benachteiligten und Unterdrückten anfeindeten, noch schärfer benachteiligten und unterdrückten, und de facto entrechteten – das alles im Namen einer “Gleichheit”, die keine ist, sondern einseitige weibliche Dominanz.

Denn weibliche Dominanzbereiche wurden ausgebaut und zum Dogma erhoben, wogegen männliches Gegengewicht verteufelt, angefeindet, verboten wurde – und so ein Gleichgewicht unmöglich.

Der Begriff “schweigende Mehrheit” stammt bereits aus dem 19. Jahrhundert. Damals wurde eine schweigende Mehrheit von einer aggressiven, lautstarken Minderheit übertönt und überrannt. Gleiches Spiel in den 1970er Jahren. Auch in jener Zeit vor fast einem halben Jahrhundert gab es eine totgeschwiegene “schweigende Mehrheit”. Heutige Kritiker des Genderismus sind ein später, zur Minderheit geschrumpfter Nachklang jener schweigenden, einst breiten Mehrheit.

Der Rutsch auf der schiefen Ebene in totale Entrechtung und abolute Ungleichheit (im Namen von angeblicher Gleichheit) begann vor sehr langer Zeit. Nachdem der anfänglich starke Widerstand einer Mehrheit von Frauen und Männern einmal gebrochen war, landeten wir auf der schiefen Ebene, auf der es kein Halten mehr gab. Anfangs war die Fahrt langsamer, wenngleich unaufhaltbar. Später wurde sie rasant, aberwitzig schnell in den Abgrund hinein.

NIemand wird den Rutsch aufhalten können. Wir müssen uns aber von der Indoktrination freimachen und klar erkennen, was geschehen ist, damit wir wissen, was zu tun ist, um eine Wiederholung zu verhindern, wenn die Gesellschaft nach ihrem Rutsch auf der schiefen Ebene unten aufgeschlagen und zerbrochen ist, was nicht mehr zu verhindern sein dürfte.

Einen Fehler einmal zu begehen kann vorkommen. Ihn zu wiederholen wäre unverzeichliche Torheit.

Das letzte Mal, das dieser Fehler möglicherweise begangen wurde, liegt 8000 Jahre zurück – siehe Blogbeitrag über das schlechte Fortpflanzungsverhältnis Frauen : Männer von 17 : 1.

Auf 17 Frauen, die sich fortpflanzten, kam damals nur ein einziger Mann! Das deutet eine soziale Katastrophe an, in der die durch sexuelle Selektion wahldominanten Frauen schon einmal so kraß die Oberhand gewannen, daß alle natürlichen Sicherungen versagten und die Gesellschaft total umkippte.

Wenn das so war, lag es so lange zurück, daß Überlieferung und Erinnerung fehlen, die Ereignisse uns nicht warnen konnten, den Fehler zu wiederholen. Viele der sogenannten “alten Vorurteile” waren in Wahrheit Erfahrungswerte, die vor einem solchen Rutsch auf schiefer Ebene schützen sollten. Es gab nur keine rationale und beweisbare Begründung.

Mögen die Bücher darüber überleben und nicht von feministischen ZensorInnen vernichtet werden – derzeit werden die Bibliotheken eines Bundeslandes von politischen inkorrekten Formulierungen gesäubert!

Denn nur wenn die Nachwelt erfährt, was geschehen ist, kann sie sich klüger verhalten.

Auch das ist ein Grund, warum Leser sich mehr für kritische Bücher wie z.B. der Reihen “Die beiden Geschlechter” und “Die Wahlmacht der Frau” einsetzen sollten.

Raus aus der Lethargie!

http://deichmohle.rundekante.com/

Wo ich nun eigentlich hinaus wollte, ist den Punkt zu machen das die Legislatur keine gute Methode ist Probleme an zu sprechen.

Der Feminismus ist ein offensichtliches Beispiel, wie eins nach den anderen die Werte auf die unsere Gesellschaft beruht vernichtet werden, während Männern ein, im Grundgesetz oder in der Verfassung garantiertes Recht nach dem anderen genommen wird, mit der aktiven Zusammenarbeit von etwa 25% der Frauen.

Frühe Indizien legen nahe das alle, besonders auch Frauen unter den Schaden die die feministische Bewegung angerichtet hat leiden werden, trotzdem gibt es eine Gruppe, die nicht die Allgemeinheit Vertritt, die den Bogen raus hat wie man Gesetzt durch setzt, die für ihre stets schrumpfenden Klientelgruppe eine Gemeinheit Männern gegenüber nach der nächsten durch setzt.

Die Mehrheit der Frauen geben zu das viele Gesetze ungerecht Männern gegenüber sind, aber bis sie selber, damit konfrontiert werden, wenn zum Beispiel der Lebenspartner Vermögen für Unterhalt zahlen muss, für Kinder die er nicht einmal sehen darf, oder wenn es den eigenen Sohn betrifft, ist das ganze ziemlich akademisch für die meisten Frauen. Aus Gründen die nicht offensichtlich sind, gehen weniger Männer wählen, viele Mangina fallen immer noch auf die Rhetorik der Frauenbewegung rein und schließlich sind Frauen auch in der Mehrheit.

Als Alternative weise ich darauf hin das die Privatinitiativen aus der Vergangenheit im Vergleich mehr erreicht haben wie der Einsatz der Legislative. Wir als Gesellschaft sollten uns mehr auf Privatinitiativen Verlassen wie auf versuche das Gesetz zu ändern.

Noch ein Punkt, der Feminismus ist fest mit dem Staat verknüpft. Entweder kümmert sich die Familie um die Kinder oder der Staat, es gibt keine anderen Möglichkeiten. Wenn Männer daran gehindert werden einen Beruf zu erlernen der es der Familie ermöglicht davon zu leben, ist der Sozialismus die einzige Alternative, die Kosten des Sozialismus sind auf ein Niveau das ohne die permanente Arbeitskraft beider Partner die Familie nicht existieren kann. so kommt es darauf hinaus, Feminismus mit Sozialismus, oder Familienleben ohne die Kosten des Sozialismus.

Der übliche Weg, die Wahlmacht der Frau und ihre Dominanz in zentralen Bereichen auszugleichen, war, Männern ein Gegengewicht zu geben. Männer müssen etwas haben, das sie Frauen geben können, das Frauen über Männer erhalten. Doch dann gibt es immer noch das Problem, daß sozial hochstehende Männer die auf der Verliererseite verdrängen.

Wichtig ist also auch, daß dieses Gegengewicht nicht hohe Ansprüche an Männer stellt, was letztlich auf Pflichten und Konkurrenzdruck zwischen Männern hinausläuft. Die Biologen nennen das “intrasexuelle Selektion”. Männer konkurrieren untereinander aufgrund des Selektionsdrucks, als der Anforderungen, die von Frauen ausgehen. Die Wirkung – Unfreiheit, keine Wahl für eine Mehrheit der Männer, ist bei intrasexueller Selektion genauso wie bei “intersexueller” Selektion, die direkt von Frauen ausgeübt wird, ohne den Umweg über männliche Konkurrenzkämpfe.

Die menschlich universelle Ergänzung der Geschlechter milderte das Problem, auch wenn es nicht ganz aufgehoben wird. Je mehr solche Strukturen es gibt, und umso weniger sie vom Rang des Mannes abhängen, desto geringer der Selektionsdruck.

Ein anderer Weg, der freilich labiler ist, wird in “Kultur und Geschlecht” kurz erwähnt. Eine sexuelle (oder sozial) permissive Gesellschaft hebt die Anhängigkeit des Mannes von weiblicher Wahl noch nicht auf, aber je negativer eine Abfuhr gesehen wird, desto geringer der Druck. “Kultur und Geschlecht” erwähnt (seltene) Stämme, wo Abfuhren als verletzend empfunden wurden. Das dämpft natürlich den Selektionsdruck. Auch die Liebesgeneration der Hippies versuchte es auf der “freie Liebe”-Schiene. Das hat nur nicht funktioniert und wurde vom Feminismus ganz schnell in “Freiheit nur für Frauen” bei Anfeindung von Männern verdreht.

Solider ist der Weg über Ergänzung. Wenn Frauen bereit sind, auf Dominanz durch Selektion (Wahlmacht) zu verzichten, dann ist es gut. Nur ist das sehr unwahrscheinlich.

Andernfalls brauchen Männer also Gegengewichte: Eigene wichtige männliche Beiträge, die nicht von Frauen (unter dem Vorwand von “Gleichheit”, die faktisch großes Ungleichgewicht schafft) weggenommen und wegquotiert werden. Worin soll die Macht und Wahl von Männern als Gegengewicht bestehen?

Die Frage allein zeigt, daß wir seit Beginn feministischer Wellen völlig auf den Holzweg geschickt wurden, und nun ganz von Anfang etwas aufbauen müssen, das zerstört wurde, besser und tauglicher als zuvor.

Keine Wahl, die Männer je hatten, ist so folgenreich wie sexuelle Selektion (Wahlmacht), die ganze Arten in Sackgassen treiben und aussterben lassen kann. Band 1 von “Die beiden Geschlechter” nennt Arten, die aufgrund weiblicher Präferenzen solch extreme Ausbildungen bei Männchen hatten (z.B. Riesengeweihe), daß die ganze Art schließlich in eine Sackgasse der Evolution geriet und ausstarb.

Das ist nicht “biologistisch”: Ich zitiere in “Nein!” (Reihe “Die Wahlmacht der Frau”) Quellen, denenzufolge die Wahl auch beim Menschen schlechte Folgen hat: Massenmörder pflanzen sich fort, weil manche Frauen auf so etwas stehen, gezielt berühmte Verbrecher anschreiben, und männliche Jugendliche sind desorientiert, weil braves lernen und arbeiten oft Einsamkeit bedeutet, viele Mädchen eher ziemlich antisoziale Typen interessanter fänden als “langweilige” Typen, die lernen, arbeiten und sich “anständig” verhalten.

Für einen Ausgleich bräuchte es wichtige Aufgaben und Befugnisse für Männer.

“Die menschlich universelle Ergänzung ” soll demnach ein Strukturprinzip für Gesellschaft sein.Nichtvorhandensein der Ergänzung führt zur Disfunktionalität.

Männer müssten essentielle Aufgaben übernehmen, die Frauen verwehrt sind. Diese Aufgaben sind auf der anderen Seite von den meisten Männern zu bewerkstelligen. Frauen sind auf die Lösung der Aufgaben angewiesen. Alle Männer können diese Lösung gleich gut anbieten, was den Selektionsdruck nimmt.

Ein Beispiel für die Realisierung dieser Ergänzung wäre der Einkommen erzielende Mann und die nicht-arbeitende Frau, die auf die Lösung dieser Aufgabe angewiesen ist.

Im Neoliberalismus wird jede Arbeitskraft geschluckt und verdaut. Viele Frauen wollen arbeiten und Einkommen erziehlen. Die ungleiche und zum großen Teil nachteilige Einkommensverteilung bei den Männern bevorteilt den wirtschaftlich Erfolgreichen.
Über das Einkommen lässt sich die universelle Ergänzung also nur zum Teil erzielen.

Was wäre eine zeitgemäße Ergänzung? Was wäre wichtig und trotzdem für jeden Mann gleich gut realisierbar? Mir fallen nur Traditionen ein, die einen so großen symbolischen Wert für alle Beteiligten haben und die so verteilt sind, dass Männer etwas zum Tauschen haben. Keine Idee, was das sein könnte.

Maustaste falsch erwischt, und längere Antwort komplett weg – das liegt daran, daß graphische Spielereien derzeit wichtiger sind als Funktionalität, sonst könnte man einfach eine Seite zurückgehen. 😉

@quellwerk,

“„Die menschlich universelle Ergänzung “ soll demnach ein Strukturprinzip für Gesellschaft sein.Nichtvorhandensein der Ergänzung führt zur Disfunktionalität.”

Genau so ist es.

Die westliche Zivilisation ist allerdings kein gutes Beispiel für diese menschliche Universalie, weil die Ergänzung seit langem nur noch rudimentär vorhanden ist und daher schlecht funktioniert hat. Die Hausfrauenehe ist keineswegs so “traditionell” wie es uns heute erscheint, sondern ein Zerfallsprodukt einer angeschlagenen Kultur.

Wir dürfen uns nicht nur auf das ökonomische beschränken. Aufgaben und Bereiche für Männer werden nicht nur ökonomisch gebraucht. Ja, menschlicher Tausch ist sogar viel bedeutungsvoller als rein ökonomischer.

Wie sich über Ethnologie in Kulturen außerhalb des Abendlandes studieren läßt, gab es ursprünglich einen Tausch zwischen den Geschlechtern, nicht nur Mann und Frau, sondern Gruppen oder Teilgruppen von Männern mit Gruppen oder Teilgruppen von Frauen. Viele Dinge wurden nicht ökonomisch (“kapitalistisch”, durch Erwerb) geregelt, sondern durch Gegenseitigkeit.

Dies ist wichtig. Die Gegenseitigkeit bezieht Menschen aufeinander, läßt sie füreinander verantwortlich werden und echte Gefühle entstehen. Solche Gefühle sind nicht, wie heute, eine Forderung an andere, sondern Anteilnahme. Am wirksamsten ist es, wenn das nicht nur eine Familie betrifft, sondern der Tausch größere Gruppen von Menschen auch außerhalb der Familie miteinander verbindet.

In der Urzeit gab es (vereinfacht, aber im Prinzip gültig) einen Tausch von Fleisch, das Männer in Gruppen jagten mit Pflanzen, die Frauen in Gruppen sammelten. Der Tausch verbindet beide schon auf Gruppenebene. Dadurch ist auch für unverpaarte Menschen gesorgt. Der Tausch hilft ebenso bei der Partnerwahl. “Kultur und Geschlecht” zitiert einen Stamm, bei dem die Gabe von Honig, der von Männern in gefährlichen Höhen von Urwaldbäumen direkt aus Bienennestern geholt wurde, als Vorstufe einer intimen Beziehung galt.

Ein solcher Tausch ist menschlich bereichernder als ein System, bei dem wie heute alles grundsätzlich gegen Geld gekauft wird. Geld hat keinen seelischen Wert. Gaben eines Geschlechts an das anderen besitzen dagegen seelischen Wert.

So gut und wichtig das ist, hilft es nur geringfügig gegen weibliche Dominanz. Denn beide Geschlechter tauschen ja Waren. Dieser Tausch ist annähernd im Gleichgewicht, es sei denn, die männlichen Gaben sind wertvoller, weil härter erarbeitet. Aber auch das würde Dominanz durch sexuelle Selektion, Geburt u.s.w. nur geringfügig dämpfen.

Wir brauchen daher zusätzlich männliche Bereiche der Verantwortung und Macht, die als Gegengewicht gegen weibliche Wahlmacht taugen. Diese Bereiche müssen für Frauen tabu sein. Das ist keine vermeintliche “Unterdrückung von Frauen”, sondern nötig um reale Unterdrückung von Männern, z.B. durch sexuelle und soziale Selektion, aufzuheben. Im Gefolge feministischer Wellen wurde das genau verkehrt herum gedeutet.

Daher hatten in wohl so ziemlich allen gut funktionierenden Gesellschaften Männer eigene Bereiche, in denen sie Dinge regeln zum Wohle aller. Feministischer Sturm gegen diese Bereiche hat keinesfalls wie behauptet Gleichheit geschaffen, sondern weibliche Dominanz über das natürliche Maß hinaus verstärkt und ein enormes, zuvor unbekanntes Ungleichgewicht geschaffen.

Die Arbeitsteilung hat sich aus geschlechtlicher Arbeitsteilung entwickelt (siehe “Kultur und Geschlecht”, z.B: Durkheim u.a.), und die geschlechtliche Arbeitsteilung hat sich zusammen mit den Hominiden entwickelt, war Teil der Menschwerdung, wenn nicht sogar eine treibende Kraft. Die derzeit laufende Kulturrevolution war auch deshalb keine gute Idee.

Weibliche Dominanz wurde von allen feministischen Wellen übersteigert statt aufgehoben, auch von der ersten Welle bereits. Heute wird überall “Gewalt gegen Frauen” gewittert, wenn eine Frau nur flirtend angeschaut wird. Das ist, wie beim Feminismus üblich, radikales Gegenteil der Tatsachen. Männer sind es, die durch sexuelle Selektion von Ausschluß bedroht sind, was eine äußerst folgenreiche seelische, sexuelle und soziale Gewalt ist. Erst müssen wir das begreifen, unser Bewußtsein ändern. Dann können wir Formen schaffen, die den Druck auf männliche Verlierer mindern. Dazu habe ich weitere Ideen, für die es heute aber verfrüht. Die Zeit dieser Ideen ist noch nicht gekommen. 😉

Sehr anregend das Gespräch mit dir. Ich verdaue jetzt mal. Schönen Abend und Gruß aus Hamburg.

Grüße zurück in die Hansestadt.

Vorhin fehlte noch ein Gedanke – der Absatz verschwand mit dem Mausklick. 😉

Die Hausfrauenehe hat noch einen zweiten Nachteil. Einerseits hat Technologie die Aufgaben zu Hause verringert, nicht genug übrig gelassen. Nicht nur dadurch entsteht Langeweile, sondern auch durch Alleinsein zu Hause. Die Großfamilien, bis vor kurzem in Asien noch gut zu sehen, taten eine Menge gemeinsam. Oft wurden weibliche Tätigkeiten wie Waschen gemeinsam unter Nachbarinnen oder Freundinnen erledigt, umgeben von ihren spielenden Kindern, die im Fluß badeten, wo auch gewaschen wurde. Das ganze war ein geselliges Beisammensein, mehr Kaffeeklatsch mit Freundinnen und Kindern als “entfremdete Arbeit”.

Wenn es funktionieren soll, braucht es solch einen sozialen Hintergrund für Frauen.

Nun zu den Männern. Für sie ist ein Problem der Hausfrauenehe, daß bei einer Trennung jemand für die Frau sorgen muß. In traditioneller Welt mochten Elternhaus der Frau und ihre biologischen Verwandten zuständig sein. Bei uns wird das jedoch kaum funktionieren. Eine Lücke dürfte entstehen, und der Staat keine Veranlassung sehen, Männer aus ihrer Zwangszahlknechtschaft durch Unterhalt und Alimente zu erlassen. Seit den feministischen Rachegesetzen ist die traditionelle Ehe ein totes Modell.

Daher ist das andere Modell vorzuziehen, das auch das tatsächlich “traditionelle” ist.

Die wirtschaftliche Ausbeutung des Mannes, u.a. durch Unterhalt und Alimente, muß auch beendet werden. Sonst nützen alle anderen Versuche, über ein Gegengewicht ein Gleichgewicht zu schaffen, nicht wirklich.

@AlterKnabe,

Interessante Anmerkung.

Um frei denken zu können, ist es wichtig, anerzogene Schuldgefühle abzustreifen. Du bist nicht zynisch, und ich bin es auch nicht.

Je größer ein Ungleichgewicht, desto destruktiver die freigesetzten Kräfte. Es ist daher gut zu wissen, wann Kräfte destruktiv wurden – und wieso. Die Prohibition war eine schlechte, folgenreiche Sache.

Wenn von entwurzelten Menschen abgesehen wird, um die andere sich kümmern sollten, haben Vorschriften von Sittenwächtern auch eine Beschränkung der Freiheit zur Folge. Es gab Stimmen im 19. Jahrhundert, die befürchteten, als nächstes könnten Kneipen verboten werden, und daher keine Alternative mehr dazu verbleiben, Abende zu Hause zu verbringen – viel mehr Möglichkeiten gab es damals (für einfache Leute) kaum.

Zur Abschaffung weiblicher Dominianzfelder: in Bezug auf die Selektion kann dies nur bedeuten, dass die weibliche Wahlfreiheit eingeschränkt wird oder die Wahlfreiheit der Männer erhöht wird.

a.
Die Einschränkung weibliche Selektion wird traditionell durch einen festen patriarchalen Rahmen, in dem der Frau ein Mann zugeteilt wird, umgesetzt. Eine andere Möglichkeit ist, die Kosten einer unbeschränkten Selektion für die Frau zu erhöhen. Unbeschränkte Selektion wird dadurch befördert, dass Frauen die Folgen ihrer Selektionsentscheidungen nicht tragen müssen. Sich einen alpha-Mann auszusuchen, der sich in der Beziehung nicht engagiert, muss Kosten haben. Auch die negative Selektion, nämlich keinen Mann zu wählen (und Kinder zu haben) muss Folgekosten haben. Dies würde die freie Selektion der Frauen einschränken.

b.
Die Erweiterung der männlichen Selektion.
Da fällt mir kaum was ein. Wie soll das gehen? Wie kann ein mit wenig Ressourcen ausgestatteter Mann eine stärkeres Zugriffsrecht auf Frauen haben? Aber genau das müsste ja passieren, um die unterschiedliche Machtverteilung in der Selektion auszugleichen.

Ein restriktives Zeitfenster (frühe Bindung, nicht erst mit 30 oder 40), innerhalb dessen Männer und Frauen unbeschränkte Selektion haben, bei dessen Ende aber eine Wahl getroffen werden muss, hätte eine ausgleichende Wirkung auf das Machtgefällte bei der Selektion.

Schade, dass ich gerade in Zeitnot bin.

Bezüglich der weiblichen Selektion müsste man soziale Ist-Zustände ändern. Frauen haben zu starken leistungsunabhängigen Zugriff auf Ressourcen. Wie man dies genau handhaben kann: Ich werde darüber nachsinnen…

Wie gesagt: Momentan ist die große Zeitnot ausgebrochen.

Veränderung des sozialen Ist-Zustandes: mit Zwang kommt man hier wohl nicht weiter. Viel Männer und Frauen finden keinen Partner, bekommen keine Kinder. Die wären froh, gäbe es eine Wiederbelebugn von Ritualen, Traditionen, die die unterschiedlichen Interessen von Frauen und Männer ausgleichen. Man müsste paradoxer Weise wissenschaftlich-rational die Enführung von unmittelbar gelebten (nicht reflektierten) Traditionen propagieren. Wäre ungefähr so, als würde man den Glauben an Gott wissenschaftlich begründen. Tricky.

Guter Gedanke. “Kultur und Geschlecht” argumentiert so in Kapitel 4. Kulturelle Ergänzung bezieht beide Geschlechter aufeinander. Das ist nicht nur eine menschliche Universalie, angeborene Fähigkeit wie Sprache, sondern auch wichtig und hilfreich.

Geeignete Partner zu finden wird dadurch erleichtert. Die Tätigkeit füreinander läßt Gefühle und Verantwortung reifen.

Ein Mangel an Ritualen macht krank und unglücklich. Es wird tatsächlich darauf hinauslaufen, eine Kultur neu wiederaufzubauen, aber nicht unbedingt die der jüngeren Vergangenheit des Westens, die gescheitert ist und feministischen Wellen nicht standhielt.

Einschränktung der Reproduktionsrechte der Frau oder Erweiterung der Reproduktionsrechte des Mannes.

Angleichung durch

a. beiderseitige Erhöhung der Wahlfreiheit:

Wenn die Frau ihre Kind abtreiben kann, dann soll der Mann das Recht haben, die Verantwortung für das Kind abzulehen. Das bedeutet, dass sich Frauen die Männer aussuchen, auf die Verlass ist -> Einschränkung ihre weiblichen Selektionsmacht

b. beiderseitige Einschränkung der Wahlfreiheit

Weder die Frau kann abrtreiben, noch der Mann sich der Verantwortung entziehen. Gleichstand. Beide haben gleiche Rechte am Kind. Wenn einer sich trennt, muss er Gründe vorweisen, sonst verliert er das Recht am Kind.

Gut. Logisch und korrekt. Entweder können Mann und Frau Abtreibung wählen, oder beide können es nicht. Ansonsten wäre es ungerecht, auf Mann und Frau bezogen.

Abtreibungsgegner könnten einwenden, der bereits lebende, lernfähige und fühlende Fötus würde nicht gefragt.

Vor kurzen habe ich Wendy McEnroy wieder entdeckt. Wendy deutet darauf hin das die Befreiung der Sklaven in Amerika in der Hauptsache durch Frauen, genau gesagt durch die Frauenbewegung, erreicht wurde. Ein anderes Thema bei dem Frauen, trotz mangelnden Wahlrecht, sehr erfolgreich waren, waren die damaligen “Temperance Societies”. In den Film Halleluja Trail werden sie ganz herrlich durch den Kakao gezogen, aber die Tatsache bleibt, das es ein Problem in dem 19. Jahrhundert gab, Fabriken benötigten viel mehr Handwerker wie vorher normal waren und zweitens waren viele junge Männer unterwegs die die Landwirtschaft verlassen hatten und in der Industrie ein neues Leben suchten. Viele davon kamen unter die Räder, dadurch das sie sich die Unterkünfte nicht erlauben konnten, oder beim Wirt lebten und jede freie Minute in der Gastube verbrachten. Die Temperance Societies, wirkten dem entgegen und ganz anders wie die Fraueninitiative Heute, erreichten sie viel positives, die YMCA könnte man als die letzte überlebende Temperance Society bezeichnen, auch das Kolping Institut in Deutschland wurde durch ihnen inspiriert.

Sie boten als Alternative zum Trinken, Sport und Kultur an, Basketball und Volleyball wurden in den 1830er Jahren erfunden, es zu ermöglichen, für junge Männer, in relativ kleinen Hallen sportliche Veranstaltungen zu organisieren. Nachdem Frauen in Amerika 1919 das Wahlrecht bekamen, war eines der ersten Gesetze die sie durch setzten, der Alkoholverbot, die Prohibition. Als Franklin D. Rooseveld das Verbot 1933 aufhob, war der Alkoholkonsum pro Kopf im USA bedeutend höher als er 1919 gewesen ist, gleichzeitig hatte eine vorher kaum bekannte Organisation, die Mafia, durch Kriminalität eine Macht erreicht die bis Heute anhält.

Vergleicht man was durch den Staat erreicht wurde, den Alkoholkonsum zu drosseln, mit dem was freiwillige Aktionen die Frauen mit ihren Naturtalent zur Organisation und Networking erreicht haben, könnte man schließen das die Welt ohne Frauenwahlrecht ein besserer Platz war. Das ist natürlich Zynisch, trotzdem, während unsere Gesellschaft schrittweise im Namen der Gleichgerechtigkeit vernichtet wird, könnten Frauen, einen Bärendienst leisten indem sie durch private Initiative den Problemen der Gesellschaft gegen wirken. Vielleicht ist das auch ein Anhaltspunkt.

Institutionalisierte Interessenvertretung für Frauen sind schädlich für das Gemeinwohl?

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