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Noichl-Report 2015 – Gleichstellung der Geschlechter – Forderungen: Was, wie, woher?

Buch - Totenkopf - NICHT-Feminist

Noichl-Report 2015 – Gleichstellung der Geschlechter

– Forderungen: Was, wie, woher?

Im ersten Teil habe ich über das vermittelte Frauen- und das vermittelte Männerbild geschrieben. Heute hier die Fortsetzung. Das betreffende Dokument „Noichl-Report“ ist als PDF  und als doc verfügbar.

Noichl-Report 2015 – Gleichstellung der Geschlechter – Forderungen: Was, wie, woher?

Der Mann gilt ausschließlich als Täter und die Frau ist das grundsätzliche Opfer. Im Bericht selbst wird der Begriff „Patriarchat“ zwar nicht verwendet, es ist aber deutlich, dass die Vorstellung von einem Patriarchat hinter jeder einzelnen Forderung, die sich aus den vermittelten Geschlechterbildern entwickelt, steht.

Vielleicht ist es der Autorin des Berichts – Maria Noichl – bewusst, dass es ein Patriarchat nicht gibt und dass man den Begriff offiziell daher nicht verwenden sollte. In der Öffentlichkeitsarbeit der Feministen wird es nach wie vor selbstverständlich verwendet ohne überhaupt eine Legitimation als Argumentationsmittel zu haben. Das Patriarchat ist eine reine, schnell widerlegte Hypothese.

Dennoch schwebt der Gedanken eines Patriarchats über dem Bericht – die Frau als Opfer muss gegen den Mann geschützt werden.

Kurz zu Maria Noichl:

Sie ist Mitglied des Ausschusses für Landwirtschaft und ländliche Entwicklung, des Ausschusses für die Rechte der Frau und die Gleichstellung der Geschlechter, sowie stellvertretendes Mitglied im Ausschuss für Verkehr und Tourismus

Kommen wir zu dem „Was“.

Was fordert der EU-Bericht für die Frauen?

Die Liste ist lang, ich werde nur einige Beispiele nennen. Die Liste für die Männer ist kürzer. Gibt es Forderungen für die Männer, steckt indirekt ein Ziel für die Frau dahinter. Wenn z. B. das Recht auf Elternzeit für Männer gefordert wird, geht es nicht darum, dem Mann Zeit für das Kind, sondern der Frau bessere Karierremöglichkeiten zu verschaffen. Es gibt nicht umsonst die Aussage einer Politikerin der Grünen, man wolle Männer am Herd und Frauen in der Arbeit.

Eine immer wiederkehrende Forderung ist es, die Gewalt gegen Frauen zu bekämpfen:

…ein gewaltfreies Leben eine Voraussetzung für vollständige gesellschaftliche Teilhabe darstellt und wirkungsvolle Maßnahmen ergriffen werden müssen, um gegen Frauen  gerichtete Gewalt zu bekämpfen;

Im ganzen Bericht findet 33 Mal auf 42 Seiten „Gewalt gegen Frauen“ statt. Ich habe es im ersten Teil bereits erwähnt. Gewalt gegen Männer ist dem Bericht fremd. Es ist aber ein offenes Geheimnis, dass die meiste Gewalt gegen Männer ausgeübt wird. Gewaltopfer sind zumeist Männer.
Der Bericht zur „Gleichstellung der Geschlechter“ verschweigt die Gewalt gegen Männer  komplett.

Gewalt gegen Frauen und Mädchen ist eine schwerwiegende Verletzung der Menschenrechte. Sie ist gleichzeitig ein Ausdruck der Ungleichheit zwischen den Geschlechtern, die wiederum Konsequenzen in Bezug auf die tatsächliche Gleichstellung hat.

Warum wird hier hervorgehoben, dass Gewalt gegen Frauen und Mädchen eine schwerwiegende Verletzung der Menschenrechte und gleichzeitig ein Ausdruck der Ungleichheit der Geschlechter ist? Diese Ungleichheit wird hier erst durch den Feminismus geschaffen, indem man die Gewalt gegen Frauen als schwerwiegende Menschenrechtsverletzung definiert, die Gewalt gegen Männer aber nicht. Die  Unterteilung der Menschenrechte hat im Feminismus einen hohen Stellenwert.

„in der Erwägung, dass Gewalt gegen Frauen unabhängig davon, ob es sich um körperliche, sexuelle oder psychische Gewalt handelt, eines der größten Hindernisse für die Gleichstellung von Frauen und Männern ist und, obwohl es sich bei ihr um eine der am seltensten angezeigten Straftaten handelt, dennoch weiterhin die am weitesten verbreitete Menschenrechtsverletzung ist,“

Mit dem Nebensatz, „obwohl es sich bei ihr um eine der am seltensten angezeigten Straftaten handelt„, verhindert man, dass Statstiken wie die obige herangezogen werden, man spricht schließend von Straftaten aus dem „dunklen Feld“. Man spricht von Straftaten, die nicht in die Statistik einfließen, weil sie nicht zur Anzeige gebracht werden: Es gibt also ganz viele weibliche Mord- und Gewaltopfer, sie bleiben halt im Dunklen. Im Artikel geht man sogar weiter und spricht an einigen Stellen von einem „Genderzid“. Dieser Genderzid – der Mord nach Geschlecht – betrifft ebenfalls nur Frauen.

…und zur Beseitigung aller Formen geschlechtsspezifischer Gewalt, einschließlich der weiblichen Genitalverstümmelung, von Kinder-, Früh- und Zwangsehen, Genderzid, Zwangssterilisation und Vergewaltigung in der Ehe, zu erhalten;

Sämtliche der genannten Formen der Gewalt stehen in der EU unter Strafe. Nun kenne ich nicht die einzelnen Strafrechtsysteme der einzelnen Länder, ich gehe aber positiv davon aus, dass es so ist.

Zwangsehen sind auch für die männlichen Beteiligten so gut wie nie freiwillig.

Genderzid ist ein feministisch erfundener Begriff. Weltweit sterben mehr Männer in Kriegssituationen, unter Folter, in unerträglicher Arbeit u. v. m. Aus nicht-feministischen Mund hört man in diesen Belangen nichts von wegen „Genderzid“. Vielleicht weil der nicht-feministische Mensch den Blick auf den Mensch legt und nicht auf das Geschlecht. Ein Opfer ist ein Opfer – es muss etwas unternommen werden, egal welches Geschlecht dieser Mensch hat. Gendern ist Mist und nicht humanistisch. Feminismus ist nicht humanistisch.

…dass es unbedingt erforderlich ist, die Geschlechterperspektive in alle Bestandteile von Programmen zur Ernährungssicherung aufzunehmen, da 80 % der Landwirtschaft in Afrika von Frauen betrieben wird;

Nehmen wir einmal an, diese Aussage stimmt. Ich habe sie nicht überprüft, wieso muss deshalb die Geschlechterperspektive in Programmen zur Ernährungssicherung aufgenommen werden? Männer werden in der Zwischenzeit bestimmt nicht in der Hängematte liegen und sich die Sonne auf den Pelz brennen lassen.

Wo soll diese Geschlechterperspektive in Programmen zur Ernährungssicherung hinführen? Dass Frauen ein größeres Anrecht auf Ernährungssicherung haben? Ich nehme an, dass die Energieversorgung zum größten Teil von Männern vorgenommen wird. Müssen wir jetzt in Sachen Energie bezüglich der Versorgung dann auch eine Geschlechterperspektive einführen? Auch hier gilt wieder: Es wird keine humanistische, sondern eine feministische Perspektive eingenommen. Diese Perspektive ist allerdings schädlich für eine Gesellschschaft, in der Menschen gemeinsam leben und sich ergänzen wollen/sollen und nicht nach Geschlecht unterschieden werden soll, wenn es sich für das eine auf feministischer Sicht zum Vorteil erweist.

Warum die Landwirtschaft in Afrika Einzug in einen Bericht der EU zur Gleichstellung der Geschlechter hält, deutet sich mir nicht ansatzweise an.

…fordert die Kommission nachdrücklich auf, anzuerkennen, dass mit der Positionierung von Mädchen an der Spitze der globalen Entwicklung die Rahmenbedingungen dafür geschaffen werden, dass die Menschenrechte von Mädchen geachtet, gefördert und eingehalten werden, und fordert, die „Girl Declaration“ und ihre Ziele in den Mittelpunkt der Strategie für die Gleichstellung der Geschlechter nach 2015 zu stellen;

Ich lese hier:

  • Positionierung von Mädchen an der Spitze der globalen Entwicklung
  • Menschenrechte von Mädchen sollen geachtet werden
  • die „Girl Declaration“ und ihre Ziele in den Mittelpunkt der Strategie für die Gleichstellung der Geschlechter nach 2015 zu stellen

Eine schöne Gleichstellung ist das, wenn Mädchen an die Spitze einer globalen Entwicklung gestellt werden – an der Spitze kann nur einer stehen, das war es dann mit Gleichstellung. Mädchen werden also schon einmal über die Jungs gestellt. Die Menschenrechte von Mädchen sollen geachtet werden – es wird tatsächlich durch den Feminismus eine Unterscheidung von Menschenrechte für das weibliche Geschlecht und Menschenrechte für das männliche Geschlecht, von denen hier im EU-Bericht niemals die Rede ist, vorgenommen.

Nochmal zu Erinnerung, die „offizielle“ Definition des Feminismus:

Feminismus (abgeleitet von französisch féminisme) bezeichnet sowohl eine akademische als auch eine politische Bewegung, die für Gleichberechtigung, Menschenwürde, die Selbstbestimmung von Frauen sowie das Ende aller Formen von Sexismus eintritt.

Was ist es anderes als Sexismus, wenn zwischen Menschenrechte für das männliche und das weibliche Geschlecht unterschieden wird? Feminismus kämpft nicht gegen Sexismus. Feminismus ist Sexismus in seiner reinster Form:

  • Die Ernährung soll nach Geschlecht aufgeteilt werden,
  • die Menschenrechte werden aufgeteilt,
  • sprachlich trennt man die Geschlechter durch das Gendern sowieso usw.

– wer will ernsthaft behaupten, dass der Feminismus gegen Sexismus kämpft? Die Gleichberechtigung wird im vorliegenden Bericht auch deutlich: Die Frau ist gleicher und braucht daher ihre Rechte. Das ist Gleichberechtigung, wenn man dem Feminismus folgt.

Die „weibliche Genitalverstümmelung“ findet immer wieder Erwähnung. Sie soll als Asylgrund akzeptiert werden. Auch wenn es wie eine ständige Litanei klingt: Männer werden auch genital verstümmelt. In Deutschland wurde die Beschneidung von Jungs gesetzlich legal gehalten, während die Strafen für die weibliche Beschneidung verschärft wurden. Gleichberechtigung stelle ich mir anders vor. Hier wird Jungs das unbedingte Recht auf einen unversehrten Körper verwehrt. Der feministische Bericht der EU spricht jedenfalls ausschließlich von der „weiblichen Genitalverstümmelung„. Ein Mann, der sich Sorge um die Funktionsfähigkeit seines Penis und seiner Psyche macht, kann dies im Gegensatz zur Frau nicht als Asylgrund angeben, wenn es nach diesem Bericht geht. Auch an dieser Stelle dürfen wir uns gerne an die oft zitierte Definition des Feminismus erinnern.

…fordert die Kommission auf, geschlechtsspezifische Daten zu sammeln, um eine Folgenabschätzung für Frauen in den Bereichen Klima-, Umwelt- und Energiepolitik durchzuführen;

Hier geht es wieder einzig allein um das Opferabo der Frau aus feministischer Sicht. Das Zitat von Hillary Clinton bezüglich der Hauptopfer von Kriegen ist hinlänglich bekannt. Diese Forderung haut in dieselbe Kerbe.

Ich muss jetzt den Frauen leider eine Wahrheit verkünden, die den meisten nicht schmecken wird:

Der Feminismus möchte alle Frauen in Vollzeitstellen bekommen. Diese Erfahrung habe ich auf der Veranstaltung der Bundeszentrale für politische Bildung gemacht und dies wird auch ausdrücklich hier gesagt:

Derzeit sind laut Angaben der Europäischen Kommission 74,2 % der Männer, aber nur 62,5 % der Frauen erwerbstätig. Die tatsächliche Gleichstellung auf dem Arbeitsmarkt ist also nach wie vor nicht erreicht….
…Oftmals sind Frauen in Teilzeit beschäftigt, wobei Vollzeit gewünscht wäre; sie sind außerdem nach wie vor für die meiste Haus- und Betreuungsarbeit zuständig. Dies lässt ihnen weniger Zeit, einer anderen Erwerbstätigkeit nachzugehen

Zum Thema Betreuungs- und Hausarbeit könnte man allerdings auch umgekehrt und realistischer folgern, dass Frauen diese Tätigkeiten oft ausführen, weil sie eben keine Vollzeittätigkeit ausführen oder sie leichter in Teilzeit wechseln können als Männer. Die umgekehrte Schlussfolgerung aber ist aus feministischer Perspektive natürlich besser. Eine Umfrage unter Frauen, wie gerne sie sich eine Vollzeittätigkeit wünschen, wäre interessant. Ich denke, dass der Feminismus Frauen in keinster Weise vertritt.

Wenn von Arbeit gesprochen wird, dann muss feministisch auch spätestens nach zweimal atmen der Begriff der Gläsernen Decken kommen:

Die Möglichkeit des Einflusses und die Veränderung der Strukturen der Gesellschaft sind durch die fehlende Teilhabe von Frauen an Entscheidungsprozessen, eine Auswirkung der Gläsernen Decke, enorm begrenzt.

Feministen arbeiten gerne mit Begriffen, die entweder völlig unbelegt oder aber nicht nachweisbar sind. Gläserne Decken kann man nicht nachweisen, sie sind schließlich unsichtbar. Der Effekt der unsichtbaren Decken ist aber enorm. „Enorm begrenzend“ – Ich frage mich nur, wenn die Feministen mit dieser Rhetorik auf das Glatteis zu führen gedenken. Ach so, der gemeine Politiker scheint in dieser Beziehung ein wenig schlicht zu sein.

Ich würde dem gemeinen Politiker an dieser Stelle gerne die Chancen auf dem Arbeitsmarkt zurufen, die man als alleinerziehender Vater hat, wenn man auf eine Teilzeitstelle angewiesen ist. Teilzeitstellen sind zumeist für Frauen vorgesehen. Entschuldigung: Hier geht es doch um die Gleichstellung der Frau, also um die Überberechtigung.

Im Zusammenhang mit Gläsernen Decken wird natürlich auch von einer Lohnungleichheit und anderen Benachteiligungen für Frauen auf dem Arbeitsmarkt gesprochen. Es hört sich immer so an, als gäbe es geschlechtsbezogene Tarifverträge. Die gibt es aber nicht. Da über diese Themen genug Worte verloren worden sind, gehe ich nicht im Detail darauf ein.

Um aber fair zu bleiben: Wenigstens einmal werden die Interessen des Mannes angedeutet, ohne dass ein indirekter Nutzen für die Frau zu sehen ist:

Des Weiteren ist es wichtig, die Hintergründe für die unterschiedliche Lebenserwartung von Frauen und Männern zu beleuchten. Eine geschlechtergerechte Forschung kann dazu beitragen, den Einfluss der Geschlechtsrolle auf die Gesundheit sichtbar zu machen und zu verändern.

Es wirkt so als würde den unterschiedlichen Lebenswerwartungen von Mann und Frau Sorge getragen. In diesem Fall ist es eindeutig so, dass der Mann eine um ca. 5 Jahre kürzere Lebenswerwartung als die Frau hat. Ist das an dieser Stelle tatsächlich gemeint, dass man dieser Tatsache auf den Grund gehen will? Wenn man sich durch das Dokument gekämpft hat, wagt man es kaum zu glauben.

Erneut auffällig wird in diesem Artikel, dass viele Forderungen, die immer wieder wiederholt werden sexueller Natur sind. So wird immer wieder „sichere und legale Abtreibung„, der „Zugang zu Verhütungsmitteln“ und die Herausnahme von Transsexualität aus dem Katalog der psychischen Störungen gefordert. Was genau mit „sicherer und legaler Abtreibung“ gemeint ist, da die Abtreibung in Europa gesetzlich geregelt und nach diesen Regelungen durchaus erlaubt ist, wäre interessant zu wissen.

„Für ein verantwortungsvolles und sicheres Sexualleben muss jedoch der Zugang zu Information und Vorsorge sowie zu sicherer, effektiver und erschwinglicher Verhütung, sicherer und legaler Abtreibung und Sterilisation sowie die Unterstützung bei Adoption gesichert sein.

Was wiederum meint hier „Unterstützung bei Adoption„? Das lässt sich nur erraten. Ist damit gemeint, die Adoptionsfreigabe bei ungewollter Schwangerschaft trotz Verhütung und der Möglichkeit zu „sicherer und legaler Abtreibung“ zu vereinfachen?

Es geht zudem um die Entwicklung von EU-weiter Programme und Modelle zur Sexualerziehung „junger Menschen“.

…fordert die Kommission angesichts der Bedeutung der sexuellen und reproduktiven Rechte auf, Modelle für bewährte Verfahren für die Sexualerziehung junger Menschen in ganz Europa zu entwickeln;

Da sich der Feminismus wechselseitig an der WHO orientiert, die eine Sexualerziehung ab der Geburt fordert, ist man ganz schnell bei den oft kritisierten Bildungsplänen in Deutschland, die dann durch Modelle der EU endgültig Durchsetzung erfahren könnten. Allerdings ist es noch nicht so weit, dass die EU hier direkten Einfluss üben könnte. Die Forderung an sich, über die EU Einfluss auf die Sexualerziehung der Länder haben zu müssen, ist schon sehr anmaßend.

„59. fordert die Kommission auf, bei den Mitgliedstaaten anzuregen, die (medizinische) Unterstützung von Fruchtbarkeit zu fördern und der Diskriminierung beim Zugang zu Fruchtbarkeitsbehandlungen und assistierter Reproduktion ein Ende zu setzen; betont in diesem Zusammenhang auch, dass es wichtig ist, Adoptionen zu unterstützen, und dass Kinder ein Recht haben, ihre Eltern zu kennen;“

Die Diskriminierung beim Zugang zu Fruchtbarkeitsbehandlungen – da im Dokument mehrfach von LGBTI-Personen die Rede ist, ist anzunehmen, dass hier die Möglichkeiten zur Fortpflanzung für diesen Personenkreis gemeint sind. Die Biologie des Menschen soll endgültig übergangen werden.

Die Forderung, dass Kinder ein Recht haben sollen, ihre Eltern zu kennen ist löblich, findet aber bestimmt wieder seine Grenzen bei den Rechten der Frau. In Deutschland werden zumindest die Rufe nach einem automatischen Vaterschaftstest unmittelbar nach der Geburt laut, damit Kinder auch die Chance haben ihren wirklichen Vater zu kennen. Von Feministen wird dies zumeist mit den Hinweisen auf die Privatsphäre der Mutter abgelehnt. Das Recht der Mutter steht im Feminismus über dem Recht des Kindes.

Artikel zu diesem Thema findet man im kuckucksvater-blog. Ein Interview mit dem Macher des Kuckucksvater-Blog ist in der Welt erschienen.

Ebenfalls ein Interview mit dem Macher des Blogs zum Recht der Frau auf Geheimhaltung des Vaters, gibt es in einem Beitrag des ZDF:

Erst kürzlich sorgte ein Urteil des BVerfG für Aufsehen, mit dem das Recht der Mutter auf Geheimhaltung höher bewertet wird, als das Recht des Vaters auf Auskunft. Ist eine Mutter also nicht bereit, den Namen des Erzeugers preiszugeben, bleibt ein Kuckucksvater auf geleisteten Unterhaltszahlungen sitzen. Auch das Kind würde demnach nie erfahren können, wer sein biologischer Vater ist.

Wie?

Das Thema Gender habe ich bereits angesprochen. Ein feministischer Bericht kommt ohne dieses Thema (noch) nicht aus. Der Feminismus stellt allerdings fest, dass sie sich mit dem Genderwahn eine eigene Grube gegraben haben. Man stellt fest, dass sich die „einst politisch nützliche Kategorie Gender“ mittlerweile eher als Belastung für den Feminismus erweist. Politik ist allerdings oft asynchron zu Entwicklungen, daher gibt es im Bericht die Forderungen nach

Gender Mainstreaming

Auch hier gibt es wieder in der Wikipedia eine „schöne“ Definition, die mit der Realität nicht übereinstimmt. Gender Mainstreaming verschafft uns hingegen Frühsexualisierung in der Schule, eine unübersichtliche Anzahl an Geschlechtern und eine Feindschaft gegenüber dem weißen, heterosexuellen Mann, da er als Stereotyp dem Gender Meinstraming diametral gegenübersteht.

Gender Budgeting und

Bedeutet nichts anderes, als Gelder unter den Geschlechtern zunächst nach gleichen Teilen aufzuteilen. Es wird nicht nach benötigten Mitteln gefragt, sondern nach Geschlecht verteilt. Beispiele wären hier z. B. Fördermittel für Männer- und für Frauenfußball. Beide würden nach dem Gender Budgeting die gleichen Mittel erhalten. Dass dies unrealistisch ist und zu einer Bevorzugung von wenig fußballspielenden Frauen gegenüber viel fußballspielenden Männern führt, ist offensichtlich.
Im pelzblog habe ich einmal über Gender Budgeting in Rostock gesprochen. Die Frauenorganisation der SPD war da ganz groß:
Gender Budgeting in der Hansestadt Rostock

Gender Impact Assessment

Ich gebe zu: Ich musste diesen Begriff recherchieren. Hier ist die Politik schneller als z. B. die feministische Wikipedia. Staatsfeminismus und Feminismus liefern sich offenbar ein rennen. Die Bundesministerien haben ein ganzes PDF zu diesem Begriff.

Mit dem Gender Impact Assessment (GIA) ist für den Geschäftsbereich des BMUein Instrument entwickelt worden, das die Einführung des Gender Mainstreaming Ansatzes in die Umweltpolitik unterstützen soll. Dieses GIA soll in einem frühen Stadium der jeweiligen Maßnahme einsetzen. Es zielt durch eine differenziertereBetrachtung von Maßnahmen im Umweltbereich darauf ab, sachgerechtere Lösungen zu finden.

Das Dokument kommt aus dem Umweltministerium, daher streichen wir den Begriff „Umwelt“. Der Begriff ist wohl als Maßnahmenkatalog zum Thema „Gender Mainstreaming“ zu sehen. Immerhin hat mir das Dokument aber einen erneuten Widerspruch in der ganzen Gendertheorie aufgezeigt: Das Dokument spricht davon, dass es keine geschlechtsneutrale Realität gibt. Fordert Gender Mainstreaming aber nicht eine „geschlechtsneutrale Erziehung“?

Diese drei Begriffe werden als durchzusetzende Maßnahmen für die „Gleichstellung der Geschlechter“ gefordert. Gender Mainstreaming aber wurde nie durch das Volk legitimiert. Weder in Deutschland noch in der EU wurde das Volk vor die Wahl gestellt, ob es GM haben will oder nicht.

Die Forderung nach Gender Mainstreaming wird noch lange erhalten bleiben, da zu viele Arbeitsplätze in diesem Bereich künstlich geschaffen worden ist und es um das finanzieller Auskommen vieler feministischer Frauen geht. Die Widersprüchlichkeit von Gender und Feminismus wird dabei mehr schlecht als recht ausgeblendet.

Die weitere Förderung des Daphne-Programms, das ein feministisches Programm gegen Gewalt gegen Kinder, Jugendliche und Frauen ist, und von Frauenrechtsorganisationen wird angemahnt. Anhand der Organsiation Plan – „Sie werden Pate und SIE wird satt“ – kann man sich vorstellen, wie auch das Daphne-Programm fördert, da es ein ausdrücklich feministisches Programm ist.
Auch hier die Litanei: Ich sehe nur die Forderung nach Unterstützung von Frauenrechtsorganisationen. Wenn mir der Begriff der Gleichstellung im Vergleich zur Gleichberechtigung nicht bekannt wäre: Spätestens hier würde ich nachfragen.

Die Vorstellungen über die Gleichstellung der Geschlechter soll den Grenzen der EU keinen Halt machen:

Die Strategie zur Gleichstellung darf sich jedoch nicht nur nach innen richten. Die EU hat die Verpflichtung, dieses Recht auch in ihren Beziehungen zu anderen Ländern immer wieder zu unterstreichen und seine Weiterentwicklung zu unterstützen. Eine Studie von UN Women zeigt, dass durch die Auswirkungen von nicht nachhaltiger Entwicklung die Ungerechtigkeiten zwischen den Geschlechtern intensiviert werden, da Mädchen und Frauen stärker von wirtschaftlichen, sozialen und die Umwelt betreffenden Krisen getroffen werden. Es ist daher wichtig, dass diese speziellen Auswirkungen auf Frauen tiefergreifend untersucht werden.

Die männliche Welt wird dem Feminismus dankbar sein, wenn sie hört, dass Frauen und Mädchen intensiver verhungern oder an Krankheiten sterben als sie selbst.  Obdachlose und männliche Arbeitslose wurden bereits im ersten Teil erwähnt. Es ist mir z. B. auch nicht bekannt. dass in extrem armen Ländern Frauen schlimmer oder anders verhungern als Männer.

Man möchte aber nun diese Erkenntnisse und die frauenbezogenen Programme in die weite Welt tragen. Die politischen Konsequenzen einer EU-Politik, die sich ausschließlich um die Durchsetzung von feministischen Ideen bemüht, ist enorm. Der Feminismus schafft es über die EU in Deutschland Gesetze und Richtlinien zu bestimmen. Was man hier nicht über die Legislative im eigenen Land schafft, wird über die EU importiert. Das macht die Arbeit für so manche feministische Partei hier in unserem Land um so einiges einfacher, wenn Gesetze sowieso irgendwann über EU-Richtlinien umgesetzt werden müssen. Bei Richtlinien, die z. B. Rechte von Vätern betreffen, ist man zwar zurückhaltend, das wird bei feministischen Forderungen allerdings nicht passieren. Zu sehr leiden wir in Deutschland bereits unter dem Staatsfeminismus, als dass man etwas anderes erwarten könnte.

Auch wenn die EU für so manchen als „weit weg“ erscheint, sie ist näher als man glaubt.

Ein Hauptinstrument – wenn nicht sogar das Hauptinstrument – ist die „paritätische Teilhabe von Frauen„. Wahllisten der Grünen und der Linken werden schon auf diese Art besetzt. Paritätisch bedeutet, dass Frauen und Männer zu gleichen Teilen berücksichtigt werden müssen, wenn es um die Besetzung von Positionen in Parteien, Ministerien usw. geht. Hierbei spielt es keine Rolle wie viele Personen eines Geschlechtes in absoluten Zahlen vorhanden sind. So bekommen beispielsweise 30 % weibliche Mitglieder einer Partei mind. 50 Prozent der Positionen in der Partei. Oftmals wird es so formuliert, dass Frauen zu mindestens 50 Prozent berücksichtigt werden müssen. Listen mit kompletter Frauenbesetzung sind möglich, komplette Besetzung einer Liste durch Männer hingegen nicht.

Dieses Instrument wird im Bericht der EU immer wieder gefordert. Zur Abwechslung nennt man es „Reißverschlussprinzip“, gemeint ist aber dasselbe.

Was bedeutet das aber? Es bedeutet, dass es nicht mehr um das Engagement des Einzelnen geht, es geht einzig und allein um das Geschlecht. In den meisten Parteien gibt es mehr Männer als Frauen. Es engagieren sich politisch mehr Männer als Frauen. Männer müssen sich also für die gleiche Anzahl an Positionen gegen viel mehr Konkurrenz durchsetzen als Frauen. Ihr Recht auf eine Position wird also zwangsläufig durch die männliche Konkurrenz eingeschränkt. Ähnlich wird bei der Linken z. B. beim Rederecht verfahren. Männer und Frauen wechseln sich beim Rederecht ab. Leider wollen viele Frauen nichts sagen. Ich habe es auch erlebt, dass Frauen sich zu Wort gemeldet haben und etwas Unbedeutendes erzählt haben, nur um Männern die Redezeit zu nehmen. Das ist gelebte Demokratie, oder nicht?

Woher?

Die Frage woher kann man auf zwei verschiedene Arten stellen:

  • Woher kommt wohl das Geld für die Forderungen?
  • Woher kommen diese Forderungen?

Die Frage, wie sämtliche feministische Forderungen bezahlt werden sollen, da sie auch allesamt keinerlei finanziellen Gewinn bringen, vernachlässige ich an dieser Stelle. Die interessantere Frage, die sich mir stellt, ist die, wie und woher die Ideologie kommt, die zu einem solchen einseitigen Bericht führt.

Hier bekommt man die Hinweise auf die Weltfrauenkonferenz in Peking und das „Übereinkommen von Istanbul„. Die Weltfrauenkonferenz ist eine Tagung von Regierungsvertretern, staatlichen und nichtstaatlichen Frauenorganisationen unter der Schirmherrschaft der Vereinten Nationen auf der Dinge zu Frauenrechten entschieden werden, die keinesfalls bindend sind, aber als nahezu verbindlich durch den Feminismus dargestellt werden. Auf der Weltfrauenkonferenz tagen ausschließlich Frauen. Frauen von Frauenorganisationen, die nichtmals staatlicher Natur sein müssen, bestimmen die Politik von ganz Europa bzw. weltweit. Desweiteren wird eine Ausweitung der EU-Politik im Zusammenhang mit Entwicklungshilfe genannt. Entwicklungshilfe soll an die Durchsetzung von Beschlüssen der Weltfrauenkonferenz gekoppelt sein, was durchaus als erpresserischer Akt zugunsten einer nicht bindenden Konferenz von Frauen zu sehen ist.

Die Weltfrauenkonferenz ist also eine treibende Kraft hinter dem Papier der EU. Das „Übereinkommen von Istanbul“ bzw. die Istanbul-Konvention ist eine weitere Kraft:

Das Übereinkommen des Europarats zur Verhütung und Bekämpfung von Gewalt gegen Frauen und häuslicher Gewalt (Übereinkommen von Istanbul) wurde am 11. Mai 2011 in Istanbul zur Unterzeichnung aufgelegt. Es handelt sich hierbei um das erste europäische Rechtsinstrument zur Schaffung eines umfassenden Rechtsrahmens, der es ermöglicht, Frauen gegen jede Form von Gewalt zu schützen. Es sei darauf hingewiesen, dass das Übereinkommen nicht nur auf Frauen Anwendung findet. Die Vertragsparteien des Übereinkommens werden dazu angehalten, den Schutzrahmen ebenso auf Kinder, Männer und ältere Menschen, die Opfer von häuslicher Gewalt sind, anzuwenden.

Hier wird nur dazu angehalten, die anderen Opfer von häuslicher Gewalt zu berücksichtigen. Es geht primär um weibliche Opfer. Die Bedeutung der Gleichstellung wird immer deutlicher. Das Übereinkommen von Istanbul bezieht sich grundsätzlich ausschließlich auf die Gewalt gegen Frauen und beinhaltet z. B. Forderungen nach Schaffung von Frauenhäusern, psychologische Betreuung der Gewaltopfer usw. Das Übereinkommen vernachlässigt männliche Opfer grundsätzlich.

Desweiteren gibt es die Forderung sich auf die Arbeit des Europäischen Instituts für Gleichstellungsfragen (European Institute for Gender Equality, EIGE) und der Agentur der Europäischen Union für Grundrechte (FRA) zu stützen. Die Besetzung von EIGE besteht aus 18 Frauen und einem Mann. Auch hier ist die feministische Gleichstellung fast erreicht. Es ist allerdings noch ein Mann zu viel in der Besetzung. Es wird auffällig, dass indirekt ausschließlich Frauen die „Gleichstellungspolitik der Geschlechter“ bestimmen.

Eine kritische Stimme kommt allerdings im Bericht kurz zu Wort: Es ist die Stimme von Beatrix vom Storch. In Genderfragen und Fragen zur Gleichberechtigung der Geschlechter ist sie als oftmals einzig kritische Politkerin in der EU bekannt.

Hier ein kurzer Clip von einem Kommentar zu dem hier besprochenen Bericht:


Es wurde bereits über den Bericht in der EU abgestimmt:

Mit knapper Mehrheit haben die Abgeordneten des Europäischen Parlaments heute für eine neue, progressive und umfangreiche Gleichstellungsstrategie nach 2015 gestimmt.

Das Ergebnis war knapp. Leider habe ich die Zahlen nicht mehr gefunden. Hätten die Enthaltungen gegen den Bericht gestimmt, wäre er durchgefallen.

Wenn ich ein Fazit ziehen soll:

Der Bericht ist einseitig sexistisch und vermittelt die seit Jahren vom Feminismus verbreiteten Behauptungen vom gewalttätigen Mann. Es gibt ausschließlich Forderungen nach Förderung der Frau. Der Bericht ist eher schädlich für die Gleichberechtigung. Der Bericht ist ebenso schädlich für die Gleichberechtigung, wie es der Feminismus ist.

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