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Feminismus: Emmeline Pankhurst – Vom Terror zur Ikone

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Feminismus: Emmeline Pankhurst

Vom Terror zur Ikone

Emmeline Pankhurst
(* 14. Juli 1858 in Moss Side, Manchester, England, als Emmeline Goulden; † 14. Juni 1928 in London, England)

Wenn zwei dasselbe tun, ist es immer noch nicht dasselbe. Diese Feststellung ist so alt, wie die Tatsache, dass es biologisch grundsätzlich beim Menschen zunächst einmal zwei Geschlechter gibt. Daher ist es wenig verwunderlich, dass militanter männlicher Terror, patriarchal und böse ist, während weiblicher Terror nötig, angemessen und heldenhaft ist.

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So beginnt der Artikel „Unsere Störenfrieda der Woche: Emmeline Pankhurst“  des feministischen Magazins diestörenfriedas mit den Worten:

“Wenn es für Männer richtig ist, für ihre Freiheit zu kämpfen, ist es auch für Frauen richtig, für ihre Freiheit und die ihrer Kinder zu kämpfen. Dies ist das Glaubensbekenntnis der militanten Frauen Englands”, schrieb Emmeline Pankhurst kampfeslustig.

Damals war es aber so, dass man sein eigenes fehlerhaftes Handeln mit dem Handeln von Männern erklärt hat. Heutzutage werden durch den Feminismus double standards definiert, die dies außer Kraft setzen. Für einen Mann sind sämtliche Dinge, die Feministen mittlerweile ungeniert praktizieren, ein Grund dazu, noch lauter vom bösen Patriarchat zu schreien.

Der Artikel der störenfriedas zumindest beginnt direkt mit einem Zitat über militante Frauen Englands. Emmeline Pankhurst war eine der heutzutage nicht mehr so bekannten Suffragetten.

Der Artikel „Wer waren die Suffragetten?“ aus dem PM-Magazin gibt zudem ebenfalls Auskunft über Emmaline Pankhurst:

Am 19. Februar 1913 zündeten in Walton Hill militante englische Frauenrechtlerinnen eine Bombe am nagelneuen Landhaus des britischen Schatzkanzlers David Lloyd George. Sie wollten ihrer Forderung nach einem Wahlrecht für Frauen Nachdruck verleihen. Die Verantwortung übernahm die 55-jährige Rechts-anwaltswitwe und fünffache Mutter Emmeline Pankhurst. Zehn Jahre zuvor hatte sie mit ihrer Tochter Christabel in Manchester die »National Women’s Social and Political Union« gegründet. Die Frauen nannten sich Suffragetten nach dem lateinischen Wort suffragium (=Wahlrecht).

Sowohl das PM-Magazin als auch die störenfriedas benutzen den Ausdruck militant. Ich würde sogar weiter gehen und es als Terrorismus bezeichnen. Es wurde ein Anschlag auf ein nagelneues Landhaus eines Politikers verübt. Bombananschläge verüben zumeist Terroristen. Mit derlei Aktionen politischen Forderungen „Nachdruck“ zu verleihen, spricht ebenfalls eine sehr deutliche Sprache. Die Begriffe „social“ und „political“ bekommen ganz neue Bedeutungen.

Das terroristische Potential der Suffragetten wird bei PM weiter verdeutlicht:

Emmeline Pankhurst wanderte für den Bombenanschlag hinter Gitter. Dort saßen zu der Zeit schon über 200 Frauen wegen anderer militanter Aktionen für das gleiche Ziel. Die Suffragetten hatten zeitweise 260000 Anhängerinnen. Sie veranstalteten öffentliche Hungerstreiks, ketteten sich an das Parlament, demonstrierten vor dem Buckingham-Palast. Insgesamt acht Mal wurde die streitbare Emmeline inhaftiert.

Als Anmerkung: Männer die 8mal wegen militanter Vergehen inhaftiert werden – gibt es die überhaupt? Gelten solche Männer nicht als gemeingefährlich?

Lesen wir aber weiter bei den friedas:

Der Kampf um Frauenrechte wurde schon früh zu einem wichtigen Betätigungsfeld von Emmeline, die darüber hinaus noch fünf Kinder großzog.

Was hier noch heldenhaft dargestellt wird, ist spätestens seit den 60er Jahren im Feminismus verpönt: Kinder selbst großziehen! Das geht ja gar nicht. Shulamith Firestone z. B. forderte, dass Kinder relativ schnell von den Eltern entfernt werden müssten, sobald sich Kinder über ihre Eltern beschweren. Kinder sollten in ihren Utopien am besten durch Gebärmaschinen auf die Welt kommen und durch eine feministische Kommune erzogen werden. Bei Kate Millett spielte Fortpflanzung gar keine Rolle mehr. Ihr ging es um die Verbreitung von Homosexualität in der Gesellschaft.

Bei E. Pankhurst wird es nun aber herausgehoben. So ist das halt im Feminismus – gerade so, wie man es braucht.

1889 formierte sich unter ihrer Führung die radikale Women’s Franchise League (WFL), die unbeirrt an den Forderungen festhielt. Doch schon bald musste Emmeline feststellen, dass all die Reden und Forderungen ungehört blieben – es kam keine Bewegung in den Kampf um das Frauenwahlrecht.

Hierbei wird verkannt, dass zu dieser Zeit das Wahlrecht auch für den normalen Mann im Volk nicht bestand. In England durften alle Männer erst ab 1918 wählen. Zuvor waren maximal 52 % der Männer wahlberechigt. Daher war es keine Frage nach dem Wahlrecht für die Frau, sondern eher die Frage nach einem allgemeinen Wahlrecht. Dies wird aber immer wieder geschichtlich verklärt dargestellt.

Das Wahlrecht in Deutschland ist ein wenig komplizierter, da zwar Otto von Bismarck relativ früh (1867) ein allgemeines Wahlrecht (nur für Männer) eingeführt hat. Dies allerdings nur im s. g. Norddeutschen Bund, der auch nur 3 Jahre existierte. 1871 wurde mit dem Deutschen Reich zwar das allgemeine Wahlrecht für Männer eingeführt, allerdings gab es in Preußen und anderen Ländern des Reiches diskriminierende Regeln, die das Wahlrecht oft aushebelten.

Daher ist es auch nicht hinreichend, wenn man nur von Kampf der Frauen für ein allgemeines Wahlrecht spricht. Viele Männer waren ebenfalls bis ins Jahr 1918 vom Wahlrecht ausgeschlossen. 1918 wurde das preusische Dreiklassenwahlrecht abgeschafft und das Mindestalter auf 20 Jahre herabgesetzt. Das Frauenwahlrecht wurde eingeführt.

1903, kurz nach dem Tod ihres Ehemannes, gründete sie die Women’s Social and Political Union (WSPU), aus der sich bald der schlagkräftige, militante Flügel der englischen Frauenbewegung entwickeln sollte. Die Frauen änderten ihre Strategie nun in lautstarken, öffentlichen Protest. “Die Landarbeiter hatten das Wahlrecht gewonnen, … indem sie Heuschober anzündeten, Krawalle anzettelten und so den englischen Politikern ihre Stärke demonstrierten in der einzigen Sprache, die diese verstehen”, erklärte Emmeline und erkannte, dass drastischere Mittel erforderlich waren, um ihren Forderungen Nachdruck zu verleihen.

Dieser Abschnitt zeigt eindeutig, dass hier weibliche Gewalt gegen Männer legitimiert wird. Wie schon ausgeführt, ist die Aussage über das Wahlrecht der Landarbeiter irreführend. Dies sollte nämlich erst im Jahre 1918 der Fall sein. Irreführend Aussagen begleiten die Geschichte des Feminismus aber schon seit Bestand.

Die Störenfriedas schildern nun traumatische Erlebnisse der Suffragetten in der Haft. Männern erging es in Haft allerdings kein bisschen besser. Dies soll keine Dingen rechtfertigen. Es soll nur darauf hinweisen, dass auch hier mit zweierlei Maß gemessen wird. Männer haben immer höhere Strafen bekommen als Frauen. Männer sind im Gefängnis immer schlechter behandelt worden als Frauen. Diese Dinge werden aber ausgeblendet. Als Feminist müsste ich sagen: Sie werden unsichtbar gemacht!

Was berichten die friedas weiter?

Die Versammlungen der WSPU waren immer wieder von Polizeigewalt betroffen, die Emmeline als systematische Unterdrückung der Forderung nach dem Frauenrecht erkannte. Doch Emmeline und ihre Frauen machten Eindruck: Sie störten die Wahlveranstaltungen von einflussreichen Politikern, warfen Schaufenster ein und steckten leerstehende Häuser und Briefkästen in Brand.

Okay, wenn also Polizisten etwas gegen Versammlungen einer „terroristischen Organisation“ unternehmen, ist es eine systematische Unterdrückung. Sie selbst aber nehmen sich das Recht heraus, Wahlveranstaltungen zu stören, Eigentum andere Menschen zu zerstören und Briefkästen anzuzünden. Hier ist es schon wieder „double standards“. Während man das Verhalten der Polizei noch damit begründen kann, dass sie auftragsgemäß ihren Aufgaben nachkommen und für „Recht und Ordnung“ sorgen, zeigt das Verhalten der Suffragetten nur eins: Die Bewegung um die Frauenrechte war immer mit Gewalt verbunden.

Ich möchte mit diesem Artikel nicht zum Ausdruck bringen, dass alles für Frauen halb so wild war. Ich möchte nur sagen, dass Männer ebenso zum größten Teil lange kein Wahlrecht hatten und dass bei der Geschichte des Feminismus immer viele Dinge verfälscht dargestellt werden. Empathie wird auch bei der Frau relativ schon durch Gewalt abgelöst.

Mit dieser Geschichtsverklärung geht einher, dass gewaltbereite Frauen zu Ikonen des Feminismus erklärt werden, was eindeutig zeigt, um welche friedfertige Bewegung es sich handelt. Die Missachtung der Umstände der Männer zeigt, dass es eben nicht um Gleichberechtigung geht. Der Blick geht einzig und allein immer auf die Frau. Da spielt Gewalt gegen den Mann keine Rolle. Ob er sie nun aktiv durch die Bewegung erleidet oder in Form von gesellschaftlicher Gewalt erleidet.

  • Häusliche Gewalt gegen den Mann? Gibt es nicht.
  • Sexismus gegen den Mann? Gibt es nicht.
  • Vergewaltigte Männer? Gibt es nicht.

Die ganze Radikalität der bejubelten Emmiline Pankhurst beschreibt das PM-Magazin am Ende:

1917 gründete Emmeline Pankhurst eine neue Partei, die »Women’s Party«, die feministische Programmpunkte mit faschistischen wie »Rassereinheit« verband. Was sie dazu bewegt hatte, ist nicht bekannt. Ihre Autobiografie endet vorher. Die Suffragetten bildeten den radikalsten Teil der Frauenbewegung; sie waren Vorbild für Feministinnen auch in Deutschland und den USA.

Vom Terror zur Ikone – der Mann ist immer egal, ist er doch grundsätzlich die Ursache allen Übels. Egal, wie es ihm selbst objektiv ergeht. Die faschistischen Aspekte des Feminismus werden ebenfalls immer wieder festgestellt.

Feminismus, Gewalt und Faschismus sind eng miteinander verbunden.

Nachtrag

In den Kommentaren wurde angedeutet, man könne sie mit dem Orden von der weißen Feder in Verbindung bringen. Das kann man tatsächlich. Durch diesen Orden wurden durch Frauen an Männer weiße Federn „verliehen“ um diese zu denunzieren, wenn diese nicht in den Kriegsdienst zum 1. Weltkrieg (später zum 2. Weltkrieg) eingetreten, aber auch abgelehnt worden sind. Das ging soweit, dass sämtliche Männer, die keine Uniform trugen, eine solche Feder „verliehen“ bekommen habe. Viele Männer, die abgelehnt wurden, bemühten sich daraufhin immer wieder in den Kriegsdienst eintreten zu können, was ihnen dann oftmals auch gelang. Viele von ihnen mussten dann dort ihr Leben lassen.

Aus dem Artikel bei Wikimannia:

Er hatte drei kleine Töchter, was ihn vor der Einberufung bewahrt hatte und sein Versuch, sich freiwillig zu melden, wurde 1914 abgelehnt, weil er kurzsichtig war. Aber 1916, als er vom Büro nach Hause ins südliche London ging, gab ihm eine Frau eine weiße Feder (ein Zeichen der Feigheit). Er rückte am nächsten Tag ein. Zu dieser Zeit störte sich niemand mehr an Kurzsichtigkeit. Man wollte lediglich einen Körper, der eine Granate stoppte, was Schütze James Cutmore im Februar 1918 auch pflichtgemäß tat und im März 1918 seinen Verwundungen erlag.

Feministen erzählen gerne, dass es mit Frauen an der Macht keine Kriege mehr gebe, alles friedlicher sei usw. Der Orden der weißen Feder zeigt, dass Frauen keinerlei Probleme damit haben, Männer in den Tod zu schicken.

Artikel (auf englisch) über Pankhurst und die weiße Feder gibt es hier:

Pankhurst: The white feather betrayal of history

„White Feather“ Feminism: The Recalcitrant Progeny of Radical Suffragist and Conservative Pro-War Britain

Ein englischer Clip:

Ein weiterer Clip (ebenfalls englisch)

Trotz ihres millitanten Engagements für die Suffragetten- und die zweifelhafte „Weiße-Feder-Bewegung“ bekam sie posthum ein Denkmal im Victoria Tower Gardens von London gesetzt.

 

Bei Meinungen und Deinungen gibt es einen Nachfolgeartikel: Die Gewalt im Feminismus vor 100 Jahren

Das Gender Universum hatte auch schon einen Artikel darüber: Vor 100 Jahren: Militante Feministinnen verüben Bombenanschlag

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Wolf Jacobs

34 comments

    • Wolf Jacobs
      Wolle Pelz 27 November, 2014 at 17:56 Antworten

      🙂 Freut mich, dass es jemandem gefällt.

      Mir geht es vor allem darum zu zeigen, dass Feminismus nie friedlich war und es nie um Gleichberechtigung ging. Pankhurst war z. B. eine Priviligierte – aufgrund ihres sozialen Status‘ – und der gewöhnliche Arbeiter waren ihr eher egal.

      Gleichberechtigung? Friedlich? Das sind Fremdwörter für den Feminismus.

    • Schulddiener 29 Januar, 2016 at 00:34 Antworten

      Man sollte im Auge behalten das die Feminismuskiste einem Zweck diente und in einen größeren Plan einzuordnen ist.
      Schon hinter den ersten Feministinnen hat mit Sicherheit eine Art George Soros gestanden der das ganze anfeuerte und finanzierte
      Man kann auch eine Gruppe oder Sekte die einen grösseren Zerstörungsplan im Sinn hatte annehmen.
      Den Erfolg dieses Zerstörungsplanes können wir heute sehen.

  1. AlterKnabe 27 November, 2014 at 18:02 Antworten

    Als man das Wahlrecht einführte, fürchtete man sich vor dumme Entscheidungen des Pöbels, somit definierte man was ein Mann besitzen muß wählen zu dürfen. Genau darum ging es den Suffragettes, sie waren fast ausschließlich wohlhabende Frauen. Das die Gärtner die sie beschäftigten wählen durfte und sie als wohlgestellte Lady,(eine die schlau geheiratet hatte) nicht wählen durften, war vielen ein Dorn im Auge. Der Gärtner, auf den soviel society Ladies herab sahen, hatte wenigstens sein Geld selber verdient, aber es sah damals wie Heute Niemand die Sache so, die Damen sahen sich gesellschaftlich höher gestellt, egal wie sie an ihr Geld gekommen waren.

    • Wolf Jacobs
      Wolle Pelz 27 November, 2014 at 18:04 Antworten

      Danke für den Beitrag! Er ist weiterführend erhellend.

      Es zeigt aber, dass sich nichts geändert hat:
      Auch heute geht es nur um die Versorgung von ohnehin schon priviligierten Frauen.

      Man könnte es auch etwas direkter ausdrücken.

      • derdiebuchstabenzählt 28 November, 2014 at 09:23 Antworten

        Direkter? Ich frage mich bei manchen Ehefrauen manchmal was diese Damen von einer Hure unterscheidet … wahrscheinlich ist es eigentlich nur deren verachtende Haltung von oben herab gegenüber den Huren … eine feine Dame macht ja nur für EINEN Freier die Beine breit! 🙂

        (Der Feminismus legt sich ja auch zu Vater Staat ins Quotenbett.)

    • Wolf Jacobs
      Wolle Pelz 28 November, 2014 at 06:22 Antworten

      Ja, stimmt. Man kann Pankhurst damit in Verbindung bringen. Ich schreibe es mal in den Artikel.

      Habe den Artikel jetzt um diese Tatsache erweitert. Vielen Dank für den Hinweis!

    • maddes8cht 30 November, 2014 at 02:29 Antworten

      „Man kann Pankhurst damit in Verbindung bringen“ ??
      Schöner Euphemismus.
      Bei Ausbruch des Krieges hat Emeline das Frauenwahlrecht zurückgestellt und sich ganz der Kriegstreiberei verschrieben.
      Sie wurde eine der führenden Figuren der white feather Bewegung – sie war da nicht irgendwer.

      Sie reiste durchs ganze Land und hielt Ansprachen.
      Auszüge aus der englischen Wikipedia:
      https://en.wikipedia.org/wiki/Emmeline_Pankhurst
      „Emmeline urged men to volunteer for the front lines and, along with Christabel, became a leading figure in the white feather movement.“
      […]
      „Pankhurst put the same energy and determination she had previously applied to women’s suffrage into patriotic advocacy of the war effort. She organised rallies, toured constantly delivering speeches, and lobbied the government to help women enter the work force while men were overseas fighting.“

      Sie hielt flammende Reden ans Volk, namentlich an Frauen, um Männer mit den weißen Federn zu beschämen und zur Einschreibung zu drängen, und forderte „intern them all“ – alle Männer einberufen.

    • maddes8cht 30 November, 2014 at 12:47 Antworten

      Und dann formuliert die ZEIT in ihrem Artikel
      http://www.zeit.de/wissen/geschichte/2011-11/frauenwahlrecht-suffragetten-grossbritannien/seite-2

      „Dann führt das rationale Denken der vernünftigen männlichen Machthaber zum Ersten Weltkrieg. Obgleich er den Kampf der WPSU fast vollständig unterbricht, bringt er die Wende: Weil die Männer auf den Schlachtfeldern Europas kämpfen und sterben, übernehmen Frauen Verantwortung. Nach Kriegsende lassen sie sich nicht mehr entmündigen. In vielen europäischen Staaten erhalten Frauen nun das Wahlrecht, darunter in Österreich, Deutschland und schließlich Großbritannien.“

  2. AlterKnabe 28 November, 2014 at 13:10 Antworten

    Die Stellen die durch neue Entwickelungen auch für Frauen geeignet waren, gab man dann oft den Frauen, nicht weil man auf Frauenpower setzte, sondern weil Frauen billiger waren, so wurden oft die Männer entlassen und die Stellen mit Frauen besetzt, viele Arbeiterfamilien konnten nur weiter leben, weil die Ehefrau nun das Geld verdiente, vor und nach der Arbeit mussten sie sich um mehrere Kinder kümmern, was selbstverständlich schwer war. Man hört nichts zu den Thema von den Suffragettes, Arbeiter Frauen und ihre Männer waren ihne absolut egal.

  3. maddes8cht 29 November, 2014 at 22:05 Antworten

    Ich stoße grade auf lauter „lustige“ formulirungen, wenn man nach den Aktivitäten der Suffragetten sucht.
    Da die Hochphase der Gewaltexzesse von 1912 – 1918 gerade 100 Jahre her ist, gibt es wohl grade viele runde Jahrestage, angesichts derer man darüber berichten kann.
    Hier z.B.
    http://www.dieterwunderlich.de/Emmeline_Pankhurst.htm
    steht:
    „An den gewaltfreien Aktionen, die Emmeline Pankhurst propagierte, orientierten sich später auch Mahatma Gandhi und Martin Luther King. Als sie jedoch feststellte, dass sie mit Worten und friedlichen Großkundgebungen nichts bewegen konnte, radikalisierte sich ihre Haltung zunehmend, bis sie schließlich Gewalt gegen Sachen für erforderlich hielt“

    Na toll – da betont man die „gewaltfreien Aktionen“ der Suffragetten vor der zunehmenden eskalation der Gewalt.
    Man stelle sich vor, jemand schreibt über die friedliebenden Ziele der RAF vor dem einsetzen ihrer Terroraktionen…?

    In Wikipedia https://de.wikipedia.org/w/index.php?title=Emmeline_Pankhurst&oldid=136288661#Verurteilung_und_Haft.2C_Radikalisierung_der_Frauenbewegung findet sich die Formulierung
    „Die Proteste weiteten sich in Form von Brandstiftungen und Bombenanschlägen über das ganze Land aus und wurden alsbald von der zeitgenössischen Presse als Reign of Terror (‚Herrschaft des Terrors‘) polemisiert.

    Ja, genau, wenn Frauen das Land mit Brandanschlägen und Bomben verwüsten für ihre Ziele, dann ist es polemik, das als „Herrschaft des Terrors“ zu bezeichnen…

    • Wolf Jacobs
      Wolle Pelz 29 November, 2014 at 22:09 Antworten

      …und jetzt willst Du das bestimmt auch noch als „double standard“ bezeichnen. So geht das nicht! 😉

      Habe heute gesehen, dass man der „guten“ Pankhurst sogar irgendwo ein Denkmal gesetzt hat. Jetzt soll noch einer behaupten, Frauen sind nicht gleicher.

      • maddes8cht 29 November, 2014 at 23:45 Antworten

        Sie ist ja schließlich auch eine Frau, die sich für das Frauenwahlreht eingestzt hat !!
        Der Zeck heiligt die Mittel.

        Wenn Gudrun Enslin und Ulrike Meinhof einfach den Andreas Baader nicht dabeigehabt hätten und außerdem noch irgendwas mit „für Frauen“ in ihrem kruden Gedankengut gehabt hätten, dann würden die heute bestimmt auch mit Denkmalen gefeiert werden.

        • Wolf Jacobs
          Wolle Pelz 29 November, 2014 at 23:52 Antworten

          Soweit ich mich erinnere hatten die Opfer schon einmal das richtige Geschlecht.

          Heutzutage wäre „irgendwas für Frauen“ auf jeden Fall im Programm. Aber Frauen sollen ja gar nicht mehr in den Knast, wenn man auf Feministen hört.

          • maddes8cht 30 November, 2014 at 00:23 Antworten

            Man merkt einfach dass Du das „wording“ noch nicht so raus hast 😉
            In dem Fall heißt das dann nicht mehr Opfer, die Opfer sind doch dann die Täter – äh, die Terroris.. – äh, die freiheitskämpfer.

            Du kannst die patriarchalen hegemonialen unterdrücker doch micht einfach „Opfer“ nennen !

            Nee, aber im Ernst:

            Es ärgert mich tatsächlich, wenn ein Buback sich gefallen lassen muss immer im selben Atemzug mit einem Verbrecher wie Schleyer genannt zu werden, bloß weil er von der selben Verbrecherbande wie der ermordet worden ist.

            • Wolf Jacobs
              Wolle Pelz 30 November, 2014 at 00:33 Antworten

              Das mit dem Wording hätte ich wissen müssen. Habe ich doch dieses Jahr in einer NGO gearbeitet, in der WORDING ganz groß geschrieben worden ist.

              Der Mensch macht es sich in seinen Weltbildern halt immer recht einfach und schert daher gerne Leute über einen Kamm, wie es ihm gerade passt. Bei Feministen sind das ganze Bevölkerungsgruppen die per se schuldig sind.

  4. maddes8cht 29 November, 2014 at 22:17 Antworten

    Im WP_Artikel über Emeline Pankhurst steht
    „So schrieb sie an den damaligen Rüstungsminister David Lloyd George, dass im Gesetzesentwurf für das Wahlrecht von Soldaten und Seeleute nicht gleichzeitig die Forderung nach einem Wahlrecht für Frauen enthalten sein dürfe, damit Ersteres nicht scheitert“

    Karen Straughan erwähnt in ihren Videos, dass das Wahlrecht eng mit der Pflicht auf die Landesverteidigung verknüpft war.

    Es soll erheblichen Widerstand gegen das Frauenwahlrecht auch von Frauen gegeben haben, da man befürchtet hatte, dass damit auch eine Wehrpflicht für Frauen verbunden sein würde.

    Wahlrecht ergibt sich aus Wehrpflicht.

    Aber die Suffragetten wollten das Wahlrecht ohne entsprechende Verpflichtungen einzuhandeln:
    Während die Männer sich das Wahlrecht „verdienen“ mussten (durch Wehrdienst9, wollten es die Suffragetten umsonst.

    Hat irgend jemand Quellen zu diesen Aussagen von Karen?

    (maybe I should write her and ask herself?)

    • Wolf Jacobs
      Wolle Pelz 29 November, 2014 at 22:33 Antworten

      Es ging halt nie um Gleichberechtigung. Darum geht es immer noch nicht. Diese ganzen Behauptungen, Feminismus stehe für Gleichberechtigung sind eine einzige große Lüge.

      Feminismus war nie friedlich und stand nie für Gleichberechtigung. Punkt. Aus. Ende.

    • maddes8cht 29 November, 2014 at 23:34 Antworten

      Das beantwortet aber meine Frage nicht – und die hat durchaus auch den Zweck, zu überlegen, da mal wieder einen Vorstoß in der WP zu versuchen, den entsprechenden Absatz zu korrigieren.
      Brauch ich ohne solide Quellen nicht mal versuchen.

      Sag mir jetzt nicht, dass das eh nicht funktioniert.
      Klar funktioniert das eher nicht.
      Aber dann ist zumindest zu sehen, dass es ehrlich versucht wird, mit solider Argumentation und soliden Belegen. Und in der Diskussionsseite sauber verfolgbar.

      Selbst Diskussionsseiten auf WP haben immer noch mehr Leser als Maskulistische Blogs.
      Leider, ist aber so.

      • Wolf Jacobs
        Wolle Pelz 29 November, 2014 at 23:42 Antworten

        Es ist so, dass Argumente, die von Männern hervorgebracht werden, generell gerne abgewertet und ignoriert werden. Argumente, die Männer jahrelang gebetsmühlenartig hervorbringen, bekommen erst Wert, wenn Frauen sie stark reduziert auf Pappschilder schreiben und diese für Selfies in die Kamera halten.

        Da haben Männer diese Argumente schon lange tausendfach immer und immer wieder kommuniziert. Unsere Gesellschaft ist schon so weit, dass Argumente gegen den Feminismus und seine Folgen derartig entwertet sind, dass man ihnen gar nicht erst Gehör schenkt.

        Maskulistische Blogs machen zu oft den Fehler, dass sie sich politisch in eine Ecke stellen und nur Dinge aus ihrer eigenen politischen Ecke berücksichtigen. Leider haben sich einige Blogs etabliert, die ich eher kritisch sehe, weil sie eben eher spaltend sind.

        Würden wir mehr an einem Strang ziehen, hätten wir auch eine größere Präsenz. Auch wenn ich mich selbst nicht als Maskulisten bezeichne. Das ist bei uns von NICHT-Feminist aber keineswegs durchgängig so. 😉

  5. maddes8cht 30 November, 2014 at 00:12 Antworten

    Wolle, ich sehe dieses „spaltende“ nicht in diesen Blogs, die Du meinst.
    Das liegt aber sicher daran, dass ich mich diesen Blogs eher näher fühle als diesem hier.

    In vielem ziehen sie auch „an einem Strang“:
    Da hat sich eine argumentativ starke und schlagfertige Phalanx gebildet, die jedem feinistischen geblubber deutlich etwas entgegen zu setzen hat.
    Das ist überzeugend und sorgt dafür, dass es Zulauf gibt.
    Das ist viel Wert.

    • Wolf Jacobs
      Wolle Pelz 30 November, 2014 at 00:28 Antworten

      Dies hier ist kein Blog. 😉

      Ich habe keinen Blog angesprochen. Ich sehe vielleicht auch andere Dinge als andere. Ich sehe z. B., dass viele Blogs außen vor gelassen werden. Es wird eindeutig gesteuert.
      Die geplanten Änderungen im „Sexualstrafrecht“ wurden z. B. unzureichend angesprochen.

      Ich sehe auch sehr viele feministische Dinge, die sich eingeschlichen haben.

      Wem Du Dich letztendlich näher fühlst, bleibt völlig Dir überlassen. Es ist auch nicht unser Bestreben das schönste und gefälligste Magazin zu sein. Wir haben nur einen Anspruch an uns: Ehrlichkeit im Sinne der Menschenrechte.

      Meine persönlichen Erfahrungen mit so manchem Blog lasse ich jetzt hier an dieser Stelle einmal außen vor. Das kann ich meinem Blog kund tun. Aber auch da habe ich keine Lust mehr darauf. Ich habe dort genug zu manchem Blogger gesagt.

      Hier ist NICHT-Feminist und ich bin zufällig der Admin. Daher kommentiere ich hier zumeist. Es schreiben aber unterschiedliche Leute hier. Mittlerweile sind wir von den aktiven Schreiberlingen sogar international. 😉

  6. maddes8cht 30 November, 2014 at 01:08 Antworten

    Ach, ein Stück entscheidet sich das auch je nach Thema, wem ich mich „näher“ fühle.
    Bei Sexualstrafrecht bin ich vermutlich wieder näher bei Dir.
    Aber da setzen verschiedene Blogs auch schlicht eigene Schwerpunkte, was sie mehr interessiert. „gesteuert“ würd ich das nicht nennen.

    Manche Blog bemühen sich eben sehr um Ausgewogenheit und Neutralität.
    Und bei manchen themen mag das auch richtig sein.
    Und absolut das richtige instrument gegen den Feminismus, denn der ist nun mal alles andere als ausgewogen und neutral.

    Aber manchmal ist eben alle Ausgewogenheit fehl am platz.

    Eine völlig entgleiste Rechtsprechung kann man nicht mehr „neutral“ besprechen.

    • Wolf Jacobs
      Wolle Pelz 30 November, 2014 at 01:20 Antworten

      Gerade beim Thema Rechtsprechung sehen wir hier Gefahren, die andere offenbar nicht sehen wollen.

      Manche Blog bemühen sich eben sehr um Ausgewogenheit und Neutralität.

      Zum einen könnte ich jetzt aus meinem ganz persönlichem Erfahrungsschatz berichten, das möchte ich aber hier nicht. 😉
      Zum anderen gebe ich Dir mal einen Tip: Frage Dich, welche Blogs Du kennst und vergleiche sie mit den Blogs auf die verwiesen wird. Du wirst sehen, dass einige Blogs einfach nicht existent zu sein scheinen.

      NICHT-Feminist hat leider das Pech, dass ich hier beteiligt bin. Ansonsten wären wir wohl desöfteren auch mal woanders aufgetaucht. 😉

  7. AlterKnabe 1 Dezember, 2014 at 00:34 Antworten

    Es war Mad Magazine die auf die Behauptung das, würden die Frauen die Welt regieren, es permanent Frieden geben würde, darauf higewiesen hatten das bis dahin, jede Frau die in der Nachkriegszeit (2.Weltkrieg) regiert hatte, einen Krieg hatte. Dies war um die Zeit von Maggie Thatcher, auch die Merkel hatte ihren Krieg, aber ich weiß nicht ob das Heute noch zutrifft, bis in den mitte 80er traf es auf jeden Fall zu. Zur gleichen Zeit war die Wahrscheinlichkeit das ein von Mann regiertes Land einen Krieg führen würde, auf etwa über 5%.

    • Wolf Jacobs
      Wolle Pelz 1 Dezember, 2014 at 06:43 Antworten

      Die von der Leyen spricht doch die ganze Zeit von der Erweiterung der Bundeswehreinsätze. Ich habe keinen Mann bisher erlebt, der derartig penetrant auf eine solche Erweiterung drängt.

      von der Leyen spricht auch von in Afghanistan getöteten SoldatINNEN, die es nie gegeben hat. Die Realtität einer von der Leyen ist etwas daneben. Man müsste sich das einmal genauer ansehen, wie es mit Kriegen von regierenden Frauen aussieht.

      • maddes8cht 1 Dezember, 2014 at 13:48 Antworten

        Wenn von Opfern beim Militär geredet wird und es Frauen beim Militär gibt, dann ist völlig unvermeidbar, die Frauen als Opfergruppe mindestens zu benennen, auch wenn es aus der Gruppe der Frauen gar keine Opfer gibt.

        Das ist ein verautomatisierter Reflex, wie er auch beim Mahnmal für die schwulen und lesbischen Opfer des Nationalsozialismus in Köln zu finden ist.

        Von den Nazis wurden nur die Schwulen verfolgt, Lesben nicht.
        Aber man kann die Lesben unmöglich bei einem solchen Denkmal draußen lassen.

        • Wolf Jacobs
          Wolle Pelz 1 Dezember, 2014 at 14:16 Antworten

          Ich habe einen Clip gesehen, in dem das Fräulein von der Leyen ohne zwingenden Grund von getöteten „Soldaten und Soldatinnen“ spricht. Soldatinnen wirkte sogar betont.

          Deine Argumentation – die ich nachvollziehen kann – deutet aber eine allgemeine Geschichtsverfälschung zu Gunsten der Frauen an.

          Im Parteiprogramm der Linken wird z. B. die Arbeiterbewegung direkt zu einer Bewegung der Frauen und Männer gemacht. Dort ist die Frau vertreten – es ist etwas positiver. Als es dann um das 3. Reich ging, war alles wieder nur männlich.

          Zumindest habe ich das Parteiprogramm so in Erinnerung. Geschichtsverfälschung zugunsten der Frauen. Jippie.

        • derdiebuchstabenzählt 1 Dezember, 2014 at 16:31 Antworten

          So ein Unsinn. Wenn es keine getöteten Soldatinnen gibt, kann man auch nicht von solchen als Tatsache reden.

          Kann ja sein, solche Rednerinnen wünschen sich solche Soldatinnen … wahrscheinlich labern die dann wieder von Gewalt gegen Frauen und wie wichtig die Finanzierung von Frauenhäusern ist … 🙂

          PS Die Panzer-Uschi bringt eh fast nur faktenloses Gebrabbel zustande.

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