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Ein Artikel über „Anti-Feministen“ im Tagesspiegel.

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Edit: Aus Anti-Feministen wurden jetzt Nicht-Feministen gemacht.
Den Originalartikel kann man sich hier herunterladen: Nicht-Feminist–Artikel-Seite 1 und hier: Nicht-Feminist–Artikel-Seite 2. Wir belassen unseren Artikel, wie er ist.


 

Der Tagesspiegel hatte uns zu einem Interview geladen. Dem haben wir Folge geleistet. Wir waren gewarnt, weil wir den deutschen Journalismus kennen. Da wir aber Dinge verändern wollen und müssen, können wir nicht für immer im Untergrund bleiben. Daher haben wir den Termin wahrgenommen. Heraus kam ein Artikel, der wie durch einen Verzerrspiegel aus dem Spiegelkabinett erscheint. Unsere Worte wurden verdreht, aus dem Zusammenhang gerissen und streckenweise völlig falsch wiedergegeben.

Schon der Titel Nieder mit dem Matriarchat! Der Klub der Antifeministen zeigt, dass der Journalist gar nicht bereit war, unseren Äußerungen zu folgen. Das Wort „Matriarchat“ ist in diesem Zusammenhang nie gefallen. Wir wollen auch nichts stürzen, wir wollen Veränderungen. Der Begriff des „Antifeministen“ wurde uns ebenfalls untergeschoben.

Gehen wir weiter zu dem Bild der biertrinkenden Damen. Die Bildunterschrift stammt aus keiner unserer Äußerungen:

Frauen regieren die Welt! Der Klub der Antifeministen will das ändern.

So einen Satz würden wir nicht sagen. Wie schon erwähnt: Wir sind kein Klub der Antifeministen, wir bezeichnen uns als Nicht-Feministen. Wie sich das einzelne Mitglied selbst sieht, ist die Sache des Mitglieds. Aber schon hier deutet sich an, dass der Journalist Mohamed Amjahid nichts verstanden hat oder verstehen wollte.

Am Kottbusser Tor spielte/tanzte auch keinequeer-feministisch-orientalische Boygroup„.
Wie sieht man überhaupt, dass eine Boygroup feministisch ist? Die Gruppe wird durch den Journalisten herbeifantasiert und der Begriff „feministisch“ ist in diesem Zusammenhang völlig absurd. Die ganze Erwähnung der nicht vorhandenen Boygroup ist absurd.

Ja, es stimmt. Wir suchen noch nach einem aussagekräftigen Namen – für etwas, dass wir gründen und auf feste rechtliche Füße stellen wollen. Es ist aber nicht egal.

Selbst ihre Selbstbezeichnung ist noch nicht geklärt: Humanisten? Gerechtigkeitskämpfer? Männeraktivisten? Egal.

Auch wenn durch dieses „Egal.“ am Ende ein falscher Eindruck vermittelt werden kann – es stimmt tatsächlich: Wir sind Humanisten und kämpfen für Gerechtigkeit. Als aktive Männer sind wir sogar „Männeraktivisten“. Wir möchten aber nicht bloß Männer aktivieren, sondern auch die Frauen, die dem Feminismus kritisch gegenüber stehen. Wir verstehen uns als Sammelbecken für die, die erkannt haben, welche Gefahren im Feminismus stecken.

Es geht an diesem Abend um Inhalte, Lösungen, um eine akute Gefahr im Land: Die Frauenlobby. Stark und autoritär sei sie. Organisierte Frauennetzwerke dominieren demnach Politik, Wirtschaft und Gesellschaft in Deutschland. Es ist so schlimm, etwas müsse dagegen getan werden.

Stimmt. Die Themen bestimmen aber nicht wir. Diese Themen bestimmt der Feminismus. Wie sagt Fidelbogen aus den Staaten immer so schön: „Feminism is what we say it is.“ Wir sagen, was Feminismus ist, weil wir ihn von Außen durchschauen. Mit „wir“ meine ich jetzt alle Menschen, die erkennen, wie schädlich Feminismus für die Gesellschaft ist. Ja, wir müssen etwas dagegen tun.

In seinem Absatz über unsere Themen, die uns bewegen wird deutlich, dass der Journalist mit einer festen Meinung an die Sache gegangen ist und den Themen auch keine weitere Beachtung schenkt. Wir haben sämtliche dieser Themen völlig anders dargestellt und vor ihn ausgebreitet. Die Aufbereitung ist daneben.

Bei Ingwertee und Cola kennt die Liste, was alles in der Bundesrepublik so schief laufe, kein Ende: Jungs würden von der neuen Pädagogik gezwungen mit Puppen zu spielen, während Mädchen alles machen dürften. Männerfeindlichkeit gehöre mittlerweile zum guten Ton einer jeden Talkshow. Die Genderforschung mache die Sprache kaputt. Heterosexueller Geschlechtsverkehr gelte per se als Vergewaltigung. Und die Emma bekomme staatliche Subventionen.

Tja, wenn jetzt einer von uns Bier getrunken hätte, wären wir bestimmt alle Alkoholiker. Cola und Ingwertee ist völlig in Ordnung. Es ist aber schon verwunderlich, dass man eine solche Anzahl von Themen, die wir alle ausführlich und anders dargelegt haben, mal eben in einem Absatz erschlagen kann. Er legt uns auch einen Tonfall in den Mund, der zornig erscheinen soll. Nein, wir sind nicht zornig. Wir sind besorgt.

‚Eltern 1’ und ‚Eltern 2’ anstatt Mutter und Vater ist zum einen falsch und zum anderen habe ich nichts davon gesagt. Es wird mir in den Mund gelegt. Ich hatte einst über Elter1 und Elter2 recherchiert, kam aber zu dem Schluss, dass es sich scheinbar um eine urban legend handelt. Das Thema ist mir auch zu absurd. Solche Dinge gebe ich nicht von mir. Das ist dann genauso wie mit der „queer-feministisch-orientalischen Boygroup„. Journalismus scheint sich mittlerweile mit Epik zu verwechseln.

Der Vergleich Alice Schwarzer/Uli Hoeneß ist gefallen, allerdings anders als dargestellt. Es wurde kritisiert, dass sich Alice Schwarzer vor einem breiten Publikum rechtfertigen kann, ein Uli Hoeneß aber nicht. Beide haben Dreck am Stecken. Es ging nur um den Umgang mit ihnen. Dieser ist im Falle Schwarzers ein ganz anderer als im Falle Hoeneß. Er diente als Vergleich, um zu sehen, dass die feministisch beschworenen „double standards“ auf beiden Seiten gelten. Die Steuerhinterziehungen von beiden sind zu verwerfen. Das haben wir auch so dargestellt.

Die Männer lachen – es ist ein etwas verbittertes Lachen.

Wir sind nicht verbittert. Ich kann mittlerweile sogar über den Artikel lachen. Denn im Kern zeigt er eins: Der Journalist konnte nicht viele Dinge finden, die er uns tatsächlich zum Vorwurf machen kann.

Ingwertee und Cola, ein angeblich verbittertes Lachen, eine nicht vorhandene Boygroup, computeraffine Zöpfe, Piercing im Ohr, Veganer – das sind Dinge, die mit dem Thema nichts zu tun haben, aber ein Bild erzeugen sollen.

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Hinter der Wut auf die „maternalistische Unterdrückung“ stecken Erfahrungen, steckt Gewalt, die die Männer nachhaltig geprägt haben. Wolle, ein überzeugter Veganer, nippt an seiner kleinen Cola-Flasche. Er sitzt da in seiner Fließjacke, mit seinem computeraffinen Zopf und seinem Piercing am Ohr. Wolle will offen mit dem umgehen, was ihm passierte, damit es nie wieder passiert.

Es ist also ein computeraffiner Zopf, wenn man seine Haare, die bis über den Hintern reichen, zu einem Pferdeschwanz zusammenbindet. Die Beschreibung wirkt wie eine Beschreibung eines Piraten. Aber richtig: Ich will offen mit der erlittenen Gewalt umgehen. Ich will offen damit umgehen, wie mich Polizei, Staatsanwaltschaft und das Gericht nach meinen Gewalterfahrungen behandelt hat. Ich will offen, aber nicht wütend damit umgehen. Ach ja, klar, ich bin Veganer und Linkshänder. Das macht verdächtig.

Der Journalist hatte während des Gespräches versucht, uns die AfD unterzujubeln. Was ihm nicht gelungen ist. Wir sind eine politisch offene Gruppierung. Bei uns kann der Grüne, neben dem Linken, neben einem von der CDU sitzen usw. Es geht uns um Ungerechtigkeiten.

Immerhin wird angesprochen, dass wir Frauen gegenüber positiv eingestellt sind. Eine Gesellschaft funktioniert eben nur mit beiden Geschlechtern. Letztendlich haben wir aus diesem Artikel gelernt. Wir haben gelernt, dass wir Dinge anders mitteilen müssen. Dass wir vorab bestimmte Begrifflichkeiten für uns auschließen müssen. Nur durch Erfahrung lernt man. Der Artikel hätte noch polemischer sein können.

Die Kommentare sprechen trotz der Verfälschungen aber eine deutliche Sprache. Die Kommentare zeigen, dass wir mit unseren Einstellungen richtig liegen. Der Artikel spielt uns eher zu, als dass er uns schädigt.

 

 


Gunnar, der am Gespräch beteiligt war, hat unter den Artikel folgendermaßen kommentiert:
(es ist noch nicht bekannt, ob er veröffentlicht wird/wurde)

Hallo Herr Amjahid,

während unseres Gesprächs, als wir mehrfach betonten, dass wir eben keinen Krieg gegen Frauen führen, sondern im Gegenteil an einem neuen Miteinander der Geschlechter interessiert sind und uns daran gelegen sei, dass dies auch korrekt dargestellt würde, prahlten Sie damit, Vertreter eines „Qualitätsjournalismus“ zu sein, der durchaus differenzieren könne. Wie sieht Ihr „Qualitätsjournalismus“ also aus?
– Eine denunzierende Überschrift, die nichts mit unseren Aussagen zu tun hat, ebenso übrigens wie die Zwischenüberschrift „Wut auf …“ – von Wut war in unserer entspannten Runde, in der oft gelacht wurde, nicht ein einziges Mal die Rede.
– der typische herablassend-ironische Tonfall mit persönlichen Diffamierungen („selbsternannte Nicht-Feministen“).
– Manipulationen wie „Schnell fällt der Name Alice Schwarzer“ – in der Tat, da Sie ihn ins Spiel brachten. Von uns hätte sich keiner lange mit der Dame aufgehalten, aber Ihr Interesse an ihr war augenfällig. Und, nein, mir war dieser Punkt nicht im Geringsten wichtig. Ich interessiere mich für Demokratie und Menschenrechte, nicht für Personenkulte.
– Dass wir unterschiedliche Menschen mit unterschiedlichen Ansätzen sind, was wir ebenfalls mehrfach betonten, haben Sie natürlich erfolgreich ignoriert, damit Sie ein schönes Feindbild konstruieren können. Wie beispielsweise mit der niemals gefallenen Bezugnahme auf ein buntes Treiben vor der Tür, mit dem Sie vermutlich irgendwie eine Abneigung unsererseits gegen Minderheiten suggerieren wollen.
– „Welcher Mann lässt sich von Frauen dermaßen piesacken, dass er sein Leben damit verbringt, gegen das Matriarchat zu philosophieren?“ Ja, in der Tat – wer? Wir jedenfalls nicht. Neben vielem anderen beschäftigen wir uns auch mit der herrschenden Männerverachtung. Die Ihr Artikel mit seinen Verdrehungen und Unterstellungen prachtvoll belegt. Aber natürlich, wer von der männerfeindlichen Böll-Stiftung gefördert wird, muss wohl mit den Wölfen heulen.

Gunnar

evilmichi hat dieses Statement von sich gegeben, was verdeutlicht, warum wir u. a. Nicht-Feministen sind:

Weiblich und feminismuskritisch.
Auch wenn sich ein solcher Artikel für jemanden, der „feministisch“ sozialisiert wurde, seltsam bis lächerlich liest, es steckt ein wahrer Kern in den Aussagen der Feminismuskritiker. Und wer beginnt, in unserer Gesellschaft etwas genauer hinzusehen, wird sehr schnell die herrschenden Doppelstandards nicht mehr übersehen können.
Interessant sind die Reaktionen von feministischer Seite. Männliche Belange werden ins Lächerliche gezogen, fast so, als existierten sie überhaupt nicht.
„Weibliche Privilegien? Gibts nicht! Das sind alles Werkzeuge des Patriarchats! Benachteiligung von Männern? Alles halb so wild!“

Auf der einen Seite heißt es, der Feminismus sei für beide Geschlechter da, doch macht man darauf aufmerksam, dass der Feminismus ausschließlich weibliche Belange bearbeitet, bekommt man ein „Kümmert euch selbst um eure Angelegenheiten!“ an den Kopf geworfen.
Ja wie jetzt?!? Ist Feminismus nun für alle da oder nicht?

So richtig spannend wird es dann, wenn Frauen den Feminismus kritisieren bzw. sich weigern, das Label „Feministin“ anzunehmen. Da zeigen sich Feministinnen dann [wohl eher unfreiwillig] von ihrer „aufrichtigsten“ Seite, denn Kritik am Feminismus ist nicht erlaubt.

Ich bin eine von ihnen, eine von den Frauen die sich weigern, Feministin zu sein. Und ich durfte erleben, was Feministinnen mit Frauen wie mir machen. Man wird beleidigt und verunglimpft. Man wird als dumm, naiv, feige, ignorant und ungebildet hingestellt. Es heißt, feminismuskritische Frauen wollten sich nur bei Männern einschleimen.

Sehr schön, dass ich als Frau nur so lange meine eigene Meinung haben darf, wie sie in den von Feministinnen vorgeschriebenen Bahnen verläuft.

***

 

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Wolf Jacobs

76 comments

  1. FruchtZwerg 14 September, 2014 at 15:59 Antworten

    Ich hoffe das eure Darstellung als Kommentar nicht zensiert wird. Viele Menschen lesen, so wie ich, lieber die Kommentare als die Beitrage. Das beginnt mit Kriegspropaganda gegen Russland und endet bei Feminismusthemen. Die Beiträge kann man oft in die Tonne kloppen und die viel interessanteren Informationen zieht man sich über die Kommentarspalte.

      • Omti 14 September, 2014 at 16:25 Antworten

        Die ad-hominems in dem Artikel wirkten wirklich etwas gezwungen. Man konnte euch nicht in die Nazi-Ecke schieben, also blieb es nur sich über Äußerlichkeiten lustig zu machen und euer Anliegen ins Lächerliche zu ziehen.

        Irgendwie erbärmlich. Kein Wunder, dass der deutsche Journalismus vor die Hunde geht. Es muss unglaublich schwer sein vorgefertigte und indoktrinierte Ansichten in Frage zu stellen.

        • Wolf Jacobs
          Wolle Pelz 14 September, 2014 at 16:28 Antworten

          Es sind leider nicht alle Leser so aufmerksam. Es steckt in vielen noch der Glaube an einen Ethos der Journalisten. Der ist an vielen Stellen abhanden gekommen.

          Ingwertee, Cola und Zöpfe – es gibt Schlimmeres. 😀

          Es sind aber tatsächlich Parteien genannt worden, um uns auf ein Glatteis zu führen. Kann nur nicht funktionieren. 😉

    • Hein 14 September, 2014 at 21:46 Antworten

      Meine beiden Beiträge im Tagesspiegel wurden jedenfalls zensiert. Der erste ging um das vorgestrige Männerbild, das der Journalist zeichnet, das Zweite war ein Hinweis auf die Manndat-Seiten, nachdem ein Kommentator etwas über Manndat behauptete.

      Wenn das schon rausfliegt, dürften noch -zig andere Beiträge rausgeflogen sein, die den Artikel kritisch sahen. „Qualitätsjournalismus“ könne so schön sein, Herr Mohamed Amjahid, wenn nur der Leser mit seiner entlarvenden Kritik nicht wäre, was?

  2. evilmichi 14 September, 2014 at 16:27 Antworten

    Ich finde den Artikel auch sehr provokant [wobei ich natürlich nicht selbst anwesend war, ansonsten könnte ich das Ausmaß der Manipulation vielleicht besser einschätzen], allerdings halte ich dem Autor zu Gute, dass er immerhin im vorletzten Absatz darauf eingeht, dass ihr ja nicht frauenfeindlich eingestellt seid.
    Alles in allem hätte der Artikel tatsächlich – da gebe ich Wolle Recht – deutlich schlechter ausfallen können.

    • Wolf Jacobs
      Wolle Pelz 14 September, 2014 at 16:31 Antworten

      Er konnte offensichtlich nichts wirklich Böses bei uns entdecken. Daher versucht er es polemisch.

      Ich glaube, es hat uns schon etwas gebracht: Das Thema ist auf dem Tisch. 🙂

    • Männerstreik 17 September, 2014 at 22:22 Antworten

      Kaum ein Männerrechtler ist frauenfeindlich, von einigen „harten Fällen“ mal abgesehen. Aber das ist eine verschwindend geringe Minderheit. Wir Männerrechtler und insbesondere die Nicht-Feministen kämpfen für die Freiheit *beider* Geschlechter. Warum? Weil Mann und Frau – einzeln als auch gesamtgesellschaftlich – ein sehr gutes Team im Alltag und in allen Aufs und Abs sein können, wenn sie sich fair und gleichberechtigt auf Augenhöhe begegnen. Und selbst wenn nicht, gegenseitige Wertschätzung und gegenseitiges Wohlwollen machen eine Gesellschaft auch besser und lebenswerter als dieser giftschwarz triefende Hass, den die Feministinnen und und Fankurven verbreiten. Wir haben den Geschlechterkrieg nicht begonnen, wollen ihn aber beenden, weil er in Form von Kindern, Jungen, Mädchen, Männern *und* insbesondere auch Frauen schon in vielfältigster Form viel zu viele Opfer gefordert hat.

      Ich finde Deinen Ansatz gut und nachahmenswert, das Label „Feministin“ als Frau abzulehnen. Denn die Feministinnen behaupten ja immer, dass sie angeblich für alle Frauen sprechen. Wie sie reagierten, als z.B. die Frauen von #WomenAgainstFeminism das verneinten, hat gezeigt, dass dieser heutige Feminismus eine unterdrückende und somit eine ebenso menschen- wie freiheitsfeindliche Ideologie ist. Ganz zu schweigen natürlich von demokratiefeindlich, sexistisch und rassistisch, Stichwort „weiße heterosexuelle Männer“ – unsäglich, einfach unsäglich.

  3. Ronald.Z 14 September, 2014 at 16:54 Antworten

    Die “queer-feministisch-orientalische Boygroup“ soll quasi das Neue, die sich weiter gedrehte Welt darstellen, während Ihr verunsicherte alte weisse Männer von Gestern seid.

    Das ist so albern, so offensichtlich aus dem Gendersatzbausteinargumentationskasten herausgekramt, dass es schon wieder fast Mitleid erregt.

    • Wolf Jacobs
      Wolle Pelz 14 September, 2014 at 16:59 Antworten

      Wie passt jetzt aber der computeraffine Zopf da rein? 😉

      Ja, es ist albern. Es müssen halt diese Genderklischees mit ihren Feindbildern bedient werden.

      • derdiebuchstabenzählt 14 September, 2014 at 19:12 Antworten

        „Wie passt jetzt aber der computeraffine Zopf da rein?“

        Genau! Mich hätte ganz dringend interessiert was für Schuhe die Teilnehmer haben … 🙂

      • Aranxo 14 September, 2014 at 21:50 Antworten

        Der Zopf steht für weltfremdes, nerdiges Weichei und Supersoftie. Ist doch klar, dass Du Dich in so einer Jammertruppe einfindest. Das sollte damit rüberkommen.

        Ohne Dir zu nahe treten zu wollen, vielleicht stimmt davon ja sogar das ein oder andere, wenn man die Eigenschaften positiver ausdrückt, also Dich als sensiblen, nicht oberflächlichen Mann beschreiben würde.

        Der Punkt ist nur, wie Mann’s macht, ist es falsch. Da der Journalist keine echten Männer nach altem Schrot und Korn, sprich Chauvinisten, die ihre „Privilegien“ verteidigen, finden konnte, bedient er eben das Männergruppen-Weichei-Klischee.

        Richtige Männer sind in deren Hinsicht eh nur die, die Bedürfnisse von Frauen befriedigen und ansonsten die Schnauze halten.

        • Wolf Jacobs
          Wolle Pelz 14 September, 2014 at 22:11 Antworten

          Ja, klar. Ich bin sensibel. Nur halt nicht feministisch-sensibel, wie mich manche Feministin gerne hätte. 😉

          Das mit den Bedürfnissen der Frauen ist wiederum ein ganz anderes Thema… Darüber spricht man vor allem in MGTOW-Gruppen recht häufig. 😉

          • Aranxo 15 September, 2014 at 02:07 Antworten

            Als Feministinnen von uns verlangt haben, wir sollten endlich sensibler und empathischer werden, da meinten sie ja nicht, wir sollten das UNSEREN Gefühlen und Bedürfnissen gegenüber werden, sondern IHREN gegenüber. So hatten sie ja nun nicht gewettet. Für unsere Gefühle hatten die noch nie irgendwelches Interesse.

            • Wolf Jacobs
              Wolle Pelz 15 September, 2014 at 06:26 Antworten

              Ich habe versucht, mich streckenweise mit feministischer Literatur zu beschäftigen; diese spricht genau die angesprochene Einstellung gegenüber männlichen Bedürfnissen.

              Schon in den 60er Jahren wurde eine Zerstörung der Gesellschaft in feministischen Kreisen propagiert. Aussagen dazu gibt es.

      • Männerstreik 17 September, 2014 at 22:26 Antworten

        Der „computeraffine Zopf“ war der Knaller! 😀 Kannst Du damit tippen, so als dritte Hand, oder was? 😛 Na ja, deutscher Qualitätsjournalismus halt und seit so einer KiK-Werbung wissen wir ja, dass „Qualität“ von „Qual“ kommt 😉

  4. Michael Baleanu 14 September, 2014 at 17:14 Antworten

    Nun haben wir alle erfahren, was Ihr getrunken habt.

    Was hat denn er getrunken, dass er eine nicht existente “queer-feministisch-orientalischen Boygroup“ gesehen hat? War es vielleicht eine Fata Morgana?

    Sollte er sich noch einmal melden, vielleicht macht Ihr ihn auf den Fall Görgülü aufmerksam. Es wäre interessant zu wissen, ob er sich für ihn jemals eingesetzt hat oder hätte? Oder ist er der Meinung, dass Görgülü, sowieso von der patriarchalen Dividende profitiert und deswegen wäre sein Kalvarium mehr als gerechtfertigt?

    • Wolf Jacobs
      Wolle Pelz 14 September, 2014 at 17:18 Antworten

      Ingwertee war ihm zu hart. Er hat einen grünen Tee getrunken.

      Er hat auch die Rechnung für uns alle übernommen. Spesen oder so.
      Der Journalist ist trotz seines Namens Deutscher, was aber keine Rolle spielen sollte. 😉

      • Michael Baleanu 14 September, 2014 at 17:45 Antworten

        „Der Journalist ist trotz seines Namens Deutscher, was aber keine Rolle spielen sollte.“

        Auch die Voll-Juristen, die bei der Bewertung der Verfassungskonformität des §1626 a BGB eine Rolle spielten waren Deutsche. Es ist eben diese sprachliche Inkompetenz, die diese Sorte Menschen die Diskriminierung des Mannes hierzulande nicht erkennen lässt, die eine sehr grosse Rolle spielt. Leider.

  5. Austern und Muscheln 14 September, 2014 at 20:26 Antworten

    @nichtfeminist „während unseres Gesprächs, als wir mehrfach betonten, dass wir eben keinen Krieg gegen Frauen führen, sondern im Gegenteil an einem neuen Miteinander der Geschlechter interessiert“

    Ach du Sch… Ihr seid also noch so ein paar Loser, die nichts aus der Geschichte der Männerrechtsbewegung gelernt haben, siehe http://someimage.com/lLR2

  6. James T. Kirk 14 September, 2014 at 21:22 Antworten

    @Ronald.Z

    Die “queer-feministisch-orientalische Boygroup“ soll quasi das Neue, die sich weiter gedrehte Welt darstellen, während Ihr verunsicherte alte weisse Männer von Gestern seid.

    Das ist so albern, so offensichtlich aus dem Gendersatzbausteinargumentationskasten herausgekramt, dass es schon wieder fast Mitleid erregt.

    Das ist gut formuliert und habe ich mir auch gleich gedacht, als ich das las. Und da diskutieren wir mit Leszek, ob der Begriff des Gutmenschentums legitim ist. Die Leute kriegen sich einfach nicht mehr ein ob ihres Progressiv-sein-Wollens. Ich bin immer wieder erstaunt, was für eine unterwürfige Haltung man haben muß, um solche Artikel schreiben zu können. Früher war es mal en vogue, gesellschaftskritisch zu sein. Aber jetzt, wo diese linke Gesellschaftskritik schon lange etabliert ist, hapert’s auf einmal mit der „rechten“ Gesellschaftskritik – also mit der Kritik an linken Lügen und Perversionen.

    Habe gerade beim Tagesspitzel kommentiert und auf diesen Artikel verlinkt. Mal sehen, ob’s freigeschaltet wird.

    In der Tat kann solch eine Werbung hilfreich sein, solange die Leute auf Originalquellen von uns gelenkt werden.

  7. Michel D. 14 September, 2014 at 21:36 Antworten

    Eigentlich ist ein Journalist ein bedauernswertes Würstchen, wenn er zu nichts besserem fähig ist, als schlechte Artikel zu verfassen, um Menschen persönlich anzugreifen, statt die Themen selbst zu analysieren und objektiv faßbare Schlußfolgerungen daraus zu ziehen.

    • Wolf Jacobs
      Wolle Pelz 14 September, 2014 at 21:39 Antworten

      Eigentlich war er nicht unsympathisch. Er will morgen ein paar Dinge anpassen.

      Wir haben aber gesehen, dass viele verstanden haben, worum es uns geht.

      • derdiebuchstabenzählt 15 September, 2014 at 21:12 Antworten

        „Eigentlich war er nicht unsympathisch. “

        Bei Dir möchte ich Versicherungsvertreter sein. Du bist doch schon auf diesen Typen reingefallen. Was er wirklich von Dir gehalten hat, hat er doch in seinen Artikel geschrieben.

        Der war lieb und nett, das hätte schon Warnung genug sein müssen. Wenn ich jemandem Unbekannten offen sage ich sei Anifeminist (ja, von mir aus auch Nicht Feminist 🙂 ) und der mich nicht erstmal zumindest dumm anglotzt, dann frage ich mich sofort; Was will der von mir? Antifeminist zu sein und das auch offen zu sagen ist heute für die allermeisten Menschen undenkbar, was völlig unerhörtes! Die sollten zumindest doof aus der Wäsche gucken. Das erwarte ich einfach! 🙂

        • Wolf Jacobs
          Wolle Pelz 15 September, 2014 at 21:19 Antworten

          Ja, ja, ja…

          Du hast mal wieder Recht.
          Ich denke aber, dass ich schon richtig mit der Situation umgegangen bin.

          Außerdem weiß ich ja, dass er uns so richtig verarscht hat. Ich hätte besser sagen sollen: „Er wirkte recht sympathisch.“ Sein Artikel lässt ihn ja nun anders erscheinen.

          Hast aber recht. Nicht-Feminist. Es heißt Nicht-Feminist bei mir. 😉

          • derdiebuchstabenzählt 15 September, 2014 at 21:25 Antworten

            Ob ich recht habe weiß ich nicht aber wenn ich jemandem sage ich sei Antifeminist und der reagiert nicht mit Ablehnung, frage ich mich eben, warum nicht.

            Mal ehrlich, würde Dich eine Nichtabwehr als Reaktion nicht auch wundern?

            Nein, das war schon gut was ihr gemacht habt. 🙁

            • Wolf Jacobs
              Wolle Pelz 15 September, 2014 at 21:28 Antworten

              Ja, war es. Wenn Du Dir die ganzen Kommentare ansiehst, zeigt es einige Dinge sehr deutlich.

              Der Artikel hat uns zumindest Aufmerksamkeit für unsere Sache verschafft. Das ist alles, was jetzt zählt. Außerdem wissen wir jetzt, wir wir anders vorgehen werden.

  8. Michael Baleanu 15 September, 2014 at 00:53 Antworten

    „an einem neuen Miteinander der Geschlechter interessiert“?

    Wer diese Dissertation aus dem Jahre 2006 liest „Link: Der Einfluss des Vaters auf die Entwicklung von Mitgefühl und prosozialem Verhalten“ stellt fest, dass ein „neues“ Miteinander gar nicht notwendig wäre, dieses Miteinander ist ja schon da.

    Es geht in erster Linie, denjenigen, die den Mann und Vater schlecht und die Mutter heilig reden und damit ihre Beratungsgeschäfte betreiben, das Handwerk zu legen.

    • emannzer 15 September, 2014 at 18:42 Antworten

      Hast du dich schon mal bei Oracle in Berlin vorgestellt. Die suchen im Consultingbereich eigentlich immer fähige Leute, die als Externe Engpässe zu vermeiden helfen. Leider ist der ehemalige Kollege dort (war mehrere Jahre bei Oracle) zwischenzeitlich ausgeschieden, sodass ich dir den aktuellen Leiter Consulting nicht nennen kann. Viel Erfolg

  9. emannzer 15 September, 2014 at 18:38 Antworten

    Eine hervorragende und besonnene Replik auf den Artikel des Tagesspiegels. Meinen Glückwunsch dazu. Ich überlege eine Art Gegenüberstellung zu machen, obwohl ich momentan zeitlich ziemlich eingespannt bin.

    Wie auch immer, auf beiden Sites sprechen die Kommentare Bände und Klartext. Das ist doch schon mal was,

      • Wolf Jacobs
        Wolle Pelz 15 September, 2014 at 19:25 Antworten

        Irgendwann muss man aus der Simulationsphase heraus und in die „Schlacht“ ziehen.

        Wir waren zumindest von unseren Aussagen her offenbar sehr gut aufgestellt. Ich hatte ja auch zwei Wortakrobaten an meiner Seite.
        Ursprünglich wollte er auf ein Treffen mit uns. Wir können froh sein, dass wir dies verhindert haben. Wer weiß, was dann so zusammenfantasiert worden wäre.

  10. LH 15 September, 2014 at 18:55 Antworten

    Ihr werdet da natürlich schon als komische Sonderlinge portraitiert. Aber das ist wohl zu erwarten, denn die Sache ist ja neu für die Mainstream-Medien. Davon abgesehen fand ich den Artikel aber gar nicht so fürchterlich. Insbesondere wichtig war, dass ihr ausdrücklich nicht als die Frauenhasser dargestellt wurdet, die der Mainstream meist unter „Maskulisten“ erwartet und beschreibt. Das ist schon mal ein echter Fortschritt. Und zum jetzigen Zeitpunkt dürfte so ein Artikel vor allem dafür sorgen, dass all jene, die auch merken, dass mit dem Feminismus etc. etwas nicht stimmt (und das sind viele inzwischen, Männer wie Frauen) sehen, dass auch andere so denken und es ok ist, diese Dinge zu sagen. Also: Vielen Dank für den Einsatz!

  11. Veitgen 15 September, 2014 at 19:05 Antworten

    Es sind immer wieder die gleichen Gesprächsangebote der Medien, auf die Männerrechtler – überzeugt ihrem Anliegen ein Forum zu geben – eingehen. Es ist mit wenigen Ausnahmen immer davon auszugehen, dass jedes Interview so umgebogen wird, dass Männerrechtler ad hominem und nicht in der Sache dargestellt werden. Insofern kann es nicht schaden, schon vor dem Interview darauf zu verweisen, dass man sich weigert ein Gespräch zu führen, wenn es wie das Interview im Tagesspiegel ausgeschlachtet und verwurstet werden soll. Dafür kann man dem anfragenden Journalisten exemplarische drei Interviews der Vergangenheit per E-Mail zusenden und gleichzeitig betonen, dass man nicht dafür bereitsteht, jemanden das ideologische Zeilenschinden zu ermöglichen. Alles im Leben ist ein Nehmen und Geben.

    Ebenso sollte gerade Bernhard die einschlägigen Propaganda-Begriffe „ideologisch, ad hominem, ad personam, Polemik, true scotsman, etc.“ aus dem Ärmel schütteln können. Das ist eben notwendig und auch geübte Praxis, wenn Personen aus Parteien, Wirtschaft oder Lobbyverbänden zum Interview gebeten werden. Auch dann wird ein Befragrungskorridor, ein Wertungskorridor festgelegt und ebenso vorab bestimmt, dass der Artikel/das Interview vor Veröffentlichung gegengelesen werden darf.

    Wer mit dem Kopf des Gegners denkt, wird wissen und begreifen. Der Journalist Mohamed Amjahid unterliegt einem gewaltigen Konformitätsdruck – wie fast alle Journalisten, deren Arbeitsplätze seit inzwischen Jahrzehnten vom Druck des Marktes und der Chefredaktion bedroht sind. Auch ein freier Journalist ist nicht frei, sondern nur freier Unternehmer für wenig Honorar und Auftrags- und Hofnarr des medialen Zeitgeistes. Dessen eingedenk handelt man Interviews aus, statt dem Tenor eines Artikels oder Interviews nachzuweinen, nachdem dieser erschienen ist. Immerhin bekommt Mohamed Amjahid neben Spesen Geld dafür. Man muss den Kakao durch den man gezogen wird, ja nicht auch noch schlürfen.

    • Wolf Jacobs
      Wolle Pelz 15 September, 2014 at 19:29 Antworten

      Im Endeffekt hat uns das Interview bisher genutzt. Die Menschen da draußen können sehr wohl platte Polemik und Inhalte unterscheiden. Ich habe nicht mit so einem Verständnis gerechnet.

      Das lässt hoffen. Auf jeden Fall lernen wir daraus und werden noch vorsichtiger sein.

  12. BRD 15 September, 2014 at 22:28 Antworten

    Als ich den Bericht im Tagesspiegel las, hatte ich ein Déjà-vu → http://www.spiegel.de/spiegel/print/d-13688517.html
    Das ist vom: 25.05.1992

    Ähnliches Spiel: man macht sich über die Protagonisten lustig, verschweigt aber zumindest nicht ihre Existenz.

    Danach gab es nur noch feministisch aufbereitetes Material. ← milde ausgedrückt.

    Jetzt haben wir eine Zeit in der man nicht mehr zu 100 % auf den offiziellen Journalismus angewiesen ist.
    Damals schon, und das bedeutete, dass kritische Leserbriefe in den Papierkorb wanderten.

  13. Achim Stößer 8 Mai, 2015 at 20:07 Antworten

    >>Ebenso muss jeder Tierrechtler, der ethisch verantwortlich und konsequent handeln und damit glaubwürdig sein will, zugleich Antisexist (s. http://antisexismus.de) sein.

    Fatal dabei ist, dass viele noch immer nicht begriffen haben, was Sexismus heißt: nämlich die Diskriminierung aufgrund des Geschlechts. So ist in Deutschland inzwischen die Beschneidung von Jungen ohne medizinische Indikation, also männliche Genitalverstümmelung, die irreparable schwere Schäden verursacht, legal. Zwar sind weltweit laut WHO 30% aller Männer Betroffene dieses barbarischen Brauchs, der eine massive Verletzung des Menschenrechts auf körperliche Unversehrtheit ist, also über eine Milliarde, und viele Kinder sterben daran, aber das sind ja nur Jungen; verboten ist daher lediglich die Beschneidung von Mädchen mit weltweit etwa hundert Millionen (also einem Zehntel) Betroffenen. Selbst das Grundgesetz ist sexistisch. In Artikel 6, Abs. 4 heißt es: »Jede Mutter hat Anspruch auf den Schutz und die Fürsorge der Gemeinschaft«. Was ist mit Vätern? Diese genießen entgegen dem Gleichheitsgrundsatz in Artikel 3 keinen Schutz, u.a. mit der Folge, dass zahllosen Männern der Umgang mit ihren Kindern drakonisch erschwert oder gar unmöglich gemacht wird – allein aufgrund ihres Geschlechts. Und Artikel 12a beginnt: »Männer können […] zum Dienst in der Streitkräften, im Bundesgrenzschutz oder in einem Zivilschutzverband verpflichtet werden«, und weiter: »Frauen […] dürfen auf keinen Fall zum Dienst mit der Waffe verpflichtet werden«; fatal, da die Wehrpflicht keineswegs abgeschafft, sondern lediglich ausgesetzt ist: auch von diesem mörderischen Zwangsdienst sind ausschließlich Männer betroffen. Statt dagegen vorzugehen, machen sich angebliche Antisexisten dafür stark, Fußgängerampeln umzugestalten, da diese eigentlich geschlechtsneutrale, angeblich männliche Figuren (»Ampelmännchen«) zeigen, und hierfür eine »geschlechtergerechte« Variante einzuführen. Doch bei solchen Kuriositäten bleibt es nicht: obwohl Männer ebenso häufig von häuslicher Gewalt betroffen sind wie Frauen und weit häufiger Opfer von Gewalttaten werden, gibt es überall Frauenhäuser und Frauenparkplätze, aber kaum Männerhäuser und keine Männerparkplätze.

    Sexismus bedeutet, daran sei erinnert, die Diskriminierung aufgrund des Geschlechts. Stattdessen dichten angebliche Antisexisten Feminismus zu Antisexismus um. Und wenn reale Antisexisten feministische Kastrationsphantasien und blutdürstige Matriarchatsbestrebungen oder auch nur Diskriminierung von Männern kritisieren, werden diese mit Maskulisten in einen Topf geworfen und absurderweise als Sexisten diffamiert. Dabei ist Feminismus (schon am Wort zu erkennen) ebenso sexistisch wie Maskulismus. Auch wenn es in mittelalterlichen patriarchalischen Theokratien vor Jahrhunderten und (etwa in Ägypten oder dem Vatikanstaat) auch heute noch anders war und ist, aber allgemeine Feminismusdefinitionen, die »Gleichheit« beinhalten sind so verlogen wie die Behauptung, »Islam« (»Unterwerfung«) heiße »Frieden« oder Tierschutz, der von »Tierrechten« fabuliert. Das müssen die Antisexisten/Tierrechtler, die sich immer noch mit dem Wort Feminist/Tierschützer zu schmücken versuchen, endlich begreifen.

    Tierrechtler, also Antirassisten, Antisexisten, Antitheisten, Antispeziesisten müssen sich demnach nicht nur, aber auch, gegen Tierschutz, Neofaschismus, Feminismus, Religion und gegen Vegetarismus einsetzen. << http://maqi.de/presse/tierrechtstag2014.html

    • Wolf Jacobs
      Wolle Pelz 9 Mai, 2015 at 09:13 Antworten

      Du sprichst einige wichtige Punkte an. Ich – persönlich – finde den Ausdruck Maskulismus ebenfalls kritisch zu betrachten.

      Den Link sichte ich später. Heute ist ein wichtiger politischer Termin.

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