Julia Schramm endgültig bei der Linken

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22. November um 14:20 · Berlin ·

2016 ist noch nicht zu Ende, aber ich weiß jetzt schon, dass 2017 mindestens ebenso aufregend und spannend und intensiv wird, denn für mich stehen ein paar Veränderungen an. Eine davon ist, dass Ende Januar meine Arbeit bei der Amadeu Antonio Stiftung als Fachreferentin für Hate Speech endet. Warum?

1. Ich habe die Distanz zu meinem Gegenstand verloren, die notwendig ist, um eine gewisse Objektivität herstellen zu können. Ich selbst, meine private Person, meine Persönlichkeit, ja meine ganze Integrität ist Teil der Debatte zu Hate Speech geworden und lässt mich die Arbeit nicht mehr mit der notwendigen Nüchternheit betreiben.

2. Seit Anfang des Jahres mache ich wieder Parteipolitik und werde zunehmend auch mit der Partei Die Linke identifiziert, was auf Dauer eine seriöse Tätigkeit bei einer überparteilichen Stiftung unmöglich macht. Ich habe mich jedoch entschieden, dass ich parteilich sein will, dass ich mich politisch einmischen will; ich will wieder Politik machen, nicht nur analysieren.

Die Zeit bei der Amadeu Antonio Stiftung war eine wichtige Zeit für mich, ich habe viel gelernt, Solidarität und Unterstützung erfahren, wie es selten in unseren Zeiten ist. Die Stiftung stand mir stets zur Seite. Auch als von mir – vor meiner Tätigkeit bei der Stiftung – verfasste Tweets gegen meine Kolleg_innen und die Stiftung verwendet wurden. Die besagten Tweets waren sicherlich kein wertvoller Beitrag in der Debatte zu Hate Speech und es tut mir leid, dass Andere dafür in Haftung genommen wurden.

Ich werde der Stiftung immer dankbar verbunden bleiben und bin sicher, dass sich unsere Wege wieder kreuzen. Danke für alles.

Da hoffen wir doch mal, dass mit Anne Helm und Julia Schramm die Linke genauso untergeht, wie die Piraten.

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