Demos im Iran. Was ist dort los? Einige Berichte, Clips

Bürgerkrieg - Faktum Magazin
Demos im Iran. Was ist dort los?
Einige Berichte, Clips

The Times of Israel:
At least 12 killed in widespread protests, Iran state TV says

Laut der ToI gab es mindestens 12 Tote bei landesübergreifenden Protesten im Iran. Die Zeitung bezieht sich auf das iranische (Staats-)Fernsehen.

 

Bewaffnete Demos im Iran

Bewaffnete Demonstranten sollen versucht haben, Polizeistationen und Militärbasen zu übernehmen. Mindestens 12 Menschen sollen dabei getötet wurden. So berichtet zumindest wenig zuverlässig das iranische Fernsehen. Es ist anzunehmen, dass die Zahl der Opfer größer ist.

Die Proteste begannen als Demonstrationen gegen die wirtschaftliche Lage im Land und weiteten sich dann aus. In der Stadt Mashhad richteten sich die Demonstrationen sehr schnell gegen das islamische Regime insgesamt. Es zogen offenbar Tausende durch unterschiedliche Städte um Rufe und Gesänge wie „Tod dem Diktator“ kund zu tun.

Verhaftungen und Tötungen

Als Konsequenz wurden offenbar hunderte von Menschen verhaftet. Das staatliche Fernsehen berichtet, dass bei Zusammenstößen in der Sonntagnacht 10 Personen getötet wurden. Zwei weitere wurden am späten Sonntag in Izeh getötet.

„Einige bewaffnete Demonstranten versuchten, einige Polizeistationen und Militärbasen zu übernehmen, sahen sich jedoch ernsthaften Widerstand der Sicherheitskräfte gegenüber“, berichtete das staatliche Fernsehen.

Vieles ist unklar, die Sichtung der Quellen schwierig

Die Todesursachen der verstorbenen Demonstranten ist unbekannt. In Takestan brannte eine islamische Schule für Geistliche und ein Regierungsgebäude, teilte die Nachrichtenagentur ILNA mit. Das staatliche Fernsehen berichtete von zwei Toten, die wegen eines gestohlenen Feuerwehrsautos, das sie in Brand gesetzt haben, verstorben sind.

Neben Takestan und Izeh (im Südwesten) waren Kermanshah, Khorramabad (im Westen), Shainshahr (Nordwesten) und Zanjan (im Norden) von den Unruhen betroffen.

Die Überprüfung der Berichte blieb aufgrund von Reisebeschränkungen und sporadischen Blockaden im mobilen Internet und auf den beliebten Social-Media-Seiten wie Telegram und Instagram schwierig.

Am Sonntag blockierte der Iran den Zugang zu Instagram und der beliebten Nachrichten-App Telegram, die von Aktivisten zur Organisation genutzt wurde.

Stellungnahmen durch das Regime

Präsident Hassan Rouhani räumte ein, das Volk sei über wirtschaftliche Lage des Langes erzürnt. Er und andere der Machtinhaber warnten davor, dass die Regierung nicht zögern würde, gegen diejenigen vorzugehen, die sie als Gesetzesbrecher ansieht.

„Die Leute sind absolut frei darin, ihre Kritik und sogar Proteste auszudrücken“, sagte Rohani in einer Nachricht über den staatlichen Sender.

„Aber Kritik ist etwas anders als Gewalt und Zerstörung von öffentlichem Eigentum.“

Er bemühte sich um einen versöhnlichen Ton und sagte, Regierungsstellen sollten „Platz für Rechtskritik und Protest bieten“ und zu mehr Transparenz und ausgewogeneren Medien aufrufen.

US-Präsident Donald Trump sagte u. a. über Twitter, die „großen Proteste“ hätten gezeigt, dass die Menschen „schlauer geworden seien, wie ihr Geld und ihr Reichtum gestohlen und wegen des Terrorismus verschleudert werden“.

„Sieht so aus, als würden sie es nicht länger aushalten“, schrieb er auf Twitter.

Trump beschuldigte den Iran „zahlreiche Menschenrechtsverletzungen“ begangen zu haben. Er kommentierte die Störung des Zugriffs auf die sozialen Medien, er sagte, dass „jetzt das Internet geschlossen wurde, damit friedliche Demonstranten nicht kommunizieren können. Nicht gut!“ (Twittersprache)

Natürlich wies Rohani die Aussagen Trumps zurück.

„Dieser Mann, der heute in Amerika mit unserem Volk sympathisieren will, hat vergessen, dass er vor ein paar Monaten die Nation des Iran als Terroristen bezeichnet hat. Diese Person, deren ganzes Wesen gegen die iranische Nation ist, hat kein Recht, Mitleid mit dem iranischen Volk zu haben. „

Nach anfänglichem Schweigen sendeten die staatlichen Medien, am Sonntag einige Aufnahmen, die junge Männer, die Banken und Fahrzeuge attackierten, einen Angriff auf ein Rathaus in Teheran und Bilder eines Mannes, der die iranische Flagge verbrannte, zeigten.

Zweihundert Menschen sollen in der Unruhe von Samstagnacht in der Hauptstadt verhaftet worden sein.

„Diejenigen, die öffentliches Eigentum beschädigen, die Ordnung stören und gegen das Gesetz verstoßen, müssen für ihr Verhalten verantwortlich sein und den Preis zahlen“, sagte Innenminister Abdolrahman Rahmani Fazli am Sonntag.

„Die Verbreitung von Gewalt, Angst und Terror wird definitiv beantwortet werden“, fügte er hinzu.

Das Israel Video Network berichtet

"Down with Hezbollah", chanted in the streets of Iran

"Down with Hezbollah", Iran's saga continues. Demonstrations have spread to many cities across the country. "Down with Hezbollah", "Islamic Republic, we don't want it, don't want it", "Down with Dictator", and other chants are echoing across Iran. We're sure it doesn't please the MSM and the Liberal government and the Islamic Republic apologists, but these voices need to be heard.Next week a group of Iranian diplomats is arriving in Canada to negotiate the reopening of the Iranian embassy. Spread the word, and ask the Canadian government to stand with Iranian people, not the oppressive Islamic regime.Link to the video on Youtube: https://www.youtube.com/watch?v=eB5YpJxg6Sg

Gepostet von Civil Space Network am Freitag, 29. Dezember 2017

Anti-Regime-Proteste breiteten sich über die Straßen von Iran aus

Hier ist man sehr deutlich:

Das iranische Terrorregime muss gehen! Sie hat Hunderte Israelis und Amerikaner getötet und Terror ermöglicht. (…)

Es werden einige Botschaften von Twitter veröffentlicht:

RT deutsch: Medienberichte: Zehn Tote bei Protesten im Iran

Bei den Protesten im Iran sind nach Angaben des Staatsfernsehens bislang zehn Demonstranten ums Leben gekommen. Das iranische Fernsehen gab am Montag zunächst keine weiteren Details dazu bekannt.
Zuvor hatte ein iranischer Abgeordneter von zwei weiteren Toten gesprochen. Sie seien in der Nacht zum Montag in der Stadt Iseh im Südwestiran getötet worden, sagte Hodschatollah Chademi der Nachrichtenagentur Ilna.Nach Angaben von Chademi gab es auch Verletzte und Festnahmen. Bei einigen der Festgenommenen seien auch Waffen, Munition und Sprengstoff entdeckt worden, sagte der Abgeordnete am Montag. Nach unbestätigten Berichten in sozialen Netzwerken soll Iseh kurzfristig sogar von Regimegegnern besetzt gewesen sein. (…)

Ein weiteres Video vom 29.12.2017

 


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