Freitagsbrief – 75 Jahre HIROSHIMA – KW 32/2020

Professor Dr. Günter Buchholz:
Der Freitagsbrief
75 Jahre Hiroshima
Ausgewählte Links der Woche
Gesammelte, kommentierte, wöchentliche Verweise der Frankfurter Erklärung auf aktuelle Nachrichten.

Diese Woche war von mehreren Themen geprägt. U. a. waren dies:
75 Jahre ist es her, dass Hiroshima mit einer Atombombe bombardiert wurde,
in Beirut gab es eine heftige Explosion im Hafen,
die “Tag der Freiheit”-Demo in Berlin und
die “Cancel Culture”, die um sich greift.

Die Links der Woche.

75 Jahre HIROSHIMA

Atomangriff auf Hiroshima

Innerhalb von Zehntelsekunden verdampfen sämtliche Lebewesen –

Überlebende erzählen vom Atomangriff auf Hiroshima

Vor 75 Jahren warfen die USA die erste Atombombe auf die japanische Stadt Hiroshima.

Was ist an diesem 6. August 1945 genau passiert?

Unsere Korrespondentin hat mit zwei Überlebenden den Tag rekonstruiert.

Why America shouldn’t have nuked Japan
(Warum Amerika Japan nicht mit Kernwaffen angegriffen haben sollte)

US belief that atomic bombings were necessary to obviate even deadlier invasion of Japan is as false 75 years later as it was at the time.

(Der US-Glaube, dass Atombombenabwürfe notwendig waren, um eine noch tödlichere Invasion Japans zu verhindern, ist 75 Jahre später so falsch wie damals.)

U.S. leaders knew A-bombs unnecessary to win war
US-Führung wusste, dass A-Bomben unnötig waren, um Krieg zu gewinnen

U.S. leaders knew that they did not have to drop atomic bombs on Japan 75 year ago to win World War II, according to an opinion piece the Los Angeles Times ran in its online edition Wednesday. (…)

Die US-Regierung wusste, dass sie vor 75 Jahren keine Atombomben auf Japan abwerfen mussten, um den Zweiten Weltkrieg zu gewinnen. Dies ergab eine Stellungnahme der Los Angeles Times in ihrer Online-Ausgabe am Mittwoch.

75 Jahre Atombombe auf Hiroshima

Der den Tod auf Hiroshima warf
Ging ins Kloster, läutet dort die Glocken.
Der den Tod auf Hiroshima warf
Sprang vom Stuhl in die Schlinge, erwürgte sich.
Der den Tod auf Hiroshima warf
Fiel in Wahnsinn, wehrt Gespenster ab
Hunderttausend, die ihn angehen nächtlich,
Auferstandene aus Staub für ihn.

Nichts von alledem ist wahr.
Erst vor kurzem sah ich ihn
Im Garten seines Hauses vor der Stadt.
Die Hecken waren noch jung und die
Rosenbüsche zierlich.
Das wächst nicht so schnell, dass sich einer
verbergen könnte
Im Wald des Vergessens. Gut zu sehen war
Das nackte Vorstadthaus, die junge Frau
Die neben ihm stand im Blumenkleid
Das kleine Mädchen an ihrer Hand
Der Knabe, der auf seinem Rücken saß

Und über seinem Kopf die Peitsche schwang.
Sehr gut erkennbar war er selbst
Vierbeinig auf dem Grasplatz, das Gesicht
Verzerrt von Lachen, weil der Photograph
Hinter der Hecke stand, das Auge der Welt.

Marie Luise Kaschnitz, 31. Januar 1901 – 10. Oktober 1974

„Ich kann Ihnen eines versichern: Keiner in meinem Flugzeug hatte je das geringste emotionale Problem oder eine schlaflose Nacht wegen der Hiroshima-Mission!“

Paul Tibbets, Captain der Enola Gay, Interview in US News and World Report, 5. August 1954 (…)

„So etwas Großartiges hat es noch nie in der Geschichte gegeben“.
„This is the greatest day in history“.

Harry S. Truman on the Bombing of Hiroshima, 1945

So äußerte sich der größte Tagesmörder der Geschichte US-Präsident Harry Truman nach dem Abwurf der ersten Atombombe. 64 Städte Japans waren vor Hiroshima und Nagasaki in Schutt und Asche gelegt worden, auch mit NAPALM, Holzhäuser brannten hervorragend. Als die Amerikaner ihre Untaten dann vor Ort sahen, ordnete der oberste Besatzer General Douglas MacArthur strengste Zensur an. (…)

„Regen der Zerstörung aus der Luft“

75 Jahre nach dem Abwurf zweier Atombomben über den japanischen Städten Hiroshima und Nagasaki am 6. und 9. August 1945 wird vor allem in den USA noch immer heftig darüber gestritten, ob deren Einsatz „notwendig und gerechtfertigt“ war.

(Diverse Links)

CORONA – Covid-19

Hartmut Krauss: Vorläufige Bilanz der „Corona-Krise“

I. Zur Gefährlichkeit des Sars-Cov-2-Virus
Zur Sterblichkeitsrate
Covid-19 und Influenza
Impfstoff als „Erlöser“?
Deutschland als leuchtendes Beispiel?

II. Die gesellschaftlichen Folgen der Lockdown-Maßnahmen
1. Ökonomische Auswirkungen
Drastischer Wirtschafts- und Handelseinbruch
Erheblicher Anstieg der Arbeitslosigkeit und Kurzarbeit (…)

Zur Gefährlichkeit des Sars-Cov-2-Virus
Grundsätzlich ist zunächst festzustellen, dass das Sars-Cov-2 Virus für bestimmte (unzureichend definierte) Risikogruppen lebensbedrohlich sein kann, aber andererseits von einer pauschalen überindividuellen Gefährlichkeit, die signifikant über dem Niveau einer Influenzainfektion liegt, anhand vorliegender Daten keine Rede sein kann. So verläuft die Infektion mit Sars-Cov-2 nach Angaben der Weltgesundheitsorganisation WHO in 80 Prozent der Fälle mild bis moderat, teilweise gänzlich symptomfrei. (…)

Zur Sterblichkeitsrate
Sehr umstritten ist die Zählweise der sog. Corona-Toten. Das Robert-Koch-Institut (RKI), das zunächst Obduktionen an vermeintlichen Corona-Toten abgelehnt hatte, bestätigte am 20. März durch seinen Präsidenten, dass testpositive Verstorbene grundsätzlich, d.h. unabhängig von der wirklichen Todesursache, als »Corona-Todesfälle« gezählt werden: „Bei uns gilt als Corona-Todesfall jemand, bei dem eine Coronavirus-Infektion nachgewiesen wurde.“ (…)

Hierzu: GAM-Newsletter 05. 08. 2020

Wie tödlich ist Corona?

Wir befinden uns mitten in der zweiten Welle … der zweiten Welle des stetig aus den Medien auf uns einprasselnden Alarmismus. Dieser Alarmismus passt jedoch nicht zu den offiziellen Zahlen. Statistisch ist die Gefahr, bei einem Sturz ums Leben zu kommen, in diesem Sommer 15mal so groß wie die Gefahr, an Covid-19 zu sterben. Natürlich sollte man die Krankheit nicht verharmlosen, stellt sie für Angehörige der Risikogruppen doch ein relevantes Risiko für Leib und Leben dar. Angst ist jedoch ein schlechter Ratgeber. Zeit für einen hoffentlich unaufgeregten Blick auf die Frage, wie tödlich Corona eigentlich ist.

DEUTSCHLAND

“Tag der Freiheit” – Gedanken zum 1. August 2020 in Berlin

„Die Versammlung am Samstag war die vielleicht größte regierungskritische Demonstration in Deutschland seit dem 4. November 1989. Die Entscheidung der Regierung, sie auflösen zu lassen, und die anschließende Ohnmacht der staatlichen Organe, diese Auflösung auch vollziehen zu können, weisen den Weg in politisches Neuland.“ (…)
PAUL SCHREYER, 3. August 2020

Demonstrationen in Berlin
Anti-Corona-Pro­teste lösen Debatte über Ver­samm­lungs­f­rei­heit aus

Corona-Demos: Politik diskutiert über Einschränkung der Versammlungsfreiheit

(Diverse Links)

Tag der Freiheit:
Die Berliner Polizei zieht Bilanz

Der Demo ging es darum, sich gegen die Corona-Maßnahmen (Lockdown etc.) zu stellen. Dem Ruf der Organisatoren folgten sehr viele Menschen. Während offizielle Stellen von 17.000 Menschen sprechen, gehen andere von weitaus höheren Zahlen (über 1.3 Millionen Menschen) aus.

Neben der Presse muss man dringend die “offiziellen Stellen” hinterfragen. Anhand der beobachteten Live Streams gehe ich von einer weitaus höheren Zahl als 17.000 Menschen aus. Den einzigen Vergleich kann ich zu Fußballspielen ziehen, bei denen ich bis zu 50.000 Menschen gesehen habe. Daher schätze ich die Zahl der Demonstranten weitaus höher als 17.000 ein.

Die Polizei Berlin spricht in ihrer Bilanz zum Tag von 20.000 Personen im weiteren Verlauf. (…) Zu Gewalttätigkeiten kam es an dem Tag, aber das war wieder einmal den Linksextremen auf einer anderen Demo überlassen. (…)

(Links und Videos)

Verlieren Regierung und Medien ihre Glaubwürdigkeit? Unionsfraktions-Vize über Doppelmoral bei Demos

Zweierlei Maß bei Demonstrationen und Diffamierung von Bürgern passen nicht zu einem demokratischen Land, so Arnold Vaatz. Der Spitzenpolitiker stellt im Lichte der Black Lives Matter (BLM)- und den Anti-Corona-Demos die Frage: Was hat politische Gesinnung mit Seuchenverbreitungsgefahr zu tun? Er warnt vor Glaubwürdigkeitsverlust. (…)

Die Kernfrage ist, warum bei gleicher Gefahrenlage die BLM-Demonstration gegen Rassismus allgemein gelobt und toleriert und die Demonstration vom 1. August allgemein verflucht wurde.

Es wird kein Antisemitismus gegen tote Juden geduldet!

Es wird kein Antisemitismus gegen tote Juden geduldet, dafür aber Judenhass gegen die Lebenden hofiert, denn der Deutschen liebstes Kind ist die Familie Stolperstein.

Es fällt Antisemiten heute nicht mehr so leicht, Juden als Religionsgemeinschaft oder als Volk zu hassen, daher hassen sie nun den jüdischen Staat. Das geht immer als akzeptable Israelkritik durch.

Wer Israel kritisiert, muss keinen Protest des Stadtparlaments fürchten, keinen Aufschrei der Anständigen aus den Fraktionen, kein Gebrüll bei den notorischen Mahnern, die sonst so gerne jegliche Form des Antisemitismus brandmarken, kein Aufschrei gegen Judenhass und kein übliches „Wehret den Anfängen“.

Wenn es gegen Israel geht, ist die Creme de la Creme der eifrigen Stolperstein-Führer still, ebenso die feine Auslese der Ergriffenheitsmafia, die Hautevolee der Betroffenheitschickeria und des ewig ritualisierten Gedenktheaters. Die handverlesene, vornehme Gesellschaft, die sich alljährlich am 9. November zum gemeinsamen Rendezvous trifft und sich in ihrer ewigen Betroffenheit aalt, die Betroffenheitsfunktionäre schweigen, wenn Israel unter Freunden an den Pranger gestellt wird. (…)

Über die Jahrzehnte hat sich ein „Wohlfühljudentum der toten Juden“ herausgebildet. Die Instrumentalisierung dieser toten Juden, die sich dagegen nicht mehr wehren können, ist in vollem Gange. Die Manege ist frei und jeder, der auf den Gedenkveranstaltungen den Namen eines Deportierten vorlesen darf, kann mit dem wohligen Gefühl nach Hause gehen, etwas sensationell Gutes getan zu haben, natürlich für tote Juden. (…)

Lisa Eckhart und die Angst vor Gewalt

Die österreichische Kabarettistin Lisa Eckhart wurde von der Leitung des „Harbour Front Literaturfestival“ in Hamburg ausgeladen, da angeblich der Schutz des Publikums und der auftretenden Künstlerinnen und Künstler nicht gewährleistet werden konnte. Geplant war der Auftritt im „Nochtspeicher“, aber das Lokal hat erklärt, dass es bei einer Lesung der Künstlerin im „bekanntlich höchst linken Viertel“ zu Protesten kommen könnte und diese möglicherweise sogar „eskalieren“ könnten.

Gewalt als Mittel zur Unterdrückung von Worten und Kunst ist die Vorgehensweise von Faschisten. (…)

dazu: Der Fall Lisa Eckhart – Cancel Culture in Deutschland

Die österreichische Kabarettistin Lisa Eckhart gehört zu den Personen, denen deutsche Medien das Attribut „umstritten“ als vorangestellten Namensbestandteil verliehen haben. Nun wurde Eckhart, wie der SPIEGEL berichtet, vom Veranstalter einer Literaturlesung in Hamburg ausgeladen. (…)

Zuvor hatten zahlreiche Feuilletonistinnen, angeführt von taz und SPIEGEL, Eckhart Antisemitismus, Rassismus und weitere unschöne Dinge vorgeworfen und damit die Atmosphäre geschaffen, die sich nun nach Ansicht der Veranstalter gewalttätig entladen könnte. Das ist tragisch. Noch tragischer ist jedoch, dass große Teile des sich selbst als linksliberal verstehenden deutschen Feuilletons offenbar die Satire von Lisa Eckhart nicht einmal im Ansatz verstehen, fehlt ihnen doch jeglicher Sinn für kritische Selbstreflektion.

weiter: Die „Cancel Culture“ ist ein Rückfall in mittelalterliche Sitten

Den Agitatoren der Cancel Culture geht es um das Ausstoßen missliebiger Meinungen und Menschen aus der Gemeinschaft. Das ist ein Verstoß gegen die Prinzipien der freiheitlichen, diskursiven Demokratie.

und: Dieter Nuhr, die Wissenschaft und der Online-Mob

So kommen Sie entspannt durch einen Shitstorm

Die Deutsche Forschungsgemeinschaft hat für eine Kampagne den Kabarettisten Dieter Nuhr engagiert. Als deshalb im Netz Hunderte protestierten, entfernte sie eilig dessen Beitrag. Kritikfähigkeit? Nein, ein unnötiger Kniefall.

(Diverse Links)

Verstärkter gesellschaftlich-politischer Niedergang. Aktuelle Beispiele

Der politische, geistig-moralische und kulturelle (Bildungs-)Verfall zeigt sich zunehmend auch in den immer wüster, „querer“ und dekadenter werdenden Schlammschlachten zwischen folgenden „Blöcken“:

  1. den dominierenden politisch-medialen Kräften des globalkapitalistisch-multikulturalistischen Herrschaftssystems,
  2. den vulgären Pseudolinken sowie
  3. der (angeschlagenen) rechtspopulistischen Opposition

Nur ein paar aktuelle Beispiele (…)

EU-Politik / EUROPA

Ohne Sicherheit kein Wohlstand – wie Europa seine Verteidigungsfähigkeit verspielt

In Europa entsteht ein gefährliches militärisches Vakuum, aber die Bedrohung wird verdrängt. Die einstige Schutzmacht Amerika zieht sich zurück, und die Europäer sind nicht in der Lage, die Lücke zu schliessen.

Kommentar GB:

Die NATO ist nach der Auflösung des Warschauer Pakts und der Sowjetunion historisch veraltet, aber sie wird von USA weiterhin im Sinne ihrer aktuellen geopolitischen Interessen gegen die Rivalen Rußland und China genutzt, und von den EU- und NATO-Staaten wird erwartet, daß sie sich dieser US-Strategie unterordnen und ohne weitere Prüfung anschließen.

Die Europäer müssen daher erst einmal realisieren, wer und was denn im 21. Jahrhundert ihre Sicherheit in inneren wie von außen bedroht, und das ist eine fundamentale und zentral wichtige Frage, die mit dem Verweis auf die NATO – und damit auf die unausgesprochenen aktuellen geopolitischen Interessen der USA – eben nicht schon beantwortet ist. (…)

(Diverse Links)

INTERNATIONAL

Was Videos über den Moment der Katastrophe aussagen – Eine Rekonstruktion der Explosion von Beirut

Hunderte von Videos von Augenzeugen wurden nach der Explosion in soziale Netzwerke hochgeladen. Diese Videos geben Hinweise über die Zerstörungskraft und darüber, was sich in den Sekunden der Explosion genau abgespielt hat.

(Links)

Nahost-Experte Lüders zum Libanon

„Mischung aus Feudalstaatlichkeit und mafiösen Strukturen“

Durch das betrügerische Bankensystem habe die politische Elite die Menschen im Libanon in die Armut getrieben, sagte Nahost-Experte Michael Lüders im Dlf. Jahrelang habe die Jugend versucht, das politische System zu verändern. Die Explosion in Beirut könnte den Machthabern jetzt aber das Genick gebrochen haben.

Michael Lüders im Gespräch mit Dirk Müller

Die Verhaftung von George Floyd

(Link zum Video)

Hamas. Tod der Hoffnung. Von Deutschland bezahlt

Der nach Schweden emigrierte Palästinenser Muhammad Shehada hat einen erschütternden Bericht über die Lage der Bevölkerung im Gaza-Streifen veröffentlicht, die seit 2005 von der radikal-islamischen Organisation Hamas mit äußerster Brutalität regiert wird. (…)

Shehada stammt selbst aus Gaza. Er weiß, dass es weniger materielle Gründe sind, die junge Gaza-Araber in tödliche Verzweiflung treiben, denn auf Grund immenser internationaler Hilfszahlungen ist der dortige Lebensstandard höher als in umliegenden arabischen Ländern, etwa Ägypten oder Syrien. (…)

12.000 US-Soldaten sollen Deutschland verlassen

Die Bundesregierung macht auf Sommerpausen-Totstellreflex und SPD-Co-Vorsitzende Saskia Esken gibt wieder die Allzeitfettnapfexpertin.

Warum westliche Gesellschaften zerfallen

Der Soziologe Armin Nassehi lehrt an der Ludwig-Maximilians-Universität München. Die gegenwärtige Eskalation identitätspolitischer Konflikte in westlichen Gesellschaften führt er in einem heute erschienenen Aufsatz darauf zurück, dass diese ihr kulturelles Zentrum verloren hätten. Wo früher als selbstverständlich geltende Werte zur Disposition gestellt und ständig neu ausgehandelt werden müssten, komme es zwangsläufig zu Konflikten

Arabische Emirate nehmen erstes AKW in Betrieb

Im Land mit dem siebtgrößten Ölvorkommen weltweit ist das erste Atomkraftwerk im arabischen Raum ans Netz gegangen. Der Reaktorblock I des AKW Barakah sei erfolgreich hochgefahren worden, meldeten staatliche Behörden.

ISLAM/MIGRATION

Ammoniumnitrat, Drogenhandel, Geldwäsche

Die Umtriebe des Hizbullah in Deutschland reichen tief in die Clan-Kriminalität hinein

Seit drei Monaten besteht für die Organisation ein Betätigungsverbot in Deutschland. Das hat vor allem innenpolitische Gründe. Allerdings hatte die Terrorgruppe auch in Deutschland Material gelagert, aus dem Sprengladungen hergestellt werden sollten.

Kommentar GB:

Ein insgesamt sehr lesenwerter und ausführlicher Artikel; bemerkenswert daran ist nicht zuletzt, das sich der deutsche Sicherheitsapparat über den Charakter dieser Organisation erfreulicherweise durchaus klar zu sein scheint:

„Der militärische Arm der libanesischen Organisation wird seit 2013 von der EU als Terrorgruppe geführt. Ende 2019 forderte der Bundestag auch, alle anderen Aktivitäten des Hizbullah in Deutschland zu verbieten – insbesondere (…)

Die Ursachen der Migrantenunruhen in Deutschland

Der Politikwissenschaftler Stefan Luft lehrt an der Universität Bremen. In einem heute veröffentlichten Gespräch analysiert er die Ursachen der jüngsten Unruhen in Stuttgart und Frankfurt, bei denen überwiegend junge muslimische Männer als Täter in Erscheinung traten. Luft führt das Geschehen auf eine Verbindung von Integrationsversagen, Ablehnung des Staates und  Gewaltaffinität zurück. Kulturelle Faktoren spielten dabei eine wichtige Rolle.

Thüringen scheitert mit eigenem Aufnahmeprogramm für Flüchtlinge

Bis zu 500 Flüchtlinge aus griechischen Lagern wollte Thüringen bis 2022 aufnehmen. Doch das Bundesland hat die Rechnung ohne Innenminister Horst Seehofer gemacht. Der lehnt den entsprechenden Antrag ab. Thüringens Migrationsminister reagiert enttäuscht.

Die Türken stehen nicht vor, sondern in Wien

Schluss mit «Multikulti-Romantik» oder Sippenhaft?

Österreich streitet über den Zusammenhang zwischen Ausschreitungen in Wien und dem politischen Islam

Die konservative Integrationsministerin Susanne Raab präsentiert kurz nach schweren Unruhen in Favoriten eine neue Behörde gegen Extremismus. Türkische und muslimische Gruppen fühlen sich in Sippenhaft genommen.

(Diverse Links)

Religion/Tradition – Überbevölkerung – Fluchtmigration als zentraler Problemzusammenhang

„Erzählt uns nicht, wie viele Kinder wir haben sollen“

Sieben Kinder hat eine Frau durchschnittlich im Niger – in keiner Nation der Welt sind es mehr. Das treibt den Staat immer näher an den Kollaps. Jeder weiß, was zu tun wäre, aber Religion und Tradition verhindern es, wie in vielen afrikanischen Ländern.

Die Sache mit der Familienplanung liege nicht in seiner Macht, sagt Mahamadou Abdoulaye. Das sei allein die Angelegenheit Gottes. „Wir können ihm nur danken“, sagt der Vater von elf Kindern. „Jeder Mund, den der Herr öffnet, wird von ihm auch etwas zu essen bekommen.“ Zum ersten Mal wurde der Schreiner aus Nigers Hauptstadt Niamey im Alter von 18 Jahren Vater, seine Frau war genauso alt. Länger zu warten kam nicht infrage. „Unmittelbar nach den Hochzeitszeremonien muss jeder Mann beweisen, dass er wirklich ein Mann ist“, sagt er. Da solle ihm auch niemand hereinreden. „Ich brauche als Familienoberhaupt keinen Rat.“

Ohne eine umfassende politische Umwälzung in Richtung Modernisierung, Enttraditionalisierung, Säkularisierung und Demokratisierung mit dem harten Kern einer aufklärerischen Bildungsrevolution wird es für die vormodernen Herrschaftssysteme in Afrika und anderswo keine Problemlösung geben. (…)

(Diverse Links)

FEMINISMUS/GENDERISMUS/“QUEER“

Evolutionsbiologe Kutschera geht in Revision

Der Biologieprofessor Ulrich Kutschera (Kassel) ist am 3. August wegen beleidigender Äußerungen über Homosexuelle vom Amtsgericht Kassel zu einer Geldstrafe von 6.000 Euro verurteilt worden. Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig. Wie der atheistische Evolutionsbiologe auf Anfrage der Evangelischen Nachrichtenagentur idea (Wetzlar) mitteilte, wird er in Revision gehen.“ (…)

„Wie Kutschera gegenüber idea mitteilte, wurden vor Gericht nicht nur seine vorgeschlagenen sechs Zeugen – fünf Professoren und ein Kinderarzt – mit ihren eingereichten Stellungnahmen zur Bestätigung seiner Aussagen ignoriert. Sondern darüber hinaus hätten auch alle seine biologischen Argumente – „Mutter-Kind-Bindung, Inzuchthemmung bei genetischer Verwandtschaft, Vater- und Mutterentbehrung bei gleichgeschlechtlichen ,Eltern‘, John Money und Gender, die Moneysche Definition der Pädophilie als übersteigerte Elternliebe usw.“ – nicht gezählt. Kutschera weiter: „Alleine die vier gegen mich geladenen Zeugen – zwei Asta-Studenten und zwei schwule Männer – hatten das Wort und waren gefragt.“

Kommentar GB:

Es ist nicht überraschend, daß das Thema auch auf der einschlägigen Szene-Website <Queer.de> ausführlich dargestellt wird (s. u.): (…)

Professor Dr. Ulrich Kutschera – Stellungnahme zum Schauprozess in Kassel

Maulkorb für Professoren
von Prof. Dr. Ulrich Kutschera

Am Montag, den 3. August 2020 wurde ich vom Amtsgericht Kassel wegen eines sachlich korrekten Interviews vom 5.7. 2017 auf kath.net zur “Ehe für alle” wegen “Beleidigung” zu einer Geldstrafe von 6000,- Euro verurteilt.

Im 19.  Jahrhundert war der deutsche Universitätsprofessor noch eine weltweit angesehene “Institution”. Persönlichkeiten wie die Professoren Ernst Haeckel (1834 bis 1919) oder August Weismann (1834 bis 1914) prägten die heranreifenden Evolutionswissenschaften — deren klassische Werke zählen heute zum bleibenden Kulturgut der Menschheit.

Noch während meiner Studienzeit an der Universität Freiburg i. Br. gab es derartige Persönlichkeiten. So erinnere ich mich gerne an die Vorlesungen meines zoologischen Lehrers, den Evolutionsbiologen Prof. Günther Osche (1926 bis 2009), der in seinen kurz gefassten Lehrbüchern (und seinen leiblichen Kindern) fortlebt.

Die Professorengeneration meiner Studienzeit war nach der H-Besoldung alimentiert, was ein gutes Auskommen ohne Zusatzjobs ermöglichte — freie Forschung und unabhängige Lehre war das Motto des Universitätsgelehrten der “alten Zeit”.

Als dann später die H-durch eine C-Besoldung “herabgestuft” wurde, war kaum eine Reaktion feststellbar – obgleich ich, nach Berufung durch den damaligen hessischen Ministerpräsidenten Hans Eichel (geb. 1941), von meiner Vorgängerin wegen des “bescheidenen C4-Salärs” bemitleidet worden bin.

Mit der Einführung der W-Besoldung im Jahr 2002 hat man faktisch den ehemaligen Uni-Professor zum Schul-Lehrer degradiert — ohne Zusatzjobs — als Dekan usw. — sind diese Kollegen finanziell jenen Personen nahezu gleichgestellt, die sie auszubilden haben, den Lehrern an Gymnasien.

Geld ist aber nicht alles — mit der oben genannten Verurteilung wegen faktisch richtiger Aussagen zum Adoptionsrecht für gleichgeschlechtliche Paare (von mir korrekt als “nicht zur Fortpflanzung fähige Erotik-Vereinigungen” bezeichnet — ein Mann kann keinen 2. Mann schwängern und zur “Mutter” machen!) ist eine neue Stufe der Degradation des ehemaligen “Deutschen Professors” vollzogen worden.

Während der Gerichtsverhandlung — ein politischer Schauprozess — wurden alle von mir vorgetragenen biologischen Fakten ignoriert — weder das Generalthema “John Money und die Gender-Ideologie”, noch die genetische Verwandtschaft zwischen Eltern und leiblichen Kindern, die Inzucht-Hemmung bei fehlendem genetischen Band, der negative Stiefelterneffekt, die übersteigerte Elternliebe (Pädophilie nach John Money), und schon gar nicht das Kindeswohl wurden ernst genommen. Einzig und alleine die verletzten Gefühle von zwei schwulen Männern, als Zeugen geladen, deren Vorträge gewürdigt wurden, zählten. Gemeinsam mit 2 Asta-Funktionären argumentierten sie gegen mich.

Meine 6 Zeugen — fünf Professoren und ein Kinderarzt — wurden nicht eingeladen, deren eingereichte Schriften zur Unterstützung meiner Aussagen verworfen — das diene nicht der Wahrheitsfindung, wurde argumentiert.

Obwohl ich in Berufung gehen werde und die Sache vor dem Landgericht neu bewerten lassen möchte, ist der Schaden dieser nicht rechtskräftigen Verurteilung immens. Meine 5 Professorenkollegen, allesamt ausgewiesene Experten, wurden als “unwichtig” entsorgt. Dafür durften sich 2 Asta-Studenten auslassen. Meine Sachargumente wurden hingegen ignoriert und zugunsten der linksgrünen Gender-Ideologie, die als neue Staatsreligion unangreifbar geworden ist, eingetauscht.

Dieser symbolische “Maulkorb für die Professorenschaft” wiegt schwerer als die Herabstufung zum Ober-Gymnasiallehrer (Übergang H-C-W-Besoldung).

In meinem gerade erschienenen Buch “Biologische Fakten widerlegen Politische Utopien” habe ich diesen Niedergang Deutschlands mit Bezug zur Massenmigration, der Coronaviren- und Kohlendioxid-Problematik anschaulich dargelegt. Das Kapitel zum Bildungsverfall passt zum Strafverfahren im Kasseler Amtsgericht wie “die Faust auf’s Auge”.

 

Kinder in Gefahr

Alle Bundesländer haben Gender-Schulprogramme erlassen

(Link zum Video)

(Diverse Videos, Buchhinweis)

Ministerpräsident Kretschmann: Gegen „Tugendterror“ und Vorschriften für Gendersprache

„Schluss mit dem Gender-Unfug“, fordert der Verein Deutsche Sprache. „Lehrer*innen“, „Schüler_innen“, „Radfahrende“: solche Formen verhunzten das Deutsche.

Auch ein prominenter Grüner sieht die Gendersprache kritisch. (…)

Achtung, Frauenquote!

„Im Dezember 2020 wird der Bundesparteitag der CDU über eine die Parteigremien verpflichtende Frauenquote, also eine Mussquote von 50% zugunsten von Frauen, entscheiden. Zu Recht tut sich die Union schwer mit der Quote. Rechtliche Frage müssen bedacht werden, wie zuletzt das Urteil des Thüringer Verfassungsgerichts nahelegt, immerhin wird mit einer Frauenquote am Wahlrecht manipuliert. Es müssen aber auch schlicht die möglichen Wirkungen einer Quotenregelung innerhalb der Partei bedacht sein. Es gibt ja ein abschreckendes Beispiel, das der Union zu denken geben sollte: die Quotenregel in der SPD, ehemals die andere große Volkspartei in Deutschland. Zugegebenermaßen geht die CDU heute mit größerem Bedacht vor als seinerzeit die SPD.“ (…)

Klaus Funken (Autor) promovierte im Fachbereich Gesellschaftswissenschaften der Johann Wolfgang Goethe Universität in Frankfurt am Main. Er war wirtschaftspolitischer Referent der SPD-Bundestagsfraktion und leitete das Büro der Friedrich Ebert Stiftung in Shanghai und London. Er veröffentlichte das Buch „Frommer Selbstbetrug: 30 Jahre Frauenquote in der SPD“, Cuncti Verlag 2018.

Volksverhetzung durch den Tagesspiegel?

“Das Netzwerk der Maskulinisten – Wenn fragile Männlichkeit gefährlich wird

Sie halten Feminismus für „die größte Bedrohung seit Bestehen der Bundesrepublik“, wollen Gesetze beeinflussen. Auf diese Ideen berufen sich auch Terroristen.”

Kommentar GB:

Aus Sicht einer feministischen Zersetzungspolitik haben wir hier ein hübsches Beispiel für bösartige Diffamierung und Denunziation vor uns, verbunden mit freien Erfindungen. Das Strickmuster ist übrigens gut bekannt und alles andere als neu; siehe hierzu u. a.

Der “Qualitätsjournalismus” schlägt wieder zu

Vor einigen Monaten kontaktierte mich Sebastian Leber vom Berliner Tagesspiegel mit dem Wunsch, ein Interview mit mir zum Thema Feminismus zu führen. Da ich über einschlägige Erfahrungen mit diesem Blatt verfüge, hatte ich mich nach einigem Nachdenken entschieden, ihm abzusagen. Offenbar zu Recht.

(…) In einem Artikel, der von A bis Z schon allein durch die Wortwahl („krude Gewissheiten“) nur auf Emotionen setzt, ernsthaft zu behaupten, Männerrechtler, die ihre Ansichten seit Jahrzehnten unermüdlich belegen, würden Gefühle als Fakten verkünden, ist schon kühn. Vor allem, wenn man bedenkt, dass Sie wohlweislich keine einzige unserer Aussagen verlinken, sondern ausschließlich andere Tagesspiegel-Artikel (mit der bezeichnenden Ausnahme der Website von Andreas Kemper), also Ihre Leser innerhalb Ihrer Filterblase im Kreis herumschicken. Wir wollen ja schließlich nicht, dass sich jemand eine eigene Meinung bildet, gell?

Männerrechtler – Ich selbst bezeichne mich übrigens nicht so, weil es Männerrechte ebenso wenig gibt wie Frauenrechte. Es gibt nur Menschenrechte, und die gelten per Definition entweder für alle, oder es sind keine. (…)

VERSCHIEDENES

Großputz für Frankreichs größtes Musikinstrument

Es ist eine Herkulesaufgabe, die die Arbeiter in luftiger Höhe bewältigen müssen. Frankreichs größtes Musikinstrument, die Orgel der Kathedrale Notre-Dame de Paris, muss generalüberholt werden. Hier wird gerade der Orgelspieltisch heruntergehoben. Doch das ist sozusagen nur das Vorspiel.

Die Orgel überstand zwar den verheerenden Brand im April 2019, wurde dabei aber mit bleihaltigen Rückständen überzogen. Nun müssen die 8000 Orgelpfeifen in den nächsten vier Jahren in penibler Kleinstarbeit gesäubert werden. Dazu wird jede einzelne Orgelpfeife abgebaut.

Christian Lutz, technischer Berater für historische Denkmäler, weiß um die besondere Bedeutung dieses Instruments: (…)

(Link zum Video)

Kann man Klima schützen? Nein.

Globale Temperaturänderungen sind natürlichen Ursprungs – Keine Zunahme von Extremwetter, auch das IPCC fand keine – Der Meeresspiegel steigt nur noch unbedeutend, aber nicht wegen des anthropogenen CO2 – Anthropogene globale Erwärmung bisher nicht nachgewiesen – Die Klimasensivität und der tatsächliche Erwärmungseffekt des anthropogenen CO2­ – Es gibt keinen Grund, anthropogenes CO2 zu fürchten; die Sonne diktiert das Klima – Obwohl nachgewiesen, lässt der Anstieg von anthropogenem CO2 keinen Klima-Alarmismus zu – Die Menschheit sollte der gegenwärtigen CO2-Zunahme dankbar sein – Was 80 Prozent CO2-Einsparung für Deutschland bewirken würden: seinen Niedergang

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Professor Dr. Günter Buchholz

Günter Buchholz ist Ökonom und emeritierter Professor für Allgemeine BWL und Consulting an der FH Hannover. Er ist verheiratet und hat eine Tochter. Seine Schwerpunkte sind Allgemeine BWL, Consulting, Politische Ökonomie, VWL und Wirtschaftsethik sowie Hochschul- und Gleichstellungspolitik.

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