Rezension: “Wir sind das Klima”

Rezension:
Jonathan-Safran-Foer
Wir sind das Klima
von Michael Mansion

Das ist ein bisweilen amüsantes Buch, in das der Autor eine ganze Menge an Geschichten einbezieht, welche viele ganz unterschiedliche Ebenen des gesellschaftlichen Seins berühren und zum Teil auch sehr privat sind. Es vermittelt sich im Sinne des gewählten Titels das durchaus ehrliches Anliegen, einen eigenen Beitrag zu dem leisten zu wollen, was aktuell unter dem Begriff Klimarettung firmiert.

Alle hierbei bemühten Geschichten, Episoden und persönlichen Erlebnisse verfolgen dabei das Ziel, die menschliche Eigenschaft einer Wirklichkeitsverweigerung offen legen zu wollen.

Für ihn, also den Autor, ist die Situation offensichtlich und die Faktenlage eindeutig. Jede andere Sicht definiert er als bewusste oder desinformierte Leugnung meist lobbyistisch formierter Gruppen oder Personen. Im Hinblick auf die aktuelle und von ihm betont nur menschengemacht gesehene Klimaproblematik, verortet er sich im Grunde auf der Ebene der Grünen.

Dabei ist der gut lesbare erzählerische Stil nicht ohne wissenschaftlichen Anspruch mit einem umfangreichen Zahlen und Faktenmaterial, welches er im Nachwort z. T. nochmals kommentiert. Das Problem besteht aber zum großen Teil darin, dass es zu diesem Material oft keine Referenzbezüge gibt, weil es ein solches, (referenzbezogenes) Zahlenmaterial entweder nicht gibt oder der Autor sich auf nicht nachprüfbare Angaben stützt.

Wenn er z. B. behauptet, 97% aller Klimawissenschaftler (wen meint er damit?) würden „diese“ Theorie vertreten, dann ist eine solche Behauptung gleich aus mehreren Gründen unredlich:

Es existieren nämlich sehr wohl auch höchst unterschiedliche wissenschaftliche Statements in großer Zahl zum Thema der globalen Klimaentwicklung.

Zudem ist es auch so, dass man in den seit Bestehen des Planeten stattfindenden Klimawandel alle Faktoren einbeziehen muss, welche diesen bewirken und antreiben.

Die Kontinentaldrift

Da wäre als der wichtigste (und langwierigste) zunächst die Kontinentaldrift oder Plattentektonik, die ganze Kontinente nicht nur verschiebt, sondern auch anhebt oder im Falle einzelner Inselgruppen im Indischen Ozean z.T. auch absenkt.

Sollte die derzeitige Bewegung anhalten, dann wird in den nächsten 60 Mill. Jahren Australien gegen Asien stoßen und in ungefähr 250 Mill. Jahren bildet sich wieder ein neuer Super-Kontinent.

Die Entdeckung und Berechnung der Kontinentaldrift fußt auf den wissenschaftlichen Erkenntnissen und Berechnungen von Alfred Wegener (1880-1930). Sie sind hinsichtlich einer sich verändernden geographischen Lage der Kontinente zugleich der zentrale Ausgangspunkt für ihre jeweilige klimatische Situation.

Die geographischen Saarländer z. B. befanden sich vor etwa 350 Mill. Jahren auf Äquatorhöhe, was sowohl der Kontinentaldrift, als auch einer Diskontinuität der Erdrotation zu verdanken ist und ihnen in der Neuzeit mächtige Kohlenflöze bescherte, mit deren Hilfe sie sich auf den Weg in die industrielle Moderne machten und man weiß (also zumindest die Wissenschaft!), dass in etwa 30 000 Jahren spätestens eine neue Eiszeit zu erwarten ist.

Die letzte (große) Eiszeit endete vor 12 000 Jahren.

Gegenwärtig ist die Erde immer noch in einem Eiszeitalter, dem sog. känozoischen befindlich. Dieses gliedert sich in kurze Abschnitte von Kaltzeiten und Warmzeiten. Das gegenwärtige sog. Holozän, das seit dem Ende der letzten großen Eiszeit herrscht, ist eine Warmzeit innerhalb eines Eiszeitalters(1).

Diese dauert erdzeitgeschichtlich aber schon recht lange und ist mit der von vor 400.000 Jahren vergleichbar. Diese hatte insgesamt 300.000 Jahre lang gedauert. Es ist zusätzlich anzumerken, dass die Situation zweier gleichzeitig vereister Polkappen in der Geschichte des Planeten die Ausnahme darstellt.

In der Sahara wird sich in Jahrtausenden wieder Wasser befinden, während der Druck der afrikanischen Kontinentalplatte auf und unter den europäischen Kontinent (Subduktion) die Gebirge dort erheblich wachsen lassen wird. Wie gesagt—-in Millionen von Jahren, jedoch—–unvermeidlich!

Weitere “außermenschliche” Aktivitäten

Keinen Einfluss haben wir auch auf die sehr wichtigen Sonnen- und vulkanischen Aktivitäten, auf weniger freundliche Meteoriten, sowie auf die langsame aber stetige Entfernung des Mondes von der Erde.
Zwei größere (demnächst vermutete) Vulkan-Ausbrüche im chilenischen Feuergürtel(2) und es kann auch hier vorübergehend dunkel und kalt werden, ganz zu schweigen von einer riesigen Caldera vor der Küste von Neapel, welche der Vesuv ständig weiter wachsen lässt und aufbläht.

Der menschliche Anteil an einer zusätzlichen Erwärmung ist naheliegend und darf durch die Vielzahl der vom Menschen verursachten Oxydationsvorgänge vermutet werden. Die letztendliche Behauptung, dass es zwingend so sein müsse, ist jedoch deshalb unwissenschaftlich, weil wir gerade mal etwa 100 Jahre lang imstande sind, halbwegs exakte Messungen durchzuführen. Es gibt also garkeine Referenzdaten.

Erwärmung und Klima

Klima (oder das Klima) verändert sich aber in Jahrtausenden bzw. Jahrmillionen, wobei man Erwärmung und Klima auseinanderhalten muss.
Es gab sogar während der Eiszeit vorübergehende Warmperioden über einen relativ kurzen Zeitraum von manchmal nur einigen Jahrzehnten, wie sich aus Bohrungen im polaren Eis erschlossen hat(3).

Die „Kleinen Opfer“, von denen der Autor spricht, wenn er meint, dass man damit das große Unheil verhindern kann, sind leider nicht ganz so klein, wenn er seine eigene Theorie für seriös hält.
Die Industriegesellschaft (und nur sie) erzeugt das, was wir Wohlstand nennen.
Eine wirkliche Schonung der Ressourcen des Planeten im Interesse der Nachkommen, würde einen massiven Wandel voraussetzen, um es vorsichtig auszudrücken.

Es wäre dies eine Welt, die den Verzicht auf einen Konsum wie wir ihn kennen voraussetzen würde. Es müsste eine Kreislaufwirtschaft installiert sein, die nur verbraucht, was ökologisch nachwachsen kann.

Sie wäre in keinem Falle mehr subjektiv interessengesteuert und damit selbstverständlich nicht kapitalistisch und sie wäre selbstverständlich auch nicht freiheitlich im liberalistischen Sinne, weil sie von der möglichen Kinderzahl bis hinein in den kleinsten Teil unserer energetischen Alltagsgestaltung regelnd und regulierend eingreifen würde.
Das, was wir (seuchenbedingt) jetzt erleben, wäre dagegen ein Kindergarten!
Auf diese Problematik eines möglichen Demokratieverzichts (im Interesse der Sache) wird mit keiner Zeile eingegangen!

Der empfohlene Verzicht: Zeitgemäß?

An einigen Stellen des Buches wird der Verzicht auf Fleisch, Flugreisen und vermehrtes Autofahren empfohlen, was durchaus sinnvoll ist.

Der Autor unterstellt, dass der Anteil der Stickoxide seit dem Beginn der Massentierhaltung in den 60er Jahren bis 1999 zweimal so schnell und der Methan-Anteil sechsmal so schnell gewachsen sei wie in den letzten 2000 Jahren. Der CO²-Nutztieranteil sei höher als der, den alle Autos und Flugzeuge erzeugen.

Das ist eine gewagte Behauptung aufgrund fehlender historisch relevanter Daten einerseits und der zweifellos auch notwendigen Trennung von Messdaten dort, wo zwischen menschlichem und tierischem Anteil zu unterscheiden wäre.

Man bedenke nämlich: Auch Menschen verursachen Methangasanteile!

Bei den genannten Autos und Flugzeugen, bzw. ihrem CO²-Anteil, wird hier leider auch der Herstellungsaufwand im Sinne seines Anteils an schädlichen Gasen, völlig außer Acht gelassen!

Es erschließt sich auch nicht, auf welche Theorie sich der Autor stützt, wenn er das Jahr 2020 zum entscheidenden Jahr für ein Aufhalten des Klimawandels erklärt. Worauf beruft er sich da? Wer hat welche Grenzwerte auf welche Weise für welchen Zeitraum errechnet?
Etwas seltsam klingt auch sein Aufruf, die Landwirtschaft der Zukunft müsse jener der Vergangenheit ähnlich werden. Um etwa 10 000 v. Chr. dürfte die Weltbevölkerung aus rund einer Million Menschen bestanden haben.

300 – 400 nach Chr. lebten im west- und oströmischen Reich bereits 55 Mill. und im Jahre 1340 in Deutschland etwa 10 – 15 Mill. Menschen. Für die würde es dann wohl gereicht haben. Für den aktuellen Bevölkerungsanteil ohne die uns bekannten Monokulturen wohl eher nicht.

Wenn man zugleich nicht bereit ist, die exorbitante Vermehrung der Spezies in den Focus zu nehmen (lediglich auf Seite 96 eher am Rande) und vor allem dort zu kritisieren, wo sie auf keinen Fall stattfinden dürfte und als Teil und Folge einer vormodernen, patriarchalisch-klerikalen Ideologie diese Länder in den Abgrund reißt, ist nicht auf der Höhe der Zeit!

Ein gewaltiger Überhang an jungen Männern (youth bulgh) produziert dort ständig neue Bürgerkriege(4).

Momentan wollen etwa 700 Millionen Afrikaner ihre Länder verlassen und mit Hilfe der UN nach Europa auswandern. Wenn möglich natürlich nach Deutschland.

Ihnen muss man sagen, dass sie ihre Länder in Ordnung bringen müssen, weil das nun mal die historische Aufgabe junger Männer ist, denn Frührente in Europa wird dazu keinen Beitrag leisten, sondern im Gegenteil dazu führen, dass auch dort Bürgerkriege ausbrechen werden, wenn sich die bislang noch ruhige autochthone Bevölkerung gegen einem permanenten Import vormoderner Kulturen und dem damit verbundenen Anspruchs- und Ausnahmeverhalten dieser Menschen deutlich zur Wehr setzen werden.

Die Zeichen der Zeit werden in Berlin sehr wohl erkannt, weshalb die Rassismus-Keule gegen all jene geschwungen wird, die hier Protest anmelden und als unliebsame Kritiker stigmatisiert und denunziert werden.

Einen Hinweis auf den Mars, dessen „Bewohner“ bei seiner zunehmenden Erwärmung verzweifelt Kanäle gegraben hätten, deren Reste man heute noch sehen könne, verwendet der Autor als Metapher, wissen wir doch, dass der Mars durch seinen abgekühlten, zuvor flüssigen Kern, sein Magnetfeld verlor, mit allen daraus resultierenden Folgen wie z.B. dem Verlust des dort ehemals vorhandenen Wassers.

Dass der US-Astronaut Alan Shepard nach seiner Rückkehr von der Mond-Mission transzendentale Meditation betrieb und sich der Freiwilligenarbeit verschrieb, während sein Kollege Edgar Mitchell das Universum als intelligent, harmonisch und voller Liebe beschrieb, ist – vorsichtig ausgedrückt – der Ausdruck einer etwas überforderten Romantik.

Die Zerbrechlichkeit des Planeten

Der Autor will auf die Zerbrechlichkeit des Planeten verweisen, die sich aus kosmischer Sicht möglicherweise deutlicher erschließt.

Dabei ist seine durchgängige Selbstgeißelung, welche die offensichtliche Unfähigkeit, gemäß der eigenen Erkenntnis anders zu leben, fast wie eine religiöse Ikone vor sich her schiebt, bisweilen ein wenig peinlich.

Wie der amtierende US-Präsident, dessen Beschimpfung in Europa offensichtlich eine mediale Pflichtübung geworden ist es geschafft haben soll, die US-Umweltbehörde in eine „Brennstoffbehörde“ zu verwandeln, erläutert uns der Autor ebenso wenig, wie seine Behauptung, sowohl die Gas und Ölkonzerne, als auch die Automobilindustrie hätten bereits in den 50er Jahren vom Klimawandel gewusst.

Aber ja doch, denn wie sollte man eine erdzeitgeschichtliche Selbstverständlichkeit denn leugnen wollen?
Das sind Bemerkungen, die dem Buch insgesamt nicht gut tun.

Dass die bösen französischen Arbeiter gegen eine ganz erhebliche Erhöhung der Benzinsteuer demonstrierten, will einem wohl versorgten linksliberalen US-Amerikaner natürlich auch nicht in den Kopf, aber den Arbeitern ging es nicht um einen antiökologischen Feldzug, sondern um die von einer verantwortungslosen Politik zuschanden gerittene Staatskasse, welche auf diese Weise aufgefüllt werden sollte.

Es darf unterstellt werden, dass der Autor auch nie in Bangladesh war, weil er sonst nicht auf die Idee gekommen wäre, das dort kaum zu erwähnende BIP und die „geringen“ Bedürfnisse der Bevölkerung zum Referenzpunkt für eine globale Sicht des Ressourcenverbrauchs zu verwenden. Dass er dabei zu dem Ergebnis gelangt, nur bei einem solchen (sparsamen?) Niveau wie in Bangladesh könne sich alles in vertretbaren Grenzen halten, erinnert an den guten Rat, im Falle von Brotmangel doch auf Kuchen umzusteigen.

Bangladesh mit seinen 161,4 Mill. Einwohnern ist bettelarm und überbevölkert. Ein Großteil der Menschen ist krank und unterernährt. Die durchschnittliche Lebenserwartung der Männer liegt bei 45 Jahren. Die Anzahl der Verkehrstoten gleicht einem regionalen Kriegsgeschehen. Aber ja,—-so lassen sich die Probleme auch lösen, offenbar sogar beispielhaft.

Bei der ansonsten ja eher pseudo-religiösen Sicht des Autors auf das Weltgeschehen, verwundert dann eine solchermaßen arrogante Sicht, ähnlich der von Umberto Eco(5), wenn dieser in Bezug auf die von ihm erhoffte multikulturelle Gesellschaft in Europa, hinsichtlich der Kommunikation davon sprach, dass dann ja alle wohl „leidlich“ Englisch miteinander sprechen.

Das gemeine Volk gewissermaßen, denn der Rest weiß immer wie es ein bisschen besser geht und hat natürlich eine andere Sprachkultur.

Selbstverständlich werden auch alle begeistert zustimmen, wenn es darum geht, die Bildung von Frauen und Mädchen in den Focus der globalen Betrachtung und Analyse zu stellen. Es ist halt nur so, dass solche Vorhaben in aller Regel auf den erbitterten Widerstand der vornehmlich muslimischen Kulturen stoßen und nicht etwa an fehlender Bereitschaft der gescholtenen Industriestaaten scheitern.

Die Gegenüberstellung von Jean Zieglers(6) Kritik an der Erzeugung von Bio-Sprit aus Getreide vs. Nutztierhaltung und ihrem Anteil an weltweiten Todesraten durch Umweltzerstörung, ist ein typisches Beispiel für eine Sicht, die das Wesentliche nicht sehen will: Das Vordringen einer ständig wachsenden Menschheit bis in die letzten Naturräume durch Besiedelung und Nahrungsmittelerzeugung. Das ist der Hauptantrieb für alle weltweiten Probleme!

Eine suizidal-moralisierende Schlüsselstelle findet sich auf der Seite 226, wo es um den Selbstmord (durch Verbrennen) des Bürgerrechtsanwaltes David Buckel geht, der hierfür als Hauptgrund die Zerstörung der Umwelt genannt hatte.
Komplett (und damit moralisierend) wird das ganze Drama aber erst, weil der Autor ihn als Anwalt für die gleichgeschlechtliche Ehe, sowie für Schwule und Transgender in Szene setzt, womit die zeitgemäße Minderheitenfavorisierung ihre Entsprechung findet und sinnigerweise gemeinsam mit der Klimarettung in Szene gesetzt wird.

David Wallace(7) wird mit seinem Hinweis zitiert, es gäbe keine sinnstiftende Religion um den Klimawandel. Doch, könnte man antworten, er selbst ist in den Rang einer Religion erhoben worden, indem ausschließlich der sündhafte, meist weiße Mensch und Mann, einen zerstörerischen Wandel betreibt, der von nichts mehr aufgehalten werden kann.
Immerhin wird aber erkannt, dass das Sterben der effektivste Beitrag dagegen ist (save the planet – kill yourself) und man könnte hinzufügen, dass zugleich nicht erkannt wird, dass wir natürlich auch viel zu lange leben.

Die vom Autor unterstellte Dynamik einer ausschließlich negativen Entwicklung, wäre – ernst genommen – so verheerend, dass sich die menschheitliche Existenzfrage in einem radikalen Sinne stellt.

Die „Freiheit des Einzelnen“ könnte unter diesem Aspekt auf keinen Fall mehr als ein Ausgangspunkt gesellschaftlich liberalen Seins in Anspruch genommen werden. Sie wiche einer „Einsicht in die Notwendigkeit“ und wäre damit in unmittelbarer Nähe zum kollektiven Freiheitsbegriff befindlich, der das Recht des Einzelnen unter den Aspekt des gesellschaftlich Notwendigen stellt.

Gegen eine solche Vorstellung hat es stets liberal-konservative Feldzüge gegeben.

Die Frage ist allerdings berechtigt, ob die Lagebeschreibung des Autors nicht auch dann durchaus relevant ist, wenn einige Parameter übertrieben oder wissenschaftlich fragwürdig sind, denn sie haben als Phänomene zwar eine ganz eigene Qualität, wirken jedoch gemeinsam mit anderen destabilisierenden Faktoren mit bislang nicht vorhersehbaren Folgen.

Bürgerkriegsähnliche Szenarien sind in Europa längst zum Alltag gehörig und erwecken (noch) den Anschein einer Eingrenzbarkeit. Das kann jedoch eine grundsätzlich falsche Sicht der Dinge sein.

Eines der zentralen Probleme der derzeitigen Auseinandersetzung um eine „verträgliche“Lebensweise in einem relativen Gleichklang mit den vorhandenen und erneuerbaren Ressourcen, krankt an einer wesentlichen Erkenntnis. Die erforderlichen Veränderungen unserer gesamten Lebensweise müssten in einer zuvor nicht gekannten Weise radikal sein. Dies bedürfte zugleich einer neuen philosophischen Grundlage für ein neues Verständnis von erfüllter Gemeinsamkeit, welche in keiner Weise mehr den aktuellen Lifestyle reflektieren würde, der wesentlich dekadent zu nennen ist.

Dies politisch vermitteln zu wollen ist – beim derzeitigen Stand der Dinge – politischer Selbstmord.

Jonathan Safran-Foer
Wir sind das Klima:
Wie wir unseren Planeten schon beim Frühstück retten können
(Spiegel Bestseller)

Kiepenheuer & Witsch
ISBN 978-3-462-05321-0
326 Seiten


Anhang:

  1. hierzu: ESA Klimageschichte, Deutsches Klima-Konsortium u. Alfred Wegener-Institut
  2. hierzu: Helmholtz-Institut / Pazivischer Feuerring
  3. Aktuelle Warmzeit und ihre voraussichtliche Dauer / Deutsches Klima-Konsortium Alfred Wegener-Institut für Klima-Entwicklung
  4. Gunnar Heinsohn: „Versuch einer Weltformel“ mit Bezug auf Gaston Bouthoul (1970)-/-Junge Männer als Bürgerkriegsursache
  5. Umberto Eco: Der ewige Faschismus
  6. Jean Ziegler: Soziologe und Sachbuchautor/Globalisierungskritiker/ von 2000-2008 UN-Sonderberichterstatter für das Recht auf Nahrung.
    Buchtitel u.a.: Die Schande Europas / Wir sind gescheitert / Der Aufstand des Gewissens / Gegen die Ordnung der Welt
  7. David Wallace: US-Journalist und Autor (Die unbewohnbare Erde)
    Chefredakteur des New York-Magazine
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