Freitagsbrief – Richtung Normalität – KW 22/2020

Professor Dr. Günter Buchholz:
Der Freitagsbrief
– Richtung Normalität?
Ausgewählte Links der Woche
Gesammelte, kommentierte, wöchentliche Verweise der Frankfurter Erklärung auf aktuelle Nachrichten.

Geht es wieder in Richtung Normalität? Wenn es nach dem Freitagsbrief geht, dann schon. Die Links der Woche zu Corona, Politik, Migration, Islam, Feminismus etc.

CORONA / Covid-19

Umfrage: 27 Prozent der Deutschen glauben, dass es bei Anti-Corona-Maßnahmen „um was Anderes geht“

Mehr als jeder vierte Bundesbürger kann sich vorstellen, dass hinter den Maßnahmen zur Einschränkung wegen der Pandemie auch andere Ziele [ggf.: welche? GB] stecken.

Dennoch – die Mehrzahl der Deutschen findet das Krisenmanagement der Bundesregierung in der Corona-Pandemie gut.

Britischer Nobelpreisträger kritisiert Lockdown-Maßnahmen

„Hat mehr Tote als Gerettete verursacht“

Die Liste vermeintlicher Corona-Leugner und Verschwörungstheoretiker ist um eine prominente Persönlichkeit reicher. Laut dem Biophysiker und Chemie-Nobelpreisträger Michael Levitt führten die rigiden britischen Corona-Maßnahmen zu mehr Toten als Geretteten.

Warum SARS-CoV-2 die Lunge schädigt

Endothelialitis, Mikrothrombose und Angiogenese

„Das neue Coronavirus SARS-CoV-2 schädigt in den Lungen nicht nur die Alveolen. Die Viren infizieren auch die Endothelien, was eine Thrombosierung in den kleinen Blutgefäßen auslöst.

Ein besonderes Kennzeichen, das COVID-19 von einer schweren Influenza unterscheidet, könnte nach einer Studie im New England Journal of Medicine (2020; DOI: 10.1056/NEJMoa2015432) eine intussuszeptive Angiogenese sein.“ (…)

„Nach Ansicht von Jonigk ist die Angiogenese ein wichtiges Unterscheidungs­merkmal zu einer Grippeinfektion. Für Mentzer zeigen die Ergebnisse, dass SARS-CoV-2 ein Atemwegsvirus ist, das eine Gefäßerkrankung verursacht. (…)

Die sogenannte Übersterblichkeit – was bleibt davon?

Die Corona-Panik lebt von Schreckenszahlen. Aber besser nicht mehr als eine zur gleichen Zeit, sonst reduziert sich der Effekt.

Am Anfang war es die Verdopplungszeit: Wie lange braucht das Virus, um die Zahl seiner Opfer zu verdoppeln? Und um schließlich die gesamte Weltbevölkerung zu infizieren? Dann folgte das berühmte „r“, die Reproduktionszahl: Wie viele Menschen infiziert ein Corona-Kranker im Durchschnitt wieder selbst? Diese Zahl fiel zur Enttäuschung vieler Medien und Menschheitsretter schnell unter eins und damit in die Bedeutungslosigkeit.

Deshalb hat die Panikmacher-Mafia jetzt die Übersterblichkeit entdeckt: „Die Eigenverantwortung ist ja so das schwedische Modell,“ kritisiert Corona-Guru Drosten die Lockerungen in Thüringen, „und wir sehen in diesen Tagen und werden es in den nächsten Monaten noch stärker sehen, dass dort eine sehr hohe Übersterblichkeit entstanden ist.“ Für Deutschland meldet das Statistische Bundesamt eine Übersterblichkeit von 3 Prozentfür die Kalenderwoche 17 (die aktuellste, für die es Zahlen gibt) , aber auch größere Werte kommen vor: „In der 15. Kalenderwoche war die Abweichung mit 2 251 Fällen beziehungsweise 13 Prozent über dem vierjährigen Durchschnitt am größten.“ (…)

Kommentar GB:

Es handelt sich um eine Pandemie; es ist deshalb zwar nichts gegen die nationale Perspektive zu sagen, aber müßte nicht auch das Geschehen anderer Länder berücksichtigt werden, und letztlich das Geschehen insgesamt?

DEUTSCHLAND

Die DDR-Bürgerrechtlerin Barbe [Video]

(Link zum Video)

Hierzu ein Kommentar von Vera Lengsfeld: (…)

Der Fall Barbara Borchardt zeigt, dass die Linke das Grundgesetz nur dann im Munde führt, wenn es ihr nützlich erscheint

In Mecklenburg-Vorpommern wurde mit Barbara Borchardt eine bekennende Linksextremistin zur Verfassungsrichterin gewählt. Auch die CDU hat im Landtag für sie gestimmt. Der Fall macht bundesweit Schlagzeilen. Wer ist die Frau, die in Zukunft im Norden Deutschlands über die Verfassung wachen soll? Eine Spurensuche.

Faschisten können bunte Jacken tragen

Das Oberlandesgericht Dresden hat kürzlich in einem erstaunlichen Urteil die folgenden Auslassungen der Grünen-Politikerin Claudia Roth für akzeptabel erklärt:

„Wir müssen die Stichwortgeber benennen, all diese neurechten Plattformen, deren Geschäftsmodell auf Hetze und Falschbehauptungen beruht – von Roland Tichy über Henryk M. Broder bis hin zu eindeutig rechtsradikalen Blogs. Und ja, die Brandbeschleuniger sitzen zum Teil auch in unseren Parlamenten. Also: dagegenhalten, laut und deutlich. Denn zuerst kommt das Sagbare, dann das Machbare. Dem Angriff auf die Menschlichkeit folgt der Angriff auf den Menschen.“

Als Nicht-Jurist möchte ich eine Diskussion dieses Urteils vermeiden. Stattdessen die betreffende Passage aus einem Interview von Claudia Roth hermeneutisch untersuchen. Ich will der Reihe nach vorgehen, Wort für Wort: (…)

Kommentar GB:

Dringende Leseempfehlung!

Egon Flaig – Die Niederlage der politischen Vernunft

(Link zum Video)

ScienceFiles: ARD-FakeNews zu: Warum der Strompreis nicht fällt

“Durch die Corona-Krise ist der Stromverbrauch in Deutschland deutlich gesunken. Dennoch sind die Strompreise in den Privathaushalten zuletzt deutlich gestiegen auf Rekordniveau. Wie ist das möglich? Welche Rolle spielen Versorger wie Eon?”

„Der heutige Beitrag der ARD macht bereits in der Unterüberschrift deutlich, dass es nicht darum geht, Informationen bereitzustellen, sondern darum, Versorger wie Eon die Schuld dafür zuzuschieben, dass Deutsche die europaweit höchsten Strompreise zu berappen haben.“ (…)

Wasser statt Rohöl?

Kann synthetisches Benzin aus Strom, Wasser und Kohlendioxid unsere Energieprobleme lösen? In Nordddeutschland soll in großem Stil versucht werden, was bisher nur im kleinen Maßstab funktioniert.

„Falsche Wahl“ in Radebeul

Im sächsischen Radebeul ist ein neuer Kulturamtsleiter gewählt worden. Ganz demokratisch, aber, nun ja, falsch. Denn der Gewählte, der Schriftsteller Jörg Bernig, gilt als „Rechter“. Und das ist im Deutschland des Jahres 2020 ein Ausschlusskriterium. (…)

„Bernig wird außerdem vorgeworfen, ein Erstunterzeichner der „Erklärung 2018“ zu sein. Die man sehr wohl konservativ nennen kann. Aber „rechts“?

Nun sind Kunst und Kultur in diesem Lande ausdrücklich „links“. Nicht das schmutzige, alte Links mit den schwieligen Händen und dem Staub im Gesicht. Es ist ein neues, elegantes Links. Es riecht nach Joop und klingt wie Sektflöten. Mit den gesellschaftlichen Verhältnissen mag es sich nicht besudeln, es sei denn, Migranten oder Schwule sind betroffen.

Dieses Links ist so tolerant wie der Champagner auf der weltoffenen Vernissage eines schwulen afrikanischen Milliardärs. Wo wirklich alle willkommen sind, die einen Armani-Anzug tragen. Und jede Verirrung  bekommt ihr eigenes Klo, so links sind wir und die Kunst.“ (…)

Neues Antidiskriminierungsgesetz: Polizei der Länder will nicht mehr in Berlin aushelfen

Jörg Radek, Bundesvorsitzender der Gewerkschaft der Polizei (GdP), sieht die Beweislast umgekehrt: Polizisten müssten zukünftig gegen jeden Anwurf ihre Unschuld beweisen.

„Ich wurde wahrscheinlich diskriminiert“, dieser Satz soll in Berlin zukünftig ausreichen, Mitarbeiter von Behörden und die Polizei in Beweisnot bzw. Beweispflicht zu bringen. Was kommende Woche beschlossen werden soll, nennt sich etwas umständlich Landesantidiskriminierungsgesetz (LADG) und dort steht, dass es am beschuldigten Beamten läge, den angezeigten Verstoß zu widerlegen. Bundesweit wäre das dann eine Art Novum in der deutschen Rechtsgeschichte. (…)

Wahlalter auf 16 senken? Infantil, infantiler, Habeck

Der „grüne“ Co-Vorsitzende Robert Habeck versucht, unbedingt auch ein Trittbrett des „Corona“-Zuges zu erklimmen. Dabei gibt er sich vor allem pädagogisch, während die andere grüne Co-Vorsitzende Baerbock mit naturwissenschaftlichem und ökonomischem „Wissen“ glänzt: Für Annalena gibt es zum Beispiel keinen Unterschied von Kobold/Kobalt, das Netz ist für sie der Stromspeicher und Deutschland ist die angeblich größte Wirtschaftsnation der Welt.

Nun will Robert Habeck Jugendlichen ab 16 Jahren die Teilnahme an der nächsten Bundestagswahl ermöglichen. Als Kinderbuchautor kann er hier ja mitreden, nachdem es beim Mitdiskutieren um die Pendlerpauschale nicht so recht klappen wollte. (…)

IM GESPRÄCH: Ulrich Kutschera [Video]

(Link zum Video)

EU-Politik / EUROPA

Wie schlimm werden Wirtschaftskrise und Inflation?

Mit immer mehr Geld versucht die Europäische Zentralbank die Wirtschaft anzukurbeln. Doch die Billionen führen nicht zu mehr Nachfrage, weil das Geld in der „Liquditätsfalle“ verschwindet: Aus Angst vor der Zukunft und wegen wachsender Unsicherheit wird zu wenig konsumiert und zu wenig investiert.

Die Folgen der Corona-Notbremsung – Jetzt kommen die Massenentlassungen

Renault prescht vor, andere dürften folgen: Der französische Autobauer will mehrere Werke reorganisieren und weltweit rund 15 000 Arbeitsplätze abbauen. Von der EU kommt wenig Hilfe – trotz des neuen Recovery-Plans. Durch die Restrukturierungen sollten in den kommenden drei Jahren zwei Milliarden Euro eingespart werden, so Renault. Der Umbau werde den Konzern 1,2 Milliarden Euro kosten (…)

und European Democracy is eroding

On 26 May 2019 the European elections came to an end. A year later, democracy is in a very bad shape. The failure of the “Spitzenkandidat” model and the emergency laws due to Corona have increased the “democratic deficit”. Only in Germany does the world still seem to be in order. Chancellor Merkel is enjoying (…)

Nein zur „Schuldenunion“ – Die „Sparsamen Vier“ erteilen Merkel und Macron deutliche Abfuhr

Eine „Schuldenunion durch die Hintertür“? Vier EU-Staaten gehen beim Thema Wiederaufbau nach der Corona-Krise auf Konfrontationskurs zu Deutschland und Frankreich.

Aus den Reihen der CDU wird derweil für die „Überwindung des Nationalstaates“ geworben.

Schnapsidee – Nach EZB-Urteil Ein „Kom­pe­tenz­ge­richtshof“ für die EU?

Mit seinem EZB-Urteil hat sich das BVerfG mit dem EuGH angelegt. Aus dem Europaparlament kommt jetzt der Vorschlag: Ein europäischer „Kompetenzgerichtshof“ könnte solche Zuständigkeitsstreitigkeiten klären.

Kommentar GB:

Es geht nur vordergründig um eine juristische Frage. Faktisch und politisch geht es darum, ob die EU und ihre Institutionen, darunter der EuGH, aus verfassungsrechtlicher Sicht überhaupt legitim sind. Verfassungsrechtliche Sicht heißt immer: aus Sicht der jeweiligen nationalen Verfassung, denn andere gibt es nicht. Die Europäischen Verträge sind keine Verfassung, denn ihnen fehlt nicht nur die Legitimität, sondern sie ist in drei Fällen vom Souverän ausdrücklich verweigert worden (Frankreich, Niederlande, United Kingdom). Daher ist es richtig und angemessen, die EU sozusagen zu erden, indem klargestellt wird, daß die Mitgliedsstaaten der EU mit ihren Verfassungen die wesentlich Handelnden in der europäischen Kooperation sind, letzlich also die souveränen europäischen Völker, und eben nicht demokratisch nicht-legitime EU-Institutionen, die, nebenbei bemerkt, vor allem durch ihre Hybris auffallen.

Orbán belehrt seine Gegner eines Besseren

Es ist keine zwei Monate her, da warfen Orbán-Gegner dem ungarischen Staatschef vor, mit seinen Corona-Vollmachten nun endgültig zum „Diktator“ geworden zu sein. Nun hat der Ministerpräsident die Sonderbefugnisse zurückgegeben und plötzlich herrscht großes Schweigen.

Soros und der Europäische Gerichtshof für Menschenrechte

Worüber die Mainstream-Medien schweigen: Eine detaillierte Studie beweist, wie die Open Society-Stiftungen von George Soros die Entscheidungen des Europäischen Gerichtshofs für Menschenrechte (EGMR)  beeinflussen.

„Sechs Monate lang hat die Straßburger NGO “European Center for Law and Justice” (ECLJ) die Geschichte des EGMR untersucht und im Februar ihren explosiven Enthüllungsbericht veröffentlicht. Während der Bericht in Europa und bis nach Russland und die USA für Aufsehen sorgt, schweigen die deutschen Medien, die oft eng mit Soros-Medienlobbyisten wie Correctiv, Neue deutsche Medienmacher, Netzwerk Recherche und Amadeu Antonio Stiftung zusammenarbeiten, dazu.“ (…)

INTERNATIONAL

Die „Annexion“ von Land in Judäa und Samaria ist nicht völkerrechtswidrig

In der Erklärung der Vereinten Nationen über die Rechte der indigenen Völker (UNDRIP), die am 13. September 2007 von der Generalversammlung der Vereinten Nationen mit einer Mehrheit von 144 Ja-Stimmen, 4 Nein-Stimmen und 11 Enthaltungen verabschiedet wurde, ist anerkannt worden, dass die indigenen Völker (auch als Urvölker, Ureinwohner oder Eingeborene bezeichnet) das Recht auf die Länder, Gebiete und Ressourcen haben, die sie traditionell besitzen, besetzten oder anderweitig nutzten oder erwarben (Art. 26.1), und dass die Ausübung dieser Rechte frei von jeder Art von Diskriminierung ist (Art. 2).

Mit der innerstaatlichen Praxis haben sich der Rechtsstatus und die Rechte der indigenen Völker weiterentwickelt und zum internationalen Gewohnheitsrecht herauskristallisiert. 1. S. Wiessner, ‚The United Nations Declaration on the Rights of Indigenous Peoples‘ in A Constantines and N. Zaikos (eds.), The Diversity of In­ternational Law (Brill, Leiden, 2009) at 343–362.] So erklärte beispielsweise die Interamerikanische Menschenrechtskommission, dass „es eine internationale Gewohnheitsrechtsnorm gibt, die das Recht der indigenen Völker auf ihr traditionelles Land bekräftigt“. Der Afrikanische Gerichtshof für Menschen- und Völkerrecht bestätigte, dass die Landrechte der indigenen Völker geschützt sind und dass diese Rechte „allgemeine Rechtsgrundsätze“ darstellen.

Unter anderem stimmten Belgien, Grossbritannien, Frankreich, Deutschland, Israel und Luxemburg für die Erklärung. Seit 2007 haben Australien, Kanada, Neuseeland und die Vereinigten Staaten, die dagegen gestimmt hatten, die Erklärung im Jahr 2010 formell gebilligt. In ihren Beziehungen zu Israel können diese Staaten nicht behaupten, dass die Erklärung nicht für israelische Juden gilt, da eine solche Position auf eine eklatante Rassendiskriminierung hinauslaufen würde.

Nach dem Völkerrecht sind die Juden die Ureinwohner der als Judäa, Samaria, Palästina, Israel und Heiliges Land bezeichneten Länder und erfüllen daher die völkerrechtlich geforderten Kriterien. Die Juden sind die ethnische Gruppe, die vor 3.500 Jahren die ursprünglichen Siedler von Judäa und Samaria waren (…)

Die künftige Chefökonomin der Weltbank sieht schwarz für die Zukunft der Globalisierung

«Dieses Mal ist wirklich alles anders»

Carmen Reinhart soll Chefökonomin der Weltbank werden. In ihrem Bestseller «This Time is Different» warnt sie vor dem Irrglauben, die Regeln der Vergangenheit hätten ihre Gültigkeit verloren. Doch bei der Corona-Krise sieht sie für einmal völlig neue Kräfte am Werk.

(…) „Die Zukunft der Globalisierung malt Reinhart in düsteren Farben. In einem Interview mit der «Harvard Gazette» bezeichnet sie die Corona-Krise als letzten Sargnagel der Globalisierung. Der erste Na­gel sei in der Euro-Krise eingeschlagen worden. Da­nn kam der Brexit, danach der Handels­streit der USA mit China und schliesslich die Corona-Pandemie. Vielerorts sei die Wirtschaftspolitik binnenorientierter geworden, der Protektionismus habe zugenommen. Dies sei für Entwicklungsländer besonders nachteilig. Denn die Globalisierung habe zwar Schwächen und liefere längst nicht alles, was man sich von ihr erhofft habe. Sie habe aber zumindest dazu beigetragen, die Ungleichheit zwischen den Industrie- und den Schwellenländern abzubauen.“ (…)

Nord Stream 2 – Geopolitik, Wirtschaft oder Emotionen?

Bei der Perspektive, dass russisches Gas über eine neue Pipeline durch die Ostsee nach Europa geliefert wird, überschlagen sich die Emotionen. Die derzeitige Krise der Energieindustrie wirft zudem Fragen auf. Ein Kommentar von Österreichs Außenministerin a. D. Dr. Karin Kneissl.

ISLAM/MIGRATION

Flüchtlingsausgaben erreichen erneutes Rekordniveau

(…) „Von den rund 23 Milliarden Euro im Jahr 2019 entfielen 8,2 Milliarden Euro auf die Bekämpfung von Fluchtursachen, 4,9 Milliarden Euro auf Sozialtransferleistungen, 2,8 Milliarden Euro auf Integrationsleistungen und 0,8 Milliarden Euro auf die Aufnahme und Unterbringung von Flüchtlingen im Asylverfahren. Mit 6,3 Milliarden Euro unterstützte die Bundesregierung zudem Länder und Kommunen.“ (…)

und Deutschland: Flüchtlingsausgaben mit 23,1 Milliarden Euro weiter auf Rekordniveau

Der Höhepunkt der Flüchtlingsbewegung ist schon seit Jahren vorbei – dennoch bleiben die Kosten weiter auf einem hohen Niveau. Der größte Posten in den insgesamt 23,1 Milliarden Euro für 2019 entfällt auf die sogenannte „Bekämpfung von Fluchtursachen“.

Wider die Zwei-Islam-Theorie

Warum der amerikanische Jesuit James Schall die Frage, ob die Anhänger Mohammeds einer Friedensreligion angehören, mit einem glatten Nein beantwortet und vor Naivität warnt.

James V. Schall SJ:

Der Islam – Friedensreligion oder Gefahr für die Welt?

Media Maria Verlag, Illertissen, 271 Seiten, ISBN: 978-3947931026, EUR 18,95

 

Kommentar GB:

Ergänzend – und sehr zu empfehlen:

Michael Ley: Reconquista – Menschenrecht oder Islam

1. Aufl. 2020, Gerhard Hess Verlag: Bad Schussenried 2020,

ISBN 978-3-87336-667-1

19 Ahmadiyya-Zitate über Frauen im Islam, die wirklich jede Feministin lesen sollte

Viele Feministen behaupten, das islamische Frauenbild sei eigentlich sehr fortschrittlich. Wirklich?

siehe hierzu auch: Über Ahmadiyya, den Islam und die Unwissenden

AfD kämpft für Verbot der Ahmadiyya? Gestern Aufschrei – heute Alltag? „Aus Erfurt berichtet, am 17. Mai 2016, der FAZ-Korrespondent für Nordhessen und Thüringen Claus Peter Müller von der Grün über den von der Ahmadiyya-Glaubensgemeinschaft geplanten Moscheebau in der Stadt. 42 Moscheen von 100 sind bereits fertig, es … Über Ahmadiyya, den Islam und die Unwissenden (…)

(Diverse Links)

„Man muss Israel kritisieren“

  • „Man kann Israel kritisieren.“
    Wer das sagt, ist kein Antisemit.
  • „Man darf Israel kritisieren.“
    Wer das sagt, ist auch kein Antisemit.
  • „Man sollte Israel kritisieren.“
    Wer das sagt, muss kein Antisemit sein.
  • „Man muss Israel kritisieren.“
    Wer das sagt, ist ein Antisemit.

„Wer glaubt, Israel müsse kritisiert werden, handelt pathologisch. Israel kann, darf und soll genauso kritisiert werden, wie jedes andere Land auch. Israel muss aber nicht kritisiert werden. Das kleine Land Israel darf einem so egal sein wie Costa Rica, Slowenien oder die Elfenbeinküste.“ (…)

FEMINISMUS/GENDERISMUS/“QUEER“

Männerfeindin als Wehrbeauftragte

Der geschlechterpolitische Skandal der Woche ich die Wiederbesetzung der Position des Wehrbeauftragten der Bundeswehr, und zwar durch Eva Högl. Högl ist hauptberuflich Feministin (u.a. als Landesvorsitz der Arbeitsgemeinschaft sozialdemokratischer Frauen Berlin) und ausgewiesene Männerhasserin, die sich für Frauenquoten und beliebige Verfassungsbrüche kämpft, solange sie Männern schaden. Eigendarstellung s. z.B. hier.

Skandalös ist ihre Ernennung zur Wehrbeauftragten u.a. deshalb, weil sie keine Ahnung von der Bundeswehr hat und sich dort wohl kaum für die Interessen der Soldaten einsetzen kann und vermutlich auch gar nicht will bzw. soll. Die SPD (die hier offenbar das Vorschlagsrecht hatte) möchte diesen Effekt offenbar auch haben. Einer von etlichen Presseartikeln von gestern darüber: Fokus. (…)

Zur Erinnerung: nach dem Gesetz über den Wehrbeauftragten des Deutschen Bundestages, dort § 1 Verfassungsrechtliche Stellung, Aufgaben Absatz (3) hat der Wehrbeauftragte (…)

BGH zur Geschlechtsidentität – Das selbst­be­stimmte Gesch­lecht

Körper und Ausweis sagen das eine, das eigene Geschlecht ist aber ein anderes? Dann ändert das eingetragene Geschlecht über das TSG, sagt der BGH – doch eine Reform dieses Gesetzes ist absolut notwendig, meint Jessica Heun.

dazu: BGH – Urteil bezüglich der Änderung des Geschlechtseintrags

BGH: Keine Änderung des Geschlechtseintrags bei „empfundener Intersexualität“

Der Bundesgerichtshof verweigert einer nichtbinären Person die Streichung des Geschlechtseintrags nach dem Personenstandsgesetz. Die dgti spricht von einem „schockierenden Beschluss“. (…)

Linke [?] Denkerinnen möchten die Familie abschaffen

Linke Denkerinnen möchten die Familie abschaffen. Doch eine Studie zur Corona-Krise widerspricht der Idee der elternlosen Gesellschaft: Familien und Liebespartner erlebten den Lockdown besser als andere. (..)

(Diverse Links)

Hessen fördert „Gender Studies“ bei UNTER Dreijährigen

Das Land Hessen fördert „Gender Studies“ mit 365.000 Euro und hat dafür 16 Projekte ausgewählt, wie Wissenschaftsministerin Angela Dorn heute bekannt gab. Eines davon: „Geschlechterdifferenzierung in Krippen“.

Zum Sprachdiktat bitte!

In der Beurteilung der häufig apodiktisch vorgetragenen Forderung nach „gendergerechter Sprache“ darf man allerdings nicht blauäugig sein. Es geht dabei um weit mehr als Semantik und Grammatik. Ziel der Apologeten der Gendersprache ist es letztlich, über die Sprache das Denken der Menschen zu verändern und so den Boden für ihre Agenda zu bereiten. Mittels Verwendung von Gendersprache soll, etwas überspitzt formuliert, der neue Mensch ge­schaffen werden, sensibilisiert für alle vermeintlich genderrelevanten politischen Anliegen. Dies ent­spricht ganz den Dogmen linker Identitätspolitik (identity politics). Dabei geht es im Kern darum, dass Menschen aufgrund ihres Geschlechts, der sexuellen Orientierung oder ihrer Ethnie kate­gorisiert werden.

Wie Douglas Murray in seinem lesenswerten Buch „Wahnsinn der Massen“ aufzeigt, findet anschließend ein Opferwettbewerb statt, wobei jede Gruppe aufgrund von in der Vergangenheit kollektiv erlittenem Unrecht bewertet wird. Dabei schneidet, plakativ gesagt, der weiße hetero­sexuelle Mann in moralischer Hinsicht schlecht ab, während die schwarze homo­sexuelle Frau obenaus schwingt. Derart pro­pagierte Iden­titätspolitik ist natürlich intellektueller Mumpitz. Men­schen werden so aufgrund von Krite­rien kategorisiert und beurteilt, auf die sie gar keinen Einfluss haben. Die inter­essanteste Frage nach der Persönlich­keit, dem Charakter eines jeden Individuums, bleibt so auf der Strecke. (…)

Das Glücken der Geschlechtlichkeit kann nicht sakramental garantiert werden, meint die Religionsphilosophin Hanna-Barbara Gerl-Falkovitz.

Die Enzyklika „Humanae vitae“ gebe aber die Elemente an, unter denen sie gelingen könne. Gerl-Falkovitz würdigt „Humanae vitae“

Die Religionsphilosophin Hanna-Barbara Gerl-Falkovitz kritisiert in einem Essay über die Enzyklika „Humanae vitae“ von Paul VI. für die Tagespost den feministischen Diskurs über „Weiblichkeit“ und „Mutterschaft“ sowie die Gendertheorie. Mit letzterer habe sich „eine noch tiefere Leibvergessenheit“ durchgesetzt. Gerl-Falkovitz beklagt eine „Abwertung des weiblichen Leibes, sei es in seiner Vermännlichung bei Beauvoir, seiner Entwirklichung (Deontologisierung) bei Judith Butler oder seiner entgrenzenden Technisierung (Denaturalisierung) bei Donna Haraway.“ (…)

VERSCHIEDENES

Arte: Das Rätsel unserer Intelligenz

 

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Arte: Das Rätsel unseres Bewusstseins | Doku | ARTE

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Ravi Shankar – dank ihm weiß die Welt, was eine Sitar ist

Der indische Meister, bei dem Pop-Stars in die Schule gingen
Dank ihm weiss die Welt, was eine Sitar ist. Wie kein anderer verkörperte Ravi Shankar die indische Musik – und wie sich nun zeigt, war sein Erfolg kein Zufall.

Der unheimlichste aller Spaziergänge

Epochales Schweigen: Hans-Peter Kunisch beschreibt, wie es gewesen sein könnte, als Paul Celan hoch im Schwarzwald Martin Heidegger besuchte, und Thomas Rohkrämer legt eine Biographie des Philosophen vor.

Hans-Peter Kunisch:

„Todtnauberg“. Die Geschichte von Paul Celan, Martin Heidegger und ihrer unmöglichen Begegnung.

dtv, München 2020, 350 S., geb., 24,– €.

 

Thomas Rohkrämer:

„Martin Heidegger“. Eine politische Biographie.

Schöningh, Paderborn 2020. 297 S., geb., 39,90 €.

Das Einmaleins psychischer Störungen

Die wichtigsten Fragen erklärt

„Manche Zeiten verlangen viel von uns ab: Auf einmal haben wir unsere gewohnten Muster (zumindest vorübergehend) verloren. Aktivitäten, denen wir nachgingen, Menschen die wir regelmäßig trafen und vieles Andere mehr – plötzlich werden Schutzmaßnahmen verhängt und geht das Gewohnte nicht mehr. Viele von uns erfahren dann Einsamkeit, Langeweile, Unsicherheit, Angst oder Stress. Das sind keine guten Voraussetzungen für die psychische Gesundheit. Und dazu kommt noch die Gefahr einer Wirtschaftskrise, die wir uns noch nicht einmal ausmalen können.“ (…)

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Professor Dr. Günter Buchholz

Günter Buchholz ist Ökonom und emeritierter Professor für Allgemeine BWL und Consulting an der FH Hannover. Er ist verheiratet und hat eine Tochter. Seine Schwerpunkte sind Allgemeine BWL, Consulting, Politische Ökonomie, VWL und Wirtschaftsethik sowie Hochschul- und Gleichstellungspolitik.

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