Das Corona-Hilfswerk

Das Corona-Hilfswerk
von Michael Mansion

Die Alten, also diejenigen, die sich wirklich im Umfeld von um die 90 Jahren bewegen, für einen Teil der hoffnungsvollen neuen digitalen Generation als Umweltsäue gelten, sowie Renten- und Krankenkassen erheblich belasten, die wissen – falls nicht vollständig dement – von Zeiten zu berichten, als es anlässlich kriegsbedingt leerer Staatskassen noch diverse Hilfswerke gab.

Das hat eine alte Tradition, vermag Solidarität zu erzeugen und focussiert auf die jeweils vordringlichen gesellschaftlichen Aufgaben.

Es soll dabei gelegentlich sogar dazu gekommen sein, dass Leute ihre goldenen Eheringe versetzt haben, woraus zu lernen wäre, dass es (im Falle Deutschlands) einer offensichtlich autoritären Führung bedurfte, die solche Emotionen erst möglich machen konnte.

Diese (also die Emotionen) sind stets mit dem oder einem Versprechen verbunden. Dass z.B. hinterher alles besser werden soll. Also entweder friert man sich dann auf dem Felde der Ehre nicht den A… ab (siehe Winterhilfswerk) oder man gewinnt im besten Falle auch den Krieg, für den man sich schließlich so abgerackert hat. Nun müsste es zugleich und zwingend nicht immer ein Krieg sein, der Hilfswerke in Gang setzt, aber offensichtlich ist das meistens der Fall.

Kriege und Misswirtschaft setzen ganze Völkerschaften in Bewegung, die dann ihre meist mittelalterlich formierte Streitkultur in die Moderne importieren, wo man dafür viel Verständnis aufbringt und sich in der Mehrzahl der Fälle zu einer lebenslangen Alimentation bereit findet. Allerdings handelt es sich in diesem meist auf Deutschland und Frankreich begrenzten Fall nicht um ein Hilfswerk, welches seinem Wesen nach temporär angelegt ist, sondern um ein kulturelles Experiment mit ungewissem Ausgang.

Von Experimenten wissen wir zugleich, dass sie teuer werden können, aber eine moderne Gesellschaft muss halt auch mal experimentieren und das ganz sicher auch dann, wenn es in nachgerade letzter Konsequenz um Leben und Tod geht.

Hier geht es schließlich nicht mehr einfach nur um ein paar gemesserte oder über den Haufen gefahrene Opfer einer Hinwendung zu einer bunten Gesellschaft, die man irgendwie verkraften muss, sondern um ein Virus, welches den Erstickungstod zur Folge haben kann.

Damit ist nicht zu spaßen, weshalb man zunächst und ohne großes Trara die ganz elementaren Bürgerrechte ohne Berufung auf eine geltende Rechtsgrundlage (jedoch wohlmeinend) außer Kraft gesetzt hat.

Die Alten, von denen am Beginn die Rede war, können sich an sowas auch noch erinnern. Damals war der Widerstand dagegen übrigens ähnlich gering, aber zugleich war das Risiko eines Widerstandes auch größer.

Natürlich hat man (damals wie heute) nach plausiblen Begründungen gesucht und wenn sich keine rote, schwarze, braune oder gelbe (vielleicht doch?) Gefahr ausfindig machen lässt, dann hat man nur das Virus und dieses gilt es umfänglich und fachspezifisch möglichst all-abendfüllend medial zu beschreiben. Die Bürger werden dabei gewissermaßen zu Co-Virologen und haben dabei interessanterweise ihren Wein-Verbrauch um ein Drittel erhöht.

Eine medizinische Elite indoktriniert also gewissermaßen ein ganzes Volk (außer denen, die keine Nachrichten mehr anschalten) im Hinblick auf ein erwünschtes kollektives Verhalten, was wiederum die Alten an alte Zeiten erinnern wird. Wir leben ja mittlerweile in einer ohnehin sehr verwissenschaftlichten Welt, wo die unterschiedlichen Interessengruppen ihre eigene Wissenschaftler haben, hofieren und für unfehlbar erklären.

Ganze Internet-Blogs hauen sich meterlange wissenschaftliche Gutachten um die Ohren und bringen die Professoren, teils als rechte Trolle oder seriöse Weltretter apostrophiert, in angemessen konträre Stellung.

Das hat schon einiges in Wallung gebracht, jedoch wenig bewegt, zumal im Rekurs auf das Virus selbiges offensichtlich immer noch und überall lauert, sei es auf Türklinken, Treppengeländern, an Straßenecken, auf Lenkrädern und vor allem natürlich am damit kontaminierten Mitmenschen, der allenfalls noch als Mitgefahr wahrgenommen wird. Wie lange wird man ihm (oder ihr?) noch ausweichen können, um… …na ja, … was auch immer?

Allen Virologen und ihrer Co-Gemeinde ist natürlich klar, dass sich die Probleme nicht ausschließlich in Talks Shows werden lösen lassen.

Das wiederum bedeutet, dass man sich (ohne Co-Gemeinde) mit strengster wissenschaftlicher Arbeit wird auseinandersetzen müssen, kostspielige Experimente durchführt und dabei unvermeidlicherweise einen Haufen Geld verbrät, welches – und damit hätten wir eigentlich nicht gerechnet – angeblich nicht vorhanden ist. Angeblich!

Wir wundern uns, schien doch das Füllhorn der linksgrün angekündigten Weltrettung in trauter Eintracht mit der Kanzlerin eine längst beschlossene seriöse Angelegenheit zwischen Massenmigration, Energiewende, Elektromobilität und Digitalisierung.

Jetzt soll eine wissenschaftlich aufwändige Virus-Forschung wegen lumpiger 7,5 Mrd. € (warum keine 7,3 oder 8,6??) plötzlich nicht mehr möglich sein, bzw. mit einem Hilfswerk gesponsert werden? Wollte nicht Frau von der Leyen in Brüssel ca. 1 Billion Steuergelder in einem Green Deal versenken? Sind nicht unsere Windräder schon höher subventioniert als es die Kohle je war?

Zur Not könnte auch Frau Lagarde (das ist die mit der Bank-Notenpresse) beauftragt werden, einfach so zu verfahren wie beim Ankauf von Schrottpapieren – Entschuldigung! – Staatsanleihen natürlich.

Auf der anderen Seite hat so ein Hilfswerk einen gewissen Charme, wenn etwa Kinder von der Friday-for-Future-Bewegung an der Tür klingeln oder unsere derzeit etwas lahm gelegten Vorzeigesportler sich ins Zeug werfen.

Jeff Bezos von Amazon könnte spenden, gehört er doch zu den Top-Profiteuren der Krise. Elon Musk eher nicht, denn der will ja ins Universum auswandern und sucht zahlungskräftige Kunden.

Zudem muss vorab geklärt werden, ob das beabsichtigte Hilfswerk kein nationaler Alleingang, mit einer beabsichtigten Favorisierung der Gesundheit der eigenen, nationalen Bevölkerung ist. Das geht garnicht! Das entspräche inhaltlich dem Amtseid der deutschen Politiker (….Schaden vom deutschen Volk abzuwenden), ist deshalb als nationalistisch und in Abwägung vielleicht sogar als rassistisch einzustufen.

Aber – Hand aufs Herz – jeder kann etwas tun in einer solidarischen, wenngleich etwas totalitär scheinenden Gesellschaft und schließlich geht das Virus uns alle an. Es wird nicht ruhen und schlimmstenfalls erneut mutieren, was allerdings den Verdacht bestätigen würde, dass es sich um ein grünes Virus mit dem erhofften Niedergang aller Dreckschleudern handelt.

Meine väterliche Oma starb vor vielen Jahren an einer Coronarinsuffizienz, aber das war kein Grippevirus, sondern eine Herzkranzgefäßverstopfung. Das Virus ist ihr nach zwei erlebten Kriegen erspart geblieben, aber für das Winterhilfswerk der Nazis hatte sie mal gespendet, wie sie mir erzählt hat und das, obwohl sie zu denen immer viel Distanz hatte.

Übrigens—Distanz: Ich übe mich darin schon lange vor der Corona-Krise, weil ich gelernt habe, dass man unseren medialen, gewissermaßen alternativlosen und offiziellen Verlautbarungen und Medien nicht trauen kann.

Schon möglich, dass ich dabei auch mal zu misstrauisch bin, aber in aller Regel hat sich das für mich bewährt, weshalb ich es großzügig weiterempfehle.

Bleiben Sie gesund und misstrauisch!

Michael Mansion

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