Freitagsbrief – Corona überall – KW 13/2020

Professor Dr. Günter Buchholz:
Der Freitagsbrief
Corona überall
Ausgewählte Links der Woche
Gesammelte, kommentierte, wöchentliche Verweise der Frankfurter Erklärung auf aktuelle Nachrichten.

Corona überall. Der Corona Covid19-Virus zieht sich durch die Gesellschaft und durch alle Themen. Die Links der Woche zu Gesellschaft, Politik, Islam, Megration, Feminismus etc.

CORONA-VIRUS-PANDEMIE

Die neusten Entwicklungen zum Coronavirus weltweit

Trump billigt grösstes Hilfspaket der amerikanischen Geschichte, Italien meldet weitere 1000 Tote innerhalb eines Tages

Mehr als 25 400 Personen sind bisher nach einer Coronavirus-Infizierung gestorben, rund 566 000 sind insgesamt positiv auf das Virus getestet worden. Inzwischen sind fast alle Länder der Welt betroffen.

[Links]

dazu: Fest im Griff des Corona-Virus

[Viele Links]

Virus-Planspiel endete in echten Seuchen-Gau

Die Bundesregierung hat 2012 ein theoretisches Szenario untersucht, in dem sich ein neuartiges SARS-Corona-Virus aus Asien in Europa ausbreitet. Auch wenn sich das hypothetische vom tatsächlichen Geschehen unterscheidet, sind die Ergebnisse der Risikoanalyse beängstigend.

Kommentar GB:

(…) „Die Bundesregierung hat sich bereits 2012 mit einem Szenario beschäftigt, das erschreckend genau den Fall beschreibt, der gerade eingetreten ist: In einer sogenannten „Unterrichtung durch die Bundesregierung“ wurde Anfang Januar 2013 eine Risikoanalyse veröffentlicht (Drucksache 17/12051 vom 3. Januar 2013). Darin setzten sich Experten mit der Frage auseinander, was in Deutschland im Fall eines neuartigen, sich rasant ausbreitenden Virus aus der SARS-Familie im schlimmsten Fall geschehen könnte.“ (…)

Coronavirus: So verläuft die Erkrankung Covid-19

Wie verläuft die Erkrankung Covid-19? Wie kommt es zu einer Infektion mit den Coronaviren? Symptome und Therapie werden im Beitrag erklärt.

[Link zum Video]

Neue Studie zum Coronavirus – Luft-Ansteckung nicht ganz auszuschließen

Seit Tagen ergreifen Länder weltweit strenge Maßnahmen, um das Coronavirus einzudämmen. Spuckschutz und Abstandmarkierungen im Supermarkt sind keine Seltenheit mehr. Doch was ist, wenn man sich auch über die Luft mit dem Erreger anstecken kann?
„Seit dem Ausbruch des neuartigen Coronavirus Ende des Jahres beschäftigt die Wissenschaft vor allem eine Frage: Wie genau wird das Virus übertragen – und ist auch eine Übertragung über die Luft möglich? Eine Studie im angesehenen Fachmagazin „New England Journal of Medicine“ (NEJM) hat die Debatte in dieser Woche erneut angefacht. Darin kommen die Autoren zu dem „beunruhigenden Ergebnis, dass die Übertragung des Virus Sars-CoV-2 per Aerosol“, also in Form von Schwebeteilchen, durchaus möglich sei.“ (…)

Kommentar GB:

Dringende Leseempfehlung!

[Links]

Deutsche Katastrophenärzte verfassen Alarmbericht über Straßburg

Patienten über 80 Jahre werden nicht mehr beatmet
Ihr Besuch in Straßburg im Auftrag des Innenministeriums Baden-Württembergs hat die Ärzte schockiert. Sie warnen, wie sich Deutschland vorbereiten sollte.

Kommentar GB:

Dringende Leseempfehlung!

Corona-Krise und Staatsversagen – Es fehlt an Schutzkleidung für Krankenhäuser, Krankenwagen, Pflegepersonal, Feuerwehr und Polizei

Nach der Krise sollten eine ganze Reihe Versager so schnell wie möglich ihre Sachen packen.

“Unstatistik” des Monats: Corona-Statistiken richtig verstehen

(…) Mit der „Unstatistik des Monats“ hinterfragen der Berliner Psychologe Gerd Gigerenzer, der Dortmunder Statistiker Walter Krämer, die STAT-UP-Gründerin Katharina Schüller und RWI-Vizepräsident Thomas K. Bauer jeden Monat sowohl jüngst publizierte Zahlen als auch deren Interpretationen. An dieser Unstatistik hatte zudem RWI-Präsident Christoph M. Schmidt erheblichen Anteil. Alle „Unstatistiken“ finden Sie im Internet unter www.unstatistik.de und unter dem Twitter-Account @unstatistik.

Kommentar GB:

Sehr dringende Leseempfehlung!

‘People Are Dying’ – Battling Coronavirus Inside a N.Y.C. Hospital | NYT News

[Link zum Video]

Corona-Pandemie als Härtetest im „Kampf der Kulturen“

Die Corona-Pandemie könnte zum ungeahnten und urplötzlich hereinbrechenden Härtetest im „(Überlebens-)Wettkampf der Kulturen“ avancieren (…)

Jetzt zeigt sich auch, dass die vordergründige Reduktion der „Globalen Probleme“ auf  „Klima“ buchstäblich „Kinderkacke“ ist.

[Diverse Links]

Schmutziges Wasser, fehlende Hygiene – Coronavirus: In Afrika droht eine Katastrophe

Wenn schon Italien an der Corona-Epidemie verzweifelt, wie wird es in Ländern mit schlechter Hygiene, überfüllten Slums und schwachen Gesundheitssystemen aussehen? Entwicklungsminister Müller warnt.

3,5 Millionen Iraner könnten am Coronavirus sterben

Iran ist so stark von Corona betroffen wie kaum ein anderes Land. Die Behörden melden offiziell 20.000 Fälle. In Wahrheit dürften es noch deutlich mehr sein. (…)

Glitzerparadies Dubai steht vor dem Ruin

Wegen der Coronakrise droht Dubai eine Wirtschaftskrise. Dass die Weltausstellung Expo 2020 im Herbst dort stattfindet, glauben nur noch wenige.

Immer noch erreichen Flüge aus dem Iran und China Deutschland

Scheuers Flugverbot erweist sich als heiße Luft

Flug IR 721 aus Teheran ist heute um 10.17 Uhr auf dem Flughafen Frankfurt am Main gelandet, 13 Minuten früher als geplant. Dabei hatte Andreas Scheuer (CSU) ein Landeverbot für Flüge aus dem Iran und China verkündet. Seine Worte erweisen sich, wieder einmal, als heiße Luft.

A Greater Depression?

With the COVID-19 pandemic still spiraling out of control, the best economic outcome that anyone can hope for is a recession deeper than that following the 2008 financial crisis. But given the flailing policy response so far, the chances of a far worse outcome are increasing by the day.

Kommentar GB:

Dringende Leseempfehlung!

Die Corona-Pandemiekrise wird eine schwere Wirtschaftskrise nach sich ziehen, und sie wird dadurch Epoche machen. Wahrscheinlich ist, daß damit die Phase der Globalisierung, so wie wir sie in den letzten Jahrzehnten kannten, beendet werden wird. Eine neue Epoche wird beginnen, und sie wird wahrscheinlich geopolitisch deutlich anders als bisher gewohnt strukturiert sein.

In dieser neuen Epoche wird einerseits und vor allem versucht werden müssen, die überkommenen Globalisierungsschäden zu beheben und zu korrigieren, und andererseits wird die Aufgabe bestehen, ein zur uns bekannten Globalisierung alternatives internationales Kooperationssystem zu entwickeln, möglicherweise vermittelt über eine tiefgehende Reform der jetzigen multilateralen Institutionen. –

Literatur:

Immanuel Wallerstein: Utopistik – Historische Alternativen des 21. Jahrhunderts, Wien 2002

Coronavirus: Der Hammer und der Tanz

Wie die nächsten 18 Monate aussehen können, wenn Politiker uns Zeit kaufen

[Diverse Links]

DEUTSCHLAND

„Die Geschichte Deutschlands war nach Habecks Meinung „über weite Strecken eine der Barbarei“,

was ich kulanterweise darauf zurückführe, dass ihm nur eine Kurzstrecke überhaupt geläufig ist, die von 1933 bis heute, und in der Tat gab es ja von 1949 bis zur Grünen-Gründung anno 1980 nur 31 zivilisierte Jahre.

Ansonsten und dem Gevatter hier zur Nachhilfe offeriert, war die deutsche Geschichte im geistigen, künstlerischen, wissenschaftlichen und technischem Sinne ein Palladium der Menschheit; kein oder kaum ein zweites Land hat eine solche Fülle von Entdeckungen, Erfindungen, Kunstwerken und Genies aller Kategorien hervorgebracht, und es trifft sich gut, dass soeben dazu ein mehrtausendseitiges Opus erschienen ist: (…)“

Kommentar GB:

Acta diurna – 23. März 2020 – wie immer sehr lesenswert

Ist die Demo­k­ratie in Gefahr? Coronakrise und Verfassungsrecht

Muss man sich in der Coronakrise Sorgen machen um die Demokratie? Christoph Möllers über die Einschränkung von Grundrechten, die Rolle der Parlamente und eine Bundesregierung, die bis an rechtsstaatliche Grenzen geht.

Das steht im Corona-Maß­nah­men­paket

Der Bundestag arbeitet so schnell wie nie und beschließt umfangreiche Maßnahmen, um die Coronakrise aufzufangen. Damit das Parlament weiter handlungsfähig bleibt, wird auch die Geschäftsordnung geändert. (…)

[Links]

Deutschland war auf Corona vorbereitet – aber nur auf dem Papier

Der Bundestag hat sich intensiv 2012 mit einer hypothetischen Pandemie durch ein Virus „Modi-SARS“ befasst. Ein Blick in die damalige Studie der Bundesregierung zeigt, dass man eigentlich auf die jetzige Krise sehr gut hätte vorbereitet sein können.

Kommentar GB:

Dringende Leseempfehlung!

Corona – Wirtschaftskrise – Ökonomen schalten in den Panikmodus

Ökonomen sagen eine tiefe Rezession voraus: Das Ifo-Institut rechnet wegen der Coronakrise im schlimmsten Fall mit einem Einbruch der Wirtschaftsleistung um mehr als ein Fünftel.

Kommentar GB:

Eine Modellierung einer fiktiven Sars-Pandemie aus dem Jahre 2012 – im Rahmen einer systematischen Risikoanalyse – führte dazu, 2 – 3 Infektionswellen über einen Zeitraum von 36 Monaten als wahrscheinlich anzusehen. Allerdings war dort – unpassend – eine niedrige Infektiosität angenommen worden. Ansonsten ist die Studie aber für die gegenwärtige Corona- Pandemie als relevant einzuschätzen.

Quelle:

Deutscher Bundestag:

Bericht zur Risikoanalyse im Bevölkerungsschutz 2012,

Drs. 17/12051 vom 3.1.2013, S. 55 ff. – siehe hierzu (…)

Massive Fehler im Krisenmanagement der Merkel-Regierung

Hustende Reisende in Warteschlagen, fahrlässige Kontrollen im Flugverkehr
In den letzten Wochen sind massive und womöglich folgenreiche Fehler von der Regierung begangen worden. Dies betrifft insbesondere den Flugverkehr aus den Touristengebieten sowie aus China und dem Iran.

[VIELE Links!]

Die Corona – Wirtschaftskrise

(…) Die Moderatorin Milena Preradovic hat auf ihrem Kanal Punkt.PRERADOVIC mit Prof. Heiner Flassbeck über die aktuelle Situation und seine Lösungsvorschläge gesprochen. (…)

[Link zum Video] – [Diverse Links]

Auch Rechte haben Rechte

Im Bundestag scheut man die inhaltliche Auseinandersetzung mit der AfD, auch anderswo fehlt die die Lust an der offenen Debatte mit Rechten. Doch die Gesellschaft braucht den Dissens.

Kommentar GB:

Der unterliegende, aber nicht bewußte Konflikt ist der zwischen Rationalismus und Irrationalismus. (…)

Zitat:

(…) „Um es kurz zu machen: Die abgenutzte „Nazi-Schublade“ gehört ins Deutsche Museum. Abgesehen davon, dass die alten Nazis ausgestorben sind und wir es allenfalls mit „Neonazis“ zu tun haben: Der Vorwurf ist in den meisten Fällen nicht stichhaltig und ein billiger Ersatz für die eigentlich fällige Debatte in der Sache.

Besonders anmaßend ist das Sprengen von Veranstaltungen oder das lautstarke Stören unliebsamer Redner. Na klar, wer sich im Besitz der Wahrheit wähnt, wie sinnlos muss dem eine Diskussion erscheinen. Nein, der Gläubige diskutiert nicht, er brennt auf Bekenntnis und Mission: Wir sind die Guten. Punkt!“ (…)

EU / EUROPA-Politik

Wie Merkel die EU-Institutionen ausschalten will (wenn sie nicht nach ihrer Pfeife tanzen)

Auf den ersten Blick ist es nur eine Kleinigkeit: Nicht die EU–Kommission, der Rat oder die EZB sollen neue Vorschläge zur Überwindung der Wirtschafts- und Finanzkrise erarbeiten, sondern die Finanzminister der Eurogruppe. Doch dahinter steckt eine gezielte Strategie von Kanzlerin Merkel.

Boris Johnson tests positive for Covid-19

British prime minister vows to carry on the fight against the spread of the virus and says he will work from home

British Prime Minister Boris Johnson announced on Friday that he is self-isolating after testing positive for Covid-19. “Over the last 24 hours I have developed mild symptoms and tested positive for coronavirus,” he said on Twitter, posting a video message. “I am now self-isolating, but I will continue to lead the government’s response via video-conference (…)

Der Tag, an dem die EU starb

Nach Italien meldet nun auch Spanien mehr Corona-Tote als China. Das Versagen der EU – der Mitgliedsstaaten wie der Institutionen – wird immer offensichtlicher. Und die Kommentare werden, kurz vor einem neuen Krisengipfel, immer bitterer. So schreibt die bulgarische Zeitung “Trud” unter dem Titel “Der Tag, an dem die EU starb”: “Die EU ging als eine Union der Werte (…)

London – Eine Stadt ohne Bürger?

John Cleese hat Recht mit seiner Kritik, dass die Stadt London keine wirklich englische mehr ist. Als globales Symbol verliert sie gemeinsam geteilte Werte des Zusammenlebens.

Kommentar GB:

(…) Ist London eine post-englische Stadt?

Die Debatte überlasse ich anderen.

Für mich ist jedoch klar, dass sich London wie eine Stadt ohne Bürger anfühlt. Und während dies den Eliten zugutekommt, die ihre Bevölkerung gerne passiv und aufgeteilt sehen, ist es eine Katastrophe für die Menschen in dieser großen Stadt.“ (…)

INTERNATIONAL

China will Wiederaufbau der Weltwirtschaft starten

Muss die Welt auf monetäre Maßnahmen verzichten?

Die chinesische Zentralbank hat die Länder zur koordinierten makroökonomischen Politik zum Wiederaufbau der Weltwirtschaft wegen der Corona-Pandemie aufgerufen. Sputnik sprach mit einem Experten zu den Aussichten für eine solche Initiative.

Auf die Corona-Infektionen reagierte Russland zügig

Deutsche Medien bezweifeln die offiziellen russischen Zahlen, legen aber keine eigenen Recherchen vor. Während das Virus auch genutzt wird, um Desinformation und Stimmungsmache zu betreiben, sind russische Hilfsgüter in Italien eingetroffen. Derweil werden in Russland weitere Maßnahmen gegen das Virus eingeführt.

Palästinensische Führer benutzen Coronavirus zum Angriff auf Israel

Am 18. März lieferte Israel Hunderte von Kits zum Nachweis des Coronavirus in den von der Hamas regierten Gazastreifen, zusammen mit medizinischer Schutzausrüstung. Dies ist derselbe Gazastreifen, von dem aus die Hamas und andere palästinensische Terrorgruppen in den letzten Jahren Tausende von Raketen auf Israel abgefeuert und erst letzte Woche Partyballons mit versteckten Bomben abgeworfen haben. Allein im Februar wurden mehr als 40 Raketen aus dem Gazastreifen nach Israel geschossen.

Die palästinensischen Führer, die ihre Bemühungen fortsetzen, Israelis wegen „Kriegsverbrechen“ zu verfolgen, haben vor ihrem eigenen Volk und der internationalen Gemeinschaft die Tatsache verheimlicht, dass Israel sie im Krieg gegen das Coronavirus unterstützt. (…)

ISLAM/MIGRATION

Migration: Corona lässt Erdogans Flüchtlingsplan scheitern

Die Türkei hatte Ende Februar die Grenze zur EU für offen erklärt. Tausende Menschen strömten daraufhin ins Grenzgebiet, um griechisches Territorium zu erreichen. Nun verließen auch die letzten Gestrandeten die Region.

Die an der türkisch-griechischen Grenze noch ausharrenden Flüchtlinge und Migranten haben das Gebiet verlassen. Türkische Beamte hatten die Menschen zuvor vor einer Infizierung mit dem neuartigen Coronavirus gewarnt, sollten sie weiter dort im Freien leben, wie die staatliche türkische Nachrichtenagentur Anadolu meldete. Die Migranten seien mit Bussen in „Gästehäuser“ gebracht worden, wo sie für zwei Wochen unter Quarantäne stünden. Anschließend würden sie zu „angemessenen“ Orten gebracht, berichtete Anadolu weiter, ohne dies zu präzisieren. (…)

Mala­ria­ge­fahr begründet kein Abschie­bungs­verbot

Ein in Europa geborenes Kleinkind kann keinen Abschiebungsschutz beanspruchen, weil es sich im Zielstaat mit Malaria infizieren könnte. Mit diesem Urteil trifft das OVG NRW eine wichtige Grundsatzentscheidung.

„Das Oberverwaltungsgericht Nordrhein-Westfalen (OVG NRW) hat entschieden, dass Kleinkinder (im Alter von bis zu fünf Jahren), die in Europa geboren wurden, keinen nationalen Abschiebungsschutz beanspruchen können, weil sie bei Rückkehr der Familie in das Heimatland Nigeria an Malaria erkranken könnten und damit einer extremen allgemeinen Gefahrenlage ausgesetzte wären (Urt. v. 24.03.20 Az. 19 A 4470/19.A). (…)

Corona-Krise: Man kann die Grenzen also doch schützen!

[Link zum Video]

Nur Bewährungsstrafe für „Totprügler“ von Wittenberg

Ein Syrer hat 2017 in Wittenberg einen Mann verprügelt, der an den Folgen später starb. Der Prozess endet mit einem Urteil, dessen Milde den Vater des Opfers sowie zahlreiche Menschen entsetzt.

Sprachmißbrauch – ein Beispiel

(…) „Übrigens: Ein Flüchtling ist ein Mensch, der aus einem Land flieht. Wer gezielt in ein Land flieht, dafür Schlepper bezahlt und auf seinem Weg mehrere Grenzen überquert, ist ein Migrant, Glücksritter, Eindringling, Desperado, familiärer Brückenkopf, Glaubensverbreiter, Islam-Kombattant oder was auch immer, aber kein Flüchtling. Das war der Grund für die Drittstaatenregelung bei der Grundgesetzänderung anno 1993, und das ist der Grund, warum es in Deutschland kaum Flüchtlinge gibt.“ (…)

FEMINISMUS/GENDERISMUS/“QUEER“

Machen Kinder glücklich?

Bernhard Lassahn: [aktuelles Buch – Frau ohne Welt 3]

Gerade wurde zu später Stunde eine Talkshow wiederholt – aus dem Jahre 2006, wenn ich mich recht erinnere:

Machen Kinder glücklich?

„So hieß die Fragestellung bei der Talkshow Nachtcafé, zu der ich eingeladen war. Mir kam die Frage überflüssig vor, als wüsste sowieso jeder, wie das ist: Man kann sich unbeschreiblich an Kindern erfreuen, sie können allerdings auch eine ziemliche Belastung sein. Dass es das Glück ist, merkt man erst, wenn es vorbei ist – im Rückblick.

Ich wollte eigentlich sagen, dass es nicht die Aufgabe von Kindern ist, andere glücklich zu machen, doch ich bin nicht dazu gekommen und es wäre auch keine passende Antwort gewesen. Ich hätte auch Peter Handke zitieren können, der, als er als alleinerziehender Vater lebte, sagte, dass »die einzige gültige Wirklichkeit« die »mit einem Kind« ist und in der Kindergeschichte schreibt: »Sind Kinder allen Menschen doch die Seele. Wer dies nicht erfuhr, der leidet zwar geringer, doch sein Wohlsein ist verfehltes Glück.« Das hätte gut zum Thema gepasst (…)

Glück ohne Kinder – wollen Sie das wirklich?

Eine Kolumne von Jordan B. Peterson Deutsch von Bernhard Lassahn (…)

 

Relevanz oder Irrelevanz von „Geschlechterstereotypen“

(…) Frauen sind in sogenannten MINT-Berufen (Mathematik, Informatik, Naturwissenschaft, Technik) nach wie vor unterrepräsentiert. Dieser Bericht zeigt anhand einer Befragung von Schülerinnen und Schülern an Wiener Schulen unter anderem, dass die Berufswünsche, Interessen und selbsteingeschätzten Fähigkeiten im MINT-Bereich von Mädchen mit geschlechterstereotypen Vorstellungen zusammenhängen. In diesem Zusammenhang spielen auch die Eltern eine entscheidende Rolle. Bereits ein halbtägiger Berufsorientierungsworkshop, in dem den Schülerinnen und Schülern Rollenvorbilder präsentiert werden, kann geschlechterstereotype Denkweisen in Bezug auf Technik verändern, wie die Ergebnisse einer Analyse zeigen. Schon solche kurzen und kostengünstigen Interventionen können demnach ein effektiver Ansatz sein, um mehr Mädchen für MINT zu begeistern.

In: DIW Wochenbericht 87 (2020), 13, S. 251-260

[Diverse Links]

Kommentar GB:

Der grundlegende Denkfehler solcher feministischer Texte besteht darin, daß eine bestimmte ideologische Fixierung unbefragt vorausgesetzt wird.

Das macht sich an den verwendeten Begriffen fest. „Unterrepräsentanz“ beinhaltet zum Beispiel  eine völlig unbegründete und unbegründbare, außerdem absurde Wertung dahingehend, daß es eine gleiche Repräsentanz zu geben habe. Das ist daher weiter nichts als blanker ideologisch-normativer Unsinn, der nur deshalb nicht als solcher auffällt, weil er ständig wiederholt wird. Oder: „Rollenvorbilder“ bzw. „Geschlechterstereotype“ – sie werden bereits begrifflich als angebliche „soziale [also änderbare] Konstrukte“ vorausgesetzt, ohne zu fragen, ob es sich denn damit überhaupt so verhält. Die Frage entfällt, weil die Antwort bereits gedankenlos-ideologisch vorausgesetzt worden ist.

Die Realität der weiblichen Lebensplanung ist selbstredend nicht von solcherlei offensichtlichem Unsinn geleitet, der eigentlich nur den involvierten Feministinnen nicht auffällt, u. a. deswegen, weil sie von ihm – zu Lasten Dritter – gut leben. Noch.

Gender-Subkultur – Lernresistente Wissenschaft: Als wenn das „Reimer-Experiment“ nie existiert hätte

„Gleichstellung beginnt im Kindergarten – Eine Arbeitshilfe zur Umsetzung von Gender Mainstreamingin Kindertageseinrichtungen“ – Eine offizielle Publikation des Ministerium für Arbeit und Sozialordnung, Familie und Senioren Baden-Württemberg gefüllt mit zahllosen Handlungsempfehlungen für Erzieherinnen. An vergleichbaren amtlichen Schriften dürfte wohl kaum ein Mangel herrschen. Gender-Subkultur – Die hoffnungslos Lernresistente-Wissenschaft Tatsächlich gab es dazu bereits wissenschaftliche Experimente: Die fanden sogar in der Frühphase der sogenannten „Gender-Forschung“ satt. Kurzzusammenfassung: Das Experiment gelungen und der Proband hat sich das Leben genommen. „Der Junge – Der ein Mädchen sein sollte“ (…)

Kommentar GB:

Leseempfehlung! Es finden sich dort weitere interessante Beiträge zu diesem Themenfeld.

Corona-Virus-Infektionen in der Geschlechterbetrachtung

Prof. Dr. Ulrich Kutschera .- Corona-Virus in der Geschlechterbetrachtung  –  Informationen aus evolutionsbiologischer Sicht, ein Video und ein PDF zur Coronakrise.

Die Indizierung WikiMANNias als getarnter Akt der Zensur

Guten Tag an die Adressenten,

anbei die inhaltliche Widerlegung des Indizierungsantrags der
Bundesprüfstelle für jugendgefährdende Medien zur Indizierung WikiMANNias. (…)

VERSCHIEDENES

Frank Urbaniok: Achtung Mensch! Vom Versagen der Vernunft | Sternstunde Philosophie

Der Gerichtspsychiater Frank Urbaniok hat den Schweizer Strafvollzug geprägt wie kein anderer. Nun legt er ein umfassendes Buch vor: «Darwin schlägt Kant. Über die Schwächen der menschlichen Vernunft und ihre fatalen Folgen». Darin zeigt er, wie dank der Vernunft der Mensch anderen Lebewesen überlegen ist. Doch die Vernunft hat Schwächen, die zeigen sich vor allem in stereotypen Automatismen und Instinkthandlungen. Sie waren wichtig in der Evolution und haben dem Menschen beim Überleben geholfen. Im Gespräch mit Yves Bossart führt er aus, wie diese Überlebensmechanismen heute zu verzerrten Beurteilungen führen, mit fatalen Folgen, auch für unsere Demokratie. (…)

[Link zum Video]

Asterix-Zeichner Uderzo ist tot

Gemeinsam mit Autor René Goscinny schuf er die weltberühmte Comicserie.

Uderzo starb im Alter von 92 Jahren.

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Freitagsbriefes von 2017.

Alle Freitagsbriefe aus dem Jahr 2016.

    Professor Dr. Günter Buchholz

    Günter Buchholz ist Ökonom und emeritierter Professor für Allgemeine BWL und Consulting an der FH Hannover. Er ist verheiratet und hat eine Tochter. Seine Schwerpunkte sind Allgemeine BWL, Consulting, Politische Ökonomie, VWL und Wirtschaftsethik sowie Hochschul- und Gleichstellungspolitik.

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