Freitagsbrief – Iran-Krise – KW 02/2020

Professor Dr. Günter Buchholz:
Der Freitagsbrief
– Iran-Krise
Ausgewählte Links der Woche
Gesammelte, kommentierte, wöchentliche Verweise der Frankfurter Erklärung auf aktuelle Nachrichten.

Die Tötung Soleimanis hat eine weitere Krise erweckt: Diese Woche stand im Zeichen der “Iran-Krise”. Die Links der Woche zu Politik, Islam, Migration, Femismus, …

KLIMA

Zunahme von Extremwetter-Ereignissen

Medien-Frame der Woche:
Der Weltklimarat sieht eine Zunahme von Extremwetter-Ereignissen durch den Klimawandel, behauptet das ZDF. Das stimmt so nicht.

Am 8. Januar veröffentlichte Munich Re, einer der größten Rückversicherer der Welt, seinen jährlichen Bericht über die weltweiten Schäden durch Naturkatastrophen.

Die wichtigsten Daten darin – abgesehen davon, dass es grundsätzlich um Tote und Unglücke geht – fallen für 2019 eher positiv aus. Die Zahl der Naturkatastrophen-Toten ging stark zurück, von 15 000 im Jahr 2018 auf 9000 im vergangenen Jahr. Die angerichteten Schäden sanken leicht, von 160 auf 150 Milliarden Dollar.

Die Methoden der Klimaretter werden immmer totalitärer

Wir haben es in diesem Jahr mit einer sich stetig steigernden Hetze gegen alle zu tun, die nicht bereit sind, sich den Klimaideologen zu unterwerfen. Je wackliger die CO2-Theorie wird, je mehr Wissenschaftler sich mit Fakten gegen die innerhalb weniger Monate zur Klimareligion hochgeputschten menschengemachten Erderwärmung stellen, desto totalitärer werden die Methoden der Klimaretter. (…)

Warnung vor dem Ökofundamentalismus

Die FDP hat einen neuen Vordenker. Auf 120 Seiten liefert der verkehrspolitische Sprecher der FDP-Bundestagsfraktion Oliver Luksic eine Analyse gesellschaftlicher Fehlentwicklungen. Sein Buch ist ein Plädoyer für Rationalität und gegen die Moralisierung der Politik.

Symptomatisch für die Moralisierung des öffentlichen Diskurses stehe die Greta-Thunberg-Bewegung, die „vor allem bei Deutschen quasi-religiöse Züge“ angenommen habe (S.38). Die Grünen seien stets Katalysator von Ängsten gewesen – ob saurer Regen oder Waldsterben. „Eschatologie, die Lehre von den letzten Dingen, ist heute grün.“ (S. 49). Die Vermengung von grüner Politik und Religion werde bei Kirchentagen deutlich, die heute teilweise an grüne Parteitage erinnerten (S. 34). Der Bischof Heiner Koch hat das Engagement der „Fridays for Future“ und Greta Thunbergs in die Nähe biblischer Überlieferungen von Jesus Christus gerückt. Sein Vergleich von Freitagsdemos mit der „biblischen Szene vom Einzug in Jerusalem“ zeige die Absurdität der Debatte (S.74).

  • Grüne Ideologie in Kirchen, Unis und Medien (…)
  • Ziel ist die Beseitigung des Kapitalismus (…)
  • Warnung vor Öko-Diktatur und Öko-Terrorismus (…)

Apokalypse Wow! Die ultimative Weltuntergangs-Liste

Wenn Sie einen Menschen treffen, der behauptet, die Welt würde in ein paar Jahren ganz gewiss untergehen, haben Sie hier eine Liste von Menschen, die das ebenfalls schon behauptet haben. Sie ist schon vor einiger Zeit zusammen gestellt worden, aber von unveränderter Aktualität.

Montanus: Er sah sich selbst als Messias und sah das Ende der Welt nahe. Aus ihm entstand im 2. Jahrhundert der Montanismus in Kleinasien.

Hippolytus: Er war römischer Kirchenschriftsteller und wurde im Jahr 217 erster Gegenpapst in der Geschichte des Christentums. Er ging davon aus, dass die Erde 5500 v. Chr. erschaffen wurde und insgesamt 6000 Jahre alt werden würde. Seinen Anhängern lehrte er: „500 Jahre werden nach der Geburt Christi noch vergehen, dann wird das Ende gekommen sein.“ (…)

Sir Isaac Newton errechnete den Untergang der Welt auf das Jahr 2060. (…)

So zieht man den EU-Bürgern mit hysterischem Klimageheul Milliardenbeträge aus der Tasche

Der 28. November 2019 wird in die Annalen eingehen. Künftigen Historikern wird dieses Datum als Grundstein für die Errichtung eines neuen Totalitarismus gelten. Anders als in der Vergangenheit wird es sich dabei allerdings nicht mehr nur um eine nationale Diktatur handeln.

IRAN-KRISE

Irans schwarze Witwe

„Nach westlichen Maßstäben wäre er Papst, Präsident und Militär-Chef in einer Person. Ali Chamenei ballt Irans Macht aus Politik, Religion und Militär in seiner Faust. Er nennt sich “Religionsführer” und “Revolutionsführer”, Oberbefehlshaber der Armee und auch noch Staatsoberhaupt. Er ist das Gegenteil von Gewaltenteilung. Seit 30 Jahren leidet Iran unter seiner Knute, seinen Kriegen und seinem islamistischen Wahn.“ (…)

Kommentar GB:

Das Mullah-Regime als solches ist das Problem. Es muß gelöst werden.

Nur auf diesem Wege kann das zentrale Risiko der iranischen A-Waffe ausgeschaltet werden, das nicht nur Israel, sondern ebenso die gesamte nicht-muslimische Welt betrifft, und ganz besonders: Europa.

Die Trump Iran-Rede im Wortlaut und auf Deutsch

Gestern Abend hielt US-Präsident Donald Trump eine kurze Rede zum Konflikt mit dem Iran. Das Weiße Haus stellte die folgende Abschrift von Trumps Äußerungen zur Verfügung, die wir ins Deutsche übersetzt haben:

„Solange ich Präsident der Vereinigten Staaten bin, wird es dem Iran niemals erlaubt sein, eine Atomwaffe zu besitzen.“ (…)

Nach iranischem Raketenangriff: USA zu Gesprächen mit Teheran bereit

Die US-amerikanische Uno-Botschafterin Kelly Craft hat in einem Schreiben an den UN-Sicherheitsrat Washingtons Bereitschaft zu Verhandlungen mit dem Iran ohne Vorbedingungen bekundet, um die Spannungen in der Region abzubauen. Das teilte die Agentur Reuters am Donnerstag unter Verweis auf das Dokument mit.

[Links]

Der Iran und die deutsche Staatsräson

Auf Befehl des amerikanischen Präsidenten, Donald Trump, wurde einer der Top Terroristen des Nahen Ostens, der iranische General Qassem Soleimani getötet. Er galt als Schöpfer der mannigfachen Stellvertretermilizen des Iran, wie zum Beispiel der Hezbollah, die u.a. im Irak, Libanon, Syrien und dem Jemen an Kriegen beteiligt sind, sowie als der Architekt des Terrors in der Region und über internationale Grenzen hinaus. (…)

Man sollte meinen, dass Terrorbekämpfung ein internationales Ziel wäre, doch weit gefehlt. Die deutsche Partei Die Linke, postet ein Bild auf Facebook, welches Trump zeigt, der auf einer Rakete reitet, inklusive der folgenden Schlagzeile: „Stopt den Raketenman“.

In dem Post stellt die Partei den amerikanischen Präsidenten als Kriegstreiber dar, der mit der Tötung eines internationalen Terroristen „die Lunte an ein Pulverfass“ gelegt habe. Es scheint ganz so, als würde die deutsche Linke ihrer Sympathie gegenüber Nahost Despoten und Terroristen seit 1967 weiterhin treu bleiben.

Doch nicht nur die deutsche Linke scheint auf einem Auge blind zu sein wenn es um Terrorismusbekämpfung im Nahen Osten geht. Der Deutsche Staat an sich fällt durch seine jahrelange Freundschaft zu u.a. dem Iran und dem Ajatollah Regime, welches die Region mittels seiner Stellvertreterkriege erschüttert und Verwüstung über den Nahen Osten bringt, auf. (…)

In den 1920er Jahren galt Deutschland als der Begründer der iranischen Industrie, da der Shah in diese Zeitraum anordnete, jegliche Maschinerie in Verbindung mit der Zement,- Papier,- Textil,- und Bergbauindustrie aus Deutschland zu beziehen. Während der Zeit des Nationalsozialismus, zwischen 1933 und 1941, stieg der Export aus dem Iran um 28,2 Prozent.

Der Nationalsozialismus sah jedoch seinem jähen Untergang im Jahr 1945 entgegen – nicht so die guten deutsch-iranischen Beziehungen. Westdeutschland galt in den Jahren zwischen 1952 und 1979 als der stärkste Handelspartner des Iran. Heute stammen rund 30 Prozent der Infrastruktur der iranischen Industrie aus deutscher Produktion und im Jahr 2018 war Deutschland der grösste europäische Exporteur in Bezug auf das Mullah Regime. (…)

und ergänzend [weiterer Link], mit dringender Leseempfehlung:

Soleimani getötet, ein Mega-Terrorist weniger, keine unschuldigen Toten, und wieder wendet sich Deutschland von Amerika ab. Durch diese erneute politisch unmündige Abwendung manövriert sich Deutschland, wie Europa, langfristig in die selbst verschuldete Schutzlosigkeit. (…)

Iran: Deutschlands Großstrategen allein zu Haus

(…) „Es mag nicht sehr taktvoll klingen, muss aber einmal ausgesprochen werden: Das heutige Deutschland ist in der internationalen Politik ohne amerikanische Rückendeckung eine Stimme aus dem Nichts. Das Land hat unter der bleiernen Kanzlerschaft Angela Merkels weitgehend seine Verteidigungsfähigkeit eingebüßt, es ist nicht mal mehr imstande, seine Grenzen zu schützen, geschweige denn einen Angriff durch eine fremde Macht abzuwehren, etwa durch einen hochgerüsteten östlichen Nachbarn. Es gibt nicht mal mehr eine funktionierende eigene Armee, man wäre im Notfall ganz auf die NATO angewiesen, und die NATO steht und fällt mit den Vereinigten Staaten. Wer Deutschland wohl will, sollte dringend vor einer weiteren Verschlechterung der deutsch-amerikanischen Beziehungen warnen, statt die Konfrontation mit dem wichtigsten Verbündeten zu empfehlen, ein paar windigen Despoten zuliebe, wie den wankenden Mullahs in Teheran.“ (…)

[Links]

Größenwahn war das Verhängnis des Terror-Generals

„Während in Deutschland noch gehadert wird, wird in Bagdad gefeiert: Von Generalmajor Qassem Soleimani, dem Chef der iranischen Quds-Brigaden des islamischen Revolutionsgardencorps (IRGC), wird keine Gefahr mehr ausgehen. Er wurde am Donnerstag bei einem US-Luftangriff im Irak getötet. In einer am späten Donnerstagabend (früher Freitagmorgen nach MEZ) veröffentlichten Erklärung teilte das Pentagon mit:

„Auf Anweisung des Präsidenten hat das US-Militär entschlossene Verteidigungsmaßnahmen ergriffen, um US-Personal im Ausland zu schützen, indem es Qassem Soleimani getötet hat, den Chef der von den USA als ausländische Terrororganisation eingestuften Quds-Truppe der Islamischen Revolutionsgarde.“ “ (…)

Soleimani – Entwicklungen im Konflikt zwischen den USA und Iran

Die USA haben mit General Soleimani eine der wichtigsten Figuren des iranischen Regimes getötet. Beobachter befürchten, dass der Konflikt zwischen den beiden Ländern endgültig eskalieren könnte.

Ob die Tötung Soleimanis durch die USA vom Völkerrecht gedeckt ist, ist keineswegs eindeutig

Die rein juristische Bewertung der gezielten Tötung des iranischen Generals lässt viele Fragen offen.

Irans SS-Heydrich

(…) „Als Gegenstück zur SS baut Ruholla Khomeini im Mai 1979 die Sepah-e Pasdaran-e Enghelab-e Islami auf. Diese „Armee der Wächter der islamischen Revolution“ gehorcht nicht Irans militärischem Oberkommando, sondern berichtet direkt an den obersten Imam. General Hussein Salami erfüllt als Führer dieser „Revolutionsgarden“ eine ähnliche Funktion wie Heinrich Himmler bei der SS. Dem Reichssicherheitshauptamt und seinen SS-Einsatzgruppen entsprechen die Nīrū-ye Quds. “ (…)

Kommentar GB:

Dringende Leseempfehlung!

DEUTSCHLAND – ÖSTERREICH – SCHWEIZ

2019 – das Jahr der Unbelehrbaren

Vom UN-Migrationspakt bis zur Weihnachtsansprache eines Bundespräsidenten, der die wahren Bedrohungen nicht benennt: Deutschland wird, das zeigte sich 2019, von Unbelehrbaren regiert, denen das Wohl des Landes egal scheint.

und

Neujahrsansprache: Angela Merkel fern jeden schlechten Gewissens (…)

Elend “Hochschule” – Warum Studiengebühren wichtiger denn je sind

  • Ideologisierung
  • Entprofessionalisierung
  • Anbiederung

Die drei Begriffe bringen nach unserer Ansicht das Elend “Hochschule” auf den Punkt.

Ideologisierung

Hochschulen beziehen ihre Berechtigung daraus, dass sie gesellschaftlich nützliches Wissen vermitteln und herstellen. Gesellschaftlich nützliches Wissen kann in einer Näherung als solches definiert werden, das die Erwirtschaftung eines gesellschaftlichen Mehrwerts ermöglicht. Heutige Hochschulen sind in weiten Teilen Kaderschmieden, die der Ausbildung ideologischen Nachwuchses dienen. (…)

Entprofessionalisierung

Mit einer Ideologisierung geht notwendiger Weise eine Entprofessionalisierung einher. Wissenschaftler verlassen die Hochschulen, weil ihre Forschungsvorhaben durch Auflagen verunmöglicht werden, weil ihre Arbeitszeit immer mehr durch ideologische Vorgaben beeinträchtigt wird, weil ihre Finanzierung unter den Vorbehalt der ideologischen Passung gestellt wird, weil ihre Arbeitsumgebung mehr einem Kinderhort, in dem Halbtagskräfte in unverständlicher Sprache brabbeln, gleicht als einem Ort, an dem Erkenntnis gewonnen werden kann. (…)

[Links]

Im Namen des „Volkes“ (Spiegel 52/19) – Eine Replik

zu: „Spiegel“ Nr. 52 v. 2019,
Im Namen des „Volkes“ von Dr. Kailitz

(…) Es gibt für Deutschland und Europa drei zentrale Problemfelder in Gestalt der „Euro-Rettung“ im Zusammenhang mit der EU-Agenda, die vornehmlich muslimische Migrationsbewegung nach Europa und hier vor allem nach Deutschland, sowie die aktuelle Klima-Debatte. (…)

Sie haben im „Spiegel“ Nr. 52 v. 2019 unter dem Titel: Im Namen des „Volkes“ einen Beitrag veröffentlicht, in welchem Sie der AfD die Sprache der Nationalsozialisten unterstellen, wofür sie einige Beispiele anführen und von Tricks sprechen, die im Kern die gleichen (wie die der Nazis) seien.

Das ist ein schwerwiegender Vorwurf, mit dem sich die AfD selbst auseinandersetzen muss, um dies, falls gewollt, zu korrigieren.

Zugleich ist sie aber mit diesem Vorwurf zumindest ideologisch mit der Nazipartei gleich gesetzt, was (gewollt oder ungewollt) keine weitere Luft mehr nach „Rechts“ lässt. Das halte ich für sehr gewagt und zwar (…)

„Kosten- und Programm-Exzesse der öffentlich-rechtlichen Sender spalten die Gesellschaft“

Werte Union

Die konservative Basisbewegung innerhalb der CDU/CSU setzt sich dafür ein, die Finanzierung und Programmgestaltung der öffentlich-rechtlichen Sender wieder auf deren Kernaufgaben zurückzuführen.

Kommentar GB:

Kurz, wichtig und sehr lesenswert!

Die Werteunion ist die Zukunft der CDU – oder sie hat keine

Gestern Abend, dem 8. Januar, versammelten sich in Niederorschel im Eichsfeld in der modernen Lindenhalle 250 Menschen. Das waren doppelt so viele, wie die Thüringer WerteUnion Mitglieder hat.

100 Jahre »Versailler Vertrag«

Inkrafttreten am 10. Januar 1920

Heute vor genau 100 Jahren trat der »Versailler Vertrag« in Kraft, jener Vertrag, der das Kaiserreich Deutschland und seine Verbündeten als Alleinverantwortlichen für den Ausbruch des weltumspannenden Krieges von 1914 bis 1918 brandmarkte. Eine Laufzeit beinhaltet dieses Vertragswerk nicht.

Sebastian Kurz ist wieder Bundeskanzler

Van der Bellen ruft neue Bundesregierung aus

Der alte und neue Kanzler in Österreich heißt Sebastian Kurz.

Die Angelobung der neuen Bundesregierung – hier zum Nachschauen!

Gepostet von Sebastian Kurz am Dienstag, 7. Januar 2020

Link auf das Video

Schmuckstücke aus Grünem Gewölbe für Millionen in Israel angeboten

“Eine israelische Sicherheitsfirma hat nach eigenen Angaben Schmuckstücke aus dem Einbruch im Dresdner Grünen Gewölbe von Unbekannten angeboten bekommen. Diese verlangten in E-Mails neun Millionen Euro für den Bruststern des polnischen Weissen-Adler-Ordens und den «Sächsischen Weissen». Dies bestätigte der Geschäftsführer der israelischen Sicherheitsfirma CGI, Zvika Nave, am Freitag. Als Erstes hatte die «Bild»-Zeitung berichtet.“ (…)

Hat 2020 wirklich gut angefangen?

“ ……..2020 hat nicht gut angefangen.

Erst „peu à peu“ stellt sich heraus, dass in manchen Städten Deutschlands ein gewalttätiger Mob oder einzelne Gewalttäter die Straßen beherrschen. Zudem verschieben sich die Maßstäbe, was öffentlich-rechtliche Medien zu tun und zu unterlassen haben (siehe WDR). Die hohe Politik – von wenigen rühmlichen Ausnahmen abgesehen – befleißigt sich eines paralysierenden Beschweigens der Probleme.

Zweimal habe ich mich eingemischt. (…)”

INTERNATIONAL

Türkei und Russland rufen zu Waffenruhe in Libyen auf

Die wichtigsten Fragen zur Schlacht um Tripolis

Die Präsidenten Erdogan und Putin haben eine Waffenruhe ab dem 12. Januar gefordert. Anfang der Woche hat das Lager von General Haftar laut eigenen Angaben die Küstenstadt Sirte erobert. Warum kommt Libyen nicht zur Ruhe? Und welches sind die wichtigsten Akteure im aktuellen Konflikt?

[Diverse Links]

Kommentar GB:

Sehr lesenswert!

Obamas und Trumps Sonderkommandos

Japan setzt auf eine Fortsetzung der Hausse

Rekordhohe Dividenden und Aktienrückkäufe, eine Notenbank, die Aktienfonds kauft, ein Konjunkturprogramm der Regierung – ohne externe Krisen könnte Japan 2020 zum Geheimtipp werden.

Polen baut womöglich 800 Panzer zusammen mit Südkorea

Deutschland und Frankreich wollen Polen bei der Entwicklung eines neuen Panzers nicht dabei haben. Ohne Rücksicht auf übergeordnete strategische Überlegungen lässt man sich den gemeinsamen Bau von 800 Panzern entgehen. Die Polen suchen stattdessen einen Partner außerhalb Europas.

ISLAM/MIGRATION

GAM-Newsletter 10.01.2020

(…) Ein wesentliches Beispiel hierfür ist die auf entgegenkommende Beschwichtigung und Zugeständnissen beruhende Umgangsweise mit dem totalitären Herrschaftsregime des Iran. Bei aller Kritik, die man auch gegenüber der us-amerikanischen Außenpolitik unter Trump üben muss (insbesondere im Hinblick auf das Verhältnis zu Saudi-Arabien), so ist doch Folgendes in Rechnung zu stellen, worauf die Gruppe „Initiative Kritik und Intervention“ angesichts der Tötung des Kommandeurs der Quds-Einheiten und herausragendem Akteur des iranischen Gottesdiktatur, Qasem Soleimani, in einer Stellungnahme hinweist:

„Während die Mullahriege des Iran drei Trauertage ausruft und auch eine Masse an schiitischen Fundamentalisten hinter sich hat, freuen sich Teile der Bevölkerung über den Tod eines Mörders, der tausende Iraner hatte umbringen lassen (…) Im Irak und Syrien brachen spontane Freudenparaden zum Tod des Terrorführers aus, wobei im Irak auch ein nicht unerheblicher Teil aus den schiitischen Regionen bei Freudendemonstrationen vertreten war. Selbst Teile der Bevölkerung des von der islamistischen Hamas regierten Gaza-Streifens gingen unter Jubel auf die Straße und dankten dem Schlag gegen den ‚Kriminellen Qasem Soleimani‘. Auf die Frage ‚Wer atmet erleichtert auf, dass General Soleimani tot ist?‘ antwortet die feministische Islam-Reformerin Asra Nomani: ‚Dissidenten, Feministinnen und Säkularistinnen aus dem Iran, dem Irak, Syrien und dem Libanon.‘“ (…)

Berliner Moscheen trauern um „heldenhaften Märtyrer“ Soleimani

Für den Anfang des Jahres ermordeten iranischen General Qassem Soleimani hat am Donnerstagabend eine Trauerfeier in der Imam-Riza-Moschee im Berliner Stadtteil Neukölln stattgefunden. Dies melden deutsche Medien.

sowie

Manipulation durch Verschweigen – die deutschen Medien und das Attentat auf Soleimani

[Links]

Korruption im UN-Flüchtlingshilfswerk

Beim UNHCR soll es mehrfach zu Korruptionsfällen gekommen sein. Weil mehr Afrikaner nach Europa umsiedeln wollen, als auf den »Ressetlement«-Listen vorgesehen ist, blüht die Bestechung. Illegale Vermittler und korrupte UN-Mitarbeiter machen daraus ein Geschäft.

Kann Integration gelingen?

Anmerkungen zu ihren Bedingungen, Möglichkeiten, Grenzen und Unmöglichkeiten

Wohin es sie auch verschlägt, Vietnamesen schaffen den Aufstieg in westliche Gesellschaften besser als andere Migranten. Aber warum finden sich z. B. Vietnamesen im Westen so gut zurecht, und warum gelten sie als Integrationswunder?

Link zum Video

Über die akzeptierte Judenfeindlichkeit

Mitten unter uns wächst ein neuer Antisemitismus: die „Israel-Kritik“, die den einzigen jüdischen Staat auf der Welt so negativ beurteilt wie keinen anderen. Dies zeigt ein Video des jüdischen Publizisten Dennis Prager. Es geht um eine Analyse verbreiteter Anti-Israel-Argumente. Etwa das Argument, Israel sei nicht legitim wegen seiner ungerechten, blutigen Entstehungsgeschichte.

SPD versucht zum dritten Mal, Sarrazin loszuwerden

Die Schiedskommission der SPD in Berlin prüft erneut die Möglichkeit, den ungeliebten Genossen Thilo Sarrazin aus der Partei auszuschließen.

Kommentar GB:

Thilo Sarrazin hat ein Buch geschrieben, dessen Verständnis beim SPD-Bundesvorstand offenbar nicht gegeben ist, was aber nicht für den SPD-Bundesvorstand spricht:

(…) „Feindliche Übernahme: Wie der Islam den Fortschritt behindert und die Gesellschaft bedroht.

So lautet der Teil des im August 2018 erschienenen Buches Sarrazins, das den Anlass für das aktuelle Verfahren lieferte. (…)

FEMINISMUS/GENDERISMUS/“QUEER“

Antidiskriminierungsstelle: Hintern wärmen auf Kosten der Steuerzahler

(…) Als die ADS 2006 gegründet wurde, gab es 5 Mitarbeiter.

Heute, 14 Jahre später, gibt es 32 Mitarbeiter. Ein Wachstum von 640%. Stattlich.

Gegründet wurde die ADS eigentlich, um Menschen, die von sich glauben, sie würden diskriminiert, eine Anlaufstelle zu bieten. Die Gründe, sich diskriminiert zu fühlen, sind in Deutschland klar vorgegeben. Nicht diskriminiert fühlen können sich weiße Männer, Jungen, die bessere Noten als Mädchen haben, aber dennoch eine schlechtere Grundschulempfehlung erhalten, Jungen, die, weil sie der Vorstellung vom „ideal Pupil“ ihrer Lehrerin, (die Mehrzahl der Lehrer ist heute weiblich – wir tragen dem Rechnung) nicht entsprechen, auf die Sonderschule, sorry: Förderschule abgeschoben werden, Heterosexuelle sind grundsätzlich nicht diskriminierungsfähig usw. Wer oder was bleibt, kann sich an die ADS wenden.

Seit 2006 hat die ADS eine steigende Zahl von Anfragen zu verzeichnen, was kein Wunder ist, denn die Behauptung, dass alle, die oben nicht genannt wurden, in Deutschland diskriminiert werden, verspricht ein lukratives Einkommen als „Coach“ oder Stiftungs-Guttuer. Dass dennoch nur rund 4.000 Anfragen im Jahr bei der ADS eingehen, muss vor diesem Hintergrund mehr als verwundern.

Von den 32 Mitarbeitern, die die ADS hat, kümmern sich 11, in Worten: elf, um den Gegenstand, wegen dessen die ADS eigentlich geschaffen wurde: Beratung. 5 Mitarbeiter sind für Presse und Politische Planung, 7 für Öffentlichkeitsarbeit und Kommunikation zuständig. Daraus muss man schließen, dass „Presse“ nichts mit „Kommunikation“ und auch nichts mit „Öffentlichkeitsarbeit“ zu tun hat. Weitere 9 Mitarbeiter kümmern sich um „Forschung und Grundsatzangelegenheiten“ und die restlichen 11 beraten.

Die Antidiskriminierungsstelle beschäftigt 21 weibliche und 11 männliche Mitarbeiter. Diskriminierung nach Geschlecht wird also ernst genommen. (…)

Nach Hannover nun Lübeck, und die SPD ist immer dabei…

Empörung über Leitfaden zur geschlechtsneutralen Sprache

Ein Leitfaden der Lübecker Stadtverwaltung über geschlechtsneutrale Sprache empört Deutschpuristen. Der Verein Deutsche Sprache (VDS) bot am Freitag Lübecker Stadtbediensteten Prozesskostenhilfe an, falls sie die neue Verordnung der Heimatstadt von Literaturnobelpreisträger Thomas Mann (1875-1955) nicht beachten und dadurch Nachteile erleiden sollten. Lübecks Bürgermeister Jan Lindenau (SPD) sprach von einer „vollkommen überzogenen Reaktion“.“ (…)

[Links]

Kommentar GB:

Dieser Sprachschwachsinn ist zwar nur ein eher kleines Symptom des größeren Syndroms, das am besten wohl als postmoderne Geistesverflüchtigung bezeichnet werden kann, und dem etliche weitere, teilweise sehr viel ernstere ideologische Erscheinungsformen zugeordnet werden können. Zusammen illustrieren sie meine These, wonach der Feminismus-Genderismus kein Humanismus, sondern eine zeitgeistige Störung ist.

VERSCHIEDENES

Was den japanischen Kaiser zum Kaiser macht

Die Sonnengöttin Amaterasu schlägt den mythologischen Takt

Es ist keineswegs so, dass nie eine Frau den japanischen Kaiserthron besteigen könnte. Allerdings risse mit ihren Kindern die über 2600 Jahre dauernde väterliche Linie, gemäss welcher der Kaiser göttlicher Abstammung ist. Steht der Mythos bald vor dem Ende?

Kommentar GB:

Sehr informativ und lesenswert!

Hinter der rätselhaften Epidemie von Lungenerkrankungen in China steckt ein neues Coronavirus

Laut der Weltgesundheitsorganisation und chinesischen Forschern sind die erkrankten Personen in der Grossstadt Wuhan Träger eines neuen Coronavirus. Zu dieser Virusfamilie gehören harmlose Erkältungserreger, aber auch das Sars-Virus.

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Freitagsbriefes in 2019

Freitagsbriefes in 2018

Freitagsbriefes von 2017.

Alle Freitagsbriefe aus dem Jahr 2016.

Professor Dr. Günter Buchholz

Günter Buchholz ist Ökonom und emeritierter Professor für Allgemeine BWL und Consulting an der FH Hannover. Er ist verheiratet und hat eine Tochter. Seine Schwerpunkte sind Allgemeine BWL, Consulting, Politische Ökonomie, VWL und Wirtschaftsethik sowie Hochschul- und Gleichstellungspolitik.

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