Gender Pay Gap

Frauenfußball: Ein Gender Pay Gap? …und die Realität…

Fußball - Faktum Magazin

Frauenfußball:
Ein Gender Pay Gap?
…und die Realität…

Bei jeder Frauenfußball-Großveranstaltung tönt es vom Gender Pay Gap im Bereich des Fußballs. Man blendet allerdings die Regeln des Marktes aus, um sozialistische Forderungen zu verbreiten.

Die Achse des Guten stellt fest:

(…) Vermutlich können sich die DFB-Fußballerinnen schon glücklich schätzen, dass ihnen überhaupt eine WM-Titelprämie von 75.000 Euro zugesagt wurde. Hier sei nur eine einzige Kennzahl zur vergleichweisen Popularität von Frauen- und Herren-Fußball in Deutschland genannt: Die durchschnittliche Zuschauerzahl in der Fußball-Bundesliga betrug in der Saison 2017/2018 bei den Herren 44.646 Zuschauer. Bei den Frauen: 804 Zuschauer. Ganz richtig: achthundertundvier Zuschauer. In den Jahren zuvor lagen die beiden Zahlen ähnlich weit auseinander. Das ist nur eine Angabe zur ersten Orientierung. Richtig interessant würde es, wenn man einmal die Summen vergleichen würde, die bei den letzten Fußball-Weltmeisterschaftsturnieren der Herren (2018) und der Frauen (2019) für TV-Rechte, Werbung und Lizenzrechte geflossen sind. (…)

DFB-Interimspräsidenten Rainer Koch zu Vorwürfen der Ungleichbehandlung:

„Wir müssen nur erkennen: Wir können nur Gleiches gleich behandeln. Und der Frauenfußball hat noch ganz große Anstrengungen zu unternehmen, um eben dann auch wirtschaftlich genau so aufgestellt zu sein, dass entsprechend höhere Zahlungen möglich sind. Das ist der entscheidende Punkt, den alle verstehen müssen. Die Nationalspielerinnen des DFB sind keine Angestellten des DFB. Sie können deswegen auch nicht wie Arbeitnehmer gleich behandelt werden. Im Deutschen Fußballbund gibt es in der Bezahlung von Männern und Frauen bei den Angestellten – und wir haben sehr, sehr viele weibliche Mitarbeiter im Verband – überhaupt keinen Unterschied. Wir haben eine Direktorin, und die kriegt das gleiche Geld wie die männlichen Direktoren.“ (…)

„Genau. Aber wir haben auch ne Verantwortung in der Sache, und wir können nur Gleiches gleich behandeln und, wissen Sie, innerhalb des DFBs gibt es auch Männer, die unterschiedlich behandelt werden, wir haben viele Nationalmannschaften, wir haben eine Futsal-Nationalmannschaft, wir haben eine Beachsoccer-Nationalmannschaft, die bekommen überhaupt keine Prämien, und deswegen ist es wichtig, zu verstehen, dass der DFB, er ist ein gemeinnütziger Verband, er darf wirtschaftliche Geschäftsbetriebe mit unterhalten, und diese Geschäftsbetriebe müssen allerdings selber im Plus landen. […] Und aktuell ist eben so, dass mit der Frauen-Nationalmannschaft bei weitem nicht die Erlöse erzielt werden können, die im Männerfußball realisiert werden können, daran müssen wir gemeinsam arbeiten. Wir müssen mit den Frauen unserer Nationalmannschaft zusammen uns überlegen, wie wir diese Erlöse mit steigern können. Wir dürfen gar nicht höhere Beträge auszahlen, es ist schon rechtlich extrem schwierig, die aktuellen Beträge zu realisieren […]“

Die Junge Freiheit ist ebenso deutlich: Bezahlung im Frauenfußball – Gerecht wäre noch viel weniger

(…) Das Prinzip im Kapitalismus ist ein anderes: Wer viel Geld verdient, mit dem wird in der Regel auch viel Geld verdient. Trikotverkäufe, Werbeverträge, TV-Rechte. Man kann den „Kommerzfußball“ kritisieren; aber ohne diesen Kommerz gäbe es die fantastischen Gagen, von denen jetzt auch so manche Fußballerin träumt, eben überhaupt nicht. Diese Logik sollte eigentlich jedem einleuchten. (…)

Daß die Debatte um mehr „Lohngerechtigkeit“ derzeit dennoch so stark forciert wird, zeigt, wie verbreitet marxistisches Gedankengut mittlerweile im deutschen Mainstream ist. Bei den „öffentlich-rechtlichen“ Redaktionen muß einen das nicht weiter verwundern. Dank zuverlässig eingetriebener Zwangsgebühren, gibt es für den gemeinen Redakteur von ARD und ZDF keinerlei Notwenigkeit, sich mit schnöder Ökonomie auseinanderzusetzen. (…)

Frauenfußball ist eine Randsportart (…)

Für Statista verschafft der TV-Zuschauer den Fußball-Frauen das Nachsehen, dass die Randsportart Frauenfußball einfach nicht genügend Interesse generiert, wird ausgeblendet.
Infografik: Erfolgreiche Fußball-Frauen haben im TV das Nachsehen | Statista Mehr Infografiken finden Sie bei Statista

Frauenfußball hat dennoch einen hohen Unterhaltungswert

 

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