Der FreitagsbriefFreitagsbrief 2019

Freitagsbrief – Brexit oder nicht? – KW 14/2019

Professor Dr. Günter Buchholz:
Der Freitagsbrief – Brexit oder nicht?
Ausgewählte Links der Woche
Gesammelte, kommentierte, wöchentliche Verweise der Frankfurter Erklärung auf aktuelle Nachrichten.

Eigentlich sollte der Brexit bereits vollzogen sein. Er wird allerdings verzögert. Ob es tatsächlich zum Brexit kommt?

Brexit

Es wird keinen Brexit geben [?]

Wie weiter mit dem Brexit? Unsere Prognose lautet: Es wird keinen Brexit geben. Weil nach Brüsseler Denkart nicht sein kann, was nicht sein darf.

Brüssel will den Brexit unter allen Umständen verhindern. Deswegen bietet die EU den sogenannten Brexit-Deal, den Auflösungsvertrag der EU-Mitgliedschaft, als einzig mögliche Lösung an: „Friss oder Stirb“. Das ist nicht ganz ohne Ironie. Während sich die EU im anlaufenden Wahlkampf zum EU-Parlament mit dem Kampf gegen Knebelverträge im Rahmen des Verbraucherschutz brüstet, legt sie Grossbritannien genau so einen Knebelvertrag vor und weist dann jede Schuld an der Blockadesituation entrüstet von sich.

Nun beantragt London einen neuerlichen Aufschub bis Ende Juni. Der Europäische Rat wird diesen Antrag bei seiner nächsten Sondersitzung am 10. April bestätigen oder gar einen weiteren Aufschub vorschlagen. Man spielt auf Zeit mit dem Ziel, den Brexit sine-die zu verschieben aufgrund der politisch gewollten Unmöglichkeit eines EU-Austritts. (…)

Brexit. John Major wählt das Ende der Tories

Die Remainer lassen nichts unversucht, den Brexit und damit den Wählerwillen ihrer Bürger zu hintertreiben. Der glücklose Premierminister John Major (1990-97) ist dazu die passende Symbolfigur. Eine Große Koalition von Remainer-Tories, Remainer-Schotten und Remainer-Labour soll ihre Machtposition gewährleisten. Was aus einer GroKo kommt, könnten die Briten an Deutschland lernen.

Update, vom 1. April 2019, kein Aprilscherz! im Text
Warum den Remainer-Abgeordneten nur der Hard Brexit schadet
Aprilscherz 2019: Unterhaus stimmt ab, bis der Brexit weg ist! The Noes have it!
Der Brexit ist immer noch nicht weg. Neuer Anlauf gegen die Mehrheit der Bürger am Mittwoch! (…)

Tusk: Brexit zwölf Monate verschieben

EU-Ratschef Donald Tusk plädiert für eine Verschiebung des Brexits um zwölf Monate. Tusk wolle das den 27 bleibenden EU-Staaten am Freitag vorschlagen, bestätigte ein EU-Beamter der Deutschen Presse-Agentur (DPA) in Brüssel.

Disput zum Brexit

Winfried Wolf feiert ihn als Zeichen demokratischen Lebens.

Die NachDenkSeiten wundern sich. –

Der Brexit, die EU und ein Plädoyer für Demokratie

Oder:

Es gibt ein Recht auf einen Austritt Großbritanniens aus der EU.
Brüssel verweigert dies – u.a. mit dem Austrittsvertrag

[Diverse Links]

Anmerkungen zum Brexit

Niall Ferguson:
«Der Brexit sollte Grossbritannien wieder gross machen, aber er macht es zu einer Schweiz»

Der britische Historiker Niall Ferguson hat vor zwei Jahren im Abstimmungskampf den Brexit bekämpft. Dann änderte er seine Meinung. (…)

Wirtschaft

Die Dominanz des Dollars weckt Unmut

Spätestens seit dem Ende des Zweiten Weltkriegs ist der Dollar die unumstrittene Leitwährung der Welt.

Mit dieser Machtstellung wollen sich aber viele Länder nicht abfinden.

Sie versuchen sich abzunabeln vom einflussreichen Dollar.

und Saudi-Arabien droht mit dem Ende des Petrodollars

Aufgrund eines US-Gesetzes soll Saudiarabien drohen, den Dollar als Zahlungsmittel bei Ölgeschäften durch eine andere Währung zu ersetzen. Die Auswirkungen für die Weltwirtschaft wären gravierend.

Deutsche Handelsüberschüsse – Das Schönreden deutscher Außenhandels-Überschüsse: Wirtschaftswissenschaft als Legitimationsideologie

Die berechtigte Kritik an den deutschen Außenhandels-Überschüssen wird von verschiedener Seite immer wieder heruntergespielt. Ein besonders fragwürdiges Beispiel lieferte jüngst der Beirat des Bundeswirtschaftsministeriums. (…)

Fazit
Dass der hohe und permanente Überschuss in der Außenhandels- und Leistungsbilanz zu erheblichen Risiken im Euroraum und zu dauernden Nachteilen für die Handelspartner führen muss, weil sich diese chronisch verschulden müssen, und dass die deutsche Exportstrategie zur Deindustrialisierung in diesen Ländern führt, ist kein Thema für den Beirat.

Der Aufschwung ist zu Ende

In Deutschland ist selbst eine Rezession nicht mehr auszuschließen. Mit dem Wirtschaftsabschwung wird es ungemütlich, auch für die schwarz-rote Bundesregierung.

Deutschlands Multilateralismus hat auch eine militärische Seite: Sie ist teuer und heisst Nato

Berlin will die vereinbarten Rüstungsausgaben nicht stemmen. Nicht nur Präsident Trump regt sich darüber auf. Doch weshalb bleibt die Kritik der Nachbarn so seltsam zahm?

[Diverse Links]

Afrikas Handelspolitik vor großen Herausforderungen

Die Debatte über eine WTO-Reform, über eine afrikanische Freihandelszone und über einen neuen Partnervertrag zwischen der EU und Afrika läuft. Die drei Vorhaben haben weitreichende Folgen für unseren Nachbarkontinent.

Politik

Widersinnige Ausgrenzung

Zum dritten Mal ist Mariana Harder-Kühnel bei der Wahl zum Präsidium des Bundestags durchgefallen. Der Integrationskraft des Parlaments erweisen die Abgeordneten damit einen Bärendienst.

[Link]

Der Trotz regiert im Deutschen Bundestag:
Die AfD-Kandidatin Harder-Kühnel fällt ein drittes Mal durch

Mariana Harder-Kühnel, die Kandidatin der rechten AfD für das Amt einer Bundestags-Vizepräsidentin, ist erneut gescheitert. Wer glaubt, die AfD werde im Parlament unfair behandelt, durfte sich bestätigt fühlen. Damit haben sich die übrigen Parteien keinen Gefallen getan.

[weitere Links]

Kommentar GB:

Kartellparteien gegen den Außenseiter –

es läuft praktisch so, wie es theoretisch zu erwarten war…

Deutschland im April 2019

(…) In der Nacht vom 7. auf den 8. Februar des Jahres 1988 näherte sich ein Geleitzug der Staatssicherheit, von Eisenach kommend, dem DDR-Grenzübergang Wartha-Herleshausen. Im Fond eines Lada saß die Regimekritikerin Vera Lengsfeld mit ihren beiden Söhnen Jakob (3) und Jonas (5). Vor den Grenzanlagen blieb der Tross zurück, und ein einzelner Stasi-Offizier fuhr Frau Lengsfeld und ihre Kinder ins Niemandsland zwischen der DDR und der Bundesrepublik. Er stoppte den Wagen, öffnete die Fondtür und wies seine Passagiere aus dem Land und zu ein paar Lichtern im Westen: „Da geht’s lang.“ (…)

31 Jahre später hat sich Vera Lengsfeld längst eine neue bürgerliche Existenz aufgebaut. Als Politikerin der Grünen und der CDU saß sie im Bundestag, erhielt 2008 das Bundesverdienstkreuz und arbeitet heute überwiegend als Publizistin (unter anderem für Achgut.com). Sie lebt in einem gutbürgerlichen Viertel von Berlin-Pankow, mit Häusern aus dem 19. Jahrhundert, die Nachbarn mögen sie, unten im kleinen Café ist immer Zeit für ein paar nette Worte. Auch Jürgen Trittin, der im selben Haus wohnt, grüßt freundlich. Und doch kehren die alten Schatten zurück.

Denn das Recht auf freie Meinungsäußerung will sich Frau Lengsfeld noch immer nicht verbieten lassen. Diesmal handelt es sich um Artikel 5 des Grundgesetzes für die Bundesrepublik Deutschland: „Jeder hat das Recht, seine Meinung in Wort, Schrift und Bild frei zu äußern und zu verbreiten und sich aus allgemein zugänglichen Quellen ungehindert zu unterrichten. Die Pressefreiheit und die Freiheit der Berichterstattung durch Rundfunk und Film werden gewährleistet. Eine Zensur findet nicht statt.“ (…)

Zehn Thesen für eine neue Streitkultur – BILD-Journalist Schuler: „Lasst uns Populisten sein“

Populismus ist ein politisches Schimpfwort. Dabei sollte Populismus im ursprünglichen Sinn des Wortes eine demokratische Urtugend sein. Der Leiter des Berliner Parlamentsbüros der BILD hat einen schonungslosen Weckruf veröffentlicht.

Howard S. Schwartz: Politische Korrektheit als Entwicklungsstörung [Rezension]

Howard S. Schwartz, 2010: Society Against Itself: Political Correctness and Organizational Self-Destruction. London: Karnac. 232 Seiten, bei Amazon.de (Paperback) In diesem, sieben Kapitel und ein kurzes abschließendes Kapitel umfassenden Buch bringt der Philosoph und Organisationsforscher Howard Schwartz die These vor, dass in westlichen Staaten im Zuge politischer Korrektheit (…)

Kommentar GB:

Es handelt sich um eine Erklärung und Kritik der Political Correctness.

Dringende Leseempfehlung!

Christlicher Staat?

Politik verträgt nur so viel Religion, wie der Ungläubige akzeptieren kann

Dem Evangelium gemäss regieren – schon Luther war sich sicher: In dieser Welt ist das nicht möglich. Für Nietzsche war christliche Politik eine «Schamlosigkeit». Wie alltagstauglich ist die Moral des Christentums?

[Diverse Links]

Kommentar GB:

Dringende Leseempfehlung!

Das Problem des heutigen säkularisierten Restchristentums besteht in seiner Vulgarisierung,  seiner gefühlsethischen Verflachung und seiner Offenheit gegenüber der fortschreitenden Dekadenz.

Bei den Grünen ist das Resultat nur besonders gut und deutlich sichtbar.

Die einzigen Sachverhalte, die (…)

Was ist kritisch-emanzipatorischer Humanismus?

(…) Die säkular-humanistische Negation des theozentrischen Weltbildes ist für den kritisch-emanzipatorischen Standpunkt eine notwendige, aber noch nicht hinreichende Bedingung für eine adäquate Positionierung gegenüber der religiösen Weltanschauung. Genau genommen führt nämlich der zwischen Theisten, Atheisten und Agnostikern ausgetragene abstrakte Streit über die Existenz Gottes und die Theodizee noch nicht an die eigentliche Wurzel der gesellschafts- und subjektwissenschaftlichen Grundproblematik des Religiösen. Diese besteht nicht einfach in der unbewiesenen/unbeweisbaren Behauptung der Existenz eines personalen Schöpfergottes, an die geglaubt werden soll. Das Grundproblem besteht vielmehr darin, dass aus dieser unbewiesenen Behauptung ein absolut verbindlicher Vorschriftenkatalog und eine darauf fußende autoritäre Ordnungs- und Sittenlehre abgeleitet werden. (Kombination aus unbewiesener Existenzbehauptung und dem Anspruch auf absolute Deutungs- und Normierungsherrschaft.) Damit erweist sich das Religiöse immer auch als Erzeugungs- und Stabilisierungsinstanz zwischenmenschlicher Herrschaftsverhältnisse, die (…)

SPD-Mann lädt Sarrazin zu Wahlkampfveranstaltung ein

In den Wahlkampf gehen mit Thilo Sarrazin?

Der Thüringer SPD-Politiker Oskar Helmerich hält das für eine gute Idee. Der aus der AfD zu den Sozialdemokraten gewechselte Landtagsabgeordnete wollte mit Sarrazin eine Lesung abhalten. Die Kritik aus der Parteiführung folgt prompt.
Mit einer geplanten Veranstaltung mit dem umstrittenen Autor und früheren Politiker Thilo Sarrazin (SPD) hat der thüringische SPD-Landtagsabgeordnete Oskar Helmerich scharfe Kritik aus seiner Partei auf sich gezogen. Die für den 22. Mai geplante Lesung aus Sarrazins Buch „Feindliche Übernahme“ sei „ein unabgesprochener Alleingang von Oskar #Helmerich, keine Veranstaltung der Thüringer SPD“, schrieb SPD-Landeschef Wolfgang Tiefensee am Samstag auf Twitter. „Ich distanziere mich ausdrücklich und scharf von ihm und den islamfeindlichen Aussagen.“ (…)

[Diverse Links]

Internationale Politik

Alles eine Frage der Würde?

Buchbesprechung
Francis Fukuyamas „Identität“

Jeder Gruppe ihre eigene Bedrohung: Francis Fukuyama untersucht die Gründe für das Erstarken von Identitätsfragen in der Politik. Wäre nur seine fragwürdige Hierarchisierung sozialer Ungerechtigkeiten nicht.

Kommentar Michael Mansion:

Wäre ich ein Soziologe wie Francis Fukuyama und hätte ich mal eine solche Sache wie „Das Ende der Geschichte“ losgelassen, dann würde ich mich irgendwo verkriechen, wo man mich hoffentlich nicht mehr findet. Er kann aber sicher sein, auch weiterhin schwafeln zu dürfen und dabei zugleich hohes Ansehen zu genießen.

Der FAZ-Beitrag ist natürlich ein Kommentar und er beginnt gleich damit, dass sich die Polen und die Ungarn (wieder) dem Autoritarismus zuwenden, was man ja gerne (etwa im Falle Polens) am Eingriff in die Justiz glaubt festmachen zu können. Ich sage dazu, dass ich – falls politisch verantwortlich – selbstverständlich einen Richter sofort entlassen würde, der (wie am BGH) ein Verbot der Kinderehe für nicht verfassungsgemäß erklärt. Ich habe also ein gewisses Verständnis für die Situation in Polen, wenn es dort ähnlich Verrückte geben sollte.

Ich kann auch nicht erkennen, dass sich die Menschen in den westlichen Ländern von der Demokratie abwenden. Sie haben von ihr allerdings schon sehr lange die Vorstellung, es handele sich um eine Art von Wohlfühlpark, der zwar teuer ist, ihnen jedoch die Beschäftigung mit der
sie umgebenden Gesellschaft freundlich abnimmt. An Eigenbeteiligung ist eher nicht gedacht. (…)

Julian Assanges Lage spitzt sich zu

Gestern Abend hat Wikileaks einen Tweet verbreitet, demzufolge zwischen den Regierungen von Ecuador und Großbritannien eine Vereinbarung ausgehandelt worden ist.
Diese beinhaltet angeblich den Rauswurf von Julian Assange aus der Ecuadorianischen Botschaft, in den „nächsten Stunden oder Tagen“ und die darauf folgende Festnahme von Assange durch die britischen Behörden. Eine Auslieferung an die USA scheint in diesem Fall sehr wahrscheinlich. (…)

Halten die arabischen Stämme weiter zu den Kurden?

Der Kampf gegen die IS-Jihadisten hat die Kurden und die Araber in Ostsyrien geeint.

Doch ob die arabischen Stämme den Kurden nun auch im Ringen mit dem Asad-Regime für mehr Autonomie beistehen, ist fraglich.

Das Ende des IS-Kalifats ist nur ein Etappensieg
– besonders für die Kurden

Die syrischen Kurden haben am Wochenende den endgültigen Sieg gegen das IS-Kalifat gefeiert. Doch ihr Jubel könnte von kurzer Dauer sein: Sie brauchen die USA, um nicht zwischen der Türkei und dem Asad-Regime aufgerieben zu werden.

US-Journalist sagte Russia-Gate drei Tage vor der Präsidentschaftswahl 2016 voraus

Joe Lauria, Herausgeber des Magazins Consortium News, sagte am 5. November 2016 voraus, dass die Demokraten im Falle einer Wahlniederlage von Hillary Clinton – auch ohne Beweise – die Russen dafür verantwortlich machen werden, um Trump aus dem Amt zu entfernen. Das war die Geburtsstunde von Russia-Gate.

Islam/Migration

Arbeitsmigration – Japan öffnet sich

Das Land wirbt nun um Arbeitskräfte, doch konkurriert es mit anderen Standorten und Shinzo Abe nimmt das Wort Immigration nur in den Mund, um es zu verneinen. Die neuen Regelungen sind da ein erstaunlich mutiger Schritt.

Kommentar GB:

Den Chancen der Arbeitsmigration stehen Risiken gegenüber, und zwar solche kurzfristiger wie solche langfristiger Art. Beide erfordern eine sorgfältige Planung, eine soziokulturelle Selektion und eine strikte und wirksame Steuerung.

Man kann nur hoffen, daß Japan aus dem diesbezüglichen amerikanischen und insbesondere dem europäischen Fehlerbündel sowie aus den Erfahrungen in Asien (…)

dazu: Japan will 345.000 ausländische Arbeitskräfte anwerben

Klare, restriktive Regeln für »Gastarbeiter«
Die japanische Gesellschaft gilt als stark überaltert. Aus dem Grund will die japanische Regierung nun 345.000 ausländische Arbeitskräfte anwerben. Diese bleiben maximal fünf Jahre als »Gastarbeiter« im Land, die Visa sind an restriktive Bedingungen gebunden.

Großer Anteil von Kindern mit Migrationshintergrund bereitet Probleme im Unterricht

Immer mehr Pädagogen verzweifeln

„Wenn der Anteil der Kinder mit Migrationshintergrund in der Klasse zu groß wird, gibt es Probleme mit dem Unterricht, mit der Inklusion, mit der Integration, mit der deutschen Sprache und mit den zu vermittelnden Werten.“ (…)

(…) „Die entscheidenden Fragen werden sein: Wie wird der Anteil in 20-30 Jahren aussehen? Welchen Einfluss wird dies auf die Bildung und deutsche Sprache im Lande haben? Welche Werte werden sich durchsetzen? Wie werden die Pädagogen damit umgehen können? Können wir das landesweite Bildungsniveau halten? Wird die nächste Generation noch mit dem Bildungsstandard und der Arbeitsethik ostasiatischer Länder konkurrieren können?“

„Gott will keine Migration!“

Afrikanischer Kardinal gegen den Papst

Ausgerechnet ein Afrikaner, der mehrmals als Papabile gehandelte Kardinal Robert Sarah, gilt als wichtigster Kritiker des derzeitigen Papstes. In der Vergangenheit sprach sich der Kirchenmann, der auch schon mal Artikel von „Philosophia Perennis“ twittert, immer wieder gegen die derzeitige Migrationspolitik aus und warnte vor einer Islamisierung Europas und des Westens. Jetzt legte er nach.

Scharia – heute in Brunei, morgen…

Brunei introduces stoning to death for gay sex, adultery under new laws

[„ Brunei führt Steinigung für schwulen Sex ein
Ehebruch unter neuen Gesetzen“]

Brunei on Wednesday introduced harsh new sharia laws, including death by stoning for adultery and gay sex, despite a storm of global criticism from politicians, celebrities and rights groups.

[„Brunei hat am Mittwoch strenge neue Scharia-Gesetze eingeführt, darunter Tod durch Steinigung wegen Ehebruch und Sex unter Homosexuellen, trotz der weltweiten Kritik von Politikern, Prominenten und Rechtegruppen.“]

The tough penal code in the tiny country on tropical Borneo island — ruled by the all-powerful Sultan Hassanal Bolkiah — fully came into force following years of delays.

The laws, which also include amputation of hands and feet for thieves, make Brunei the first place in East or Southeast Asia to have a sharia penal code at the national level, joining several mostly Middle Eastern countries such as Saudi Arabia.“ (…)

Widerruf der Erlaubnis zum Betrieb der Muslimischen Kindertagesstätte „Al Nur“ rechtmäßig

Erhebliche Zweifel an Zuverlässigkeit des Einrichtungsträgers rechtfertigen Schließung

Das Verwaltungsgericht Mainz hat entschieden, dass sich der Widerruf der Erlaubnis zum Betrieb der Kindertagesstätte „Al Nur“ in Mainz wegen erheblicher Zweifel an der Zuverlässigkeit des Einrichtungsträgers Arab Nil-Rhein Verein nach der Prüfung im einstweiligen Recht­schutz­verfahren als rechtmäßig erweist. Daher kann die Schließung der Einrichtung – wie von Gesetzes wegen vorgesehen – zeitnah erfolgen.

Feminismus/Genderismus

Verfassungswidrige Männerquote? Die Staats­an­walt­schaft Ham­burg bevor­zugt Männer

Bei gleicher Qualifikation und Eignung will Hamburg lieber Männer als Staatsanwälte einstellen. Das Hamburger Gesetz gibt das genauso her. Und doch meinen Verfassungsrechtler: Eine Männerquote ist etwas anderes als eine Frauenquote.

Selbstgewählt: Der nächste wissenschaftliche Nagel im Sarg der Gender Pay Gap Lüge

Die Lüge vom Gender Pay Gap hat sich über die Zeit gewandelt.

Zuerst wurde behauptet, Männer würden 21% mehr verdienen als Frauen. Diskriminierung haben diejenigen geschrien, deren geistige Behinderung sie nicht in Zusammenhängen denken lässt oder deren Opportunismus, diese Chance der Selbstbereicherung einfach nicht an sich vorbeiziehen lassen konnte.

Dann wurde bekannt, dass der Unterschied im Stundenlohn über eine ganze Reihe von Variablen erklärt werden kann: Männer wählen produktivere Berufe, Berufe, für die man mehr Commitment und Zeit mitbringen und Aufwand betreiben muss, Männer arbeiten in der Regel Vollzeit, nicht Teilzeit wie die meisten Frauen, haben als Folge mehr Arbeitserfahrung, mehr Kompetenzen, eine höhere Qualifikation und vieles mehr. (…)

Eine eigene Bundesliga für LGBTIQ?

Damit Sie als Steuerzahler darüber auf dem Laufenden bleiben, wofür die Heinrich-Böll-Stiftung das Geld verschwendet, das Sie mit ihrer Arbeit erwirtschaftet haben, präsentieren wir heute: Steuergeldverschwendung 4.0: Save the date: „Sport disrupted: Sex_uality Matters“, zu deutsch: Den Sport stören: Sex_ualität zählt. (…)

Neue Umfrage über Sexualaufklärung

(…) Viele Eltern wünschen sich konkrete und praktische Tipps für den richtigen Umgang mit der Sexualaufklärung in Schule oder KiTa. Wie versprochen, werden wir diesen Bereich deshalb künftig weiter ausbauen und neben Aufklärungspublikationen auch Infoabende für Eltern anbieten.

Aber auch die Gegenseite schläft nicht: Die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) hat jetzt eine Online-Umfrage zur Sexualaufklärung von Vorschulkindern in Auftrag gegeben. Die Umfrage richtet sich an Eltern, die Kinder im Alter von vier bis sechs Jahren haben. Die BZgA möchte damit ihre schamverletzende und übergriffige Sexualaufklärung rechtfertigen und bewirbt daher auch am Ende der Umfrage ihre unsägliche Kindergartenbox „Entdecken, schauen, fühlen!“ mit den Genitalien-Stoffpuppen „Lutz“ und „Linda“.

Die BZgA sollte erfahren, dass viele Eltern von der „Sexualpädagogik der Vielfalt“ nichts halten, sondern eine Aufklärung bevorzugen, die ihren Wertvorstellungen sowie dem Alter und der Reife ihres Kindes entspricht. Wenn Sie also Kinder zwischen vier und sechs Jahren haben, wäre es sehr gut, wenn Sie sich an der Umfrage beteiligen und damit ein klares Zeichen zum Schutz Ihrer Kinder setzen. (…)

Gute Kinderbetreuung ist ent­schei­dend für unsere Zukunft
– Dr. Hans-J. Maaz bei „Das ganze Bild“

Bundesbürger haben Nase voll von Gender-Sprache und -Debatte

Monika Maron hat mit Walter Krämer, Wolf Schneider und TE-Autor Josef Kraus zum Widerstand gegen die so genannte geschlechterneutrale Sprache aufgerufen.

Die Bürger lehnen die aufgezwungene Verhässlichung der Sprache ab. (…)

Juraprofessorin der Uni Bremen erhält Ehrung

Bundesverdienstkreuz

Juraprofessorin Konstanze Plett hat das Bundesverdienstkreuz erhalten. Die Juristin von der Universität Bremen setzt sich für die Rechte intergeschlechtlich geborener Menschen ein.

Anja Karliczeck überreicht Konstanze Plett das Bundesverdienstkreuz.

Kommentar GB:

Aus dem folgenden Absatz geht die ungeheure Relevanz hervor, die offenbar preiswürdig war:

„Sie kämpft für die Rechte von intergeschlechtlich geborener Menschen. Die ­Juraprofessorin Konstanze Plett von der Universität Bremen hat dafür das Bundesverdienstkreuz erhalten. Mit der Ehrung werden die besonderen Verdienste von Plett für das Anerkennen der Rechte von Intersexueller gewürdigt, teilt die Universität Bremen mit. Die Juristin habe maßgeblich an der Verfassungsbeschwerde für eine sogenannte Dritte Option im Personenstandsrecht als weitere Geschlechtskategorie neben weiblich und männlich mitgewirkt.“

Das ändert selbstverständlich nichts daran, daß es biologisch zahlreiche Geschlechter gibt, nämlich genau zwei. (…)

Verschiedenes

Wir blicken in das absolut Fremde.

…und so sieht es aus!

Oktopoden und Spinnen faszinieren mit hoher Intelligenz, die aus völlig andersartigen Gehirnen entsteht.

Kommentar GB:

Sehr lesenswert!

Johann Friedrich Pfaff (1765–1825) – Einer der bedeutendsten Mathematiker Deutschlands

Pierre Simon Laplace bezeichnete ihn als den bedeutendsten Mathematiker Deutschlands, und er meinte damit nicht Carl Friedrich Gauß, sondern Johann Friedrich Pfaff. Allerdings gab der französische Gelehrte diese Einschätzung zu einem Zeitpunkt ab, als der zukünftige Princeps Mathematicorum noch nicht an die Öffentlichkeit getreten war. Pfaff ist heute nur noch den wenigsten bekannt, doch spielte er eine wichtige Rolle im Leben von Gauß…

Pilz rottete 90 Amphibienarten aus

Das Massensterben von Lurchen und Fröschen ist der größte bekannte durch eine Krankheit verursachte Verlust an Biodiversität.

Evolution: Fossil eines vierbeinigen Wals entdeckt

Wale stammen von Huftieren ab. Nach dem Fund eines Wal-Fossils mit vier Beinen, kleinen Hufen und Schwanz in Peru kann es daran keinen Zweifel mehr geben.

In Peru haben Forscher fossile Überreste eines vierbeinigen Ur-Wals entdeckt, der sowohl schwimmen als auch an Land laufen konnte. Das Team um Olivier Lambert vom Royal Belgian Institute of Natural Sciences in Brüssel beschreibt das Exemplar im Fachblatt „Current Biology„. Die Entdeckung gebe Aufschluss über die frühe Verbreitung dieser urzeitlichen Lebewesen. (…)

So irren Klima-Modelle

Die durchschnittliche globale Erwärmung beläuft sich seit 1979 auf 0,13°C pro Dekade, mehr als die Hälfte geringer, als die Klimamodelle des IPCC berechnen.

Über 80 (!) Autoren haben kürzlich unter der Führung von Jean Christophe Golaz vom Lawrence Livermore National Laboratory ein neues (produziert für den kommenden 6. Sachstandsbericht des IPCC) Klimamodell entwickelt.

Während bislang die Modelle anhand einer Zeit ausgeprägter Erwärmung parametrisiert wurden (meistens zwischen 1976 und 2005) wird in der aktuellen Arbeit von Golaz et al (2019) ein anderer Weg beschritten: Es wurden die vorindustriellen Verhältnisse, wie sie um 1850 herrschten, zum Ausgangspunkt genommen.“ (…)

Klimapolitik – Politik mit dem Klima [2007!]

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