Türkei - Faktum Magazin

Türkei – Bedrohung Europas

Was waren das für Zeiten als Türken und Deutsche Waffenbrüder waren. An die gemeinsamen Schlachten erinnert sich in Deutschland keiner mehr. In Istanbul liegt der deutsche Soldatenfriedhof im Stadtteil Tarabya – dort erinnern 700 Gräber deutscher Soldaten an die Geburtszeit der Türkei. Damals kämpften Deutsche, Osmanen und Österreicher gegen Frankreich und England mit seinen Überseekontingenten.

Gleich daneben ist die verwitterte Sommerresidenz der Deutschen Botschaft.

Alte Schlachten und ein neues Problemland

Die Schlacht von Gallipoli ist heute noch was für Militärhistoriker, aber dennoch haben wir dem Problemland Türkei aktuell mit unseren Waffenlieferungen auf die Beine geholfen. Nun vergrößern sie ihr Territorium.

Erdogan waren die Kurdengebiete an der Grenze in Syrien und im Irak schon immer ein Dorn im Auge. Der türkische Generalstab wurde bereits kurz nach Erdogans Amtsantritt von dessen Absicht unterrichtet, die Kurdenregionen einzuverleiben. Was jetzt geschieht, konnten Insider vor mehr als 10 Jahren voraussehen. Dass ein jetzt entstehendes Osmanisches Reich keine Demokratie mehr sein kann, wird inzwischen auch anderen deutlich.

Bei den letzten Wahlen in der Türkei hat sich der weitaus größte Teil der in Österreich lebenden Türken für Erdogan ausgesprochen. – Österreich hat mit Türken schon geschichtliche Erfahrung. Wir haben Türken bei uns in Schlüsselfunktionen unserer Demokratie. Wenn jetzt ein SPD-ler das Außenministerium bekommt, möchte er doch bitte in Geschichtsbüchern nachschauen, um ein Verständnis vom türkischen Selbstbewußtsein zu bekommen.

Türkei? Europa? Nie.

Auch diesseits des Bosperus gehörte die Türkei nie zu Europa. Man sollte aufhören Kulturgrenzen zu verwischen. Das Thema „Aufnahmeverhandlungen der EU mit der Türkei“ gehört spätestens ab jetzt der Vergangenheit an. Wir können überlegen wie wir die guten Beziehungen zu einem Natopartner aufrechterhalten, dessen Interessen inzwischen von Millionen seiner Staatsbürgern in Deutschland vertreten werden.

Was ist der gemeinsame Nenner zwischen der BRD und der Türkei?

Seit Erdogan an der Regierung ist, sind am Bosperus 17.000 (in Worten: Siebzehntausend) neue Moscheen gebaut worden. Im Staatsauftrag wird in Istanbul-Camlica das neue Wahrzeichen des türkischen Islamismus mit Spendengeldern der Gläubigen gebaut. Genau gegenüber von den Symbolen des alten Reichs. Auf der anderen Seite des Wassers des Bosperus steht die Süleymanye-Moschee in der Größe eines Bundesligastadions. Sie ist mittlerweile ein Symbol für die Türkei.

Säkularismus – das war einmal

Die säkulare Staatsform hat ausgedient. Das Märchen vom Putschversuch einer staatsbedrohenden Bewegung werden bald auch besonne Menschen in der Türkei glauben. Gülen sollte in Ruhe gelassen werden, er hat mit dem Putsch in der Türkei bei dem die Opposition ausgeschaltet wurde, nichts zu tun.

Parallel dazu werden in Erdogans neuer Republik die neuen Lehrpläne an den Schulen umgesetzt. Die Evolutionslehre gilt als ein Relikt der Ungläubigen. Immer wieder ruft Erdogan dazu auf, dass Frauen wenigstens drei Kinder zur Welt bringen sollen. Keine islamische Familie soll in Allahs Werk pfuschen und verhüten. Im gleichen Atemzug spricht er gelassen aus, dass die türkische Frau als Hausfrau und Mutter in die Küche gehört.

Unsere Özdemir wählenden Emanzen sollen sich fragen, was denn nun der richtige Weg sei.
Die entstandene Kluft zwischen der Türkei und Europa bedarf einer klaren Positionierung europäischer Interessen.

 


Heute kam eine Meldung der Türkischen Gemeinde Deutschlands herein.

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