PolitikPolitikWirtschaft

Pharma – Kriminelle Machenschaften, Lobby und Staatsorgane

Chemie - Pharma - Faktum Magazin

Pharma –
Kriminelle Machenschaften, Lobby und Staatsorgane

Frühjahr 2017. Der deutsche Wissenschaftler Dr. Hans-Jürgen Klose wird in Amsterdam von Unbekannten entführt. (Tatbestand: Entführung. Aktenzeichen der Staatsanwaltschaft Kleve 307 UJs 127/17, Aktenzeichen Polizei Kalkar 515 000- 047137-17/8)

Dr. Hans-Jürgen Klose ist Entwickler eines Krebsmittels.

Die österreichische Diplomatie löst internationale Fahndung aus. Klose kann sich nach einigen Tagen aus den Händen der Entführer befreien. Er kehrt nach Deutschland zurück und bittet um polizeilichen Personenschutz. Dieser sei nicht möglich, wird ihm mitgeteilt. Stattdessen erhält er für den Notfall eine Telefonnummer eines Anschlusses, der nach 17:00 Uhr nicht mehr zu erreichen ist. Der Anschluss zu 110 erreicht eine fast 30 km entfernte Polizeizentrale. Personenschutz sieht anders aus.

Hans-Jürgen KloseBereits in der ersten Nacht im eigenen Heim wird Hans-Jürgen Klose durch Geräusche geweckt. In der Nachbarwohnung findet man später einen Toten im Bett – knapp entfernt, nur durch eine Wand getrennt. Die Kripo gibt ihm keinerlei Auskunft: Offiziell hat er doch nichts mit dem Toten zu tun.

Der Wissenschaftler ist Vater von drei kleinen Kindern. Aus Angst um seinen Nachwuchs wendet sich Klose zunächst an die Kripo. „Wir dürfen uns nicht dazu äußern – der Fall liegt bei der Staatsanwaltschaft.“, bekommt er zu hören. Die Staatsanwaltschaft reagiert trotz dreimaliger Versuche nicht auf seine Anschreiben. Alles führt dazu, dass er seine Kinder in einem dreiviertel Jahr nur zwei Mal für jeweils eine Stunde sehen kann.

Zuvor ist der Polizei in Österreich ein Betrüger ins Netz gegangen, der gefälschte Exemplare des von Klose entwickelten Krebsmittels in Umlauf gebracht hatte. Der Gesamtschaden beläuft sich auf 65.000 Euro. Das Innenministerium Österreich übernimmt die Ermittlungen. Der Täter verbleibt auf freiem Fuß, bekommt dafür allerdings vorab die Information, dass man gedenke in 14 Tagen eine Hausdurchsuchung bei ihm vorzunehmen – auch in Österreich werden Hausdurchsuchungen für gewöhnlich ohne vorherige Ankündigung durchgeführt.

Man ermittelt nun gegen Klose

Es ist einem Zufall zu verdanken, dass Klose erfährt, dass man nun gegen die Herstellerfirma seines Krebsmittels ermittelt. Der absurde Verdacht des “gewerblichen Betruges” steht im Raum. Hinter dem Ermittlungsverfahren steht das österreichische Innenministerium. Das Ministerium ist ebenfalls für Presseartikel gegen das von Klose entwickelte Präparat verantwortlich.

Es gelingt einen Kontakt zur ermittelnden Verantwortlichen im Innenministerium herzustellen. Eine Klärung des Vorganges findet dennoch nicht statt. Eine Anhörung Kloses findet nicht statt, der Kontakt erlischt. Die Powerlight - Professor Köstler StatementPressekampagne gegen das Präparat Kloses ist für das Innenministerium allerdings ein voller Erfolg: Die Umsätze gehen auf Null.

Gleichzeitig erfolgen nahezu tägliche Interviewanfragen durch den ORF. Klose erklärt sich zu einem Interview bereit, möchte aber wissen wer hinter dieser Presse-Aktion steckt. Nach dieser Frage bricht der Reporter sofort den Kontakt zu dem Wissenschaftler ab..Durch das Österreichische Innenministerium ergeht stattdessen ein Amtshilfeersuchen an die deutschen Behörden.

Es erfolgen Durchsuchungen in drei Häusern des Krebsmittels. Das Mittel wurde durch Klose an einem russischen Lehrstuhl unter Beteiligung des Militärs entwickelt und dann in den Vereinigten Arabischen Emiraten zur Marktreife gebracht. In den falschen Händen kann das Mittel ins Gegenteil verkehrt zur Herstellung von
Massenvernichtungswaffen verwandt werden.

Die Unterlagen zum Mittel lagern in Deutschland unter notarieller Aufsicht. Sie sind natürlich als geheim eingestuft. Die deutsche Polizei hat von Klose eine lückenlose Dokumentation über Anwendung und Erfolge des Krebsmittels, das inzwischen von ausländischen Firmen umworben wird. In Österreich wurde das Krebsmittel durch die „Onkologische Gesellschaft“ mit Erfolg eingesetzt. Klose vermutet, dass österreichische Kreise versuchen ein vergleichsweise kostengünstiges nebenwirkungsfreies Präparat aus dem Markt zu drücken.

„Sie können jetzt auch für 10 Jahre in den Knast gehen – da brauchen sie zumindest keine Angst vor erneuter Entführung zu haben“(Kripobeamter auf die Weigerung Kloses, die Produktionsunterlagen
offen zu legen)

Der Vorgang ist noch nicht abgeschlossen.

 

Teilen:

Gefällt Ihnen unsere Arbeit?

Spenden Sie doch einen kleinen Betrag für unsere Kaffeekasse!

oder: Überweisungsdaten.

1 comment

Kommentar verfassen

%d Bloggern gefällt das: