Russischer - Spanischer Bürgerkrieg - Faktum Magazin
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Das Bild der Bundeswehr

Das Bild der Bundeswehr

Kennt jemand Major Nicola Baumann? Unser Luftwaffen-Aushängeschild und beinahe Quotenastronautin? Wer sie nicht kennt, sollte auf YouTube sich anschauen, wie von der Leyen sich den Luftwaffenoffizier der Zukunft vorstellt. (Ein Tag im Fliegerhorst Nörvenich- Major Steps EP1)

Ein Tag im Fliegerhorst Nörvenich – MAJOR STEPS Ep. 1

Wie viele Millionen haben Frauenverbände in das Projekt „Deutschland sucht den Superstar – erste Astronautin im All“ gesteckt? Hatte Frau Baumann inzwischen zu viele PR-Auftritte oder hat sie eingesehen, dass sie für den Job nicht taugt? Vor ihrer gepushten Karriere als Eurofighter-Pilotin war sie doch bei der Lufthansa mit ihrer Bewerbung durchgefallen. Hatten die Lufthansa-Leute übersehen, wie hübsch sie ist – oder waren die auch durch diese aufgesetzte und affektierte Art genervt?

Jetzt  hat sie das Handtuch geworfen und die Raumstation wird dadurch nicht untergehen. Eigentlich war es an der Zeit, dass die Genderbewegung sich auch einmal in Uniform zeigt.

Die Demontage der Vorbilder für ein neues Gesicht

Seit SPD-Mann Peter Struck als Verteidigungsminister begonnen hatte, Vorbilder der Bundeswehr zu demontieren, war es  nötig geworden, der Luftwaffe ein neues Gesicht zu geben. Er hatte 2004 den General der Jagdflieger Werner Mölders nicht mehr für würdig befunden als Vorbild für die Bundeswehr zu dienen.

(…) Zur Begründung wurde unter anderem eine fehlende Distanz zum Nationalsozialismus sowie Mölders’ Rolle in der Legion Condor während des Spanischen Bürgerkriegs herangezogen. (…)

Kasernen, die seinen Namen trugen, wurden daher umgetauft. Mölders war einer der höchst dekorierten Luftwaffenoffiziere. Die Tatsache, dass der Pilot im Spanischen Bürgerkrieg für die Franquisten gekämpft hatte, veranlasste Struck, der vor seinem Amtsantritt als Verteidigungsminister die Bundeswehr nur vom Hörensagen kannte, über Mölders zu urteilen. Man lese sich hingegen Berichte über Soldatinnen in Kriegseinsätzen durch. Es ist eine Katastrophe.

Als Nachhilfe für eventuell nachrückende Verteidigungsminister: Damals war in Europa die Volksfront mit Unterstützung der Sowjetunion auf dem Vormarsch. Nach der Oktoberrevolution war die „Internationale“ ausgerufen worden. Frankreich hatte schon eine kommunistische Regierung und in Spanien zeigten die Genossen gerade, dass die angestrebten Sozialreformen auf der Strecke blieben. Die spanische Bevölkerung sollte die neue kommunistische Regierung nur durch neue Unterdrückung zu spüren bekommen. Die Sowjetunion belieferte in den ersten Auseinandersetzungen in Spanien die Volksfront bereits mit Waffen.

Die Legion Condor

Wer als Freiwilliger der Legion Condor Europa vor dem Schicksal wie es der gesamte Ostblock später zu erleiden hatte bewahrt hat, dem sollte auf Knien gedankt werden. In Spanien war die Legion Condor damals kriegsentscheidend.

Nun noch kurz zu Picasso, der mit seinem bekannten Großgemälde „Guernica“ zum Symbol der Anklage gegen die bösen Deutschen geworden ist. Er war engagierter international agierender Kommunist, der Frankreich ersucht hatte mit Truppen in den spanischen Bürgerkrieg einzugreifen – den Sieg der Falangisten betrachtete er als persönliche Niederlage, so dass sein Bild erst nach Francos Tod 1981 nach Spanien eingeführt werden durfte.

Sowohl auf Picasso als auch auf seine Anklage sollte man hier ruhig verzichten können, ohne dass die Welt der Kunst beschädigt wird. Auch auf die Quotenfrau in Uniform kann man verzichten, denn den Beweis ihrer Kriegstauglichkeit ist sie bisher schuldig geblieben.

Wenn es nun darum geht die Bundeswehr wieder wehrtauglich zu machen, sollten diese Erfahrungen mit zu Rate gezogen werden.

Keine Kriegsgräuelverwässerung

Es geht nicht um eine verharmlosende Reinwaschung von Kriegsgräueln:

Schlimm ist es, wenn Zivilisten in Kriegen sterben. Es war auch durch unseren Einsatz der Luftwaffe in Spanien schlimm. Was heute in Afghanistan, Irak und Syrien als Kollateralschaden  abgehakt wird, übertrifft die Anzahl der Opfer des Kriegseinsatzes in Spanien bei weitem.

Als in Russland der 1. Weltkrieg in die Gemetzel des Bürgerkriegs überging, waren es vor allem die USA und England die ihre Truppen zur Unterstützung der antibolschewistischen Kräfte ins Land schickten. Das Drama in Russland, das sich daraus entwickelte und der daraus in die Länge gezogene Schrecken, kostete Millionen – auch der Zivilbevölkerung – das Leben.

[Wikipedia – Russischer Bürgerkrieg] (…) Der Krieg wurde erbittert und brutal besonders auch gegen die Zivilbevölkerung geführt; etwa 8 bis 10 Millionen Menschen verloren ihr Leben. Das Eingreifen der Entente und der Mittelmächte in den Konflikt trug maßgeblich zu seiner Länge und Heftigkeit bei. Sowjetrussland erreichte durch ihn zwar die Herrschaft über einen Großteil der Fläche des früheren Russischen Reichs. (…)

  • Weshalb wird mit zweierlei Maß gemessen?
  • Geht es darum den Mythos vom gewissenlosen Deutschen aufrecht zu erhalten?

Wir sollten uns nicht so einfach in dieses Klischee pressen lassen.


Anmerkung Redaktion:

Auch gegen die deutsche Zivilbevölkerung war man nicht zimperlich. Das Bombardment von Dresden durch Bomber Harris fand statt.

(…) Unter seiner Führung wurden von der RAF [Royal Air Force] zahlreiche deutsche Städte schwer zerstört, so bei der Operation Gomorrha gegen Hamburg im Juli/August 1943, Kassel (22. Oktober 1943), Frankfurt am Main (22. März 1944), Braunschweig (15. Oktober 1944), Magdeburg (16. Januar 1945), Dresden am 13./14. Februar 1945 sowie Pforzheim (23. Februar 1945), Mainz (27. Februar 1945), Würzburg (16. März 1945), Hanau (19. März 1945) und Hildesheim (22. März 1945).

Bei den Flächenbombardements wurden – neben den im Stadtgebiet befindlichen Industrieanlagen – die Zivilbevölkerung und die Infrastruktur der Stadt primäres Ziel der Angriffe. (…)

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