Islamkritik

Der Jihad ist weder räumlich noch zeitlich begrenzt

Jihad - Islam - IS - Faktum Magazin

Der Jihad ist weder räumlich noch zeitlich begrenzt

Wer in den Kriegsgebieten des Mittleren Ostens auf Moslems mit deutschem Pass stößt, findet bestens in den Islam und die Geschichte des Islam eingewiesene Männer. Diese verurteilen alle mit missionarischem Gerechtigkeitssinn die Kriege im Irak, Afghanistan, Jemen und Somalia, weil überall dort der Westen über Kriege westliche gesellschaftliche Modelle aufdrängt. Wer mit diesen Männern spricht, bekommt den Eindruck bisher gar nicht verstanden zu haben, worum es den islamischen Kriegern geht.

Die Vermischung von Religion und Politik – der Islam

Der Islam ist eine Eroberungsreligion, in der von den Männern die Errichtung  moslemischer Staaten erwartet wird, wenn sie nicht durch Humanität und Demokratie schon domestiziert sind. Es vermischen sich bei ihnen Religion und Politik in einem für Europäer kaum vorzustellenden Maß. Dass Erdogan indem  er in seinem eigenen Land in jüngster Zeit Tausende in Gefängnisse stecken ließ, seiner islamischen Fundamentalaufgabe nachkommt, daran besteht kein Zweifel.

(Andaluz nennen die Araber heute noch die Gebiete ihrer ehemaligen Kalifate in Spanien. Die Omajaden waren eine Kalifen-Dynastie und mit den darauf folgenden Abbassiden hatten sie für fast 300 Jahre das Emirat von Córdoba. Ein weiteres Kalifat – allerdings später – war Grenada. Dort lebte auch eine große Zahl von Juden, die sogar im arabischen Heer mitkämpften. Ein echter Jihadist erhebt natürlich geschichtlichen Anspruch darauf. Das ist alles ohne eine Definition von “Geopolitik” für uns nur schwer zu verstehen.)

Das Geschichtsbewusstsein im Westen – vor allem in Deutschland – ist mehr als dürftig. Die Inbesitznahme von Andaluz, Algerien, Marokko und Tunesien durch Engländer und Franzosen hat mit den Luftschlägen der Amerikaner nur ihre Fortsetzung gefunden. So empfinden zumindest die, die am Jihad beteiligt sind.

Im Islam gehört ein Leben nach dem Tod zum Glauben. Viele, die in Aleppo gekämpft haben, bedeutet ihr jetziges Leben daher nichts: Nach dem Märtyrertod geht es paradiesisch weiter. Überlebt zu haben bedeutet für sie „Weitermachen“. Selbst eine Niederlage der Jihadisten-Milizen an den derzeitigen Kriegsschauplätzen ist notfalls einkalkuliert. Durch ihre Kinder werden sie Enkel und Urenkel haben, die nie auf “islamisches Land” verzichten werden.

Wenn Erdogan vor einigen Jahren in einer Rede vor seinen Landsleuten in Deutschland an die Belagerung Wiens erinnerte und seine Zuhörer als Vorhut der neuen Belagerung ansprach, haben hiesige Politiker weggehört; denn hier beginnt deutsche Geschichte erst ab 1945.

Es muss aufhören, dass Ziele an Wahlperioden geknüpft werden; denn diese Ziele werden ohnehin bei den zyklischen Regierungswechseln verwässert. Wir brauchen einen Konsens über Parteigrenzen hinaus, einen Konsens darüber was Deutschland in Zukunft sein soll.

  • Ist die hiesige Kultur es wert, verteidigt zu werden?
  • Oder wollen wir statt Goethe, Grass und Heinrich Heine doch lieber Reste der osmanischen Literatur im Bücherschrank haben?

Wie Türken mit ihrer eigenen über Jahrhunderte gewachsenen Kultur nach dem Untergang des osmanischen Reichs umgegangen sind, das zeigt dass auf Bildung und Filigrane kein Wert gelegt wird. So wie Atatürk das Sultanat und das Kalifat abgeschafft hat, so würde ein Erdogan bei uns Ordnung schaffen. – Sollten wir uns darauf einlassen, dass wir sein Unrechtsregime unterstützen – denn das ist sein augenblickliches Ziel.

Ich hoffe dieser Artikel ist eine Ermunterung über den geschichtlichen Tellerrand zu sehen, und islamische und deutsche Realität zu erkennen.

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