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Chinesische Wirtschaftsspionage

Chinesische Wirtschaftsspionage

Es hat sich in den internationalen Geflechten der Diplomatie eingebürgert, andere Staaten nicht mehr der Spionage zu bezichtigen – aus Angst vor wirtschaftlichen Nachreilen, die sonst dafür in Kauf genommen werden müssten.

Einer der größten Geheimdienste der Welt, das Chinesische Ministerium für Staatssicherheit ist mit wenigstens 40 Agenten in Deutschland vertreten. Sie sind als Geschäftsleute und/oder im Finanzwesen tätig. Fast immer geht es um Wirtschaftsspionage.

Die Agenten sind in den auszukundschaftenden Metiers bestens ausgebildet. Zudem haben sie Rückhalt in den großen chinesischen Betrieben, die in solchen Spezialgebieten arbeiten. Nicht selten sind diese Betriebe aus Staatsbetrieben hervorgegangen.

So hat China seine Lücken im Bereich der Technologie in den letzten 15 Jahren stark verkleinern können; China avancierte so zum direkten Konkurrenten für den Westen. Was die dortigen Inlandsgeheimdienste inzwischen jedem Chinesen auferlegen, erinnert an übelste Science-Fiction-Visionen. Die Presse bei uns berichtet inzwischen darüber.

Auswirkungen

Wir haben Nachteile durch chinesische  Staatsspionage im internationalen Warenverkehr, die kaum vorstellbar sind. Allein die Rüstungsspionage gegen die Vereinigten Staaten erbeutete im vergangenen Jahrzehnt Pläne und Konzepte im Wert von über 1,8 Billionen Dollar. Hinzu kommen die entstehenden Sicherheitslücken die sich dadurch im Westen auftun.

In einem Fall ging es in den vergangenen drei Jahren um eine Anwendung aus der Physikforschung. Sie hatte Interessenten aus China auf den Plan gerufen, die Geschäftsbeziehungen zu dem Kreis von Forschern anbahnten. Die Verlockung den Markt von 1,4 Milliarden Menschen geöffnet zu bekommen, hat alle unvorsichtig werden lassen.

Der Agent als “Freund”

Einer der Agenten wurde nach und nach zum Freund des Chefs der Entwicklungsabteilung. Er schaffte es,  fertiges Material, das sein Freund ihm anvertraut hatte, nach China auszuführen. Als man dort feststellte, dass so etwas nicht so einfach zu kopieren war, gaben sich bei dem Abteilungsleiter die Chinesen die Türklinke in die Hand.

Frech an der Geschichte: Einer der deutschen Mitarbeiter der Firma wurde von einem der Gäste gefragt, ob im Rahmen von Geschäftsgesprächen von chinesischer Seite aufgestellte Behauptungen, ohne Prüfung durch den deutschen Partner angenommen würden. Auf das erstaunte Kopfnicken des Deutschen reagierte der Chinese verärgert – es fehle hier ja an jeder Finesse, so könne man mit Kindern umgehen. Der zum Freund des Forschers gewordene junge Agent verstarb kurz darauf an einer nicht diagnostizierbaren Erkrankung.

Joint Ventures

Häufig geschieht es, dass Projekte mit chinesischen Partnern als Joint Ventures vereinbart werden und die chinesische Seite sich dann vom Projekt loslöst, wenn sie in der Lage ist diese Arbeit selbst zuende zu denken.

Ein gutes Beispiel ist der von Thyssen-Krupp und Siemens entwickelte Transrapid. Die Lokomotiven stehen heute in China. In Deutschland ist das Milliardeprojekt – an dem 2 Jahrzehnte gearbeitet wurde – beerdigt. Die weltweit profitabelste Zugverbindung ist die Hochgeschwindigkeitsstrecke Peking – Shanghai auf der pro Jahr 130 Millionen Passagiere transportiert werden.

 

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