Politik

Frankreich und Deutschland – Ähnlichkeiten, nicht erst auf den zweiten Blick

Frankreich - Deutschland - Faktum Magazin

Meinung: Frankreich und Deutschland
Ähnlichkeiten, nicht erst auf den zweiten Blick

Warum ist im demokratisch verfassten Europa eine Partei mit über 30%iger Wählerzustimmung Freiwild für die Medien, ohne dass Widerspruch innerhalb der EU erfolgt? Was sich in solchen Fällen im Sprachgebrauch der Presse eingebürgert hat, hat weder mit Demokratie noch mit Toleranz zu tun – es ist schlicht extremistisch. Die Parallelen zu Deutschland sind offensichtlich.

Es ist Extremistisch, von einer rechtsradikalen Partei zu sprechen, nur weil der Chefredakteur ein rotes Parteibuch hat. Die mildere Form alles, was nicht in den Rahmen des Pseudoliberalismus passt, als „rechtspopulistisch“ zu bezeichnen, würde nach Zivilrecht ebenfalls Beleidigungsklagen nach sich ziehen.

Man bezeichnet Martin Schulz auch nicht öffentlich als Ex-Säufer, weil er „trockener Alkoholiker“ ist – wobei „trocken“ durchaus in Frage gestellt werden kann. Eine gewisse Fairness muß aber im Rahmen politischer Auseinandersetzungen gewahrt bleiben.

Le Pen und Macron

Marine Le Pen hat die Wahl gegen die Mogelpackung Macron verloren (Heute – wenige Wochen nach der Wahl bekäme Macron keine 30 % mehr ). Nun hat Frankreich eine andere, jüngere Geschichte als wir. Waren die Eltern der Anhänger von Frau Le Pen alles Kollaborateure der Vichy-Regierung? Oder warum erlaubt sich selbst die deutsche Presse eine etablierte Partei des EU-Nachbarn derartig unseriös böse zu stigmatisieren?

Ist es wegen Marine Le Pens „bösen“ Vater? Wenn es danach ginge, dürften ausschließlich nur Ausländer in unserem Parlament sitzen. Ein jeder von uns hat dunkle Flecken in seiner Vorfahrenliste. (Ich weiß, jetzt widersprechen alle, deren Eltern von Pastören oder Kriegsgewinnlern einen Persil-Schein ausgestellt bekommen haben.) Deutschland sollte den Mut beweisen und zu Vergangenheit stehen. Es sollte es besser machen als die Altvorderen es getan haben. Wir sollten als Deutsche aber auch jeder Ideologie entgegentreten, die alles, was Tradition hat, zerstören will.

Europa braucht eine neue Mitte. Wir müssen zusammen mit Frankreich ein Kerneuropa bilden, das noch weiß, was eurppäische Werte sind. Die gesamten Ansätze der Wertedebatten der Vergangenheit sind mittlerweile ausschließlich peinlich. Aber wie soll dies funktionieren?

Politik zu machen, ohne zu wissen, was unveräußerliche Werte sind? Wir dürfen nicht warten bis einzelne Regionen – z. b. Katalonien – den Aufstand gegen die Zentralregierung proben. Zur Zeit ist alles im Fluss. Die Sozialdmokratie ist dabei abzudanken. Es kommt jetzt darauf an, das Gleichgewicht zu behalten. Dazu ist Fainess erforderlich.

Zurück zu Marine Le Pen

Um auf Marine Le Pen zurückzukommen – und das ist ein Aufruf an alle Vater- und Familieninitiativen:
Das Wahlprogramm bezüglich Le Pens Familienpolitik ist vorbildlich. Wir werden einen Weg finden, das gemeinsam vor europäischen Gerichten durchzusetzen.

Wer im jüngst erschienen Buch in deutscher Sprache,

Marie Le Pen – Tochter des Teufels

nachliest, findet aus dem Parteiprogram des FN Eckpunkte der Familienpolitik, die jeder der Kinder hat, sofort unterschreiben kann. Eltern sollen sich die Aufgaben in der Familie frei teilen und das wird in einem Elterngehalt unterstützt, das bis 80% des Mindestlohns ausmacht. (Der Mindestlohn beträgt in Frankreich 1.400 € im Monat.)

Dieses Elterngeld sollen Familien erhalten in denen zumindest ein Part Franzose ist. Auf Tagesstätten und Ganztagsschulen soll weitgehend verzichtet werden. Wenn die Ansicht aufkommt, dies sei nicht vertretbar: Man kann es auch als Alternativprojekt neben der gängigen Alltagspraxis anbieten.

Das rote Schulprojekt „nach 8 Jahren Abitur“ ist bereits gescheitert – das ist ein weiterer Grund für den Niedergang der Sozialdemokratie in Deutschland.

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