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Steinzeitliche Gewalt. – Ein Rat vom Fachmann

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Steinzeitliche Gewalt.
– Ein Rat vom Fachmann

Wie ich höre, ist den Schweizer Kollegen eine Gletschermumie abhanden gekommen. Die mit auffälligen, grellen Farben kosmetisch restaurierte Wachsleiche ist nur wenig jünger als der berühmte Ötzi. Sie stammt aus dem Endneolithikum, einer Epoche die in Mitteleuropa gekennzeichnet war durch

  • Masseneinwanderung,
  • Bevölkerungsaustausch und
  • exzessive Gewalt.

Kein Wunder also, dass der Kulturschock, den das 21. Jahrhundert für dieses Relikt bereit hielt, vergleichsweise milde ausfiel.

Trotzdem ist es der Mumie offenbar eine Herzensangelegenheit, die heutigen Zustände beharrlich weiter Richtung Steinzeit zu bewegen. Unter dem Pseudonym Sibylle Berg schreibt sie eine Kolumne bei SPON, in der sie offen zu organisierter Gewalt auffordert. Falls jetzt jemand ins Grübeln kommt, dann sei an dieser Stelle ausdrücklich darauf hingewiesen, dass ein erbsengroßes Mumiengehirn kein Hinderungsgrund, sondern Einstellungsvoraussetzung für SPON-Kolumnisten ist.

Wer nun glaubt, Steinzeit und auch weit düstere Kapitel der Geschichte lägen unwiederbringlich hinter uns, befindet sich im Irrtum. Gewaltaufrufe von ewig gestrigen werden auch heute noch gehört und offenbar finden sich auch hinreichend Erbsenhirne, diese umzusetzen.

Als Fachmann kann ich da nur raten:
Aufgebretzelte, luftgetrocknete Mumien gehören bei gedimmten Licht in die klimatisierte Vitrine und nicht an den Schreibtisch, nehmen Sie sich gefälligst ein Beispiel an Ötzi, Frau Berg!

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