Geschlechtergerechte Sprache: Die „Alle“-Falle

von Bernhard Lassahn „Für eine sanfte Revolution der Sprache“. Klingt interessant – oder? So lautet der Titel einer Diskussion* (das Sternchen soll in diesem Fall auf eine Fußnote – s.u. – hinweisen) im Rahmen des evangelischen Kirchentags, der unter dem Motto steht: „Du siehst mich“ (1. Mose 16,13). Es geht um „gerechte“ oder „geschlechtergerechte“ Sprache. Ich bin dabei. Das ist was für mich. Nicht nur für mich. Es geht uns alle an, sofern wir ein Geschlecht haben, sprechen können und uns nicht nachsagen lassen wollen, dass wir gegen Gerechtigkeit sind. Es ist allerdings nicht klar, wie man am besten „gendert“ – so nennt man das, wenn man versucht, die gerechte Sprache anzuwenden. Geht es auf die sanfte Art? Vielleicht. Auch die CDU-Frauen wollen, wie es der ‚Spiegel’ süffisant ausgedrückt hat, „ein bisschen gendern“. Nur ein bisschen. Sie wollen gemäßigt gendern. So soll es nach den Wünschen der CDU-Frauen in Zukunft heißen: Da habe ich mich gefragt: Was ist in die Damen gefahren? Warum wollen sie nun doch ein Tänzchen wagen mit einem Verführer, den sie jahrelang verschmäht haben? Und warum wollen sie nur ein bisschen gendern? Sind sie etwa auch ein bisschen schwanger? Bemühen sie sich um ein bisschen Rechtsstaatlichkeit? … Geschlechtergerechte Sprache: Die „Alle“-Falle weiterlesen