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Jan Deichmohle: Die Unterdrückung der Männer

NICHT-Feminist - Feminismus, Ideologie, Gender Mainstreaming - Vergewaltigung

Ein Ausschnitt aus dem Buch

Jan Deichmohle – Die Unterdrückung der Männer

Wird ein Kind in die feministische Gesellschaft geboren, ist es angeschmiert, betrogen um das wichtigste im menschlichen Leben, um das, was treibende Kraft der Menschwerdung war: geschlechtliche Kultur, Keimzelle von Familie, Gesellschaft und Arbeitsteilung.

Mag es noch so fürsorglich versorgt werden in körperlicher Hinsicht und verhätschelt werden – wobei eine gute, natürliche Behandlung eher selten sein mag in unsrer unnatürlichen Gesellschaft –, so fehlt es an entscheidenden Voraussetzungen für ein erfülltes Leben. Auch „traditionelle” Eltern können bei besten Absichten diesen Mangel nicht abstellen, denn vieles schnappen Kinder nicht von Eltern auf, sondern von der Gesellschaft um sie herum, Gleichaltrigen, den Strukturen ihrer Kultur, wenn es sie denn gibt. Sogar den Dialekt der Umgebung greifen Kinder rasch auf.

Ist das Kind ein Junge, ist es doppelt betrogen, hineingeboren in eine Welt, in der es nur ein Geschlechtsmodell gibt: das weibliche, an dem feministische Genderepoche sich orientiert. Zu allen Zeiten gab es in allen Kulturen zwei Modelle für zwei Geschlechter, wie es auch der biologischen Natur entspricht. Doch bei uns sind männliche Modelle verboten, außer in illegalen Bereichen verschwunden, was diese anziehend macht.

«Bruderschaft finde er nur in seiner kleinkriminellen Jugendbruderschaft, nicht aber in der französischen Gesellschaft.» 1

Das Kind sucht etwas, das es nicht gibt. Da es keine zwei Geschlechtermodelle gibt, fehlt auch der Bezug zwischen beiden, womit beide, Mädchen wie Jungen betrogen sind. Mädchen lernen keine Liebe zum Männlichen. Beide Geschlechter gehen drauf und sogar anteilnehmende Gefühle fehlen, was deswegen nicht auffällt, weil Kultur und Gefühle diffamiert wurden, bis das Wissen um sie ausgestorben war. So ging es mehrere feministische Wellen lang, bis nichts mehr übrig war vom Erbe der Menschheit Kultur.

Wenige Tage nach der Geburt beginnen Säuglinge, besonders auf die eigene Geschlechtsgruppe zu achten und reagieren, weil das wie Sprache wichtig für ihre Entwicklung ist. Beides, Ausbildung von Geschlechter­gruppen, die gegenseitige Fürsorge und Tausch verbindet, und Sprache sind angeboren als Fähigkeit und Bedürfnis, Strukturen zu entwickeln, die zur Verständigung in der Gemeinschaft von entscheidender Bedeutung sind.

Beides waren treibende Kräfte der Menschwerdung, der Entwicklung fort von gemeinsamen tierischen Vorfahren hin zu Hominiden.

Beide Strukturen sind nicht nur festgeschrieben von der Evolution als menschliche Eigenschaft, die uns vom Tier unterscheidet, das keine so flexible und ausdrucksstarke Struktur kennt, sondern waren Hauptkräfte unsrer Entwicklung. Unsre Sprache ist flexibel lernbar und daher universell, was sie von tierischen Systemen wie dem Bienentanz unterscheidet, die instinktgesteuert sind. Ähnlich ist kulturelle Arbeitsteilung und Struktur lernbar und flexibel, was sie instinktgetriebenen Verhaltensweisen wie Rudelbildung oder Hirschbrunst überlegen macht.

Säuglinge schauen begierig, ihr kulturelles Umfeld zu erlernen, offenbar noch früher, als sie beginnen, Laute zu stammeln. Anscheinend sind geschlechtliche Identität und Geschlechtergruppen noch elementareres Lebensbedürfnis als das, zu sprechen und sich verbal zu verständigen. Doch die Säuglinge suchen vergebens, werden betrogen um eine zentrale Lebenskraft des Menschen, weil feministische Schreikinder mit unreifem „Ich will haben!” alles anderen wegnahmen, selbst haben wollten, und solch infantilem Begehren nachgegeben wurde. Daher gibt es keinen Tausch mehr, weil es nichts zu tauschen geben kann, wenn feministische Schreikinder alles selbst haben. Denn Tausch beruht auf Gegenseitigkeit und Differenz: Aus logischen Gründen müssen beide Tauschenden etwas haben, was die Gegenseite nicht hatte. Sonst gibt es nichts zu tauschen.

Ohne von allen Mitgliedern wiedererkennbare Differenz zwischen Lauten gibt es keine verständlichen Wörter, sondern nur unverständliches Geräusch. Ohne von allen Mitgliedern erkennbare Differenz und eingebrachte Tauschgaben gibt es keinen Tausch und keine funktionierenden Geschlechtergruppen; dann setzt feministische Unreife sich durch, wird zum Charakteristikum aller: dann gibt es keine Kultur. Ohne Differenz gibt es weder Sprache noch Kultur. Ohne kulturelles Füreinander gibt es kein Mitfühlen, keine Anteilnahme. Fühlen bleibt egoistisch, selbstbezogen, oder dem eigenen Geschlecht verhaftet, wie es feministisch gendernde Wellen mit ideologischen Betroffenheitssentimenten beispielhaft vormachten. Sie erhoben eine Krankheit zum Prinzip und löschten die Möglichkeit von Kultur aus. Gender ist die Verneinung menschlicher Kultur. Gender ist Betrug am Menschen um Kultur, um die beide Geschlechter verbindenden Kräfte, Gefühle, Anteilnahme, Mitfühlen. Gender ist Betrug schon an Kleinkindern.

Zusätzlich erfährt das männliche Kleinkind die Verachtung feministisch geprägter Gesellschaft für alles männliche, das als störend empfunden wird und abgewöhnt werden soll. Totale Entwurzelung aufgrund des Totalausfalls von Kultur, den Verlust von Geschlechtergruppen bedeutet, die Keimzelle und Kern von Kultur bilden, betrifft alle Kinder, Jungen wie Mädchen. Doch Jungen werden darüber hinaus dafür gescholten, Jungen zu sein, mehr auf der Suche, stärker, sich spielerisch auf biologische Tatsachen wie männliche Dominanzhierarchie vorzubereiten, die notwendig wird aufgrund sexueller Selektion durch Frauen und ihre hohen Ansprüche.

Das männliche Kind wird häufiger bestraft, weil es unruhiger ist, und ihm kein Raum gegeben wird, seine natürlichen Anlagen zu entfalten. Der Junge wird sehr häufig als Störer eingestuft; in den USA werden viele unter Medikamente wie Ritalin gesetzt, die keineswegs harmlos sind, sondern ein schwerer Eingriff in die Psyche. All das nur, weil Männlichkeit unterdrückt werden soll, statt in kulturell nützlicher Form entwickelt.

Der Junge wird schlechter benotet für gleiche Leistung, weil er weniger den Schutz- und Kavaliersinstinkt weckt als Mädchen, und weil die feministische Gesellschaft an weiblichem Modell orientiert ist, in dem er stört. Echte Kultur hatte zwei Geschlechtergruppen und zwei Modelle, war für beide Seiten ausgelegt. Entgegen aller Propaganda ist solche Einseitigkeit erst durch (proto-) feministische Wellen entstanden.

Der Junge lernt, daß männliches Verhalten leicht bestraft wird. Männliches Genie kann so kaum entstehen. Die Gesellschaft verkrüppelt ihre Intelligenz von morgen. Schon im Kindergarten wird ihm womöglich sein Spielzeug weggenommen, das er wie alle Kinder mitbringen sollte, weil es nicht dem Geschmack der feministischen Betreuerin entspricht. (z.B. ein Spielzeugschwert, wurde als „Waffe” eingestuft und weggeschlossen)

Der Junge soll „Gefühle zeigen” und sich nach für Mädchen gemachten feministischen Maßstäben benehmen, aber wenn ein Sechsjähriger eine Gleichaltrige küßt, kann das Schulverweis wegen angeblicher „sexueller Belästigung” ergeben (auch passiert). Mädchen lernen nichts, was liebevolle Gefühle zu Jungen und zum männlichen Geschlecht erwecken und entwickeln könnte, wohl aber die ganze Palette feministischen Männerhasses (in Schweden bis zum Männermassenmordtheater mit SCUM).

Der Junge lernt, daß Lernen nichts nützt, er vor Mädchen nicht mehr damit punkten kann. Auch für die Rangordnung unter Jungen kann lernen nicht länger förderlich sein, denn biologisch gibt es weder Dominanz noch Wettbewerb zwischen männlichen und weiblichen Tieren. Indem die Gruppe gemischt ist, hört sie auf, die Funktion einer männlichen Gruppe erfüllen zu können. Damit gehen wichtige Antriebe und viel an Interesse verloren. Denn biologisch wichtig ist für Jungen, einen angesehenen „Rang” zu erringen, den Frauen bei sexueller Selektion von ihnen verlangen. Statt zu lernen, müssen Jungen nun bei nutzlosen Beschäftigungen, Jugendmoden in Jungengruppen außerhalb von Ausbildung und Beruf sich auseinandersetzen, um Rang und Anerkennung ringen, während Mädchen, die keine solche Hierarchie haben, fleißig in der Schule sitzen.

Abermals gibt es Gelegenheit, jungenhaftes Verhalten zu bestrafen. Subkulturen entstehen, deren gefährlichste die islamistische 2 ist – wenn wir von feministischer 3 Szene einmal absehen. Das alles aufgrund des Kulturverlusts 4 wegen Genderung 5 und 6 Feminismus. 7 Die Zerstörung männlicher Identität schädigt die weibliche ebenfalls, was auch junge Frauen in die Arme von Ersatzideologien treibt 8 , wahlweise Feminismus oder Gegenideologien, wie heutzutage Islamismus, Anfang des 20. Jahrhunderts oftmals politischen Extremismus. Filme mit kreischenden Frauen bei Auftritten von Führer oder Duce zeugen davon, woher die Energie kam, die solche Systeme und ebenso den Islamismus trägt. Weil die natürliche Kultur zerbrochen ist, wird in sektenhaften und extremistischen Ideologien Halt gesucht; im besten Falle sind es Popkonzerte. Das Kreischen bei Beatles- oder Stones-Konzerten (1964) verrät ähnliche Entwurzelung und Suche, die immer neue Ventile findet. Wenige Jahre später (1968) kippte das Männer begehrende Kreischen und die Suche in feministischen Haß und Wutkreischen, wobei jene Zerstörungskraft ihnen Halt versprach, die ihre Entwurzelung betrieb – wie bei einem Rauschgiftsüchtigen, der das Gift braucht, das ihn krank macht, wurde Feminismus als Heilsversprechen für die Folgen der Entwurzelung durch Feminismus benutzt, in einem sektenhaften Suchtprozeß. Je weiter Feminismus kam, desto größer die Schäden an Kultur, desto kaputter die Menschen, umso größer Leid und Unzufriedenheit, die dann einem mystischen „Patriarchat” angelastet wurde.

Werden die Kinder zu geschlechtsreifen Jugendlichen, wird alles noch viel schlimmer. „In freier Wildbahn” – ohne Kultur – gibt weibliche Selektion Frauen enorme Dominanzmacht, die wir nur nicht sehen, weil das biologisch verdrängt wird. In Kulturen ist diese Dominanz gemildert, besteht aber weiterhin. Statt weibliche Dominanz aufzuheben, haben sämtliche protofeministischen und feministischen Wellen sie weiter verstärkt und Männer weiter unterdrückt. Nun kann fast jeder der mühsamen Versuche, die jungen Männern noch bleiben, bei jungen Frauen gegen starke Konkurrenz Erfolg zu haben, als Verbrechen eingestuft werden: Witze, Annäherung, Flirt, alles verläuft unter ständiger Bedrohung, als „Belästigung”, „Mißbrauch” oder gar „Vergewaltigung” ausgelegt zu werden. Feminismus hat Frauen absolute, einseitige und völlig willkürliche Macht gegeben. Frauen können nachträglich zur Belästigung oder Vergewaltigung umdefinieren und anklagen, nachdem sie erst genossen haben; sobald die Beziehung mißfällt, dürfen sie umdeuten und vor Gericht ziehen. Männlichkeit per se ist kriminalisiert.

Jegliche Möglichkeit von Männern, sich attraktiv zu machen, gilt als „Unterdrückung der Frau”, denn Frauen wollen selbst haben, was Männer erarbeiten, um attraktiv zu werden. Die feministischen Schreikinder haben nicht begriffen, daß sie damit den Männern das wegnehmen, was sie selbst von Männern verlangen, sie Männer zu etwas machen, das sie nicht haben wollen, ihren Ansprüchen nicht genügt. Feministische Schreikinder haben Männer überflüssig gemacht, indem sie selbst alles haben und Männer nicht mehr brauchen. Umgekehrt natürlich nicht; Frauen werden weder überflüssig gemacht, was wegen Fruchtbarkeit gar nicht geht, noch ihnen ihre weiblichen Trümpfe und Privilegien genommen. Feministische Schreikinder haben alles verboten, was männlich ist und attraktiv für Frauen. Männer haben die Wahl dazwischen, als „Unterdrücker” niedergemacht oder so unmännlich zu werden, daß Frauen sie verachten und aus ihrem Leben schmeißen.

Jeder Blick kann Männer den Arbeitsplatz kosten. Jedes Gespräch, das die Frau als unangenehm empfindet, kann Männer Arbeit und Existenz kosten. Ja, ein Mann wurde sogar schon vor Gericht verklagt, weil er nicht mit einer Frau reden wollte. Viele andere wurden verklagt, weil sie mit einer Frau reden wollten. Alles und das Gegenteil kann gegen einen Mann ausgelegt werden. Der Mann ist Freiwild.

Männer haben kein Recht auf Zugang zum Leben. Männer können rausgeworfen oder gar nicht erst zugelassen werden. Männer unterliegen der sexuellen Selektion. Männer haben keinerlei sexuelle Rechte, kein Recht auf Fortpflanzung, kein Recht auf Nachkommen. Männer dürfen weder entscheiden, Kinder haben zu wollen, noch Kinder nicht haben zu wollen. Das Wahlrecht liegt allein bei der Frau. Zu allen Zeiten lagen lebenswichtige Entscheidungen bei Tier und Menschen in weiblicher Hand. Die Suffrage des 19. Jahrhunderts hätte eine männliche Suffrage sein müssen, denn Männer hatten auch damals weniger Rechte. Die meisten Männer durften auch an der Urne nicht wählen, obwohl sie in Kriegen auf Schlachtfelder geschickt wurden, wo viele ihr Leben verloren, und haben sehr viel länger um ein Wahlrecht kämpfen müssen. Die Wahl und Selektion der Frau hatte immer mehr Gewicht als jede männliche Wahl.

Männer haben Pflichten. Das war schon immer so, denn Männer aller Zeiten mußten hart arbeiten und kämpfen, oft ihr Leben riskieren, um weibliche Privilegien zu schultern. Feminismus hat das radikalisiert. Männer sind Zahlsklaven. Frauen haben Rechte, Männer haben Pflichten, und Kinder ein ruiniertes Leben.

Frauen haben jedes erdenkliche Recht auf Selbstverwirklichung. Männer haben kein Recht auf Selbstverwirklichung. Männer haben die Pflicht, für jede noch so verrückte weibliche Selbstverwirklichung die Rechnung zu bezahlen, in jeder Hinsicht. Ob Ehemann, Ex-Mann, ehemaliger Freund, biologischer Vater, vermeintlicher Vater, hereingelegter unfreiwilliger Samenspender durch Samenraub wie bei Boris Becker, immer hat der Mann zu zahlen, muß Pflichten tragen, die ihm die Möglichkeit rauben, selbst über sein Leben zu bestimmen. Der Staat läßt keine Ausnahme von Zahlsklaverei zu. Deswegen verbietet der Staat oftmals sogar einen Vaterschaftstest, wie z.B. in Frankreich. Denn es soll immer einen Mann geben, den der Staat als Zahlsklaven zu meist lebenslanger Sklaverei verknacken kann.

Feministinnen sind wütend, wenn sich ein Mann solcher Sklaverei zu entziehen sucht, indem er keine Beziehungen mit Frauen eingeht. Das ist wider die Spielregeln. Denn jeder Mann soll für Frauen zahlen müssen. So hat jede Frau enorme Vorzüge, für die Männer enorm arbeiten, schuften, sich placken und auf Selbstverwirklichung verzichten müssen. Solche Sklaverei treibt die Tretmühlen der Ökonomie. Das ist die Wahrheit des Feminismus, die Wahrheit aller feministischen Wellen, schon im 19. Jahrhundert, genauso noch früherer protofeministischer Wellen in allen Zivilisationen, die dann durch solche Wellen untergingen.

Angeboren schiefe Wahrnehmung macht es möglich und hat bislang jede Zivilisation an dieser ideologischen Seuche zusammenbrechen lassen, wenn wir der Analyse des Ethnologen Unwin folgen – außer darin, daß die kulturellen Strukturen wichtiger sind als Sexualität.

Männer müssen arbeiten, weil sie sonst ihre Zahlungspflichten zugunsten von Frauen nicht erfüllen können. Je „emanzipierter” Frauen sich nennen, umso unemanzipierter versklaven sie Männer als aus dem Leben geworfene Existenzen, deren einziger Daseinsgrund es sein soll, für die Vorzüge von Frauen, die den männlichen Zahlsklaven Zugang zu ihrem Leben verweigern, zu knechten, schuften, ackern und blechen. Tun Männer das nicht, werden sie richterlich gepfändet, geächtet, beschimpft. So tief sitzt das Sklavenrecht der Sklavenhalterzivilisation Abendland.

Der größte Unterschied zwischen den Sklavenhalterstaaten der Antike, wie dem alten Römischen Reich, und dem Abendland liegt darin, daß Männer als „Dank” für ihre Knechtschaftsdienste von feministisch indoktrinierten Wirrköpfen noch als „Unterdrücker” verunglimpft und beschimpft werden. Eine solche perverse Sklaverei, bei der die Sklaventreiberinnen ihre geknechteten, finanziell ausgebluteten Sklaven in Verdrehung der Tatsachen ins Gegenteil noch als „Unterdrücker” anfeinden, hat es wohl in der ganzen Menschheitsgeschichte noch nicht gegeben.

Die finanzielle Versklavung des Mannes ist vollendet, sobald dieser die „Dummheit” besitzt, sich fortpflanzen zu wollen. Fortan streicht die Mutter im Namen des Kindes Gelder ein, von denen sie sich, so der Sklavenmann gut genug arbeitet, goldene Kloschüsseln kaufen kann. Dann hat sie genug Zeit, mit gleichgesinnten Freundinnen Sekt zu schlürfen und sich über die „Unterdrückung der Frau” auszuheulen, die darin liege, daß die Biologie die Geschlechter immer noch verschieden mache, was aber nach ihren viel „höherwertigen” Ideologieprinzipien ganz und gar verächtlich sei. Nicht die Ideologie sei falsch, und die Frau liege sowieso niemals falsch. Der Fehler liege immer und allein bei den Tatsachen der Natur, Biologie, und vor allem beim Mann.

Sobald der kleine Schreihals das Licht der Welt erblickt, vergebens nach den natürlichen Geschlechtergruppen Ausschau hält, die noch wichtiger und elementarer für Kind, Menschheit und Kultur sind als sogar die Sprache, hat die Mutter das große Los in der Sklavenlotterie gewonnen, und der Mann ist versklavt bis ans Ende seiner Tage. Als Familienvater versorgt er es freiwillig, doch das Damoklesschwert der Trennung droht scharfgeschliffen in Händen feministischer Frauen.  Jederzeit kann ihn ein Hieb meucheln, aus der Familie werfen und zum Zahlsklaven degradieren.  Wegen dieser Drohung ist er bereits in Beziehungen so gut wie bei lebendigem Leibe tot und innerlich versklavt, denn einen Streit kann er sich nicht leisten. Staat, feministische Gesetze, manipulierte Öffentlichkeit, tendenziöse Gerichte, alles hält gegen ihn zusammen, was ihm deutlich klargemacht wird. Somit ist bereits der Mann noch nicht zerbrochener Familien erpreßbar geworden, innerlich gebrochen, muß fürchten, ein ehrliches Wort könne sein Schicksal besiegeln. Er ist ein strukturell und juristisch gebrochener Mann, der sich weder Rückgrat noch freie Meinungsäußerung leisten kann, das Gegenteil eines würdigen Familienvorstands. Er wird die Klappe halten müssen, um eine Katastrophe zu vermeiden, die sein Leben ruinieren könnte.

«Wie die Verordnung von Kindesunterhalt in den USA die Ausbeutung des Mannes bezweckt (via Bharat Darshan)

Opfer rechtlicher Vergewaltigung muß Kindesunterhalt zahlen
Alia Beard Rau, Die Arizona Republik, 1:01 EDT, 3. September 2014

Während er zur Schule ging, hatte Olivas Sex mit einer 20jährigen Frau. Heute sieht er es so, daß sie ein einsames Kind ausnutzte, das zu Hause eine Pechsträhne hatte. Laut Gesetz des Staates kann ein Kind jünger als 15 Jahre unter keinen Umständen in Sex mit einem Erwachsenen einwilligen, was aus Olivas [juristisch] ein Vergewaltigungsopfer macht. Olivas erhob keine Anzeige …

Vor zwei Jahren schickte der Staat ihm Papier, die Kindesunterhalt verlangten. Auf diese Weise erfuhr er, daß er eine sechsjährige Tochter hatte. …

Olivas sagt, er schulde 15.000$ Nachzahlung an Kindesunterhalt und medizinischen Rechnungen bis zurück zur Geburt des Kindes, zuzüglich 10 Prozent Zinsen. Der Staat beschlagnahmte Geld von seinem Konto und pfändet seinen Lohn von 380$ monatlich…

Der bekannteste Fall war der eines Jungen, der im Alter von 13 Jahren seine 17jährige Kinderhüterin schwängerte. Nach dem Gesetz von Kansas kann ein Kind unter dem Alter von 15 Jahren keine Zustimmung zu Sex geben. Das oberste Gericht von Kansas entschied 1993, daß er verpflichtet sei, Kindesunterhalt zu zahlen…

In Kalifornien gab es wenige Jahre später eine ähnliche Entscheidung des Landesgerichts im Falle eines 15jährigen Jungen, der Sex mit einer 34jährigen Nachbarin hatte. In diesem Falle wurde die Frau wegen juristischer Vergewaltigung verurteilt.

In beiden Fällen waren es Sozialämter, die den Fall verfolgten, nachdem die Mutter staatliche Unterstützung gesucht hatte.

Das Gericht von Kansas entschied, daß Vergewaltigung irrelevant sei, und der Kindesunterhalt nicht der Vergewaltigerin, sondern dem Kind geschuldet werde,”» 9  [doch die Mutter erhält das Geld]

Viele Methoden gibt es, ihn weiter zu versklaven. In der Regel erhält die Mutter das Sorgerecht, oder starke Vorzüge, die „gemeinsame Sorge” zur Floskel machen, denn hier geht es um richtig viel Geld, das zu erarbeiten fast immer Sache des Mannes ist. Eine ganze Unterdrückungsindustrie mästet sich an dieser Sklaverei, von Jugendämtern über Gerichte bis spezialisierten Anwälten und was es im Familienunwesen des feministischen Staates sonst noch an Einrichtungen gibt. Feministische
Ratgeber kursierten in den 1980er und 1990er Jahren, die zu falschen Mißbrauchsvorwürfen gegen geschiedene Männer rieten, um mit dieser geistigen Atomwaffe alleiniges Sorgerecht und höheren Unterhalt zu sichern, auch wenn die Vorwürfe sich als falsch beweisen ließen. Das Risiko für die Mutter war nahezu null, der Profit riesig und Erfolg garantiert. Später stellte sich heraus, daß nunmehr falsche Vorwürfe häuslicher Gewalt nützlicher zur Versklavung waren, weil die Lügen nicht mit den Kindern abgesprochen werden brauchten.

Ähnlich schlimm geht es an Universitäten zu, wo „sichere Räume” vollständige Unterdrückung von Männern sichern, oder am Arbeitsplatz, wo immer die Geschlechtergruppen aufgelöst wurden:

«Eric S. Raymond warnt vor Sexfallen
06.11.2015

In einem Blogeintrag warnt der bekannte amerikanische Autor und Softwareentwickler Eric S. Raymond vor angeblichen Fallen, die organisierte Frauen in der IT – namentlich erwähnt wird die Ada-Bewegung – Männern stellen, um sie anschließend sexueller Übergriffe zu bezichtigen.»

So bringt jede Epoche andere Mittel zum gleichen Ziel hervor: zur Versklavung des Mannes. Aus den 1920er Jahren berichtete eine Liga für Männerrechte in Wien von damals gebräuchlichen Methoden, Männer gewinnbringend zu entsorgen: damals, so klagte die Liga, wurden unerwünschte Ehemänner oft von ihren eigenen Ehefrauen psychiatrisiert oder ins Gefängnis gebracht, weil schon damals die Justiz Frauen fast alles, Männern aber fast nichts glaubte. So mästeten sich schon nach der ersten feministischen Welle Unterdrückerinnen an Gut und Besitz der Versklavten, was an die Arisierung des Nationalsozialismus erinnert.

Aus diesem Grunde sind immer weniger Männer bereit, dem biologischen Imperativ zu folgen, ihren Genen das Fortleben zu ermöglichen und so ein wenig Linderung der Sterblichkeit zu finden, weil unerträgliche Verschärfung männlicher Versklavung die Folge wäre. Auch daher werden immer weniger Kinder geboren. Gleichzeitig haben Feministen Frauen eingeredet, das Dasein als Mutter sei schlechter als das eines viertelerwachsenen Wutschreikindes, das den Rest der Welt dafür anklagt, daß Gott oder Evolution die Menschheit nicht gegendert erschaffen habe. In der Folge stirbt die am Virus Feminismus erkrankte Gesellschaft von selbst aus. Kollaps der Bevölkerungspyramide.

Dies war ein Auszug aus meinem neuen Buch „Die Unterdrückung der Männer”,

Band 5 der Reihe „Die beiden Geschlechter”. Noch nicht erschienen.


Fußnoten

  1. «Bruderschaft finde er nur in seiner kleinkriminellen Jugendbruderschaft, nicht aber in der französischen Gesell-
    schaft.» — zurück
  2. «25. November 2015 | 05.10 Uhr
    Generation Dschihad
    Der IS ist eine Jugendbewegung
    … Ausgangspunkt sind jeweils junge Männer, die vom Leben verunsichert sind. Sie haben ihre Lehre
    hingeworfen, das Studium abgebrochen, die Freundin verloren. Sie sehnen sich nach Identifikation und Abenteuer,
    nach Ausbruch, Bedeutsamkeit und Sinn. … Am Ende, sagt Klaus Hurrelmann, seien das junge Männer, die sich im
    Wahn einer Ideologie verloren hätten.» (Quelle: RP) — zurück
  3. «Das Einfallstor für den Islamismus
    Die fanatisierten Muslime sind die Bastarde, die das Gender-Mainstreaming mit den radikalen Imamen zeugt.
    Aus der Abgrenzung von einem die Kinder und Familien zerstörenden gesellschaftlichen Grundkonsens entsteht die Abschottung, und in den einsamen Inseln der Abschottung die Radikalisierung, die die Brücke zu einer wieder normalen und heilen Welt jenseits der Perversion des Westens herbeimorden will.
    Und ja: Ich verstehe ihre Verachtung für den Lebensstil, wie er da in den Amtsstuben in Düsseldorf, Hannover und Stuttgart erdacht und zunehmend erzwungen wird. Und mehr noch: Schäme mich dafür, dass es den Mehrheitsdeutschen nicht gelingt, sich zu wehren. Wie schwach müssen wir sein, dass wir achselzuckend
    hinnehmen, wogegen ein Aufstand der Anständigen gefragt wäre.» — zurück
  4. «Jugendliche aus höchst unterschiedlichen Schichten wendeten sich dem militanten Extremismus zu, Hauptschul-
    abbrecher ebenso wie Studenten. „Sie empfinden einen Mangel an Werten, an Identifikation”» — zurück
  5. «Nachrichten Wiesbaden
    21.11.2015
    Wiesbaden: Warum sich Jugendliche radikalisieren – Erzieher im Interview
    Von Anke Hollingshaus
    … welche männlichen Vorbilder es für die Jungen gibt. Sie orientieren sich an männlichen Vorbildfiguren. Und wenn es in ihrer eigenen Wirklichkeit keine gibt, dazu komme ich gleich noch, dann sind es eben Idole, die weiter weg sind. Fußballer, Popstars oder Wrestling Kämpfer.»
  6. «Schuldirektor warnt vor Radikalismus: „Der Islam ist ein echter Jugendkult
    Gerald John, 22. November 2015, 09:00 …
    Die mutmaßlichen Anwerber konnte Klar vor Monaten mit einem Ruf nach der Polizei vertreiben, ihre
    Ideologie hingegen nicht.» (Gerald John, 22.11.2015) — zurück
  7. «Ein ähnliches Problem haben wir hier in Deutschland mit der Gegenreaktion zu Gendermainstreaming. … Die
    Feststellung, daß viele junge Menschen nur deshalb radikal / fundamental werden, weil sie auf der Suche nach
    Identität sind, kommt ja nicht von ungefähr. Weil die Herausbildung von Identität evtl. von oben herab sabotiert
    wurde» — zurück
  8. «NRW-Landesregierung: Erstmals mehr Frauen als Männer in den Dschihad gezogen
    Von CHRISTIAN WIERMER» — zurück
  9. «HOW THE PROVISION OF CHILD SUPPORT IN USA IS MEANT TO EXPLOIT MEN (via Bharat Darshan)
    Statutory rape victim forced to pay child support
    Alia Beard Rau, The Arizona Republic 1:01 a.m. EDT September 3, 2014
    While in high school, Olivas had sex with a 20-year-old woman. As he sees it now, she took advantage of a
    lonely kid going through a rough patch at home. State law says a child younger than 15 cannot consent with an adult
    under any circumstance, making Olivas a rape victim. Olivas didn’t press charges …
    Then two years ago, the state served him with papers demanding child support. That’s how he found out he had
    a then-6-year-old daughter. …
    Olivas said he owes about $15,000 in back child support and medical bills going back to the child’s birth, plus
    10 percent interest. The state seized money from his bank account and is garnisheeing his wages at $380 a month…
    The most well-known case was of a Kansas boy who, at age 13, impregnated his 17-year-old baby-sitter. Under Kansas law, a child under the age of 15 is legally unable to consent to sex. The Kansas Supreme Court in 1993 ruled that he was liable for child support…
    California issued a similar state court ruling a few years later in the case of a 15-year-old boy who had sex with a 34-year-old neighbor. In that case, the woman had been convicted of statutory rape.
    In both cases, it was the state social-services agency that pursued the case after the mother sought public assistance.
    “The Kansas court determined that the rape was irrelevant and that the child support was not owed to the rapist but rather to the child,”» — zurück

http://nicht-feminist.de/2016/03/buchvorstellung-jan-deichmohle-die-unterdrueckung-der-maenner/

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10 comments

  1. jandeichmohle 3 Januar, 2016 at 18:47 Antworten

    Hier kommt es auf Inhalte an. Ein philosophischer oder wissenschaftlicher Text ist keine Gruselunterhaltung. Bei den Gruselstücken von Stephen King würde ich beherzt das Buch komplett zusammenkürzen auf die leere Menge: “”. Bislang habe ich noch keinen Satz bei ihm gefunden, über den sich nachzudenken lohnen könnte. Mit anderen Worten: Ich lese Stephen King nicht, weil er nichts zu sagen hat. Darum sind mir seine Ratschläge ziemlich gleichgültig.

    Wenn du über irgend etwas stolperst, freue ich mich über eine Email und schaue mir die Stellen gern einmal an. In diesem Artikel geht es auch darum, zwischen Fakten und Ansprechen zeitgenössischer Leser hin- und herzuspringen, um irgendwie Menschen zu erreichen und zu packen, die normalerweise das ganze Thema der Männerunterdrückung verdrängen und daher Teil des Unterdrückungsprozesses sind.

    Zuviel Polemik ist aber auch nicht gut, weil Polemik eine Eintagsfliege ist, die nur in einer bestimmten historischen Situation zieht und danach schal wirkt. Ein philosophischer Text dagegen ist zwar zeitlos, hat aber nicht die Massenwirkung einer Polemik. Von daher ist dieser Artikel ein Experiment und Zwitter, wechselt zwischen Philosophie und Polemik.

  2. jandeichmohle 3 Januar, 2016 at 18:59 Antworten

    Beim nochmaligen Überfliegen des Artikels, um ihn auf Längen zu prüfen, die gekürzt werden könnten, fand ich ihn eher zu dicht und vollgepackt mit vielen Informationen und Argumenten. Da gibt es nichts, was weggelassen werden könnte, ohne große Lücken in die inhaltliche Aussage zu reißen.

    Im Gegenteil scheint mir gerade ein Publikum, das meine Schriften noch nicht kennt, von der Vielzahl an Argumenten überfordert zu werden. Daher wäre auch zu überlegen, ob die einzelnen Argumente nicht länger ausgeführt werden könnten. Doch dann gäbe es wirklich Längen und eine Überschreitung der Aufmerksamkeitsspanne vieler Leser.

    Wie kurz und knapp oder lang und gut erklärt etwas dargelegt wird, ist immer eine Gratwanderung. In speziell diesem Artikel finde ich das Tempo eher flott und fordernd.

  3. luisman 4 Januar, 2016 at 02:36 Antworten

    Sie sollten sich schon mal fragen an wen denn diese Texte gerichtet sind – an eine handvoll Wissenschaftler als spezialisierter Fachtext, oder an die Masse als allgemeinverstaendliches Fachbuch. Ersteres habe ich selbst haeufig gemacht, berufsbedingt, aber selbst “Fachidioten” sind meist froh, wenn sie ein Thema auf einer Seite kurz und knackig serviert bekommen und nicht in 10 Seiten Text aus den Details rausfiltern muessen. 700 seitige Werke lese ich nur von bereits beruehmten Autoren wie z.B. James Clavell oder Ken Follett usw.

    Es gibt vielleicht 100 Gruende sich eine Apple Watch oder i-phone zu kaufen, aber nur einen Grund der zaehlt : damit ist man “in”, reines Statussymbol. Es gibt tausende fadenscheinige Gruende Feministin zu sein, aber nur einen der zaehlt: Die Maenner sind an allem schuld, die “Patriarchie muss abgeschafft werden. Wenn mir mein Chef frueher immer mal wieder einen McKinsey Berater auf den Hals gehetzt hat, wusste ich immer bei dessen Schlussvortrag – wenn der Satz mit “Am Ende des Tages” anfaengt kommt nur noch Scheisse. Uebrigens: Es gibt tausende gute Gruende Anit-Feminist zu sein, aber nur einen der zaehlt: Wir Deutsche/Weisse/Westler sterben sonst aus.

    Sie verkaufen praktisch keine Buecher; Richard Dawkins ist mit anfangs sehr unpopulaeren Ideen weltberuehmt geworden. Ich habe den Eindruck dass Sie sich selbst behindern durch ‘confirmation bias’ bzgl. Ihrer Vorgehensweise und es wuerde Ihnen wahrscheinlich helfen ab und zu mal aus Ihrer ‘bubble’ heraus zu kommen. Es ist doch schade um die viele Zeit die Sie investiert haben und jetzt das Ergebnis so verkuemmern zu lassen. Wie gesagt, das sind nur gut gemeinte Hinweise und Sie entscheiden selbst ob Sie diese beruecksichtigen wollen. Ansonsten empfehle ich : Warten auf Godot (Samuel Beckett).

    • jandeichmohle 4 Januar, 2016 at 09:46 Antworten

      @luisman,
      wie bereits erwähnt empfehle ich dir, mir eine email zu schicken mit genau den Stellen, die du meinst. Ich prüfe sowas sofort und interessiert, freue mich über kritische Zuschriften.

      Die Geschichte des Feminismus habe ich in den Quelllen studiert. Dabei habe ich die Fehler gelernt, mit denen Kritiker in allen Wellen immer wieder gescheitert sind, obwohl sie faktisch recht hatten, Feminismus ihrer Zeit schwere Schäden anrichtete – die dann die nächste feministische Welle befeuerte, wobei in Verkennung der Tatsachen Folgeschäden früherer Feminismen einem erfundenen “Patriarchat” angelastet wurden.

      Zu diesen regelmäßigen Fehlern von Feminismusgegnern gehört es, kurzsichtig populistisch zu schwätzen, was eine Generation später dann regelmäßig peinlich wirkt.

      Mein Stil ist genau daran ausgerichtet, dies richtig zu machen: Meine Aussagen sind wissenschaftlich abgesichert, kein populistischer Müll, wie er sonst gern verbreitet wird. Viele Leute schreiben mit Schaum vor dem Mund. Auch wenn sie eigentlich in vielem recht haben, stehen sie sich selbst im Wege. Meine Argumentationslinie tut das gerade nicht.

      Auch als ich in den 1990ern noch suggestiver und emotionaler schrieb, habe ich Wert darauf gelegt, alles aus Fakten, feministischem Haß oder beweisbaren und oft erlebten Vorgängen abzuleiten, um sachlich unangreifbar zu sein.

      Jeder kann eine Menge behaupten. Ohne wissenschaftliche Beweise geht gar nichts. Wenn meine Texte gut sind, so deshalb, weil nichts behauptet wird, was ich nicht aus exakter Wissenschaft abgeleitet habe. Auch diese Ableitungen sind meist neu – niemand zuvor hat das getan. Das sind Qualitätsmerkmale.

      Viele Leute – das meint nicht dich – wollen populistisches Geschwätz, weil es sich besser verkauft. Ich verachte Schwätzer, weil diese uns die nächste absehbare Niederlage bescheren. Ich verachte Schwätzer und lese sowas nicht. Als intelligenter Mensch langweilt mich Geschwätz. Eine literarische Darstellung ist etwas anders, kann wiederum interessant sein. Doch das fordert literarische Neuerungen und Qualitäten.

      Wenn du selbst den Text im ersten Kommentar als “prägnant und ausdrucksstark” bezeichnet hast, zeigt das: er ist auf dem richtigen Weg. Genau dazu soll der Artikel dienen.

      Das Problem liegt eher bei den vom Feminismus verdorbenen Zeitgenossen. Auch die Literatur der Epoche ist vielfach ungenießbar. Klassiker habe ich gern gelesen; mein halbes Wohnzimmer ist damit gefüllt. Doch heute sehen viele lieber Filme, lassen sich Inhalte vorkäuen, wollen sich kaum die Mühe machen zu lesen, und erst recht nicht, nachzudenken. Erwachsene lesen Cartoons. Das sagt schon alles. Das habe ich nicht einmal als Kind getan. Dazu kommt die Verdrängung als Tabuthema und angeboren schiefe Sicht.

      Viele wollen dünnes Geplauder im Fernsehen. Dabei setzt sich natürlich eher Dummheit und Vorurteil durch, denn hochwertige und neue Gedanken kommen dort weniger zu Geltung – sie kosten ja Mühe, erfordern Nachdenken. In solchem faulen und bequemem Klima glänzen Vorurteile, zieht der “betörende Glanz der Dummheit” (Esther Vilar) magisch an.

      Es wäre verfehlt, sich auf diesen Wettlauf der Dummheiten einzulassen. Viele “feminismuskritische” Bücher tun das und werden daher in einer Generation lächerlich wirken. Meine Bücher nicht. Sie sind zeitlos geschrieben. An ihnen verblaßt nichts, solange die Sprache noch gesprochen wird. Allmählich habe ich allerdings Zweifel, ob die deutsche Sprache noch lange überlebt, so schlecht sie heute gesprochen und geschrieben wird, und so stark auch der Wahn ist, immer mehr denglische Wörter einflechten zu müssen, weil Leute zu doof und faul sind, ein eigenes zu bilden oder zu verwenden. Sogar “das macht Sinn” ist Denglisch (“it makes sense.” – die deutsche Ausdrucksweise war “Das hat Sinn”). Den meisten ist das gar nicht mehr bewußt.

      All das ändert nichts daran, daß Kritik hoch willkommen ist – aber bitte nicht öffentlich. Sowas könnte destruktiv wirken. Es ist ein gefundenes Fressen für Gegner, die dann Kommentare gern aus dem Zusammenhang reißen, nicht um ein Argument zu entwickeln, sondern plump zu diffamieren.

      Schreib mir bitte eine private Nachricht, z.B. Email. Ich werde mir jede Stelle, über die du gestolpert bist, bei denen du “Längen” spürtest, genau anschauen. Wie bereits erwähnt, war dieser Artikel ein Experiment. Ganz klar ist – nicht jedem muß dieses Experiment gefallen. Es wird weitere Experimente geben, die anders gestrickt sind. Ich suche selbst nach einem Weg, eine Brücke zum Massenpublikum zu bauen und es einzuladen.

      Wie diese Brücke aussehen wird, ist noch offen. Vermutlich gibt es sehr viel bessere Wege als “kürzen”. Denn die Argumente sind Herz und Hirn des ganzen; nichts davon darf fehlen, sonst wird populistischer Müll daraus.

      Deine Vorschläge, Kritik und Anmerkungen sind sehr willkommen: Email bitte deichmohle @ hotmail c..

      • globoid 20 April, 2016 at 18:39 Antworten

        “Das Problem liegt eher bei den vom Feminismus verdorbenen Zeitgenossen. Auch die Literatur der Epoche ist vielfach ungenießbar. Klassiker habe ich gern gelesen; mein halbes Wohnzimmer ist damit gefüllt. Doch heute sehen viele lieber Filme, lassen sich Inhalte vorkäuen, wollen sich kaum die Mühe machen zu lesen, und erst recht nicht, nachzudenken. Erwachsene lesen Cartoons. Das sagt schon alles. Das habe ich nicht einmal als Kind getan. Dazu kommt die Verdrängung als Tabuthema und angeboren schiefe Sicht.”

        Mal eine Frage:

        Siehst Du einen Zusammenhang zwischen dem Feminismus und dem verbreiteten Konsum von Trivialkunst?

        • jandeichmohle 20 April, 2016 at 20:43 Antworten

          @globoid, ohne Beweise oder wenigstens deutliche Indizien werde ich von Behauptungen absehen. Die Bedeutung gebildeter Männer hat auch in der Kunst abgenommen. Subjektive, frauenbezogene , frauenverherrlichende und männerfeindliche Stereotype haben sich bereits vor den feministischen Wellen verbreitet. Das zeigt nicht nur das Material Kucklicks (siehe „Die Unterdrückung der Männer”, wo das ausführlich besprochen wird), sondern auch Literatur. Einen weiteren Schub dieser Entwicklung brachten Autorinnen schon vor der ersten Welle. „Zensiert: Flaschenpost in die Zukunft” zeigt in einem Kapitel, wie stark der Einfluß bereits im 19. Jahrhundert sowohl bei Verfasserinnen, als auch bei Rezensenten war.

          Solche subjektiven, frauenbezogenen Sichten können durchaus als Trivialisierung betrachtet werden, die das Bemühen und objektive Zusammenhänge und um Ablösen vom Persönlichen verdrängt.

          Doch dringen solche Sichten überall vor, ob „hohe” oder „triviale” Kunst. Vermuten ließe sich, daß die Verdrängung von Männern und ihrer kompetitiv ausgerichteter Kunst diese verändert haben könnte. Ein weiterer Geschlechtsunterschied dürfte in der Antriebskraft für künstlerische Entwicklung sein. Laut Evolutionsbiologen hat männliche Kunst meist auch die Absicht, das Wohlwollen der Frauen zu erringen. Man könnte von einer sublimierten „Balz” sprechen, weil das weibliche Geschlecht die sexuelle Selektion ausübt. Da Frauen dieser nicht unterliegen, haben sie weder bei der Arbeit noch in der Kunst diesen spezifischen, auf Männern lastenden Druck, noch dasselbe Bedürfnis. (Vielleicht abgesehen von Lesben, die eine männliche Rolle einnehmen und mit Männern um andere Frauen konkurrieren wollen. Diese haben mit dem Feminismus ein alles überbietendes Trumpfblatt im Ärmel.)

          Hinzu trat die Ausbreitung subjektiver, frauenbezogen parteiischer und ideologischer Sichten.

  4. Emannzer 4 Januar, 2016 at 15:28 Antworten

    Schöner Artikel und gut geschrieben, wenn auch ziemlich lang und verdichtet. Insofern wären ein paar Zwischenüberschriften angebracht gewesen, möglichst in “bold” bzw. Fett. Ist aber nur eine Anregung, da die Gesamtmenge einen beinahe erschlägt.

    Allerdings ist die Struktur mit den Absätzen gut gelungen und auch, dass die Quellen und Fußnoten am Ende platziert sind.

    • jandeichmohle 4 Januar, 2016 at 19:42 Antworten

      Danke. Die Idee mit mehr Überschriften hört sich gut an. Ähnliches hat Andreas mal vorgeschlagen. Allerdings fände ich Überschriften über jedem Absatz übertrieben – das könnte den Lesefluß und Gedankengang unterbrechen. Es wäre zu überlegen, wie viele Seiten Buchkapitel lang sein sollen. Wird diese Länge überschritten, wären vielleicht Unterkapitel hilfreich, auch wenn sie inhaltlich nicht notwendig sind.

      Auf Buchseiten finde ich Fußnoten auf gleicher Seite allerdings wichtig. Blättern zu müssen wäre nervig. Auf einer Buchseite ist jedoch mehr Platz als hier. Ich finde, die Spalten der Artikel sind zu eng. Sie sollten doppelt so breit sein, oder die Hälfte bis zwei Drittel der Bildschirmgröße einnehmen, bei einem kleinen Gerät fast die ganze Breite. Auch Silbentrennung wäre vorteilhaft und könnte den Lesefluß verbessern.

      Der Stoff läßt sich leider ohne inhaltliche Verluste kaum verkürzen. Weniger Masse wäre da rasch weniger Qualität… Es sei denn, jemand findet Wiederholungen oder Erläuterungen, die für das Verständnis nicht notwendig sind.

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