Männer sind deutlich homophober als Frauen

Anmerkung: Der behandelte Beitrag wurde inzwischen klammheimlich verändert und angepasst.  Redaktion.

…titelt der schwule Blog Männer und führt den Nachweis, dass Homophobie eine psychische Erkrankung sei. Das verändert den obigen Titel zu:

Heterosexuelle Männer sind deutlich psychisch gestörter als Frauen.

Dieser Satz entsteht durch Ersetzen und Expandieren der Argumente, die im Beitrag des online Magazins Männer zu finden sind. Die Ersetzung führt auf die psychische Störung und die Expansion zur Feststellung, dass nur heterosexuelle Männer betroffen seien. Wären auch homosexuelle Männer gemeint, würde eine homosexuelle Interessengruppe homosexuellen Männern Homophobie bescheinigen.

Upate: Mittlerweile hat der Autor Paul Schulz den Titel in „Homophobie ist eine Krankheit“ verändert, um einen sachlicheren Standpunkt zu signalisieren. Den ursprünglichen Titel, der eine Pathologisierung männlicher Heterosexualität insinuiert, hat er weiter nach unten gesetzt. Als Mitautor des Buches „Positive Pictures: A Gay History“ ist ihm die Wichtigkeit der posiven Besetzung eigener Identität bewusst. Diese Erkenntnis wendet er auf den heterosexuellen Mann nicht an. Hier scheint ihm die Beschämung sinnvoller. Insgesamt hat er  die Tonart des Beitrags soweit entschärft, dass sein Hass auf Heterosexualität nicht mehr ins Auge springt. Ich lasse meinen Kommentar, der sich auf die ursprüngliche Fassung bezieht, stehen, um das fehlende Rückgrat des übelwollenden Wendehalses Paul Schulz nicht in Vergessenheit geraten zu lassen.

Eine italienische Studie behauptet, Männer, die Homosexualität ablehnten, seien aggressiv, gefühlskalt, egozentrisch, impulsiv und antisozial. Sie seien gestört und hätten schlecht entwickelte, psychologische Abwehrmechanismen. Die Ablehnung von Homosexualität würde von anderen, potentiell gefährlichen psychopathologischen Problemen begleitet. Der Psychotizismus, eine Vorstufe der Schizophrenie, spiele eine wichtige Rolle bei homophoben Einstellungen.

Es ist in der Männerbewegung bekannt, dass feministische Studien seit Jahrzehnten mit gefälschten oder tendenziös interpretierten Daten Männlichkeit pathologisieren. Neu ist, dass die Schwulenbewegung sich auch dieser Methode bedient.

Wenn, wie LBGTTI behauptet, die Gesellschaft von einer grassierenden Homophobie durchseucht sei, dann folgt daraus, dass die Mehrzahl der Männer psychisch krank ist.

Dies ist die Position des führenden schwulen Online-Magazins. Natürlich werden sich Schwule zu dieser Meinung, darauf angesprochen, nicht bekennen. Wie der Feminismus würden sie entgegnen, dass die Studie lediglich eine Tendenz aufzeige, nämlich, dass ein bestimmter Persönlichkeitstyp zur Homophobie neige. Ein Persönlichkeitstyp, wie er im Durchschnitt nicht zu finden sei. Es sei in keinem Fall beabsichtigt gewesen, den Eindruck zu erwecken, Männlichkeit sei eine Krankheit. Man wollte lediglich aufzeigen, wie die Pathologisierung abweichender Sexualität wirke. Jetzt könnten die Heterosexuellen sehen, wie es sich anfühle, als psychisch krank dargestellt zu werden, etc.

Die Methode der Abwertung inklusive nachträglicher Verharmlosung der Abwertung (shaming tactic) wird vom Feminismus seit Jahrzehnten eingesetzt. Bei jeder Grenzüberschreitung wird ein Geländegwinn verbucht, weil ein Teil der Grenzüberschreitung sich im Unterbewusstsein des Opfers, als auch des Täters niederlegt. Die  Verwendung dieser Methode soll das Opfer zum Verstummen bringen.

Erstaunlich, dass Protagonisten der schwulen Männerbewegung  heterosexuelle Männer auf ähnliche Weise zu hassen scheinen, wie es sonst nur bei lesbischen Radikalfeministen üblich ist.

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Andreas Lange

Seine Beiträge gehen in die Tiefe. Er beschäftigt sich häufig mit philosophischen Themen. Judith Butler ist nicht einfach nur eine Feministin für ihn.  

Blog Comments

Die Studie steht schon auf tollen Füßen:

=> Oder der Artikel Homophobie ist eine Krankheit ist extrem hinterhältig verfälschend geschrieben. 😉 <=

„Die hatten an der Universität Tor Vergata in Rom 551 Universitätsstudenten im Alter zwischen 18 und 30 Jahren gebeten, mehrere psychometrische Evaluationen zu durchlaufen, um zu messen, wie homophob sie sind und welche anderen psychologischen Auffälligkeiten damit einhergehen“

Man setzt also Homophobie voraus und befragt… Ja, wen genau? Früher hätte ich gesagt „Studenten“ sind Studenten beider Geschlechter. Hier könnte man aber vermuten, dass nur männliche Studenten befragt worden sind.

Persönlichkeiten auf dem Depressions-Spektrum sind im Gegensatz dazu, so gut wie nie homophob.

Depressionen sind eine schwerwiegende Erkrankung und für viele Selbstmorde verantwortlich. Also jetzt nicht wirklich ein Grund zu feiern. Eigentor im Wahn der Falschdarstellung. 😉

Männer sind deutlich homophober als Frauen. „Nachdem wir Jahrhundertelang diskutiert haben, ob Homosexualität eine geistige Erkrankung ist, belegen unsere Ergebnisse, dass es Homophobie ist, die auch von anderen, potentiell gefährlichen psychopathologischen Problemen begleitet wird”, schreibt Studienleiter Emmanuale Jannini.

Woher kommt die Feststellung, dass Frauen weniger homophob sind? Kutschera hätte eine Erklärung. Frauen können ihre Sexualität offenbar im Vergleich zu Männern „switchen“. Ich sehe hier aber keinerlei Forschungsergebnisse zu Frauen.

Wie auch oftmals queer.de, verzichtet die Seite auf belegende Links.

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