Presse

Eine Ode an Sibylle Berg!

Lupe - Zeitung - Faktum

Sibylle_AvatarMich hat ein Mensch der schreibenden Zunft davon überzeugt, dass ich Sibylle Berg so huldigen muss, wie sie es verdient hat! Auch wenn diese überzeugende Maßnahme ein wenig erzieherisch auf mich wirkt:

Der überzeugende Mensch hat Recht! Man muss das letzte Werk der Sibylle zelebrieren!

In ihrer Kolumne schreibt sie entlarvend in lieblichen Worten über das patriarchale Konstrukt der Männerbünde!

All die schönen Männerbünde: Hut ab, VW!

Gut, die Einleitung war etwas liebestrunken. Nüchtern betrachtet ist ihr Artikel platter feministischer Murks, der ganz im „Kackscheiße-Stil“ nicht ohne Kraftausdrücke auskommt. Allerdings kommt sie mit nur zweimal „Scheiße“ und einmal „Ficken“ im ganzen Artikel aus.

Meine Wahrnehmung dieser Kraftausdrücke ist allerdings wahrscheinlich nicht weitreichend genug! Frau Berg kommt doch aus der Theaterszene und hat schon einige Romane geschrieben. Wer bin ich, dass ich mich an dieser künstlerischen Form der in Worte gegossenen Darstellung von feministischer Wahrheitsempfindung aufreibe? Ihre Sprache hat wahrscheinlich ihren Sinn, der sich mir in meiner hegemonialen Männlichkeit nicht zu erschließen vermag!

Da Sexismus in mir als Mann grundlegend innewohnt, hatte ich bisher häufiger mit weiblichem Journalismus so meine Schwierigkeiten und wusste ihn einfach nicht zu schätzen:

Weiblicher Journalismus: Artikel, die die Welt nicht braucht

Hier habe ich mich schon einmal negativ über eine grande dame der journalistischen Zunft ereifert! Auch hier habe ich mich über einen Artikel echauffiert, den ich wahrscheinlich nicht in der Lage war zu verstehen.

Bei Homöopathie – die „Mini-Psychotherapie“ – weiblicher Journalismus II bemängele ich typisch männlich – auch wieder einmal patriarchal! – eine gewisse Faktenlosigkeit eines Artikels.

Ich stelle aber nun fest, dass es sich schon um drei Artikel von Spiegel Online handelt, deren Sinn sich mir nicht erschließt. Entweder habe ich ein großes Verständnisproblem oder der Spiegel hat ein ganz anderes. Vielleicht hat der Spiegel gar ein feministisches Problem.

Ich möchte mein Unverständnis für den Artikel von der wunderbaren Sibylle Berg in Worte fassen:

Es beginnt schon damit, dass sie einem einzigen Mann die Verantwortung für den VW-Skandal in die Schuhe schiebt.

Ein Mann hat Volkswagen in die schwerste Krise seit Bestehen gebracht, ein Mann soll es retten: Die absolute Normalität, mit der Frauen von den Führungspositionen unserer Gesellschaft ausgeschlossen werden, ist atemberaubend.

Mein beschränktes Verständnis teilt mir mit, dass in einem solchen großen Konzern zwar immer letzlich einer verantwortlich gemacht werden kann, es im Endeffekt aber nicht ist. Es sei denn, man geht davon aus, dass der gute Mann sämtliche Zahlen von vorne bis hinten selbst gefälscht hat. In einem Konzern dieser Größe arbeitet man für gewöhnlich Hand in Hand.

Würden wir die Gedankengänge der lieblichen Frau Berg auf unsere Bundesrepublik anwenden, wäre es schön: Für alles wäre die ebenfalls liebliche Angela Merkel verantwortlich! Der gute Mann von VW hat halt das Pech, dass er für Fehlentscheidungen und Entwicklungen den Kopf alleine hinhalten muss. Grundsätzlich handelt es sich aber um ein Geflecht von Menschen, die für den Skandal verantwortlich sind. Man munkelt sogar davon, dass die Politik ihre Hand nicht unwesentlich im Spiel hat.

Warum jetzt allerdings die Geschlechterfrage ins Spiel kommt: Ich vermag es nicht zu deuten! Oder aber man setzt Pusch’sches Gedankengut voraus, dass alles unter der Beteiligung von Frauen sicherer und besser wird. Wenn nicht schon die Sicherheit im Flugzeug, warum dann nicht auch die moralische Sicherheit bei VW?

Vier Nachfolger für Herrn Winterkorn waren diese Woche im Gespräch. Wie interessant. Sicher hätte VW auch Frauen für den Posten in Betracht gezogen. Aber es hätten natürlich Frauen mit derselben Qualifikation sein müssen, sonst wäre das ja für das Unternehmen hirnrissig.

Frau Berg hätte es uns aber auch einfacher gestalten können! Sie hätte ihre Topkandidatinnen für die Stelle doch einfach einmal benennen können! Ihre Ironie kommt als ironisch gemeinte Aussage an; allein mir fehlt der Glaube! Wer aber das Geschlechterthema in die Runde haut, sollte auch dementsprechend mit Vorschlägen aufwarten.

Sie kann es aber noch besser. Nach ihrer substanzlosen Kritik – sie kennt sich offenbar zu wenig in der Wirtschaft aus – kommt nun Kritik, die völlig unsachlich ist:

Die gleichen Qualifikationen meinen in der Wirtschaft, ach nein, eigentlich in allen Unternehmen, ach nein, auch in den Kulturinstitutionen, meist: Man muss sich kennen. Der Kandidat muss erfolgreich schon ein paar andere Unternehmen versenkt haben. Man muss zusammen im Puff gewesen sein oder auf der Jagd. Man muss sich kennen aus geschlossenen Zirkeln, Männerbünden, Qualifikation ist überbewertet, nicht wahr?

Sie unterstellt hier allen Unternehmen in Deutschland einen Sexismus in der Bewerberauswahl. Sexistisch, weil keine Frau berücksichtigt wurde. Sie beleidigt hier direkt auf einen Schlag alle Männer mit Führungsposition als gemeinschaftliche Puffgänger. (Natürlich darf man an dieser Stelle über die Moral und Ethik von Puffbesuchen nachsinnen!) Sie unterstellt den Führungskräften „Bündelei“ und Zirkelei. Sie unterstellt Qualifikation als für Führungskräfte überbewertetes Merkmal.

Wer verrät Frau Berg einmal, dass Frauen für manche Positionen eben nicht die nötige Qualifikation aufweisen. Sie ist doch noch nichmals imstande geeignete Kandidatinnen zu benennen. Hier geht es um planloses, sinnbefreites Übernehmen feministischer Opferrhetorik.

Es steht Frauen nach wie vor frei, eigene Unternehmen zu gründen. Sie dürften diese Unternehmen dann sogar mit einer 100-%-Frauenquote führen. Männer können sich keine 100-%-Männerquote leisten. Bei ihnen wäre es Sexismus – bei einer Frau natürlich nicht. (Auch darüber darf man einmal nachdenken!)

Wo also sind die Unternehmen von Frauen, die ganz ohne die in den puffgehenden Männer auskommen? Es erweckt doch alles eher den Eindruck, dass es lediglich darum geht, Frauen in Positionen zu heben, die erst von Männern geschaffen worden sind. Es gibt doch so viele gut ausgebildete, qualifizierte Frauen – wo sind die von Frauen gegründeten großen Unternehmen jenseits von Beate Uhse und Steiff?

Mein liebster Absatz des Artikels! Völlig unaufgeregt! Weiblich, empathisch, charmant!

Die immer gleiche Scheiße zu beobachten, macht so müde: Diese absolute Normalität, mit der Frauen von den Führungspositionen unserer Gesellschaft ausgeschlossen werden, und nein, sie tun es selten alleine. Sie schließen sich nicht selbst aus, weil sie zu faul sind, Konflikte scheuen oder keinen Spaß an der Macht haben. Apropos.

Sibylle, oh, Sibylle – verrate mir doch bitte, welche Frau genau ausgeschlossen worden ist! Oder sind es gar die Frauen Deiner Träume?

Nun spricht sie wohl von mir!

Guten Tag, lieber sich erregender Leser, stellen Sie sich vor, die Welt, in der Sie leben, würde von Frauen beherrscht, nicht nur von einer Frau Merkel – es wäre normal, überall Frauen vorzufinden. Als Chefinnen in Firmen, Aufsichtsräten, Leiterinnen von Krankenhäusern, Theatern, sie würden Gesetze verabschieden, sie würden über ihre Sexualität entscheiden (dürfen sie die Fortpflanzung verweigern oder nicht).

Ach nein, würde sich von mir sprechen, müsste sie „Guten Tag, lieber erregter Leser!“ sprechen. Sie macht mich doch so unruhig! Was jetzt aber noch das Fortpflanzungsthema hier zu suchen hat? Sie ist wohl im Rausch. Man könnte sich einmal über weibliche Selektion, Verhütungsmethoden und Abtreibung unterhalten. Dann könnte man sich aber vor Kraftausdrücken womöglich gar nicht mehr retten!

Meine Welt wird übrigens nicht von einer Angela Merkel beherrscht. Das hat aber etwas mit meinem Gedanken von Freiheit zu tun. Mein Gedanke von Freiheit ist allerdings auch nicht derartig von Sexualität beseelt, wie der einer Feministin.

Sie haben Angst, Tropfen in ihren Drink geschüttet zu bekommen, Sie sehen Männer, die von Frauen zum Ficken gekauft werden an allen Straßenecken. Frauen mustern Sie und machen verächtliche Kommentare. Normal, wenn Sie doch gelernt haben, Männer als Ware konsumieren zu dürfen. Frauen sagen gerne: Zu Hause ist mein Mann Chef. Die Familienplanung, die Kindererziehung, das liegt alles bei ihm. Sie sind stolz auf ihre Hausarbeit. Klar, Sie haben ja auch sonst nichts zum Stolz-drauf-Sein. Naja, und so weiter.

Mal sehen. Was haben wir denn da?

Tropfen im Getränk

Schlimm diese K.O.-Tropfen – aber nicht ganz so schlimm für Frauen: Zu diesem Schluss kam ich vor einiger Zeit als ich einen Artikel über eben diese Tropfen geschrieben habe. K.O.-Tropfen sind eine viel größere Bedrohung für Männer als für Frauen. Der ursprüngliche Artikel, um den es ging ist allerdings relativ schnell wieder aus dem Netz verschwunden.
Frauen wie Sibylle Berg müssen doch Falschinformationen unbelegt verbreiten können!

Weibliche Prostitution

Hier übersieht sie, dass ca. 50 % der Prostituierten Männer sind. Es werden also zu ca. 50 % Männer „gekauft“. (Schon wieder ein Ausdruck, den man diskutieren kann!)

Männer als Ware konsumieren zu dürfen

Das ist schon völlig normal in unserer Welt, die tatsächlich neben der feministischen Wahrnehmung existiert.

Rape Culture!

Aber es wäre eine Quote geplant, 20 Prozent Männer sollten vielleicht irgendwann und so weiter. Unterdessen haben Sie Angst, nachts in den Park zu gehen, weil Frauen Ihnen auflauern, in Rotten, wegen der körperlichen Kraft; sie planen, Sie mit Dingen oder Körperteilen zu penetrieren.

Der Unterschied zwischen Männern und Feministen ist oft der: Männer machen. Feministen fordern.

Liebste S.: Männer haben bereits Angst in den Park zu gehen. Sie sind die Personen, die am meisten von Straftaten betroffen sind. Und die Geschichte mit dem Penetrieren: Die Geschichte der „Rape Culture“ ist ein völlig verlogene Opferrhetorik mit dem Mann als Täter. Man liest viel mehr von Gewalttätigkeiten gegen den Mann als das man über Vergewaltigungen liest.

Frauen sind aber tlw. tatsächlich die ausschließlichen Opfer. Wenn es z. B. um Gewalt in lesbischen Beziehungen geht. Manchmal geht es auch darum, dass Mütter ihre Kinder einfach häufiger töten als Väter dies tun. Es gibt aber natürlich beim Thema Gewalt ganz fürchterliche feministische Zahlenspiele.

Es gibt auch die Männer- und Jungenvergewaltigung als grausame Kriegswaffe. Frau Berg versorgt uns aber mit feministischen „Bessere-Welt-Sorgen“. Sie könnte ihre Sorgen aber einmal Guantanamo-Häftlingen erzählen. Diese wurden zum Teil von Frauen zum Sex gezwungen.

Plattes Nachplappern feministischer „Slogans“ bringt es irgendwie nicht.

Die Familienplanung, die Kindererziehung, das liegt alles bei ihm.

Das ist jetzt völliger Blödsinn. Man kennt die Geschichten von Kuckuckskindern. Da gibt es einen kompletten Blog drüber. Sind es auch nicht die Frauen, die Männern immer die Fähigkeit zur Kindeserziehung absprechen? Oder sie bemängeln, dass sich der Mann zu wenig um die Kinder kümmert, weil er arbeiten muss? Die Familienplanung liegt generell nicht beim Mann. Die Geschichten von der „vergessenen Pille“ und dem Zahlvater sind ebenfalls kein Geheimnis. Hier hat die gute Frau Berg in einem Satz so viel Nonsens herausgehauen, wie ihr möglich war. Aber auch hierfür lieben wir sie so!

Entschuldigung:

Meine Ode an die wunderbare Sibylle Berg ist etwas verunglückt. Ich sollte sie einmal zu einem Drink einladen.

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