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SPON: „Der Mann ist nur noch ein Schatten seiner selbst“

Dass es immer tiefer geht, zeigt uns heute Spiegel Online mit dem Artikel

Link: Neue Rollenbilder: „Der Mann ist nur noch ein Schatten seiner selbst“ – SPIEGEL ONLINE

Die Darstellung des Mannes ist schlicht und ihm wird unterstellt, mit der „neuen Rolle“ der Frau überfordert zu sein. Direkt am Anfang wird das Bild vom „verunsicherten Mann“ propagiert. In meiner Wahrnehmung sind Männer nicht verunsichert, sie sind angepisst. Ich benutze diese Ausdrucksweise, weil dem tatsächlich so ist.

Frauen fordern ihr Recht auf Karriere. Und Männer? Wollen sie ein Recht auf Familie? Tatsächlich sind viele verunsichert. Ein Forscher hat mit Männern über ihr Rollenbild gesprochen – und bemerkenswerte Zitate zusammengetragen.

Ein Recht auf Karriere? Es gibt kein Recht auf Karriere. Es gibt das Recht auf die Möglichkeit zu einer Karriere, aber nicht jeder kann Karriere machen. Das funktioniert nicht. Daher gibt es auch kein universelles Recht auf Karriere. Es gibt mittlerweile aber auch einige, die meinen, es gäbe ein Recht auf ein Kind, was ebenso absurd ist.

Die Männer, die ich kenne. sind lediglich darin verunsichert, wie sie mit der „modernen“ Frau umzugehen haben. Ein jedes Wort kann zu einem #Aufkreisch bei Twitter führen. Eine jede unbedachte Handlung kann das berufliche Aus bedeuten. Diese Dinge kommen aber nicht durch Rechte von Frauen, diese Dinge resultieren aus männerfeindlicher, feministischer Boshaftigkeit.

Was ich aber feststelle: Das ist auch ein großer Teil Männer, die ein neues maskulines Selbstbewusstsein entdecken und sich gegenüber dem Feminismus verweigern. Es ist die MGTOW1-Bewegung, die aus den feministisch produzierten  gesellschaftlichen Konflikten entsteht. Es ist eine verstrahlte Wahrnehmung des Feminismus, dass der Mann verunsichert sei. Er geht vielen Dingen mittlerweile aus dem Weg, weil der Feminismus viele Frauen zu unerträglichen Furien gemacht hat.

Schauen wir uns aber doch mal ein paar von diesen Zitaten an, die so bemerkenswert sind.

Männer müssen jetzt mehr im Haushalt erledigen, weil die Frauen jetzt auch arbeiten. Was einfach nur fair und gut ist.“

Ich hatte immer Frauen, die nicht arbeiten gegangen sind und ich musste trotzdem den Haushalt erledigen. Das war bestimmt auch „fair und gut“.
Nüchtern betrachtet ist diese Aussage eine Aussage, die wohl jeder unterschreiben würde. Männer sind nämlich in Sachen Gleichberechtigung weiter als Feministen. Gleichstellung ist nämlich keine Gleichberechtigung.

„Frauen wollen gerne Karriere machen. Manche Männer kommen damit nicht klar.“

…und manche Frauen kommen nicht damit klar, wenn der Kerl mal ein paar mit seinen Kumpels trinken will. Was soll das aussagen? Es gibt eine Menge Frauen, die wollen eben keine Karriere machen. Hier wird Frauen wieder eingeredet, dass der Weg der Karriere der richtige für sie sei.

„Ich hatte Glück mit meiner Frau: die putzt, kocht und kümmert sich um das Kind.“

Ja und es gibt genug Männer, die Pech mit den „modernen“ Frauen haben, für die es schon ein „no-go“ ist, wenn sie kochen können, weil es ja alten „Rollenklischees“ entspricht. Wie soll dieses Zitat aufgefasst werden? Ein Mann, der Karriere machen will – oder dürfen das nur noch Frauen wollen? – kann diesen Satz doch zurecht sagen, und es ist nicht verwerflich.

„Der Mann ist nur noch ein Schatten seiner selbst. Er versucht nur noch, es den Frauen recht zu machen.“

Das mag für manche Männer zutreffen. Er wird aber scheitern, das feministische Weltbild lässt es nicht zu, dass man einer modernen Frau etwas recht macht. Frauen merken aber, dass Männer sich verändern. Frauen kleiden sich z. B. immer offensiver, um die gleichen Komplimente zu bekommen, die vor einigen Jahren noch naiv umsonst verteilt worden. Mit den ganzen Sexismus und #Aufkreisch-Vorwürfen werden Komplimente aber immer seltener werden. Um die gleichen Komplimente zu erhalten, müssen sich Frauen mittlerweile mehr ins Zeug legen. Sie ernten die Komplimente allerdings nicht vom gewünschten Adressaten.

„Mit Freunden zusammen sein und dabei sein eigener Herr sein.“

MGTOW.

„Wir stellen einen Kasten Bier in einen Bach. Und der hält da auch – da müssen wir nicht noch dreimal schauen, ob der Kasten noch steht.“

MGTOW.

„Surviv al-Reisen.“

MGTOW.

„Einen Tag mit komplettem Frauenfahrverbot.“

„Einen Feiertag, an dem nur die Männer frei haben, fände ich schön.“

„Fußball, Alkohol.“

„Geile Autos mit megamäßig PS.“

MGTOW.

Also alles nur Klischee? Das Männerhirn kreist nur um Bälle, Bier und Benzin? Nicht ganz: Bei den Vätern unter den Teilnehmern spielen auch die Kinder eine Rolle.

Während die Frau die Karriere eingetrichtert bekommt, denkt der Mann noch an Familie und Kinder. Wie kommt es? Passt doch nicht zum verbreiteten Bild des vergewaltigenden primitiven Mannes. Aber auch das mit den Gedanken an eine Familie geht langsam zurück.

Psychologe Lönneker macht sich Sorgen um seine Geschlechtsgenossen. „In der gesellschaftlichen Diskussion geht es viel um die Rolle und das Bild der Frau. Aber es geht nicht um die Männer“, sagt Lönneker. Frauen diskutieren ausführlich darüber, wie sich Privatleben und Arbeit vereinen lassen. „Von Männern hört man da kaum was – die sind seltsam still„, sagt Lönneker.

Dann sollte man vielleicht auch einmal aufhören schlichte Bilder vom Mann zu zeichnen und nicht ständig Frauenförderung betreiben. Alle Begriffe rund um Gender bezeichnen doch nur eins: Die Frauenförderung.

Woran mag es wohl liegen, dass man nichts von Männern hört? Es liegt an jedem vereinzelten #Aufkreisch. Es liegt an jeder einzelnen furienartigen feministischen Stimme, die jedes gute Argument von Männern im  Ansatz erstickt. Es ist nicht „seltsam“ still. Es ist aus guten Gründen still. Wenn ein Mann sich kritisch über Gender & Co. äußert, wird er direkt als „heterosexueller, weiße Mann mit Eigeninteresse“ diskreditiert. Bei jeder kleinen Kritik am Feminismus gilt man Chauvi, Macho und wat-weiß-ich-noch-alles. Daher ist es nicht seltsam, wenn der Mann schweigt, wenn seine Stimme doch sowieso durch männerhassende Feministen erstickt wird.

Und wieder wird der schwarze Peter dem Mann zugeschoben:

Nach der Studie ist Lönneker überzeugt: Wir müssen uns in Deutschland um die Männer kümmern. Denn während Frauen in den vergangenen Jahren immer mehr Terrain erobert haben, hätten die Männer noch keine Methode gefunden, wie sie damit umgehen.

Natürlich muss man sich auch um die Männer kümmern.

Ich habe da auch schon einige Ideen:
  • Im Gesundheitssystem ist viel für Männer zu tun.
  • Im Schulsystem ist viel für Männer zu tun.
  • Im psychosozialen ist allgemein viel für Männer zu tun.
  • In Presse, Funk und Fernsehen ist viel für Männer zu tun. Die Misandrie geht gar nicht.
  • usw.

Hier aber geht es nur darum, dass der Mann angeblich damit klar kommen muss, dass Frauen sich immer mehr Terrain erobert haben. Nein, der Mann kommt mit der Männerfeindlichkeit nicht klar. Der Mann kommt mit der Hetzjagd auf den heterosexuellen, weißen Mann nicht klar. Mit dem feministischen Rassismus und dem nervtötenden Sexismus hat er seine Schwierigkeiten. Nicht der Mann ist sexistisch: Es ist die feministische Frau und dem will der böse weiße, heterosexuelle Mann aus dem Weg gehen. Wird er doch schon staatsfeministisch in Sachen Bildung und Beruf ganz bewusst abgehängt.

Vielen Dank für das Lesen meiner Wutrede.


 

1 Ein MGTOW klärt auf.

 MGTOW: Men Going Their Own Way – Männer, die ohne feste Frau durch das Leben gehen wollen. Männer, die auf eine feste Beziehung und Familie verzichten, weil ihnen die Gesellschaft zu feindlich für diese Dinge geworden ist.

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