Jan Deichmohle:
Feministische Unterdrückungshypothesen und Frühgeschichte

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Feministische Unterdrückungshypothesen und Frühgeschichte

Die Skala der Graphik (folgt unten) mit der Anzahl Individuen, die sich fortpflanzen konnten, ist für beide Geschlechter verschieden geeicht. Auch außerhalb des Einbruchs war laut DNA-Analyse die Anzahl von Frauen, denen es gelang, sich fortzupflanzen, mehrmals so hoch wie die von Männern, die sich fortpflanzen konnten. Das ist eine krasse Benachteiligung des Mannes, die etwas mit weiblicher biologischer Dominanz zu tun hat (siehe Band 1 „Kultur und Geschlecht”).

Wie andere Mehrbelastung des Mannes, durch spezifische Pflichten wie Unterhalt für Familie, Kinder, oder gar Geschiedene, Wehrpflicht, härtere Behandlung in Alltag, Gesetzgebung, Justiz, und so weiter, nimmt auch die Belastung durch von niedrigem Niveau aus weiter sinkende Fortpflanzungschancen zu, wenn die soziale Waagschale der Geschlechter (die ohnehin zu allen Zeiten Frauen bevorzugt) gestört wird und noch weiter aus einem Gleichgewicht in Richtung Frauenbevorzugung und Belastung von Männern kippt, als ohnehin bereits in allen Kulturen und Zeiten.

Feministische Wellen haben, in kollektiver Verblendung, alles zerschlagen, mithilfe dessen ein Gleichgewicht über Jahrmillionen mehr oder weniger bestanden hat; niemals neigte sich aufgrund der biologischen Tatsachen [weibliche Dominanz, siehe Band 1: „Kultur und Geschlecht”] die Waagschale zu ungunsten der Frauen, wohl aber kann sie, ebenfalls aufgrund der biologischen Tatsachen, zulasten der Männer kippen, wie es vielleicht vor 8000 Jahren bereits einmal geschah, als nach neuen genetischen Erkenntnissen nur auf 17 Frauen, die sich fortpflanzten, ein einziger Mann kam, der sich fortpflanzen konnte.

«Das scheint zu stark vereinfacht zu sein, denn vor rund 8000 Jahren gab es eine Phase, in der auf jeden Mann, der erfolgreich Nachkommen in die Welt setzte, unglaubliche 17 Frauen kamen, die Kinder hatten.»

Menschen als „bevorzugt” oder gar „mächtig” zu bezeichnen, die sich in so breiter Mehrheit nicht einmal fortpflanzen können, wäre unsinnig. Auch starke soziale Unterschiede rufen ein solches Mißverhältnis nicht hervor. Arme aller Welt pflanzten sich in historisch belegten Epochen fort, oftmals sogar zahlenmäßig erfolgreicher als Reiche. Heute ist die Geburtenrate Reicher und Gebildeter unter dem Durchschnitt; schon das Proletariat des antiken Roms stand im Ruf, arm zu sein, aber viele Kinder zu haben.

Feministischer Geschichtsdeutung zufolge gab es in der Frühgeschichte eine „finstere Machtergreifung” eines Geschlechts und damit die „Unterdrückung” des anderen, vor feministisch gefühlten fünftausend bis fünfzehntausend Jahren.

Logischerweise gibt es zwei Möglichkeiten.

  1. Die Behauptung erweist sich als haltloses Hirngespinst feministischer Phantasie, wie schon so oft. Fall erledigt.
  2. Sollte es Indizien für eine solche Vermutung geben, dann untersuchen wir, wer wen unterdrückt hätte.

In der Zeit vor 5000 bis 10.000 Jahren v. Chr. wurde die über Jahrmillionen belegte Lebensweise der Menschen und Hominiden als umherziehende Jäger und Sammler verdrängt durch zunehmende Seßhaftigkeit und die neolithische landwirtschaftliche Revolution.

Ein krasses Ungleichgewicht von 1 Mann auf 17 Frauen bei der Fortpflanzung erinnert an heutige radikalfeministische Utopien, die Pläne einiger Feministinnen, und zeigt, welche Seite wirklich gefährdet ist, der Unterstützung und Stärkung bedarf – der Mann. Seine Stärke gibt Sicherheit und Gleichgewicht, der ganzen Gemeinschaft ebenso wie ihm selbst und der Gruppe der Männer. Schwäche von Männern ist für alle, ihn selbst und die Gemeinschaft gefährlich. Eine Gesellschaft schwacher Männer ist innerlich aus dem Lot und Gefahren von außen leichter preisgegeben.

Das Gleichgewicht der Geschlechter ist genau umgekehrt gefährdet oder ausgeschlagen wie feministische Wellen behaupten, und zwar nicht nur heute, sondern auch in großen Zeiträumen.

Woran der kurzzeitige Zusammenbruch männlicher Fortpflanzungschancen vor 8000 Jahren gelegen hat, ist ungeklärt, aber ein Zusammenhang mit der landwirtschaftlichen Revolution wäre möglich; vielleicht haben schon einmal Frauen kollektiv versucht, das Gleichgewicht auf für die ganze Art gefährliche Weise zu kippen, so wie es seit 150 Jahren feministische Wellen tun.

Zu Beginn der landwirtschaftlichen Revolution verlor die damals traditionelle Tätigkeit der Männer – die Jagd – offenbar stark an Bedeutung für die Ernährung, die auf Getreideprodukte wie Brot umgestellt wurde. Damit entfiel die bisherige Tauschgabe der Männer – das Fleisch gejagter Tiere – weitgehend oder verlor ihre einstige Bedeutung. Es erscheint plausibel, daß dies Wirren im kulturellen Tauschsystem der Geschlechter ergeben, oder dieses fast zusammengebrochen sein könnte, bevor Männer ihre neue Rolle und ihre neue Tauschgabe in der Landwirtschaft fanden. Kurzfristig könnte es beim Übergang eine ähnliche strukturelle „Überflüssigkeit” der Männergruppe gegeben haben, wie sie heute feministische Ideologie erzwungen hat.

Daher könnte es in gewissem Grade ähnliche Probleme gegeben haben wie jetzt während der technischen Revolution, und Frauen, deren Aufgaben und Tauschgaben seit Urzeiten gesammelte und geerntete Pflanzen umfaßten, was durch die damalige landwirtschaftliche Revolution enorm an Bedeutung gewann, für eine kurze Zeit so viel Dominanz gegeben haben, daß sie in ähnlicher Weise wie feministische Wellen der Moderne das ganze soziale System aus dem Gleichgewicht und an den Rand des Kollaps kippten, die Männer sozusagen hinauskegelten, was deren geringe Fortpflanzungschancen erklären würde.

Wohlgemerkt: Solche Gefahr geht nicht von Männern aus, die das Gleichgewicht erst ermöglichen und stärken, weil Frauen das biologisch dominante Geschlecht sind. Feminismus hat alles genau verkehrt herum gedeutet – mit fatalen Folgen.

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Sollten andere, derzeit unbekannte Faktoren Ursache der katastrophal schlechten Fortpflanzungschancen von Männern vor 8000 Jahren gewesen sein, so bleibt als Tatsache: Ob nun der Grund stattdessen eine äußere Katastrophe war, etwa eine Naturkatastrophe, oder was sonst losgewesen sein mag, gilt deutlich

In jedem Falle ist das Gegenteil feministischer Unterstellungen und Annahmen wahr. Krasse Nachteile für Männer gab es von Frühzeit bis heute, ebenso krasse Bevorzugung von Frauen.


 

Dies war – bei geringfügiger Kürzung und Bearbeitung als Artikel – ein Auszug aus
„Ideologiekritik am Feminismus. Krieg gegen Mann, Natur und Kultur”, Band 2 der Reihe „Die beiden Geschlechter” von Jan Deichmohle.

Band 1 „Kultur und Geschlecht. Feminismus: Großer Irrtum – schwere Folgen” ist Dez. 2014 im nexx Verlag erschienen.
Band 3 „Die Genderung der Welt. Wie Feminismus weltweit Kulturen zerstört” ist derzeit auf Amazon erhältlich, ebenso eine Leseprobe von Band 2.

Derzeitig erhältliche Bücher von Jan Deichmohle


 

 

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Blog Comments

Jan Deichmohle

Zu der Frage “wie” es geht, verweise ich auf mein Buch “Kultur und Geschlecht. Feminismus: Großer Irrtum – schwere Folgen”, in dem das fundiert angesprochen wird.

Hole ich mir 🙂

Die Verringerung oder besser Aufhebung des sexuellen Selektionsdrucks ist eine Voraussetzung für menschenwürdiges Leben in Freiheit. Sonst gilt nämlich “Selbstbestimmung” nur für Frauen, aber nicht für Männer, die von Entscheidungen der Frauen abhängig sind, was Feminismus enorm verschärft hat.

Was der Selektionsdruck durch weibliche Wahl bedeutet, beschrieb schon in den 1980ern mein damaliger Zyklus “Die Wahlmacht der Frauen”, leider trotz Verlagsvertrags von 1992 bis heute unverlegt. Da wir heute enorm feministisch indoktriniert sind, bis in Begriffe, Sichtweise, Wahrnehmung und das Gefühlsleben, und wegen einer angeborenen Benachteiligung von Männern in der Wahrnehmung, haben wir keinerlei Mitgefühl für männliche Verlierer und fehlt uns die Vorstellung, was das für Verlierer bedeutet.

In den 1980ern war die Indoktrination noch nicht so weit fortgeschritten wie heute; außerdem war die sexuelle Revolution, die ursprünglich auch für Männer galt, nicht nur Frauen, noch nicht ganz vergessen. Später sorgte feministische Ideologie dafür, daß nur noch Frauen sexuelle Freiheit erhielten, im Übermaß, wogegen Männer stärker unterdrückt wurden als je zuvor.

Daher war in den 1980ern mein Zyklus über weibliche Wahlmacht einem Teil des Publikums noch verständlich – der feministische Teil hat mich damals schon beschimpft, verhöhnt, ausgelacht, angefeindet u.s.w. Heute sind wir dermaßen gehirngewaschen, daß dieser Zyklus wütend lächerlich gemacht, verspottet wird, was gerade die krankhafte Gefühllosigkeit der Epoche zeigt. Der Blaulicht-Verlag hat ein unrühmliches Beispiel für gehässige persönliche Tiefschläge unter Ignorierung aller Argumente gegeben, was ich im Buch “Nein!” dokumentiert habe, damit das Wissen um solche Bosheit nicht verloren geht.

Eine menschlichere, mitfühlendere und weniger feministisch kaputtgemachte Nachwelt wird sich noch einmal wundern, was für Schweinereien in unserer Zeit losgewesen sind. Darum gab ich bereits im Zyklus “Die Wahlmacht der Frauen” den Rat, alles niederzuschreiben und zu sichern, was euch passiert, damit nicht dem Wissen und Gedächtnis der Menschheit verloren geht, was für Elend, Ungerechtigkeit u.s.w. angerichtet worden ist. Dieses Wissen muß für alle Zeiten erhalten bleiben, anstelle der ideologischen Phrasen, die derzeit Staatsdoktrin geworden sind.

Wow! Danke für diese engagierte Antwort. Du bringst die Sache auf den Punkt. Ich versuche, an diese Thematik systematisch heranzugehen. Was ich ziemlich früh gemerkt habe, ist, dass der Feminismus von einem mächtigen unbewussten Unterstrom getragen wird. Ich bin mir nicht klar, wie das Verhältnis der Kräfte von Biologie, Kultur und Denken ist. Ich persönliche glaube an die Macht guter Gedanken. Deswegen befasse ich mich mit der Theoriegeschichte rund um den Feminismus.

Du schreibst:

“haben wir keinerlei Mitgefühl für männliche Verlierer und fehlt uns die Vorstellung, was das für Verlierer bedeutet.”

Tatsächlich. Dies ist für mich die Hauptmotivation, warum ich mich in der männerrechtlichen Szene engagiere. Es gibt reichlich Gewinner auf der Männerseite. Aber auch viele Verlierer.

“Die Verringerung oder besser Aufhebung des sexuellen Selektionsdrucks ist eine Voraussetzung für menschenwürdiges Leben in Freiheit.”

Ich fände einen systematischen Maskulismus erstrebenswert, der systematische Aussagen dieser Art machen könnte.

Danke für deine Antwort.

Die Buchreihe “Die beiden Geschlechter” ist dazu da, die von dir angesprochene Systematik zu schaffen. Erst wird das feministische Phantasiegebäude restlos abgewickelt, sodann gezeigt, was die wirklichen Probleme sind, und wie sie behebbar wären oder wie nicht.

Gute Gedanken sind menschlich wichtig, helfen in solchen Konflikten leider nicht.

@Jan Deichmohle
Ist die Verringerung der sexuellen Selektion eine Lösung? Wenn das Institut der Ehe dazu diente, möglichst viel Männer und Frauen miteinander zu verbinden, um u.a. die Fortpflanzung fast aller Männer zu garantieren, hat die Ehe doch zur Anreicherung des Genpools beigetragen. Wenn theoretisch ein Mann ausreicht, um sämtliche Frauen Deutschlands zu schwängern, würde das nicht das Ende der Gesellschaft bedeuten, weil dann alle nur noch Klone wären wie Barbie und Ken? Reich, schön und blöd? Figuren wie Einstein wären dann aus rein ästhetischen Gründen nicht möglich. Wie stehst du zur Frage, ob das Monopol der Frauen bei der Selektion gebrochen werden muss? Geht das überhaupt? Ist es wünschenswert? Und wenn ja, wie?

Das Institut der Ehe dient (unter anderem) dazu, die Alphamänner vom Markt zu nehmen. Von Natur aus nehmen Alphamänner alle Frauen, die sie kriegen können. Sie legen sich nicht auf eine fest, warum sollten sie auch. Die gesellschaftlichen Normen Monogamie und Ehe sorgen dafür, dass Alphamänner heiraten und vom Partnermarkt verschwinden. Danach kommen auch die Betamänner zum Zuge.

Das Institut der Ehe sorgt auch für sozialen Frieden, weil so Konflikte zwischen Alphamännern und Betamännern vermieden werden können.
Die Betamänner bleiben solange zweite Wahl, wie noch Alphamänner auf dem Partnermarkt verfügbar sind, also Frauen sich Hoffnungen machen, einen Alphamann zu ergattern.

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