Buchbesprechung

Rezension: Jan Deichmohle – Kultur und Geschlecht. Falsche Annahmen und schwere Konstruktionsfehler des Feminismus

Endlich komme ich dazu etwas zu diesem Buch zu schreiben.

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Bei Amazon als Taschenbuch und als E-Book erhältlich.

Eins vorweg: Es ist kein Buch, das man in den Urlaub mit nimmt oder abends gemütlich zur Entspannung liest. Das Buch ist wissenschaftlich gehalten – ich habe es an den Fußnoten erkannt! 😉 – und belegt jede einzelne Aussage und jede einzelne Schlussfolgerung präzise und nachvollziehbar. Es fordert ein intensives Mitdenken, ohne den Leser zu überfordern. Eben hier liegen auch die Unterschiede zu feministischen Werken, die entweder absichtlich unverständlich gehalten sind oder aber in einem kindlichen Plapperton (siehe Anne Wizorek) beim Leser ankommen.

Auch wenn sehr oft das persönliche Empfinden des Autors durchschimmert: Alle Aussagen werden stichfest hergeleitet und begründet. Hier ist nichts mit „#Männer! #Fuckyeah!„. Im Buch wird deutlich aufgezeigt, warum das Patriarchat von Anfang an eine Hypothese ist, die sehr schnell alleine schon biologisch-evolutionär zu widerlegen ist.

Zudem wird gezeigt, wie der Feminismus angeblich patriarchale Strukturen stärkt und stützt, sie sogar hervorgebracht hat. Es wird deutlich, dass der Autor einen nicht geringen Teil seines Lebens mit der Untersuchung von feministischer Theorie und den Auswirkungen auf die Gesellschaft verbracht hat.

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Neben der Widerlegung der hypothetischen Idee des Patriarchats zeigt das Buch deutlich die Bösartigkeit des Feminismus auf. Anhand vieler feministischer Zitate, die das Buch fast schon sezierend aufzeigt, wird deutlich, dass der Feminismus mit dem Humanismus nicht zu vereinbaren ist. Es wäre schön, wenn die erwähnten Internetstellen im Buch auf einer Webseite anklickbar zur Verfügung stehen würden.

Das Buch von Jan Deichmohle ist kein Buch für die leichte Lektüre nebenbei. Dafür eignet sich eher das Buch von Matthias Bamberg. Es beschäftigt sich im Gegensatz zu dem vorliegenden Buch mit den Auswirkungen und nicht mit den Ursachen und den theoretischen Grundlagen des Feminismus wie „Kultur und Geschlecht „.

Wer also ein Buch sucht, das den Feminismus schon an der Wurzel entlarvt und sich mit den Theorien des Feminismus beschäftigt und diese von Anfang an ad absurdum führt, der ist mit diesem Buch sehr gut aufgehoben. Die Fußnoten laden gerade dazu ein, sich noch tiefer in die Materie einzulesen.

Wer das leichte Lesevergnügen sucht, ist mit einem Konsalik-Roman besser aufgehoben.

Wenn ich einen Wunsch frei hätte, wäre es die Zwangsverpflichtung einiger Soziologen, sich mit diesem Buch ausführlich zu beschäftigen. Die Webseite des Autors ist hier.

 

  • Taschenbuch: 208 Seiten
  • Verlag: nexx verlag (1. Dezember 2014)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3958701183
  • ISBN-13: 978-3958701182

 

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