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Das Bundesforum Männer ist feministisch

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Eine Organisation für Männerfragen?

Das Bundesforum Männer ist feministisch!

Immer wieder taucht das Bundesforum Männer in Bezug auf Männerfragen auf.
Es ist allerdings eindeutig: das Bundesforum Männer ist eine feministische Organisation.

Diess wird am Selbstverständnis deutlich:

Unser Selbstverständnis
Das BUNDESFORUM MÄNNER ist ein professionelles Netzwerk für politische Beratung. Das Bundesforum setzt sich für die Belange von Jungen, Männern und Vätern ein. Grundprinzip der gemeinsamen Arbeit ist Geschlechtergerechtigkeit. Diese geschieht in konstruktivem Dialog zwischen den Geschlechtern. Das Bundesforum ist offen für Akteure aus Politik, Wirtschaft, Sozialsystemen, Kirche, Religionsgemeinschaften, Rechtswesen, Wissenschaft und sonstigen gesellschaftlichen Bereichen.

Dies ist im Fußbereich der Webseite der Organisation zu lesen.

Was ist an diesem Absatz zu kritisieren?

Bei der s. g. Geschlechtergerechtigkeit (was ein absurdes Wort ist: entweder etwas ist gerecht oder nicht; es gibt auch keine Hund-Katze-Maus-Gerechtigkeit) handelt es sich tatsächlich um das Gender Mainstreaming.

Die feministische Wikipedia sagt zum Begriff der Geschlechtergerechtigkeit:

Politische, begriffliche und wissenschaftliche Bemühungen um Geschlechtergerechtigkeit werden heute oft mit dem Begriff Gender Mainstreaming bezeichnet.

Wir können von der s. g. “Geschlechtergerechtigkeit” auf das “Gender Mainstreaming” schließen. Gehen wir kurz auf der Wikipedia von der “Geschlechtergerechtigkeit” zum Gender Mainstreaming. Dort erfahren wir:

Gender-Mainstreaming, auch Gender Mainstreaming geschrieben, bedeutet, die unterschiedlichen Lebenssituationen und Interessen von Frauen und Männern bei allen Entscheidungen auf allen gesellschaftlichen Ebenen zu berücksichtigen, um so die Gleichstellung der Geschlechter durchzusetzen.

Bei der Gleichstellung der Geschlechter geht es immer darum, angebliche Ungerechtigkeiten gegenüber der Frau im Ergebnis auszugleichen. Dazu gab es bei uns und im pelzblog die Abgrenzung Gleichberechtigung – Gleichstellung zu lesen. Der Begriff der Gleichberechtigung wurde klammheimlich durch Feministen durch den Begriff der Gleichstellung ersetzt. Gleichstellung bedeutet grundsäztlich aber eher das Gegenteil zur Gleichberechtigung.

Wir können auf der Webseite des Bundesforums Männer direkt von der Geschlechtergerechtigkeit auf das Gender Mainstreaming auf die Gleichstellung schließen. Mehr braucht man es nicht, um zu erkennen: Die Clique des Bundesforums ist feministisch.

Sie wollen auch feministisch aktiv werden:

»Geschlechtergerechtigkeit gestalten«
»BUNDESFORUM MÄNNER heißt für mich: Geschlechtergerechtigkeit gestalten. Gemeinsam mit anderen Männern FÜR die Interessen von Jungen, Männern und Vätern. Nicht gegen Gender und Feminismus
Dr. Dag Schölper | Geschäftsführer des BUNDESFORUM MÄNNER

In diesem Text der Startseite, wird es auch direkt ausdrücklich ausgesprochen:

Nicht gegen Gender und Feminismus.

Daher ist dieser Verein eindeutig der dunklen Seite der Macht zuzuordnen.

bundesforum_maenner

Das Bundesforum Männer wird in der männerrechtlicheen Szene als  “lila Pudel” bezeichnet. Daher wurde das Forum bisher nicht bei uns thematisiert. Es wirkte unbedeutend feministisch. Nach wiederholten Hinweisen auf das Bundesforum musste eine nähere Betrachtung erfolgen.

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19 comments

  1. derdiebuchstabenzaehlt 24 Januar, 2015 at 10:03 Antworten

    Weiß man eigentlich was dieses Bundesforum kostet und insbesondere vieviel Silberlinge diese Dr Geschäftsfüher so bekommt?

    “Dr. phil. Dag Schölper (1977) lebt in Berlin und arbeitet dort als Fachreferent und stellvertretender Geschäftsführer des BUNDESFORUM MÄNNER – Interessenverband für Jungen, Männer und Väter e.V. Zuvor war er Mitarbeiter der Politischen Bundesgeschäftsführerin von BÜNDNIS 90 / DIE GRÜNEN, Steffi Lemke. Er studierte und promovierte am Otto-Suhr-Institut für Politikwissenschaft der Freien Universität Berlin. Schwerpunkt war feministische Theorie und Geschlechterpolitik. Thema seiner Dissertation: Disziplinierung der Geschlechter im Namen des Kindeswohls. Eine Geschichte der Beistandschaft des Jugendamtes für «uneheliche» Kinder. Seit 2000 ist er ehrenamtlich im Forum Männer in Theorie und Praxis der Geschlechterverhältnisse aktiv.”

    https://maennerpolitiken.wordpress.com/category/teil-iv-mannerpolitik-konkret/dag-scholper/

    Übrigens, hatten wir den nicht auch schon etwas genauer* betrachtet? “geschrieben von: Markus Theunert”

    Link ebenda.

    (* Etwa hier: http://nicht-feminist.de/2014/08/ein-interview-mit-markus-theunert-einem-deutschen-maennerrechtler/ )

    Netzwerken nennt man einen solchen Klüngel wohl bei den Femis?

  2. Wolle Pelz 24 Januar, 2015 at 10:09 Antworten

    Das erfordert jetzt aber äußerste Konzentration. Ich werde es administrativ weiterleiten.

    Da scheint ein ganz schön Sumpf hinter zu stecken. Ganz schön fiese lila Pudel.

    Markus Theunert… Ich hatte den schon so gut wie aus dem Gedächtnis verbannt. Vielen Dank auch. 😀

    Normalerweise müssten Deine Infos noch in den Artikel…

    Dein Kommentar erfordert allerdings noch weitere Beschäftigung.

  3. freakyfreed 24 Januar, 2015 at 16:05 Antworten

    Wie soll das Bundesforum für Männer denn auch bitte unabhängig sein, wenn es komplett von der finanziellen Spritze des Frauenministeriums abhängig ist? Agens eV hatten dazu auch mal einen interessanten Artikel: http://agensev.de/content/m%C3%A4nnerlobby-vertritt-fraueninteressen
    Was sich da beim Männerkongress abgespielt hat, war einfach nur ein schlechter Witz…
    Ich würde sogar einen Schritt weiter gehen und sagen, dass sich das Bundesforum *hust* “für” *räusper* Männer nicht nur NICHT für Männer und deren (echte) Interessen und Bedürfnisse einsetzt, sondern sogar noch in seinen Grundzügen tendenzeill männerfeindlich ist! Einen interessanten Artikel hierzu kann man auch bei Sciencefiles lesen: http://sciencefiles.org/2013/05/26/wahlprufsteine-und-stolpersteine-das-rollenverstandnis-des-bundesforum-manner/

    • armin 24 Januar, 2015 at 17:38 Antworten

      Eigentlich wollten wir nur einen kurzen Artikel zum schnellen Nachweis liefern. Nach einigen Kommentaren hier, könnten wir aber vielleicht etwas ins Detail gehen.

      Vielen Dank erstmal! Wir werden Deinen Links die nötige Beachtung schenken.

  4. Michael Baleanu 24 Januar, 2015 at 19:45 Antworten

    Ich weiss nicht, ob Ihr die “Leistungen” des Gründungsmitglieds des Bundesforum, dem Dissens e. v., kennt. Die wurden 2007 im Spiegel zerrissen: http://www.spiegel.de/spiegel/a-457053.html

    Deren Ergüsse findet man dank der Vorratsdatenspeicherung bei Google noch hier: http://www.wgvdl.com/Data/Dissens/Projektwoche_RESPECT.htm#gar_kein_Junge

    Die Stellungnahme der Dissentierten findet mann leicht bei googeline.

    Danke für die Klarstellung, dass “Geschlechtergerechtigkeit” mit Gender Mainstreaming gleichzusetzen ist. War immer im Hinterkopf präsent, aber nun endlich mal schön zu Ende gedacht.

    Die lassen nichts unversucht, um die Sprache wie bei Orwell durch “Doppelsprech”, pardon, “Doppeldenk” zu vergewaltigen. (wir pflegen von “doppelten Standards” zu reden)

    Leider merkt keiner wie sexistisch doppeldenkerisch die Feminist.I.nnen sind. Gerade die Verwendung des Binnen-I, das viele als Vergewaltigung der Sprache empfinden, lässt sich das sehr schön nachweisen:

    Da die so auf Sex fixiert sind, brauchen die eine permanente Stimulation. Daher verwenden die fleissig, das Binnen-I. Denn nur für die Mitglieder der “Inneren Partei” (http://de.wikipedia.org/wiki/1984_%28Roman%29#Gesellschaft) scheint es sonnenklar zu sein, dass ein Binnen-I, ein Phallus-Symbol ist. Damit können sie auf Konferenzen wunderbar “Geschlechtergerechtigkeit” parodieren und bei jedem Binnen-I einen geistigen Orgasmus erleben: Das ist praktizierter “Doppeldenk”. (Bestes Beispiel scheint ja “unser” Hinrich zu sein: http://www.forum-maennerrechte.de/index.php?mode=thread&id=13295#p13295 ) 😉

    Wie auch immer, vermutlich haben die auch so ‘ne schöne Begrüßungsformel: “Hast Du noch ein Sex, oder bist Du schon Gender?”

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