Coca-Cola feministisch.

Wir haben eine schlechte Nachricht für die Colasüchtigen unter Euch, die etwas gegen Feminismus haben:

Coca-Cola ist jetzt auf feministischen Wegen.

Coca Cola hat die Webseite Initiative „Hör auf Dein Herz“ hochgezogen. Obwohl es laut dem Statistischen Bundesamt (Myokardininfarkt = Herzinfarkt) mehr Männer als Frauen gibt, die an Herzinfarkten sterben, richtet sich die Kampagne von Coca-Cola ausschließlich an Frauen.

Die Statistik zeigt, dass inzwischen Herz-Kreislauferkrankungen die Haupttodesursache bei deutschen Frauen sind. Doch laut einer repräsentativen Forsa-Umfrage im November 2011 ist ihr Bewusstsein für diese Erkrankungen gering – viele Frauen unterschätzen sowohl die Auswirkungen von Herz-Kreislauferkrankungen als auch ihr eigenes Risiko für eine solche Krankheit bei weitem. Dabei wirken sich bei ihnen sogar manche Risikofaktoren für Herz-Kreislauferkrankungen stärker negativ aus als bei Männern, denn Frauenherzen ticken sprichwörtlich anders.

Leider sterben – wie schon angemerkt – mehr Männer als Frauen am Herzinfarkt. Auch hier gilt wieder einmal: Männer als Opfer zählen NIE. Jedes weibliche Opfer zählt mehr als jedes männliche Opfer. Es ist egal, ob an gewissen Dingen mehr Männer sterben, es wird die Frau als Opfer generiert, die viel schlimmer leidet als der Mann. Da können noch so viel Männer sterben. Wir alle kennen ja den Spruch von Hillary Clinton, dass Frauen die größten Opfer des Krieges sind, obwohl fast ausschließlich Männer in Kriegssituationen sterben.

Daher geht es um Folgendes:

Hier setzt die Initiative „Hör auf dein Herz“ an: Sie hat sich zum Ziel gesetzt, die Aufmerksamkeit für das Thema Frauen-Herzgesundheit zu erhöhen und über Präventionsmaßnahmen aufzuklären.

Coca-Cola begibt sich also jetzt in das feministische Fahrwasser. Das ist gut zu wissen. Aus Fairtradegründen trinke ich selbst zwar schon lange – zumindest Zuhause – keine Cola mehr, aber jetzt kann ich mich dabei noch besser fühlen.

Die Haupttodesursachen beim Mann sind nach der Anzahl der Häufigkeit:

  1. Vorsätzliche Selbstbeschädigung (Suizid – also Selbstmord)
  2. Transportmittelunfälle
  3. Verletzungen, Vergiftungen und bestimmte andere Folgen äußerer Ursachen
  4. Myokardinfarkt (Herzinfarkt)

Alle Todesursachen inkl. Herzinfarkt liegen schon alleine – nicht nur zusammen – über der Sterblichkeit der Frau am Herzinfarkt. Daher ist es wohl dringend nötig, dass sich jetzt schon Coca-Cola um die Sterbeursachen der Frau kümmert.

Wie lange trinkt ihr noch Cola?

Vom Impressum der Webseite, damit ihr auch seht, dass Coca-Cola hinter dieser Webseite steckt:

Impressum
Dienstanbieter dieser Webseite ist die Coca-Cola Services N.V.

1424 Chaussée de Mons
1070 Brüssel
Belgien

 

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Um jetzt auch mal andere Quellen heranzuziehen:

http://dgk.org/pressemitteilungen/neuer-deutscher-herzbericht-herzmedizin-fortschritte-sterblichkeit-nimmt-weiter-ab-immer-bessere-versorgung/

Hier fällt auf:

– ischämische Herzerkrankungen: Männer werden ca. doppelt so oft ins Krankenhaus eingewiesen, sterben aber nur etwas häufiger (161,2:149,6 pro 100.000 Einwohnern)

– Myokardinfarkt: Männer sind 1,9 mal so oft eingewiesen, sterben aber nur um ca 1,2 mal so oft

– Herzklappenerkrankungen: Männer um 16% häufiger betroffen, Frauen sterben aber um 61,5% häufiger

– Herzrhythmusstörungen: Männer um ca. 15% häufiger betroffen, Frauen sterben um ca. 55% häufiger

– Herzinsuffizienz: Männer um 4% seltener betroffen, Frauen sterben um ca. 100% häufiger

Männer sind also häufiger von Herzerkrankungen betroffen, dafür sterben Frauen aber mit deutlich höherer Wahrscheinlichkeit daran. Das hat zwar zum Teil auch damit zu tun, daß betroffene Frauen im Durchschnitt älter sind, zum Teil liegt es aber auch an einem mangelnden Problembewußtsein sowohl beim medizinischen Personal als auch bei den Frauen selbst, zum Teil auch daran, daß sich z.B. ein Myokardinfarkt bei Frauen z.T. anders äußert als bei Männern, sie klagen z.B. viel seltener über retrosternale Schmerzen (‚Schmerzen in der Brust‘).

Außerdem ist noch zu beachten, daß Frauen, die heute 90 sind quasi wie heilige gelebt haben (keine Pille, keine Zigaretten, kein Alkohol, keine Burger,…), das Leben heute 70-jähriger war auch noch vergleichsweise solide, aber je jünger sie werden desto wahrscheinlicher arbeiten sie auf eine Herzerkrankung hin, die Situation könnte sich also durchaus verschlimmern.

Das Komische ist also mE nicht, daß Coke ‚Hör auf Dein Herz‘ unterstützt, sondern daß man so selten von den Feministinnen was darüber hört, obwohl der medizinische Bereich ziemlich viele Feministinnen beschäftigt, das Problem also bekannt sein müßte.

derdiebuchstabenzählt

„Außerdem ist noch zu beachten, daß Frauen, die heute 90 sind quasi wie heilige gelebt haben (keine Pille, keine Zigaretten, kein Alkohol, keine Burger,…), das Leben heute 70-jähriger war auch noch vergleichsweise solide, aber je jünger sie werden desto wahrscheinlicher arbeiten sie auf eine Herzerkrankung hin, die Situation könnte sich also durchaus verschlimmern.“

Hast Du da auch Belege für? Angeblich hatten die Damen ja so sehr unter der Unterdrückung zu leiden und Doppelbelastungen ohne Ende. Willst Du uns etwa sagen, daß Feminismus und Gleichstellung schlecht für Frauengesundheit wäre?

EIN ganz entscheidender Umstand macht allerdings all diese schönen Betrachtungen zu reinem Zynismus. Männer sterben Jahre früher als Frauen und keine Sau kümmert das.

Der Hinweis, daß es um Frauenherzen gehe ist doch nicht wirklich als Argument gemeint? Wer so daherredet, glaubt auch Männerrechte seien unwichtig weil Frauenrechte immerhin Menschenrechte sind. 🙁

Er hat es doch selbst in den Raum geworfen: Feminismus. 😉

Du hast die feministische Taktik voll drauf, wa? Du wirfst mit Zahlen um Dich, die keinen Rückschluss auf nichts geben.

Bevor ich mich Deinen Zahlen ordentlich widme, da ich gerade keine Zeit habe:

Absolute mit relativen Zahlen zu vergleichen, ist eine feministische Taktik, auf die nur Idioten hereinfallen.

Männer sind so priviligiert, dass sie oftmals vorher sterben, bevor sie in ein Alter kommen, in dem bei Frauen die Teile altersbedingt aufgeben müssen. Solche Privilegien muss man erstmal haben.

Wenn Du Langeweile hast: Studier doch mal die Zahlen bezüglich der Arbeitsunfälle und der Selbstmorde.
Nachher kümmere ich mich auch um Deine Zahlenspielchen.

Okay, Frauen sterben auch in absoluten Zahlen häufiger an Kreislaufkrankheiten. Irgendwann gibt der Mensch halt den Löffel ab. Das passiert dann sogar irgendwann auch Frauen.

https://www.destatis.de/DE/PresseService/Presse/Pressemitteilungen/2011/09/PD11_354_232.html

Insgesamt starben 352 689 Menschen, darunter 149 471 Männer und 203 218 Frauen, an den Folgen einer Herz-/Kreislauferkrankung. Vor allem bei älteren Menschen führten diese Erkrankungen häufig zum Tod. 92 % der an einer Krankheit des Herz-Kreislauf­systems Verstorbenen waren 65 Jahre und älter.
An einem Herzinfarkt, der zu dieser Krankheitsgruppe gehört, verstarben im Jahr 2010 insgesamt 59 107 Menschen. Davon waren 55,8 % Männer und 44,2 % Frauen.

Dass mehr Frauen an Herz-Kreislauf-Krankheiten versterben liegt daran, dass ab dem Alter von 65 und aufwärts viel weniger Männer da sind, die überhaupt das Privileg Herzerkrankung haben können.

Da wir schon dabei sind:

Zweithäufigste Todesursache waren 2010 Krebsleiden: Rund ein Viertel aller Verstorbenen (218 889 Menschen) erlag im Jahr 2010 einem Krebsleiden, darunter 118 202 Männer und 100 687 Frauen.

Aber um Krebsleiden geht es hier ja nicht.

Krankheiten des Kreislaufsystems:

Männer: 42,4 (149.471)
Frauen: 57,6 (203.218)

Herzinfarkt:

Männer: 55,8 (32.975)
Frauen: 44,2 (26.132)

Ja, es sterben insgesamt mehr Frauen an Erkrankungen des Kreislaufsystems.

Frauen holen ab dem 65. Lebensjahr auf. Das liegt aber daran, dass es viel weniger Männer gibt, die überhaupt noch in den „Luxus“ kommen, Kreislaufprobleme zu bekommen. Die Sterblichkeitsrate bei Frauen steigt ab spätestens dem 75. Lebensjahr rapide. Vorher führt klar der Mann, was aber natürlich keine Rolle spielt.

Ich nehme an, Dir fällt es nicht auf, dass die Sterblichkeitsrate bei Männern vorab weit höher liegt.

Du darfst Dir gerne hier Folie 2 und Folie 3 ansehen: http://dgk.org/daten/folien_khk.pdf

Die Zahlen werden sich im Alter ähnlich bei Herz-Kreislauferkrankungen entwickeln.

Ich nehme an, es ist dir Recht, dass Männer eine höhere Krebstodesrate, eine höhere Suizidrate haben und öfter an Arbeitsunfällen sterben. Es ist viel wichtiger, bei alten Frauen die Todesursache Herz-Kreislauf-Krankheit zu beseitigen, damit diese noch länger als Männer leben als etwas gegen den frühzeitigen Tod von Männern zu tun. Wir sollten keinen Gedanken daran verschwenden, Männer überhaupt in ein Alter zu bringen, in dem sie auch an einem Herz-Kreislaufleiden im Bett versterben können.

Irgendwann geben die Teile eines alten Autos halt auf. Das ist beim Menschen halt eine biologische Frage. Da Frauen dieses Alter biologisch eher erreichen als Männer, ist es klar, dass mehr Frauen als Männer an diesen Dingen versterben. Männer durften ja vorher schon durch Unfall, Selbstmord, Krebs und Herzinfarkt drauf gehen.

Ohne jetzt ins feministische Horn blasen zu wollen:

– bei ‚Hör auf Dein Herz‘ geht es um Herz-Kreislauf-Erkrankungen als Ganzes, nicht nur um Herzinfarkte

– in der von Dir von Dir verlinkten Tabelle des statistischen Bundesamtes stehen direkt über den Myokardinfarkten die Daten für Kreislauferkrankungen (mit denen vermutlich Herz-Kreislauf-Erkrankungen gemeint sind). Hier stehen ca. 150.000 toten Männern ca. 200.000 tote Frauen gegenüber

– direkt über besagter Tabelle gibt es einen Link ‚Gestorbene nach Todesursachen, Geschlecht‘. Hier stehen z.B. bei Hypertonie 10.000 tote Männer 25.000 toten Frauen gegenüber, bei ischämischen Herzerkrankungen sinds 66.000:61.000, bei Sonstige Formen der Herzkrankheit 31.000:49.000 und bei Sonstige Krankheiten des Endokards 4.000:7.000, macht summa summarum 111.000:142.000 ohne, 143.000:168.000 mit den Myokardinfarkten aus der ersten Tabelle

– es sterben also 25.000 mehr Frauen als Männer an Herzerkrankungen, das sind >1/6 (also >17%) der gestorbenen Männer

– daß die betroffenen Frauen im Durchschnitt älter sind als die betroffenen Männer ist aus mehreren Gründen völlig irrelevant. Einmal geht es bei ‚Hör auf Dein Herz‘ nämlich um die Herzgesundheit von Frauen allgemein, nicht um der von jungen Frauen oder von Frauen unter 50, 60, whatever. Dann geht es um ein mangelndes Bewußtsein für die Gefährdung der Frauen, wofür Dein Beitrag ein gutes Beispiel ist

Frauen Stress Herzinfarkt (große Auswahl mit Bildern) → http://goo.gl/bA2jGi

Dies hier finde ich besonders herzergreifend: Partner-Stress erhöht Herzinfarkt-Risiko bei Frauen – ORF ON Science
http://sciencev1.orf.at/science/news/116339
Partner-Stress erhöht Herzinfarkt-Risiko bei Frauen. Frauen in unglücklichen Partnerschaften sind einer schwedischen Studie zufolge besonders anfällig für …

Vielen Dank für Deine aufklärerische Tätigkeit! 😀

„Wenn man bezahlte und unbezahlte Tätigkeiten zusammenrechnet, arbeiten Frauen 90 Stunden die Woche, Männer aber nur 60“, ergänzte die Wissenschaftlerin.

Ja, wir Männer sind schon fiese, faule Schweine. Frauen arbeiten ja auch schon, wenn sie tagsüber bei der Kosmetikerin ihrer Wahl sind oder im Stadtpark joggen. Ja, Frauen und ihre Doppel- und jetzt auch noch Dreifachbelastungen!

Die feigen Männer sterben ja direkt einfach so weg, weil sie viel zu feige und zu faul für das eigentliche Leben sind! Das hat Coca-Cola schon alles richtig erkannt! 😀

Lustig in dem Artikel ist ja, dass Frauen in unglücklichen Partnerschaften und Singlefrauen gefährdet sind. Frauen haben einfach nur die Arschkarte…

derdiebuchstabenzählt

„dass Frauen in unglücklichen Partnerschaften“

Vielleicht sind die Frauen die, die die Partnerschaft unglücklich machen? Schaufeln sich also ihr eigenes Grab …

Ja ja, wer länger lebt hat länger Angst vorm Tod! 🙂

Ist doch egal. Hauptsache DU als Mann bist schuld. 😀

derdiebuchstabenzählt

Mit so’m Blödsinn braucht mir schon lange keine mehr kommen. Wenn meine nicht zufrieden ist, soll sie selber was dagegen machen. Ich will gerne helfen, wenn gewünscht, aber machen muss sie schon selber.

Du glaubst doch nicht, daß ich mir so eine Nöltussie in die Bude hole …

Studien, wo das Märchen der Doppeltbelastung drinsteht sind eh für die Tonne. Hast Du den ORF-Link mal überflogen? 300 Frauens haben die untersucht! 300! Wen wollen die denn sonst noch verarschen, wer will nochmal, wer hat noch nicht …

Fehlt nur noch, daß diese Emma W. bei der WHO kundtut: *Feminismus ist gut zur Vorbeugung gegen weiblich und so ein klein wenig irgendwie auch gegen männliche Herzinfarkte* – sponsered by Cola. 🙂

Statistiken, die aus feministisch geprägten Motiven „entstanden“ sind, sind allesamt zu hinterfragen und zu 99,99998 % Murks – mindestens. 😉

Die Darstellung der Risiken durch Coca-Cola für den Tod durch Herzinfarkt ist irreführend.
Es scheint als ob pro Jahr Männer udn Frauen unter dem gleichen Herzinfarktrisiko wie Männer stehen – was nur stimmt, wenn man außer acht läßt, dass die Frauen die hier betroffen sind im Mittel 10 Jahre älter sind als die Männer.

Man vergleicht also Äpfel mit Birnen. Denn zum einen gibt es viel weniger Männer im gleiche Alter, so dass einfach die Risikogruppe der Frauen größer ist, so daß selbst beit gleicher Wahrscheinlichkeit mehr Frauen stürben als Männer, wenn man Männer und Frauen gleichen Alters vergleicht.
Hinzu kommt jedoch, dass man konkurrierende Risiken hat.

Man hätte also eine Altersstandardisierte Risikobetrachtung durchführen müssen.
Klar, dass das Beratungsgremium von Coca – Cola, eine Gendergesundheitsabteilung einer Uni, genau das nicht getan hat.

Das nennt man wohl Propaganda durch weglassen.

Ja, die sind alle nicht besonders kreativ, wenn es darum geht, die Frau als Opfer zu generieren.

Es ist fürchterlich. Feminismus kümmert sich aber um beide Geschlechter: Ist klar.

Hab ihr die schon angeschrieben und auf diesen „Flüchtigkeitsfehler“ hingewiesen?

Welchen Flüchtigkeitsfehler? Meinst Du den Fehler, dass Männer viel eher an vermeidbaren Dingen sterben? Das ist ja keine Flüchtigkeit, das ist im Sinne des Feminismus ja Absicht.

…oder bin ich mal wieder zu langsam…? 😉

derdiebuchstabenzählt

Ich mag eh keine Cola. Ist doch nur braunes Zuckerwasser …

fritz-kola schmeckt eh besser und hat mehr Koffein als der Besatzermist. Aber gut möglich, dassFRauen, die viel Coke light trinken, eher an Herzinfarkt sterben als die Frau im Durchschnitt. Nach meinen Beobachtungen kommt die Bestellung der Coke light oft genug zum Maxi-Menü mit Big Mac oder Whopper in den Burger-Buden. Bei denganzen Süßstoffen und Chemikalien da drin wundert es mich eh, dass die nicht gegen Krebs oder dergleichen eine Kampagne machen….

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