Feminismuskritik

USA (2001 – 2006): Kindstötung – Mütter töten mehr Kinder als Väter

zwischendurch - Mayhem - Faktum Magazin

USA (2001 – 2006):

Kindstötung – Mütter töten mehr Kinder als Väter

Irgendwie sind wir im Zuge zu den Recherchen zur Hetzschrift der Friedrich-Ebert-Stiftung auf einen etwas älteren US-Artikel aus dem Jahr 2008 gestoßen:

71% of Children Killed by One Parent are Killed by Their Mothers; 60% of Victims are Boys

Der Titel des Artikel besagt also für die Jahre 2001 – 2006, dass 71 % der Kinder, die von einem Elternteil allein umgebracht worden sind, von ihren Müttern ermordet worden sind. Zusätzlich sind 60 % der Mordopfer Jungs. Die Kindstötung durch Mütter ist also höher als die Kindstötung durch Väter.

In den Medien allerdings werden zumeist Berichte von Vätern, die ihre Kinder ermordet haben, mit großer medialer Wirksamkeit publiziert. Die genannten Zahlen beziehen sich zwar allesamt auf die Vereinigten Staaten, dürften sich aber insgesamt wohl nicht großartig von den hiesigen europäischen Verhältnissen  unterscheiden.

Wir konnten diese Zahlen leider nicht überprüfen, weil die verlinkten PDFs des U.S. Dept. of Health and Human Services (DHHS) für uns nicht zugreifbar waren. Ob sie dauerhaft offline sind, können wir nicht sagen. Wir haben eine Anfrage gestellt, was gar nicht so einfach war, da die Webseite sehr unübersichtlich gestaltet ist.

Wir verlassen uns jetzt vorerst einmal auf die genannten Zahlen, die eindeutig belegen, dass zumindest in den USA signifikant mehr Mütter ihre Kinder missbrauchen und töten als Väter. Das Verhältnis ist in den Jahren 2001 – 2006 ungefähr 70 % mit alleiniger Beteiligung der Mütter ohne den Vater zu ungefähr 29 % mit alleiniger Beteiligung des Vaters ohne die Mutter. (Das fehlende eine Prozent steckt in “ungefähr”.)

Das Märchen des gewalttätigen Vaters und der empathischen Frau – hier als Mutter – bröckelt ein weiteres Mal. Man könnte anhand diese Zahlen darauf schließen, dass Mütter ein gewisses Gefahrenpotential für ihr Kinder bergen, was weitaus höher ist, als das Potential, das von Vätern ausgeht. Das wäre allerdings ein übereilter Schluss. Es spielen viele soziale Faktoren eine Rolle, dass wir eine solche Aussage nicht treffen wollen.

Fest steht allerdings, dass in den Vereinigten Staaten mehr Kinder von ihren Müttern missbraucht und getötet werden als durch Väter. Der Artikel ist sehr interessant und wirft ein ganz anderes Licht auf die vorherrschende Dämonisierung des Mannes. In der Frau steckt eben nicht die Heilsbringerin für die Welt und im Mann steckt eben nicht der böse Dämon, wie man es uns gerne glauben lässt.

Die Zahl der 60 % der Mordopfer als Jungs lässt auf eine tiefsteckende Misandrie innerhalb vieler Frauen schließen.

Interessant wären nun aktuellere Zahlen und Fakten für Deutschland, Österreich und die Schweiz. Wir werden recherchieren, weil es ein spannendes Thema ist, das viele ideologisch geprägte Manipulationen aufdecken kann.

 


 

Edit:

Michael Baleanu hat in den Kommentaren darauf hingewiesen, dass es ein “alter Hut in Deutschland” sei und sogar die feministische Wikipedia nicht umhin kommt, tatsächliche Zahlen zu erwähnen. (Im Falle der Mütter geschieht dies sachlich. Sind Männer die Täter, wird dort regelmäßig gewertet und ideologisch eingeordnet.)

Zwischen zwei Drittel und drei Viertel der Kindstötungen werden durch die leiblichen Mütter verübt. Laut einer Studie von Raič war in 18 % der Fälle der Vater der Täter.

Männer- und Väterrechte hat es auch:

Mütterliche Gewalt wird nicht mehr erfasst

Und obwohl offensichtlich ist, dass mehr Mütter als Väter Gewalt gegen Kinder ausüben, ist es kein Grund für unsere Politik, weiterhin nur auf den Mann und Vater als Wurzel allen Übels einzudreschen und die Statistik zu dieser Gewalt so darzustellen, als ob nur der Vater Gewalttäter wäre.

Um ein bestimmtes Bild zu erzeugen:

Wie vertusche ich mütterliche Gewalt

Das ist ein bewährtes Muster bei der Verheimlichung der mütterlichen Gewalt: Die Daten werden für beide aufgenommen, danach werden die Gesamtdaten präsentiert und so getan, als ob nur der Mann und Vater der Gewalttätige sei.

So entsteht der Mythos der weiblichen “Heiligen Maria Mutter Gittes auf Erden!”: Frauen sind Engel, Männer sind das Böse!

 

Dass die Situation in Deutschland ähnlich ist, zeigt ein Artikel der Berliner Zeitung.

Mütter töten ihre Kinder häufiger als Väter

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9 comments

  1. mitm 17 Juli, 2014 at 19:28 Antworten

    Interessant.
    Der zitierter Post von Rosenthal ist von 2008, also nicht mehr ganz aktuell.

    “…die verlinkten PDFs des U.S. Dept. of Health and Human Services (DHHS) für uns nicht zugreifbar waren…”

    Seltsam. Die dort vorhandenen Links
    http://www.acf.hhs.gov/programs/cb/pubs/cm06/cm06.pdf
    werden bei mir umgeleitet auf
    http://www.acf.hhs.gov/programs/cb/resource/child-maltreatment-2006
    und waren bei mir problemlos zugreifbar.

    Wenn man hinten die Jahreszahl ersetzt, bekommt man bis 2012 jeweils auf eine WWW-Seite und von dort zu einem 200+ Seiten dicken Report.

    In den Reports findet man in der Tabelle “Victims by Perpetrator Relationship” die Zahlen für die “abuse”-Fälle und in der Tabelle “Perpetrator Relationships to Child Fatalities” die Todesfälle.

    Auch in 2012 waren rund doppelt so viele Frauen Täter und überwiegend Jungen die Opfer, die Abstände scheinen sich aber gegenüber 2006 verkleinert zu haben.

    Einzelne Zahlen herauszureißen ist aber wenig sinnvoll, man müßte sich für ein seriöses Gesamtbild z.B. der letzten 10 Jahre einige Stunden Zeit nehmen und die dicken Reports durchsehen.

    • wj 17 Juli, 2014 at 19:36 Antworten

      Ja, daher waren wir auch etwas zurückhaltender.

      Wir schauen uns das alles auch noch einmal genauer an. Aber vielleicht haben die ja aufgrund unserer Anfrage auch etwas repariert und die Sachen sind nun wieder zugreifbar. Wir schauen aber nochmal.

      Morgen ist ja auch zunächst einmal das Treffen in Berlin.

      DANKE! 😉

    • wj 17 Juli, 2014 at 19:42 Antworten

      Im Artikel heißt es ja auch:

      Irgendwie sind wir im Zuge zu den Recherchen zur Hetzschrift der Friedrich-Ebert-Stiftung auf einen etwas älteren US-Artikel aus dem Jahr 2008 gestoßen:

      Bei solchen schwerwiegenden Dingen ist normalerweise keine extremer Umschwung zu erwarten. Daher sind 6 Jahre hier nicht wirklich viel. Große Änderungen kann man hier nur nach extremen Veränderungen in der Gesetzgebung, der Bevölkerungszusammensetzung o. ä. erwarten.

      Im Internet sind 6 Jahre aber eine halbe Ewigkeit. Stimmt.

    • wj 24 Juli, 2014 at 15:13 Antworten

      Tatsache. Die Links funktionieren. Es dauert zwar ewig, aber wir konnten nun auf die PDFs zugreifen.

      Leider fehlt jetzt erstmal die Zeit für Weiteres. Aber danke nochmal!

  2. Rox 3 November, 2015 at 15:42 Antworten

    Arbeite doch mal ein, dass man für eine echte Vergleichbarkeit noch umrechnen muss, wieviele alleinlebende Mütter Kinder haben und wieviele alleinlebende Väter. Da meist die Mütter die Kinder zugesprochen bekommen, müssten sich die drastischen Zahlen ziemlich relativieren, was allerdings nichts an der Grundaussage von oben ändert, dass halt die Frauen genausowenig einen Heiligenschein haben wie die Männer oder umgekehrt ausgedrückt, dass die Dämonisierung der Männer hier eine echte Verleumdung ist.

    • Wolf Jacobs 3 November, 2015 at 21:31 Antworten

      Es müssten eher so langsam mal aktuelle Zahlen her. Natürlich sind Frauen mehr mit Kindern zusammen und haben daher “mehr Gelegenheit” ihre Kinder umzubringen. Dennoch ist es ein Skandal, dass die Zahlen so derartig verfälscht dargestellt werden.

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